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Veröffentlicht am 19.04.2024

Mal was ganz anderes

Tiberius Rex 1: Mein Freund, der Dino
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Dieses Kinderbuch über Dinos hat eine ganz originelle Grundlage: einen uralten Dinosaurier, der im Museum arbeitet! Während normalerweise ein Kind in die Urzeit gelangt, muss hier ein lebender Dino mit ...

Dieses Kinderbuch über Dinos hat eine ganz originelle Grundlage: einen uralten Dinosaurier, der im Museum arbeitet! Während normalerweise ein Kind in die Urzeit gelangt, muss hier ein lebender Dino mit unserer Welt zurechtkommen. Dass das für Chaos sorgt, macht das Buch so lustig ;D

Mir hat die Geschichte auf jeden Fall sehr gut gefallen (auch wenn ich mich ab und an gefragt habe, wieso niemand sich an Tiberius Rex stört, sondern alle seine Existenz sehr schnell akzeptieren?).
Sie strotzt nur so vor Fantasie und auch wenn es vielleicht ein bisschen sehr viele Abenteuer in einem schmalen Buch waren, scheinen dem Autoren die Ideen noch nicht ausgegangen zu sein. Band zwei ist schon angekündigt und ich hoffe, es werden auch noch weitere folgen!
Besonders cool fand ich, dass die Hauptfigur in einem Dinobuch mal ein Mädchen ist - auch Mädchen können Dinosaurier lieben, was im Marketing meistens leider nicht so berücksichtigt wird.
Aber auch die Illustrationen sind sehr gelungen, sehr mordern und nehmen nicht überhand, sodass sie ablenken würden.
Eine schöne Empfehlung für Dinofans ab 7 Jahren.

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Veröffentlicht am 19.04.2024

Weniger Retelling, mehr Diogenes

Elyssa, Königin von Karthago
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Qualitativ kommt dieses Retelling für mich persönlich nicht an vergleichbare Werke z.B. von Madeline Miller, Pat Barker oder Natalie Haynes heran.
Man braucht viel Vorwissen, da in der Geschichte quasi ...

Qualitativ kommt dieses Retelling für mich persönlich nicht an vergleichbare Werke z.B. von Madeline Miller, Pat Barker oder Natalie Haynes heran.
Man braucht viel Vorwissen, da in der Geschichte quasi nichts erklärt wird. Ich habe das zwar, aber andere Leser:innen könnten Schwierigkeiten bekommen und im schlimmsten Fall das Buch deswegen abbrechen...
Der Text ist literarisch sicher wertvoll, wie man es von diogenes gewohnt ist (und weswegen man zu Büchern dieses Verlags greift), aber für mich hat die schnörkelige Schreibweise viel Spannung gekostet, die der Stoff eigentlich hergibt. Stattdessen wirkt es etwas langatmig und durch die vielen Perspektiven kommt es auch zu einigen Wiederholungen.
V.a. Elyssa kam für mich ziemlich unsympathisch herüber, weil sie hauptsächlich über ihre fehlende Jugend jammert. Dabei fand ich es gerade interessant mal eine ältere Protagonistin zu haben, die im Leben schon einiges durch und viel erreicht hat. Damit, dass sie sich selber aber nur auf ihre welkende Schönheit reduziert geht auch der feministische Gedanke des Retellings verloren...
Vergils Perspektive war für die Geschichte auch nicht unbedingt zielführend, wobei sie mir persönlich aber noch mit am besten gefallen hat. Hätte man weglassen können, aber ich mochte es, wie seine Alltagsbeobachtungen mit seinem Epos verknüpft wurden.
Ein Must-Read für alle Nerds, die die Dichtung der klassischen griechisch-römischen Antike verehren, aber für andere Leser:innen durchaus auch verzichtbar.

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Veröffentlicht am 09.04.2024

Dark Academia

Vengeance (Academy of Dream Analysis 1)
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Endlich mal ein Buch, bei dem nicht nur mit dem Label "Dark Academia" geworben wird, sondern wo es auch wirklich um Dark Academia geht.
Es ist schon ein Fantasyroman, wobei die Herangehensweise eine sehr ...

Endlich mal ein Buch, bei dem nicht nur mit dem Label "Dark Academia" geworben wird, sondern wo es auch wirklich um Dark Academia geht.
Es ist schon ein Fantasyroman, wobei die Herangehensweise eine sehr wissenschaftliche ist, was mir als eigentlich Nichtfantasyleserin sehr gut gefallen hat!
Das Setting an einer geheimen und super elitären Universität in Lappland hat mir richtig gut gefallen und trägt viel zur Atmosphäre des Buches bei. Da es sehr viel ums Schlafen und Träumen geht, passt die Polarnacht halt einfach perfekt.
Und auch die düsteren Geheimnisse der Protagonist:innen kommen vor dieser Kulisse eindrucksvoll zur Geltung.
Der Romance-Anteil war für meinen Geschmack ein bisschen hoch, als Sonst-Krimi-Leserin ging es mir eher um die spannenden Aspekte der Geschichte und weniger um die Romantik.
Das Ende ist ein Cliffhanger, der definitiv zum Weiterlesen verführt, obwohl viele Dinge schon geklärt werden. Trotzdem bleibt noch genug offen, um dem zweiten Band entgegenzufiebern!

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Ganz solide mit kleineren Schwächen

Thieves’ Gambit
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Die Grundidee mit einem Wettstreit unter Dieben hat mich sehr begeistert, zumal es (wahrscheinlich wegen der Wettkämpfe) mit den "Tributen von Panem" verglichen worden ist. Die Geschichte selber ist auch ...

Die Grundidee mit einem Wettstreit unter Dieben hat mich sehr begeistert, zumal es (wahrscheinlich wegen der Wettkämpfe) mit den "Tributen von Panem" verglichen worden ist. Die Geschichte selber ist auch ganz solide, hatte aber ein paar kleinere Kritikpunkte. So ist die Handlung zwar durchweg spannend, aber auch ein bisschen vorhersehbar ... ohne zu spoilern kann ich nur soviel sagen, dass auf einige Dinge so penetrant hingewiesen wird, dass man quasi erwartet, dass es da genau anders kommt. Und es kommt dann auch genau so, wie man es vorhersieht. Das fand ich ein bisschen schade, andererseits ist es ein Jugendbuch, weswegen ich darüber hinwegsehen kann. Jüngeren Leser:innen, die noch nicht soviel Vergleich haben, fallen die Hinweise vielleicht gar nicht auf? Gut finde ich, dass Band 1 so abgeschlossen wird, dass man mit dem Ende zufrieden sein kann, sollte man die Reihe nicht weiterlesen wollen. Wenn man weiterlesen möchte, bleibt es trotzdem interessant, aber kein zu fieser Cliffhanger ;D

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Veröffentlicht am 08.04.2024

Erinnert an Mankell

Die Spiele
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"Die Spiele" ist ein Kriminalroman, der mich sehr an diverse Stand-Alones von Henning Mankell erinnert hat - nicht die Wallander-Sachen, sondern solche Bücher wie "Kennedys Hirn" oder "Der Chinese". Auch ...

"Die Spiele" ist ein Kriminalroman, der mich sehr an diverse Stand-Alones von Henning Mankell erinnert hat - nicht die Wallander-Sachen, sondern solche Bücher wie "Kennedys Hirn" oder "Der Chinese". Auch in der vorliegenden Geschichte geht es nämlich um die politischen Verstrickungen von China und Afrika. Ein wahnsinnig interessantes Thema, von dem man in Europa meistens gar nicht viel mitbekommt.
Der Fall ist sehr interessant gemacht und die Auflösung war echt verzwickt, sodass man nicht zu schnell dahintergekommen ist. Aber es wurde am Ende alles zur Zufriedenheit abgerundet!
Was mir die Lektüre ein kleines bisschen getrübt hat, waren einige gossensprachliche Ausdrücke und Sexszenen, die eher ordinär als anregend waren und nichts für die Handlung getan haben. Wenn sowas überflüssig ist, sollte man es meiner Meinung nach ganz weglassen. Aber da sie - wie gesagt - nicht handlungstragend waren, kann man sie gut überblättern.

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