Profilbild von Pepale

Pepale

Lesejury Profi
offline

Pepale ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Pepale über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2021

Recherchen gegen die Cholera von Dr. Robert Koch

Arzt der Hoffnung
0

Im August 1892 verbringt Dr. Robert Koch den Urlaub mit seiner Geliebten Hedwig Freiberg auf Sylt. Als ihn dort ein Telegramm von seiner Majestät des Kaisers erreicht, in dem er schnellstens nach Berlin ...

Im August 1892 verbringt Dr. Robert Koch den Urlaub mit seiner Geliebten Hedwig Freiberg auf Sylt. Als ihn dort ein Telegramm von seiner Majestät des Kaisers erreicht, in dem er schnellstens nach Berlin beordert wird, macht er sich dorthin auf den Weg. In Hamburg ist die Cholera ausgebrochen. Dr. Koch als Seuchenfachmann soll in Hamburg Nachforschungen betreiben, wie es zu dem Ausbruch der Krankheit kommen konnte und wie man sie wieder eindämmt. Ole, ein junger Mann den er bei seiner Ankunft am Hamburger Bahnhof kennen lernt, ist ihm am ersten Tag seiner Recherche durch Hamburg eine große Hilfe.
Die Politiker Hamburgs spielen die Krankheit mit den Worten „Ein bisschen Durchfall, ein bisschen Erbrechen, ähnlich einer Grippe, gestorben wird in Hamburg jeden Tag“ jedoch herunter.
Dr. Koch läßt sich von den Sprüchen der Politiker nicht aufhalten und beginnt erfolgreich mit seinen Untersuchungen und Recherchen.
Der Autor hat hier eine Geschichte erschaffen wie die Recherchen von Dr. Robert Koch gewesen sein könnten. Die Mischung aus Wahrheit und Fiktion ist interessant und gut gelungen.
Ich bin gut in die Geschichte hereingekommen. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Die Protagonisten sind authentisch dargestellt, die Geschichte ist realistisch beschrieben.
Der Autor hat sich viel Mühe bei seinen Recherchen gegeben. Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle das Buch weiter.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2021

Spannend und Emotional

Die Tochter des Arztes
0

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt.
1956 aus der Sicht der Schwesternschülerin Ellen, die gerade ihre Ausbildung in der psychiatrischen Heilanstalt Ambergate beginnt. Ellen hat Schwierigkeiten ...

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt.
1956 aus der Sicht der Schwesternschülerin Ellen, die gerade ihre Ausbildung in der psychiatrischen Heilanstalt Ambergate beginnt. Ellen hat Schwierigkeiten sich damit abzufinden, dass es viele Langzeitpatienten in der Klinik gibt, die als nicht therapierbar gelten. Am selben Tag als Ellen ihre Arbeit beginnt wird eine junge traumatisierte Frau in ihrem Alter eingeliefert, die eigentlich sehr gesund wirkt. Ellen ist schockiert über die damaligen Behandlungsmethoden und hinterfragt sie.
2006 wird die Geschichte aus Sicht der Historikerin Sarah, die ein Buch über die in den 1970er Jahren geschlossene Klinik, in dem ihr Vater einst als Arzt arbeitete, schreiben möchte. Sarahs Vater unterstützt sie nicht bei ihren Recherchen. Im Gegenteil, er bittet sie mit Nachdruck dieses Buch nicht zu schreiben. Ihre Recherchen bringen ein ungeahntes Geheimnis ans Licht.

Die Geschichte wird authentisch und bildhaft dargestellt. Sie ist emotional und spannend. Der Schreibstil ist flüssig.
Die Autorin hat sich viel Mühe mir ihrer Recherche gegeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2021

Hafenschwester Martha - Die Zukunft

Die Hafenschwester (3)
0

Hamburg, November 1923: Martha und Paul haben im Zuge der Inflation ihre Ersparnisse verloren. Die Finanzen sind knapp. Martha und Paul schaffen es aber ihre Familie irgendwie durchzubringen. Während Rudi ...

Hamburg, November 1923: Martha und Paul haben im Zuge der Inflation ihre Ersparnisse verloren. Die Finanzen sind knapp. Martha und Paul schaffen es aber ihre Familie irgendwie durchzubringen. Während Rudi Jura studiert, gerät er in eine kritische Situation. Die Familie ist für Rudi da und findet eine Möglichkeit ihm zu helfen, damit er sein Studium zu Ende bringen kann. Das bedeutet jedoch das Ella, die Medizin studieren möchte, ihren Traum mit dem Studium zunächst für zwei Jahre zurückstellen muss. Sie tritt in die Fußstapfen von Martha und beginnt eine Schwesternausbildung. Als Ella ihrem Traum Ärztin zu werden endlich näher rückt, kommen die Nazis an die Macht. Ihr Traum Ärztin zu werden zerbricht, denn keine ausgebildete Krankenschwester soll einem deutschen Mann eine Studienplatz wegnehmen. Rudi möchte seiner Schwester als Anwalt zur Seite stehen. Doch er hat sich einflussreiche Feinde gemacht und wird von der SA in ein Konzentrationslager verschleppt. Um Rudi zu helfen geht Fredi ein gefährliches Bündnis mit der NSDAP ein ...
Ich bin gut in die Geschichte hereingekommen. Man spürt wieder die tiefe Verbundenheit zwischen Martha, Paul und den Kindern.
Martha und Paul sind zunächst noch sehr präsent. Je weiter man in die Geschichte eintaucht und die Jahre voranschreiten, rücken mit dem Älterwerden die Kinder in den Vordergrund. Am meisten wird die Geschichte in diesem Band durch Alfred (Fredi), dem zweitgeborenen, geleitet.
Für diesen Roman hat die Autorin umfangreich recherchiert. Die Autorin beschreibt die Nachkriegszeit, Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus.
Die Protagonisten sind authentisch dargestellt, die Geschichte ist realistisch beschrieben und ich konnte mir alles bildhaft vorstellen. Der Roman ist trotz seiner 700 Seiten Umfang kurzweilig und spannend, so dass man ihn gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Ich fühlte mich jederzeit beim Lesen gut unterhalten.
Das Cover ist mit seinem Prägedruck, wie auch schon die beiden Vorgänger der Reihe, wieder sehr hochwertig gearbeitet. Die Innenseiten (Klappseiten) zeigen historische Fotos vom Hamburger Hafen und vom Hamburger Bahnhof.
Ein interessantes und lehrreiches Nachwort gibt Aufschluss über fiktive und reale Personen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2021

Frauenheilkunde Anfang des 20. Jahrhundert

Charlottenburg. Die jungen Ärztinnen
0


Berlin 1907: Clara, Ida und Vicki stammen aus verschiedenen sozialen Schichten. Alle drei hegen sie den Wunsch Frauenärztinnen zu werden. Von Professoren und männlichen Kommilitonen werden ihnen viele ...


Berlin 1907: Clara, Ida und Vicki stammen aus verschiedenen sozialen Schichten. Alle drei hegen sie den Wunsch Frauenärztinnen zu werden. Von Professoren und männlichen Kommilitonen werden ihnen viele Stolpersteine in den Weg gelegt. Doch trotzdem kämpfen sie gemeinsam dafür ihr Ziel zu erreichen.
Die Geschichte ist sehr interessant, spannend und emotional dargestellt. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft.
Die Autorin hat gute Recherche geleistet. Man erfährt viel über die damalige Frauenheilkunde und Geschichte Deutschlands.
Ich habe das Buch mit Freude gelesen und empfehle es gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.07.2021

Das Hudson-Projekt

Das Rosie-Resultat
0

Am Ende des zweiten Teils der Rosie-Bücher wurden Don und Rosie Eltern. Hudson wurde geboren. Nun ist Hudson 11 Jahre alt. Als Rosie in Australien eine lukrative Stelle angeboten wird, zieht Don mit seiner ...

Am Ende des zweiten Teils der Rosie-Bücher wurden Don und Rosie Eltern. Hudson wurde geboren. Nun ist Hudson 11 Jahre alt. Als Rosie in Australien eine lukrative Stelle angeboten wird, zieht Don mit seiner Familie von New York dorthin um. Rosie nimmt dort eine Vollzeitstelle an und Don kümmert sich um Hudson. Don kann in Australien abends in einer Bar arbeiten und widmet sich nun einem neuen Projekt. Da Hudson Probleme hat, sich in der neuen Schule zu integrieren, ist es nun seine Aufgabe seinem Sohn zu helfen sich einzugewöhnen und anzupassen.
Don will Hudson soziale oder sportliche Kompetenzen beibringen, was jedoch in vielen Fällen zum scheitern verurteilt ist. Hudson sucht sich eigenständig Hilfe und Unterstützung von Freunden und Familie. Auch Don lernt durch Hudson viel dazu.
Vordergründig geht es in diesem Buch um das Thema „Menschen mit Autismus“.
In der Handlung wird der Autismus von mehreren Seiten betrachtet.
In Bezug auf Ehrlichkeit, Toleranz und Empathie regt dieses Buch auf humorvolle Weise zum Nachdenken an. Auch die Humanität und Voreingenommenheit kommt in der Geschichte zur Sprache.
Die Protagonisten sind gut beschrieben. Der Schreibstil ist flüssig.
Jedoch sind einige Stellen in diesem Buch sehr trocken beschrieben und werden dadurch langatmig. Darum von mir nur vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere