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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2020

Spannung in Gegenwart und Vergangenheit

Wohin die Schuld uns trägt
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Dieses Buch ist so spannend, das ich s fast in einem Rutsch gelesen habe.
Im beschaulichen Jever wird ein alter Mann getötet. Zur gleichen Zeit erhält Tania einen Brief von ihrer Mutter die 1945 auf der ...

Dieses Buch ist so spannend, das ich s fast in einem Rutsch gelesen habe.
Im beschaulichen Jever wird ein alter Mann getötet. Zur gleichen Zeit erhält Tania einen Brief von ihrer Mutter die 1945 auf der Flucht aus Polen gestorben ist. Schnell stellt sich die Frage, ob das Zufall ist oder beide Ereignisse zusammen hängen.

Der Roman hat zwei Zeitebenen. Zum einen der Mord in Jever und die Ermittlungen dazu und zum Anderen die Geschichte der Flucht von Tania aus Polen. Dieser Teil hat mir besonders gut gefallen. Anhand des kleinen Mädchens wird der Schrecken der letzten Kriegstage erzählt. Die unvorstellbar schwere Flucht mit all ihren Gefahren und Hindernissen.
Aber auch der Teil in der Gegenwart ist spannend, mit einer sympathischen Kommissarin und der Frage, was machen die Geheimnisse der Vergangenheit mit und Menschen?

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Schwestern für immer

Schwestern fürs Leben
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In dem Roman Schwestern fürs Leben begleiten wir die Töchter eines Flensburger Raumunternehmers ein langes Stück in ihrem Leben. Der Roman spielt in einer sehr interessanten Zeitspanne, und zwar vom Ende ...

In dem Roman Schwestern fürs Leben begleiten wir die Töchter eines Flensburger Raumunternehmers ein langes Stück in ihrem Leben. Der Roman spielt in einer sehr interessanten Zeitspanne, und zwar vom Ende des ersten Weltkrieges bis zum Ende des zweiten Weltkrieges. Wir erleben wie sie erwachsen werden und jede ihren Weg geht. Wie sie schwere Schicksalsschläge erleiden und sich verlieben.

Mir hat es gut gefallen, das der Roman aus Sicht aller Frauen geschrieben ist, da man dadurch das Gefühl hat jede von ihnen persönlich kennenzulernen. So erlebt man eine interessante Geschichte voller Emotionen und oft unerwarteten Wandlungen. Aber auch das Zeitgeschehen ist gut eingefangen. So zum Beispiel die Schwierigkeiten von Frauen in einer von Männern dominierten Welt, oder auch das Aufflammen des Nationalsozialismus und dessen Folgen.

Ein Familienroman der einen nachdenklich zurück lässt.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Spuren der Vergangenheit

Der Faden der Vergangenheit
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Bei diesem Buch hatte ich eine Reise in Vergangenheit erwartet, eine Frau die sich nicht mit dem gewohnten Frauenbild abfinden will und eine spannende Spurensuche. Das alles bekam ich auch und noch viel ...

Bei diesem Buch hatte ich eine Reise in Vergangenheit erwartet, eine Frau die sich nicht mit dem gewohnten Frauenbild abfinden will und eine spannende Spurensuche. Das alles bekam ich auch und noch viel mehr. Ich bekam tiefe Einblicke in das Elend der Arbeiter im neunzehnten Jahrhundert, in deren Leben das nur dazu diente die Reichen noch reicher zu machen und das den Fabrikbesitzern nichts wert war.

Der Roman erzählt das alles anhand von Lady Abigail die mit einem Fabrikbesitzer verheiratet war und die aus ihrem Leben ausbrechen wollte. Ihre Geschichte wird von ihrer Nachfahrin Melody entdeckt. Die 180 Jahre nach Abigails Selbstmord in deren seit dem leer stehenden Haus einzieht und Abigails Geschichte nachgeht.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die durch das Haus und Abigails Tagebücher miteinander verbunden sind. Durch die spannenden Einblicke in das Leben der Arbeiter, war für mich der Teil in der Vergangenheit wesentlich interessanter und er war auch ausführlicher beschrieben.
Trotzdem hat Melodys Geschichte die Handlung gut ergänzt und war durchaus passend.

Ein Roman für alle die gerne in die Vergangenheit reisen.

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Veröffentlicht am 26.11.2020

Die Patronin

Die Patronin. Eine Frau greift nach den Sternen
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Die Patronin ist die Geschichte von Edda. Edda wächst in einem Dorf in der Schweiz auf. Schon als kleines Mädchen träumt sie davon, einmal in einer Gastwirtschaft zu arbeiten oder gar eine eigene Wirtschaft ...

Die Patronin ist die Geschichte von Edda. Edda wächst in einem Dorf in der Schweiz auf. Schon als kleines Mädchen träumt sie davon, einmal in einer Gastwirtschaft zu arbeiten oder gar eine eigene Wirtschaft zu führen. So führt sie ihr Weg als junge Frau nach Zürich, dort will sie ihre Träume leben....

Edda träumt sich zwar oft davon und lässt ihre Gedanken abschweifen, aber sie kann auch anpacken. Unermüdlich schuftet sie um ihr Ziel zu erreichen. Sie lâsst sich nicht unterkriegen und ruht sich nie auf dem Erreichten aus, sondern versucht immer alles noch Besser zu machen.

Neben Eddas Geschichte wird auch die Geschichte der Gastronomie in der Zeit ab 1914 erzählt. Man hat ständig den Geruch von Schweizer Spezialitäten in der Nase und hört die Gläser klappern, so lebendig ist die Geschichte beschrieben. Aber auch Eddas private Geschichte kommt nicht zu kurz.
Die Mischung aus Eddas Leben und den Einblicken in die Gastronomie war sehr gelungen. Mir hat außerdem gut gefallen, die Kriegsjahre einmal anhand von Menschen zu erleben, die in der neutralen Schweiz lebten.

Ein Roman der sich zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 25.11.2020

Wieder auf Greifenau

Gut Greifenau - Silberstreif
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Silberstreif ist bereits der fünfte Teil rund um das Gut Greifenau und seiner Bewohner und es war wie jedes Mal wie ein Besuch bei alten Freunden.

Außer dem Gutserben Konstantin und seiner Familie lebt ...

Silberstreif ist bereits der fünfte Teil rund um das Gut Greifenau und seiner Bewohner und es war wie jedes Mal wie ein Besuch bei alten Freunden.

Außer dem Gutserben Konstantin und seiner Familie lebt von der Familie niemand mehr auf dem Gut. Katharina, Alexander und Nikolaus leben mittlerweile in Berlin und gehen sehr unterschiedliche Wege. Sehr interessant werden hier verschiedene Aspekte des Lebens in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts beschrieben. So erleben wir die Schwierigkeiten einer Frau an der Universität oder einen Grafensohn der sich als Pianist durchschlägt.

Aber natürlich spielt auch Greifenau eine wichtige Rolle. Das Gut erlebt eine neue Zeit, ohne die Privilegien des Adels und einer Gutsherrin die sich ihr Essen selbst auf den Teller legt.





Ich mag an der Greifenau Reihe besonders die Liebe die die Autorin in jeden einzelnen Charakter steckt. Egal ob Gutsherr oder Küchenmädchen jeder entwickelt sich von Band zu Band, jeder hat seine Geschichte und egal ob einem die Figur nun sympathisch ist oder nicht, sie sind alle interessant. Vor allem die Welt der Bediensteten gefällt mir sehr gut und geben einen großartigen Einblick in die damalige Zeit.

Sehr gut gefällt mir auch das auch das historische nicht zu kurz kommt. Der Roman ist nicht einfach mit einer Jahreszahl versehen, nein die längst vergangene Zeit blüht wieder auf und wird authentisch und detaillierte beschrieben.

Gut Greifenau ist einfach wunderbar.



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