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Veröffentlicht am 08.07.2026

Konnte mich nicht mit der Hauptprotagonistin anfreunden.

If Books Could Kill
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-Das Konzept der Geschichte hatte sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich musste dieses Buch lesen. Leider hat es aber nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.-

Zu Beginn möchte ich sagen, dass ...

-Das Konzept der Geschichte hatte sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ich musste dieses Buch lesen. Leider hat es aber nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.-

Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich ein schwieriges Verhältnis mit Romcoms habe. Es gibt wirklich nur ein paar, die mir bis jetzt richtig gut gefallen haben. Denn bei den meisten ist mir der Humor zu sehr überspitzt. Auch hier war das leider an einigen Stellen der Fall. Es gab lustige Momente, bei denen ich auch lachen musste, aber die Stellen, bei denen der Humor von Roxie ausging, waren leider überhaupt nicht mein Fall.

Roxie war eine Protagonistin, mit der ich irgendwie nicht klargekommen bin. Sie wirkte für mich andauernd schnippisch und genervt, was nach einer gewissen Zeit echt anstrengend war. Natürlich ist es klar, dass sie nach ihrem Wunsch, der schiefgeht, nicht gerade erfreut ist, in einem Thriller gelandet zu sein. Als sich dann aber eine Chance für eine romantische Gelegenheit ergibt, wirkt sie trotzdem genervt und stellenweise auch echt gemein zum Love Interest, und ich habe mich beim Lesen gefragt, warum sie sich überhaupt so was wünscht, wenn sie dann allergisch auf alles Romantische reagiert. Als sie Grants Katze als dumm bezeichnet hat, war sie bei mir leider unten durch.

Grant als individueller Charakter fand ich wiederum toll und sympathisch. Er wird durch Roxies Chaos aus seinem ruhigen Leben als angehender Autor herausgerissen. Er ist zwar ein Besserwisser und kann es nicht lassen, Fehler anderer zu korrigieren, aber er wirkte dadurch nicht hochnäsig. Ich fand ihn sehr sympathisch und ich hätte mir gerne noch mehr Einblicke in sein Leben gewünscht. Die Dynamik zwischen den beiden fand ich ok. Durch Roxies Verhalten konnte ich dieses Prickeln zwischen ihnen nicht so fühlen.


Die Krimi Anteile waren actionreich und unterhaltsam, auch wenn man ganz klar sagen muss, dass viele Szenen extrem unrealistisch und absurd sind, und eine Einführung von zwei Nebenfiguren war wirklich mehr als seltsam. Gemeinsam müssen die beiden das Oberhaupt eines Serienmörderrings, der sich als Buchclub tarnt, entlarven. Aber zuerst müssen sie sich der Vielzahl unterschiedlicher Mörder stellen. Die Plot Twists waren manchmal vorhersehbar, aber einer hat mich schon sehr überrascht und in die Irre geführt.

Hörbuch Fazit: Dem Hörbuch würde ich aber alleine wegen der Sprecherin 5 Sterne geben. Viola Müller entpuppt sich langsam zu meiner Lieblingssprecherin. Ich habe deutlich mehr Spaß an der Geschichte gehabt, als ich zum Hörbuch gewechselt habe. Wie sie die Charaktere vertont hat, war wirklich unterhaltsam.

Fazit: Ich habe das Konzept der Geschichte so geliebt und ich wollte es echt mögen, aber leider bin ich überhaupt nicht mit der Art von Roxie warm geworden. Der Krimi Anteil war unterhaltsam, auch wenn manches sehr an den Haaren herbeigezogen war. Ich glaube, dass ich einfach nicht so der Romcom Fan bin.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Eine packende, stürmische Flut.

The Sea Spinner (Wind Weaver 2)
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– Es gibt einige Reihen, die vom Fluch des zweiten Buches betroffen sind, doch diese Geschichte hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1. –

Der Schreibstil und das Worldbuilding waren einfach wieder ...

– Es gibt einige Reihen, die vom Fluch des zweiten Buches betroffen sind, doch diese Geschichte hat mir sogar noch besser gefallen als Band 1. –

Der Schreibstil und das Worldbuilding waren einfach wieder grandios. Wie die Inselstadt Hylios mit den vielen Zitrusbäumen, Kanälen und dem schwimmenden Markt beschrieben wurde, war einfach traumhaft schön. Die Geschichte ist deutlich ruhiger am Anfang, da sie sich sehr um die Charakterentwicklung dreht, aber genau das hat die Figuren nochmal so viel greifbarer und authentischer gemacht. Im ersten Band war die Stelle mit den Riesen-Tausendfüßlern eine meiner liebsten. Auch hier gibt es wieder einige neue Kreaturen, die einem die Haare zu Berge stehen lassen.

Was einem sofort auffällt, ist, wie sehr Rhya die Fyrenacht plagt. Sie versucht, so gut es geht, den Bewohnern mit ihrem Heilwissen zu helfen. Gerade in dieser schweren Zeit bräuchte sie selbst jemanden, der ihr zur Seite steht, aber Pen schirmt sich immer weiter ab bei dem Versuch, alles wieder geradezurücken. Viele Glaubenssätze haben sich in ihren Kopf eingenistet, wenn es um ihre Fähigkeiten geht. Doch sie spürt, dass Pens Ansatz für sie nicht die Lösung sein kann. Gemeinsam mit Soren versucht sie endlich, keine Angst mehr vor ihrer Macht zu haben. Was mir wirklich gefallen hat, war, dass man das Erlernen und Beherrschen von Rhyas Fähigkeiten auch wirklich miterleben konnte. In vielen Fantasy-Büchern können die Protagonisten einfach alles gleich, ohne wirklich dafür etwas machen zu müssen. Das war hier definitiv nicht der Fall. Auch wenn sie natürlich etwas Unterstützung von Soren bekommen hat, musste sie sich trotzdem vieles selbst erkämpfen.

Soren… Ich muss mich wirklich zwingen, mich kurz zu halten, denn ich könnte viel zu lange über diesen Mann schreiben. Ich war schon im ersten Teil Team Soren, und meine Liebe zu ihm und den beiden hat sich nur noch vertieft. Ich habe die neckenden Dialoge der beiden so geliebt und teilweise beim Lesen mit den Füßen gekickt wie ein verliebter Teeny, haha. Ich habe das wirklich selten, dass mich das Knistern zwischen zwei Figuren so mitreißt. Schon im ersten Buch hatte er das, was mir bei Pendefyre gefehlt hat … Er sieht Rhya als ebenbürtig und traut ihr ihre Kräfte zu, anstatt sie kontrollieren zu wollen.

Pendefyre hat es mir wieder nicht leicht gemacht. Stellenweise wollte ich am liebsten die imaginäre Wand durchbrechen und ihn mal kräftig schütteln. Wie schon aus dem ersten Teil bekannt, kämpft er noch immer damit, Rhya ihre eigenen Entscheidungen treffen zu lassen und sie nicht dauerhaft beschützen und verstecken zu wollen. Seine innere Zerrissenheit ist so spürbar und es wurde auch erklärt, warum er sich so verschließt. Es ist irgendwie auch nachvollziehbar. Trotzdem lösten manche seiner Sprüche bei mir eine Abneigung ihm gegenüber aus. Auch wenn er natürlich auch gute Eigenschaften hat.

Die Nebencharaktere haben einfach mein ganzes Herz. Durch sie ist die Reise so viel emotionaler geworden. Die Found Family aus Farley, Jac, Mabon, Cadogan und Carys bekommt aber noch Zuwachs. Einige der neuen Charaktere waren einfach zum Knuddeln. Besonders Vaughn hat es mir angetan. Was mir auch sehr gefallen hat, war die diverse Repräsentation der Figuren, denn es gab auch eine stumme Nebenprotagonistin, weshalb auch Zeichensprache in der Geschichte eine Rolle spielt.

In den letzten Kapiteln nimmt die Spannung noch einmal extrem zu und wird düster. Das Ende ist einfach absolut böse. Es bleibt so vieles offen und bei manchen Figuren weiß man wirklich nicht, wie es ihnen im nächsten Band ergehen wird.

Fazit: Nach diesem Buch ist mir klar, dass diese Reihe einen großen Platz in meinem Herzen hat. Wer Found Family liebt, wird mit den liebenswerten Nebencharakteren eine Freude haben. Dieser Band ist zwar nicht so kampflastig, aber trotzdem gibt es genug spannende Momente für meinen Geschmack. Die knisternde Romanze war für mich das Highlight. Rhya lernt viel Wichtiges über sich selbst und ihre Kräfte kennen, und so wie das Buch aufgebaut worden ist, habe ich das Gefühl, dass der letzte Band richtig episch werden wird. Ich kann und will gar nicht mehr länger warten, das nächste Buch lesen zu können.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Mein erster Danmei Roman

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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-Als großer Fan queerer Liebesgeschichten war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich habe schon viel von Danmei gehört, aber selbst noch keines gelesen. Als kompletter Neuling im Genre war das Buch stellenweise ...

-Als großer Fan queerer Liebesgeschichten war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Ich habe schon viel von Danmei gehört, aber selbst noch keines gelesen. Als kompletter Neuling im Genre war das Buch stellenweise nicht leicht für mich.-

Am meisten Schwierigkeiten hatte ich mit dem Erzählstil der Geschichte. Ich glaube, 60–70 % der Dialoge bestehen nur aus der Lore des Worldbuildings, was mir persönlich zu viel war. Es hat mich eher aus der Geschichte herausgerissen, als mein Verständnis für die Welt zu vertiefen. Die Orte werden kaum beschrieben. Da ich optisch mit dem antiken China vertraut bin, konnte ich es mir trotzdem einigermaßen vorstellen. Wer aber gar kein Bild dazu hat, wird sich hier mit der Immersion deutlich schwerer tun. Eine große Stärke hatte der Schreibstil aber, und zwar der Humor, ohne den ich die vielen Hintergrundinfos nicht überstanden hätte.

Beide Protagonisten haben mir sehr gefallen. Chen Xing ist Exorzist und auf der Suche nach seinem Schutzpatron, den er unbedingt braucht, um die Menschheit vor einer drohenden Dämonenkatastrophe zu schützen. Er besitzt ein Artefakt, die Herzlampe, die ihm den Weg zu seinem Schützling weist, und diese führt zu einem mageren, verwahrlosten Gefangenen namens Xiang Shu. Chen Xing sorgt für die meisten lustigen Momente. Er ist an einem Glückstag geboren worden, deshalb sucht ihn das Glück regelrecht heim. Nur für alle anderen scheint es eher das Gegenteil zu bewirken: Wo Chen Xing auftaucht, ist Chaos vorprogrammiert.

Xiang Shu ist das komplette Gegenteil von Chen Xing. Er ist anfänglich wortkarg und launisch. Dass er der Schutzpatron des Jüngeren sein soll, passt ihm gar nicht. Außerdem scheint er etwas Wichtiges über sich vor ihm zu verbergen. Doch es bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zusammenzuarbeiten, als die Dämonen angreifen. Xiang Shu war ein Charakter, den ich anfangs überhaupt nicht einschätzen konnte. Seine Entwicklung hat ihn dann Stück für Stück greifbar gemacht.

Die Dynamik zwischen den beiden ist wirklich der langsamste Slow Burn und man freut sich über jeden kleinen Moment, den man bekommt. Da Chen Xing erst 16 ist, fand ich das auch angemessener, dass noch nichts passiert ist. Trotzdem fand ich es schön zu sehen, wie langsam die Mauern zwischen den beiden zu bröckeln beginnen und eine Vertrautheit entsteht.

Es gibt einige Intrigen und natürlich auch Kämpfe, auch wenn diese teilweise schnell abgewickelt worden sind. Beide Protagonisten sind so stark, dass ich nicht das Gefühl hatte, um sie bangen zu müssen. Deshalb war es manchmal nicht ganz so spannend, wie erhofft.

Fazit: Da ich noch nie ein Danmei gelesen habe, hat mich die lange Diskussion über die Welt und andere Herrscher teilweise echt überfordert. Trotzdem sind mir aber die Charaktere sehr ans Herz gewachsen, besonders Chen Xing habe ich lieb gewonnen. Es gab einige Stellen, an denen ich so gelacht habe, weil ich den Humor echt toll fand. Deshalb liegt meine Sternebewertung genau in der Mitte, die positiven aber auch negativen Aspekte halten sich genau die Waage. Ich bin neugierig, wie es weitergehen wird. Ich habe schon die Hoffnung, dass es im nächsten Teil nicht ganz so viele Hintergrundinfos geben wird, da so viel in diesem Band erklärt wurde.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Eine Reise für die Sinne

The Road Between Us
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– Eine Reise, die Geduld mit den Protagonisten erfordert –

Ich habe schon ein paar Roadtrip-Geschichten gelesen, aber diese war wirklich originell. Durch Caspers Blindheit liegt der Fokus nicht auf Sightseeing, ...

– Eine Reise, die Geduld mit den Protagonisten erfordert –

Ich habe schon ein paar Roadtrip-Geschichten gelesen, aber diese war wirklich originell. Durch Caspers Blindheit liegt der Fokus nicht auf Sightseeing, sondern darauf, auch mit den anderen Sinnen zu erleben. Einen besonderen Fokus legt die Geschichte auf das kulinarische Erlebnis der Reise.

Casper ist seit seiner Geburt blind. Sein Assistenzhund Diego ist sein treuer Begleiter, der ihm durch den Alltag hilft. Seine Kapitel sind relativ kurz, und trotzdem haben mich diese besonders emotional mitgenommen. Am meisten Schwierigkeiten bereiten ihm diejenigen, die glauben, helfen zu müssen, dabei aber alles nur schlimmer zu machen.

Clea ist ein herzensguter und einfühlsamer Mensch. Sie kam am Anfang sehr verunsichert rüber, so als könnte sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht trauen, wenn es um die Gefühle anderer geht. Das wird im Laufe der Geschichte auch behandelt, und ihre Charakterentwicklung war schön mitzuverfolgen. Die schönsten Momente der Geschichte waren für mich aber immer die, an denen sie für Casper die Welt mit Gefühlen umschreibt, damit er auch die Dinge, die sich nicht erfühlen lassen, vorstellen kann.

Beide habe ich gern gehabt. Sie haben mit Unsicherheiten zu kämpfen und trauen sich nicht, offen über ihre Gefühle zu sprechen. Die Kommunikation zwischen den beiden ist deshalb stellenweise stockend und man muss schon sehr geduldig mit den beiden sein. Aber durch die inneren Einblicke war es auch nachvollziehbar, warum es ihnen so schwerfällt. Es gab aber eine Stelle, die mich schon sehr gestört hat, weil es wieder ein Rückschritt war, der meiner Meinung nach nicht unbedingt hätte sein müssen.

Mit einem Nebencharakter hatte ich echt Schwierigkeiten am Anfang, aber mit der Zeit wurde er mir sympathischer. Ich bin aber ehrlich, so ganz verstehe ich trotzdem nicht, warum er am Anfang solche Sprüche gebracht hat, wenn er eigentlich ein hilfsbereiter Mensch ist.

Fazit: Eine Reise mit vielen Aufs und Abs. Clea und Caspers Geschichte hatte emotionale und wunderschöne berührende Momente . Mir waren aber die schnellen Gefühlswechsel etwas zu viel. Deshalb gibt es von mir 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Noch ein Sommer mit August

Kein Sommer ohne August
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- Diese gefühlvolle und emotionale Sommerlektüre muss man lesen –

Wow, das war mein erstes Buch von Lucy Astner und ich habe mich so in ihren Schreibstil verliebt. Sie schreibt gefühlvoll und die Geschichte ...

- Diese gefühlvolle und emotionale Sommerlektüre muss man lesen –

Wow, das war mein erstes Buch von Lucy Astner und ich habe mich so in ihren Schreibstil verliebt. Sie schreibt gefühlvoll und die Geschichte war nicht nur in der Romanze emotional und heilsam, sodass ich ein paar mal Tränen in den Augen hatte. Das absolute Highlight der Geschichte war für mich die gelungene Umsetzung von den 12 Sommern, die nach jedem Sommer in die Gegenwart wechselten, und natürlich das traumhafte Setting. Die Geschehnisse werden im darauffolgenden Kapitel weiter aufgegriffen und das Bild wird immer klarer. Deshalb hatte ich trotz des Wechsels nicht das Gefühl, aus der Geschichte gerissen zu werden, was manchmal bei Zeitsprüngen passieren kann.

Charlie schreibt beruflich Geschichten für andere, doch nachdem sie erfährt, dass sie die alte Buchhandlung, in der sie früher ausgeholfen hat, vererbt bekommen hat, muss sie anfangen, ihre eigene zu schreiben. Bei der ersten Interaktion mit August war ich überrascht, wie harmonisch und vertraut die beiden miteinander waren, trotz der noch unbekannten Schwierigkeiten. Ich hatte da die typische Zoffnummer erwartet, wo sich die beiden absolut nicht mehr ausstehen können. Das war mal ein frischer Wind und hat mich ehrlicherweise nur noch neugieriger gemacht, was da vorgefallen sein muss. Bei Charlie hatte ich das Gefühl, dass sie oft zwei Schritte vor und dann wieder einen zurückging, aber genau das macht sie zu einer sehr menschlichen Protagonistin, mit der ich mitgefühlt habe. Die Dynamik zu ihrer Mutter ging mir besonders nah

Ich glaube, jeder auf dieser Welt hat seinen eigenen August verdient. Was für ein liebevoller und toller Mensch. August lebt das Leben, das Charlie schon immer für sich und ihre Mutter erträumt hat. Er lebt in New York und seine Familie ist wohlhabend. August sieht das ganz anders, er kann es gar nicht abwarten, zu seiner Oma nach Liberty in die kleine Buchhandlung zu kommen, denn er weiß, sein Leben ist alles aber nicht perfekt. Das größte Problem zwischen den beiden ist, dass sie lange nicht wirklich kommunizieren und vor allem Charlie sehr eilig ihre eigenen Schlüsse über Augusts Leben zieht. Genau darum geht es in der Beziehungsentwicklung, zu lernen, nicht die eigenen Gefühle auf den anderen zu projizieren, sondern zuzuhören. Ich habe jeden Dialog und jede Neckerei der beiden genossen. Ich war so erleichtert, dass die Autorin keine megalange Spice-Szene eingebaut hat, denn die hätte einfach überhaupt nicht zu der emotionalen Stimmung gepasst. Natürlich gab es knisternde Szenen, aber wie sie beschrieben wurden, war nicht vulgär, sondern einfach romantisch und voller Gefühl.

Fazit: Eine emotionale und tiefgründige Liebesgeschichte, die man diesen Sommer nicht verpassen sollte. Auch wer Bücher über Bücher liebt, wird sich hier auf die vielen klassischen Erwähnungen und das Setting im Buchladen freuen. Lucy Aster hat mit diesem Werk jedenfalls eine neue Leserin hinzugewonnen.

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