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Veröffentlicht am 21.02.2026

Zeilen aus Liebe und ein Gedicht für den Tod

The Poet Empress
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Wow, dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight geworden. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst bewegt von den Hintergründen und Schicksalen der Protagonisten.

Yin Wei muss schon in jungen ...

Wow, dieses Buch ist für mich ein absolutes Highlight geworden. Ich hatte Tränen in den Augen und war zutiefst bewegt von den Hintergründen und Schicksalen der Protagonisten.

Yin Wei muss schon in jungen Jahren schnell erwachsen werden. Die Hungersnot des Landes hat ihr schon viele Geschwister geraubt. Die Dorfbewohner halten zusammen und helfen einander, wo es geht, um noch mehr Verluste zu vermeiden. Als sich ihr also die Möglichkeit bietet, Konkubine von Prinz Terren zu werden, willigt sie trotz der Gerüchte über die gewalttätige Natur des unsterblichen Prinzen ein. Leider bleibt es nicht bei Gerüchten, und Wei erfährt am eigenen Leib, wie brutal der Zorn des Prinzen ist. Doch es gibt noch einen weiteren Thronanwärter, Maro, der im Vergleich zu seinem Bruder ein Lichtblick für die Nation ist. Um den unsterblichen Terren zu stürzen, bleibt ihr jedoch nur eine einzige Möglichkeit: das Herzseelengedicht. Doch dieses funktioniert nur, wenn sie für ihn Liebe empfindet, doch wie soll man jemanden lieben, der einem so viel Leid zugefügt hat?

Das Worldbuilding und die Schauplätze waren einfach einzigartig. Der Schreibstil ist, wie der Buchtitel verspricht, poetisch gehalten und hat einen wunderschönen Fluss, sodass ich das Buch nicht weglegen wollte. Es gibt so viele Details, die sich unterschiedlich interpretieren lassen. Die Dualität zeigt sich nicht nur in den Figuren, sondern auch im gesamten Palast, der auf der einen Seite traumhaft schön und gleichzeitig unglaublich düster ist. Blumen und Schwerter hängen in allen Räumen von der Decke. Obwohl die Blumen die Klingen teilweise verbergen, bleibt ihre Bedrohung bestehen, denn mit nur einem Kommando von Prinz Terren gehorchen die Klingen auf ihren Meister. Was ich sehr originell fand und so noch nirgends gelesen habe, waren die Fantasy-Elemente bezüglich der Tiere, die Felle aus Blättern und Blumen hatten. 

Die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet. Keiner von ihnen ist eindeutig gut oder böse, man hasst sie in der einen Minute, während man in der nächsten tiefes Mitgefühl für sie empfindet. Schon lange hatte ich keinen so komplexen Charakter auf Buchseiten vor mir wie Terren. Um das todbringende Gedicht zu vollenden, begibt sich Wei auf eine Reise in die Vergangenheit. Anhand von alten Tagebucheinträgen und Berichten von Angestellten erfährt der Leser hautnah, warum Terren zu so einem Monster geworden ist. Seine Geschichte hatte es echt in sich, und ich möchte auf die Triggerwarnungen hinweisen. Ich musste das Buch manchmal kurz zur Seite legen, weil mich das Ganze so bewegt hat. 

Wei‘s Entwicklung war ein eigenes Highlight für sich. Aus ihrem Dorf ist sie dem Zusammenhalt gewohnt, doch im Palast herrscht ein erbarmungsloser Krieg zwischen den Konkubinen, die auch alle an die Macht kommen wollen. Sie muss also nicht nur Terren, sondern auch ihre Konkurrentinnen überleben. Und dann ist da noch der lange Streit zwischen Maro und Terren, den sie entschlüsseln muss. Wei wird im Laufe der Geschichte vor vielen Entscheidungen gestellt, bei denen sie an ihre eigenen moralischen Grenzen kommt. Die Last von so viel Macht und Verantwortung ist in jeder ihrer Handlungen spürbar. Für mich war sie eine authentische und unfassbar starke Protagonistin, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. 

Fazit: Eine unglaublich schöne und tragische Geschichte über Macht, Verantwortung und Liebe, wenn auch nicht im klassischen Sinne. Ich war am Ende so überrascht, wie sich meine Gefühle bezüglich der Figuren im Laufe verändert haben. Es ist kaum zu glauben, dass dieses Buch Shen Taos Debütroman ist. Ich bin unglaublich gespannt auf die zukünftigen Werke der Autorin. 

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Enttäuschende Prüfungen

Empire of Whispers and Shadows
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Als großer Fan der japanischen Kultur war dieses Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ein absolutes Must Read für mich. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. 

Der ...

Als großer Fan der japanischen Kultur war dieses Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ein absolutes Must Read für mich. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe. 

Der Schreibstil der Autorin hat mir durchwachsen gefallen. Die japanisch inspirierte Welt ist wirklich wunderschön und ausgiebig beschrieben, sodass ich beim Lesen sehr schnell in diese eintauchen konnte. Was für mich gar nicht zum Setting gepasst hat, waren die Kraftausdrücke der Protagonisten. Was mich sehr am Stil gestört hat, war, dass spannende Themen oft nur kurz angeschnitten, jedoch relativ schnell oder nur am Rand abgewickelt wurden.

Zum Beispiel, was mich richtig enttäuscht und während des Lesens verwirrt zurückgelassen hat, waren die Prüfungen, auf die ich mich persönlich am meisten gefreut habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, stachen die Sieben Prüfungen sehr heraus, weshalb ich eine ziemlich große Erwartungshaltung hatte. Die ersten zwei Prüfungen werden noch verfolgt, jedoch plätscherten diese eher nebensächlich dahin. Dann gab es Zeitsprünge, bei denen plötzlich mehrere Prüfungen abgeschlossen worden sind, ohne dass man groß etwas davon mitbekommt. Wäre der Klappentext zu den Prüfungen etwas anders formuliert gewesen, glaube ich, wäre meine Enttäuschung weniger groß gewesen.

Saya war eine tolle Protagonistin. Ihr Leidensweg als Gezeichnete und das Verlangen nach Rache konnten mich emotional packen. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, wie viel das Leben als Assassine ihr abverlangt. An ein paar Stellen erscheint sie aber noch etwas blass, besonders im Hinblick auf ihre Vergangenheit hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht. 

Teno hat es mir anfänglich schwer gemacht, Sympathie für ihn zu empfinden. Seine Hintergrundgeschichte bietet zwar Erklärung für seine Tat, trotzdem konnte ich ihm nicht so schnell verzeihen wie Saya.  Ein Punkt, welcher der Autorin aber sehr gelungen ist, sind die zarten und romantischen Momente, die echt zum Schmelzen waren. Die sanfte und fürsorgliche Seite von Teno, besonders in Bezug auf Traumata, hat meine Abneigung ihm gegenüber ins Wanken gebracht. 

Das Ende war für mich etwas überfordernd, so viele Dinge passierten gleichzeitig. Generell empfand ich die Beschreibungen von Kämpfen als einen großen Wortschwall, bei dem ich schnell den Überblick verloren habe. Auch das plötzlich perfekte Beherrschen von Kräften wirkte für mich unrealistisch. 

Fazit: Für mein Empfinden hat diese Geschichte mehr mit den Romance Aspekten punkten können. Die Welt wird zwar optisch toll beschrieben, jedoch fehlt mir bei so vielen Themen der rote Faden, um die Fantasy Elemente vollständig begreifen zu können. Besonders die Prüfungen haben mich enttäuscht. Der Plot Twist war interessant, jedoch bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich zum nächsten Buch greifen werde. 

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Der Weg zum Gold

One Date to Gold
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Ich bin zurzeit im Hockey Romance Fieber und als ich dieses Buch entdeckt habe, das Eishockey und Snowboarden vereint, musste ich es einfach lesen. Das Setting hat mir sehr gefallen und mich richtig in ...

Ich bin zurzeit im Hockey Romance Fieber und als ich dieses Buch entdeckt habe, das Eishockey und Snowboarden vereint, musste ich es einfach lesen. Das Setting hat mir sehr gefallen und mich richtig in Olympia Stimmung versetzt. Leider bin ich aber mit den Dialogen und dem Ton nicht ganz warm geworden.

An sich fand ich beide Protagonisten sympathisch. Amie ist die Personifizierung von Glitzer und das komplette Gegenteil von dem strengen Eishockey Captain Hunter.

Die beiden entwickelten super schnell für einander Gefühle, sodass es sich für mich nicht wirklich nach „fake dating“ angefüllt hat. Es hat auch nicht ganz zu Hunters Charakter gepasst. Er hat in der Vergangenheit negative Erfahrungen gemacht, weshalb er Mauern aufgebaut hat, die sogar sein Hockey-Team beeinflussen, da hat es mich dann schon gewundert, dass er sich so schnell Hals über Kopf in Amie verliebt.

Etwas, womit ich mich bis zum Schluss nicht ganz anfreunden konnte, waren die Dialoge. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber sie fühlten sich so aufgesetzt und unnatürlich an. Der Running Gag Kaffee, der nach “Batteriesäure” schmeckt, war spätestens nach dem dritten Mal nicht mehr lustig, keine Ahnung, für mich war der Humor einfach leider anstrengend. Auch der Dialog der Spicy Szenen konnte mich nicht überzeugen.

Was mir wiederum gut gefallen hat, war die realistische Darstellung, mit welch Sexistischen und misogynen Kommentaren Frauen im Sport zu kämpfen haben. Auch beide Protagonisten in ihrem jeweiligen sportlichen Element zu erleben, hat mir gefallen. Die Darstellung von psychischer Belastung und Therapie ist ebenfalls gelungen.

Fazit: Meine Meinung zu der Geschichte ist hin- und hergerissen, einerseits haben mir die sportlichen Elemente sehr gefallen, auch das Setting und die Beschreibung des Athletendorfs fand ich traumhaft. Aber der Humor und die Dialoge zwischen den Hauptcharakteren haben mir einfach nicht gefallen. Ich finde, das Buch ist trotzdem empfehlenswert für alle Sports Romance Fans, denn gerade was den Humor betrifft, sind Geschmäcker verschieden. 3 Sterne

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Hat mir leider nicht gefallen

The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1)
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Puh, leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht abholen. Ich habe die Angewohnheit, Bücher zu beenden, selbst wenn sie mir nicht gefallen. Ich habe immer die Hoffnung, dass sich meine Meinung noch ...

Puh, leider konnte mich die Geschichte überhaupt nicht abholen. Ich habe die Angewohnheit, Bücher zu beenden, selbst wenn sie mir nicht gefallen. Ich habe immer die Hoffnung, dass sich meine Meinung noch ändern könnte, aber hier ist das bedauerlicherweise nicht passiert.

Beide Protagonisten waren mir einfach sehr unsympathisch. Jude, die unbedingt James berühmte Eltern für eine ihrer Podcast Folgen interviewen möchte, ging dabei so aufdringlich vor, dass es einfach nur unangenehm war. James, der seine Ruhe von dem familiären Ruhm möchte, ist natürlich genervt, was ich an dieser Stelle auch nachvollziehen konnte, jedoch zieht sich diese schlechte und mürrische Laune durch das gesamte Buch.

Mir hat einfach eine glaubhafte Romantik zwischen den Protagonisten gefehlt. Beide schmachten sich von der ersten Sekunde an, vor allem James sexualisiert Jude gefühlt in jeder Sekunde. Generell fällt fast auf jeder Seite eine sexuelle Anspielung oder Bemerkung, das war mir einfach zu viel des Guten.

Am sympathischsten war mir Eleanore von all den Charakteren. Penns aufgesetzter Jugendslang war super anstrengend und hat für mich einfach nicht in eine Cozy Geschichte gepasst. Es gab schon ein paar Stellen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben, aber für mich wirkte es so, als hätte man auf Krampf versucht, jeden Satz maximal lustig auszuschmücken, das hat auch manche Dialoge sehr in die Länge gezogen. Manche Witze empfand ich als unangebracht. Die Bemerkung mit den Hexenverbrennungen hat mich schon sprachlos gemacht und musste echt nicht sein. Echte Frauen sind ums Leben gekommen und hier wird das ganze als lustiger Witz verpackt.

Hörbuch: Die Sprecher haben mir an sich ganz gut gefallen, lediglich die Stellen, bei denen der männliche Sprecher in einer sing sang Stimme gesprochen hat, fand ich etwas übertrieben.

Fazit: Leider war die Geschichte nicht meines, ich bin einfach nicht mit den Protagonisten warm geworden und dieses Cozy Herbst Gefühl ist nicht aufgekommen. Eleanore hat mir von allen am besten gefallen, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiter lesen möchte.

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Veröffentlicht am 14.11.2025

Die Rache des Phantoms

Heir of Illusion
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Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so umhauen wird, doch es ist ein absolutes Fantasy Highlight für mich in diesem Jahr. 

Protagonistin Iverson, auch Ivy genannt, ist das berühmt-berüchtigte ...

Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Buch so umhauen wird, doch es ist ein absolutes Fantasy Highlight für mich in diesem Jahr. 

Protagonistin Iverson, auch Ivy genannt, ist das berühmt-berüchtigte Phantom des Königs, unter seiner Anweisung kennt ihre Klinge keine Gnade. Für den König ist sie jedoch auch sein Häschen und durch einen Halsring, den sie niemals ablegen kann, an ihm gebunden. Die Missbrauchsdynamik zwischen Baylor und Ivy ist so schrecklich realistisch dargestellt, mit all der Manipulation und dem Love Bombing. Mich hat das echt sehr emotional bewegt, und ich musste an all die Frauen da draußen denken, denen es ähnlich geht. Nach all den Jahren der Gefangenschaft will sie so nicht mehr weiterleben und zeigt großen Kampfgeist, um sich zu befreien, auch wenn dabei ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht. Ivy habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Die Art und Weise, wie sie einem ihre inneren Gedanken und Gefühle zeigt, hat es sehr leicht für mich gemacht, ihre Handlungen nachzuvollziehen.

Schattenfänger Thorn hat mich oft mit seinem Schlagabtausch zum Schmunzeln gebracht und ich glaube, er hat nicht nur Ivys, sondern auch mein Herz gestohlen. Schon in der ersten Szene fühlte ich das Prickeln zwischen den beiden, aber trotz der schnellen Anziehung entwickelte sich die Liebesgeschichte authentisch und in einem guten Tempo. 

Das Worldbuilding war einfach klasse und spannend. Insgesamt gibt es acht Inseln, die von Gottheiten regiert werden, dabei hat jede Insel eine eigene Gabe und Fähigkeit. Unter den Göttern gibt es viele spannende Geheimnisse und Intrigen. Die Inselbewohner bestehen aus High Fae, Halb Fae, Menschen und ganz selten auch Schattenfänger. Menschen haben in der Hierarchie den niedrigsten Platz und leben meist in Armut, die ungleichmäßigen Verhältnisse sorgen untereinander für ziemliche Anspannung. Und dann ist da noch die geheimnisvolle Waffe, die zu einer großen Bedrohung für die gesamte Insel wird. 


Es gab einige originelle Konzepte, die das Buch für mich besonders gemacht haben , am meisten glänzten hier die unerwarteten Plots und Twists. Ich rätsle beim Lesen oft mit , um die Plots schon vorher zu lösen, doch hier konnte ich wirklich keinen erahnen, und sie sind wirklich genial. Dazwischen gab es eine Szene, die ich etwas seltsam fand, die aber zum Schluss, wenn sich alles zusammen setzt, Sinn ergibt.

Fazit: Ein echtes Fantasy Highlight dieses Jahr. Eine richtig spannende Welt mit vielen politischen Intrigen. Iverson ist eine starke und mutige Protagonistin, die ich wie Thorn sehr ins Herz geschlossen habe. Auch die Nebencharaktere sind so toll und liebenswert, es gab eine Stelle, die mich sogar so Tränen gerührt hat. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es noch keine Infos zum zweiten Band gibt, denn wie soll ich nach diesem Plot Twist noch warten können?

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