Cover-Bild Die Patronin. Eine Frau greift nach den Sternen

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22,99
inkl. MwSt
  • Verlag: List Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 03.08.2020
  • ISBN: 9783471360125
Agnes Morgenthaler

Die Patronin. Eine Frau greift nach den Sternen

Roman
Ein großer Roman über ein Züricher Traditionslokal und seine beeindruckende Besitzerin

Zürich, 1914: Die junge Edda Wiederkehr hat einen Traum. Sie will eines Tages ein eigenes Restaurant besitzen und darin die berühmtesten und angesehensten Gäste bewirten. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Edda stammt aus einfachsten Verhältnissen und muss als Serviermädchen anfangen. Als sie unerwartet schwanger wird und ihr Verlobter stirbt, rückt ihr Traum in weite Ferne. Aber sie gibt nicht auf und arbeitet sich immer weiter nach oben, bis sie eines Tages das berühmteste Lokal Zürichs führt: das sagenumwobene "Juwel". Als sie sich in den charismatischen Maler Reto verliebt, wird sie vor eine schwierige Entscheidung gestellt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2020

Toller

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Zum Inhalt:

Edda kommt aus einfachen Verhältnissen, doch sie hat einen Traum. Sie möchte ihr eigenes Restaurant betreiben und die tollsten Gäste bewirten. Sie kämpft für ihren Traum und auch wenn der ...

Zum Inhalt:

Edda kommt aus einfachen Verhältnissen, doch sie hat einen Traum. Sie möchte ihr eigenes Restaurant betreiben und die tollsten Gäste bewirten. Sie kämpft für ihren Traum und auch wenn der Weg dahin oft steinig ist, geht sie ihn unbeirrt.

Meine Meinung:

Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Es zeigt den Kampf einer Frau, die es wirklich schwer hat und trotz allem ihren Weg geht, welche Hindernisse sich auch in ihren Weg stellen und zu der Zeit waren das viele Hindernisse. Auch dass der Roman auf einer echten Lebensgeschichte beruht, natürlich mit künstlerischeren Freiheiten, hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war richtig gut, lies sich enorm gut lesen. Die Protagonisten haben mir gut gefallen und die Geschichte natürlich auch. Ich hätte gerne Edda noch ein wenig weiter begleitet.

Fazit:

Toller Roman

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2020

Eine Frau opfert sich für ihren Lebenstraum - recht glanzlos

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Schon von klein auf hat Edda einen Traum - eines Tages wird sie ein gut gehendes Lokal besitzen und als Wirtin ihre Gäste glücklich machen. Neben Menschen wie du und ich sollen sich auch berühmte Persönlichkeiten ...

Schon von klein auf hat Edda einen Traum - eines Tages wird sie ein gut gehendes Lokal besitzen und als Wirtin ihre Gäste glücklich machen. Neben Menschen wie du und ich sollen sich auch berühmte Persönlichkeiten die Klinke in die Hand geben. Doch der Weg zur Verwirklichung ihres Traumes ist steinig, denn Edda muss erst einmal als Serviermädchen anfangen. Das Glück zieht bei ihr ein, als sie mit Beat die iebe ihres Lebens trifft. Doch das Schicksal dreht unerbittlich am Rad und stellt Edda immer wieder vor neue Herausforderungen…
"Die Patronin" erzählt recht glanz- & schmucklos die Geschichte von Edda Wiederkehr, die sich ihren Lebenstraum verwirklicht. Ist sie in jungen Jahren voller Eifer und setzt alles daran, endlich ihren Traum in die Tat umzusetzen, so wird dieser Eifer im Verlauf der Lebensjahre zu einem unguten Drang, ja fast schon zur Verbissenheit, aufgrund dessen sich Edda fast alles im Leben versagt.
Sie gibt ihr Kind in die Hände ihrer Vermietern und lässt ihren Sohn von ihr großziehen. Ich frage mich die ganze Zeit, ist es das wert ? Warum stellt Edda den zwanghaften Drang nach Erfolg und einem eigenen Lokal über ihr eigenes Kind ? Ich kann nicht nachvollziehen, das man sich als Mutter dieses Glück- das eigene Kind aufwachsen zu sehen und es mit Leibe zu überschütten- versagt, nur um endlich dem großen Traum ein Stückchen näher zu kommen.
Diese und viele andere Entscheidungen machen mir Edda nicht gerade sympathisch und so leidet die Erzählung auch darunter, dass ich mich weder mit ihr, noch mit den anderen Figuren so recht identifizieren mag.
Zwar wird das Lokal mit all seiner Heimeligkeit und Gemütlichkeit beschrieben, aber ich fühle mich nicht wirklich als Gast willkommen. Es herrscht eine seltsam abweisende Atmosphäre, die weder Geschirrklappern noch verlockende Essensdüfte aufbrechen können.
Auch die Aufzählung unzähliger berühmter Persönlichkeiten, die Eddas Lokal besuchen, wie Max Frisch, Dürrenmatt oder Thomas Mann bringen nicht den Glanz in den Roman, der in meinen Augen recht farblos und monoton bleibt. Die Aufopferung und Selbstaufgabe einer Frau für einen Lebenstraum wirkt manchmal recht ermüdend und künstlich in die Länge gezogen, weil sich viele in und um das Wirtshaus abspielt. Die Tagesabläufe sind ausufernd aber wenig mitreißend geschildert, sodass ich mit schnell gelangweilt fühle. Lediglich das amouröse Abenteuer bringt ein wenig Farbe ins Geschehen, nicht nur auf Eddas Wangen
Ich hatte mir hier wesentlich mehr erhofft und bleibe daher enttäuscht zurück - schade

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2020

Eine ehrgeizige Frau

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1914 Zürich. Edda Wiederkehr ist in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen, vielleicht kommt daher ihr Traum von einem eigenen Restaurant, in dem sie sowohl bekannte als auch wohlhabende Gäste begrüßen ...

1914 Zürich. Edda Wiederkehr ist in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen, vielleicht kommt daher ihr Traum von einem eigenen Restaurant, in dem sie sowohl bekannte als auch wohlhabende Gäste begrüßen und bewirten möchte und dessen guter Ruf ihr Ansehen beschert. Um ihren Wunsch in die Tat umzusetzen, beginnt sie in Zürich als Serviermädchen, um von der Pike auf zu lernen. Doch das Schicksal spielt ihr einen bösen Streich und wirft sie zurück, denn ihr Verlobter verstirbt und lässt sie schwanger und allein zurück. Aber Edda ist zäh und boxt sich durch alle Widrigkeiten langsam nach oben, bis sie endlich ihr Ziel erreicht hat und dem „Juwel“, Zürichs erstem Lokal am Platz, vorsteht. Als mit dem Maler Reto eine neue Liebe in ihr Leben tritt, steht Edda vor einer großen Herausforderung…
Agnes Morgenthaler hat mit „Die Patronin-Eine Frau greift nach den Sternen“ einen unterhaltsamen Roman um eine starke Frau vorgelegt, die ihrer Zeit einiges voraus war. Der flüssig-leichte und bildhafte Schreibstil lässt den Leser schnell in ein vergangenes Jahrhundert eintauchen, um dort Edda und ihre Gedanken- und Gefühlswelt kennenzulernen, die dem damals üblichen Rollenbild der Frau nicht entspricht, sondern sich mit viel Ehrgeiz, Fleiß und unermüdlichem Optimismus nach und nach an die Spitze eines gefragten Gastronomietempels kämpft. Der Erzählstil der Autorin ist unglücklicherweise recht sprunghaft und unruhig, was sich in der Handlung leider niederschlägt und somit nur an der Oberfläche gekratzt wird und der Geschichte die nötige Tiefgründigkeit fehlt. Ebenso fehlt es der Geschichte an der nötigen Emotionalität. Die eingewobenen Liebesbeziehungen von Edda wirken nüchtern und dringen nicht ins Herz des Lesers. Natürlich war es damals eine andere Zeit, und Gefühle wurden nicht so öffentlich durch die Welt getragen wie heute, jedoch erreicht diese mangelnde Emotionalität, dass der Leser sich eher wie ein Beobachter denn wie ein Mitstreiter Eddas fühlt. Der Abstand zu ihr lässt die Geschichte deshalb auch eher dahinplätschern.
Die Charaktere sind fast alle sehr oberflächlich und farblos gestaltet, so dass ein Mitfiebern und Mitfühlen von Leserseite geradezu unmöglich gemacht wird und er eher teilnahmslos nur als Konsument fungiert. Edda ist eine ausgesprochen starke Persönlichkeit, die viel Mut und Einsatz zeigt, um ihren Traum leben zu können. Sie besitzt Ellenbogen, den nötigen Ehrgeiz und die Stärke, ihr Ziel unbeirrbar zu verfolgen, auch wenn sich ihr Steine in den Weg legen, gibt sie nicht auf. Für eine Frau der damaligen Zeit erreicht sie recht viel in einer Welt, die grundsätzlich von Männern bestimmt wird. Reto ist ein Künstler, dessen Welt sich hauptsächlich nur um ihn und seine Malerei dreht. Die weiteren Nebendarsteller sind nur Episoden, die durch die Geschichte wandern.
„Die Patronin-Eine Frau greift nach den Sternen“ ist eine nette Lektüre für zwischendurch, wenn man als Leser Abstriche in punkto Gefühl und Nähe macht, die eine Geschichte erst miterlebbar machen. Eingeschränkte Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 02.05.2020

Edda und ihr Traum

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In dem Roman „Die Patronin – Eine Frau greift nach den Sternen“ von Agnes Morgenthaler begleiten wir Edda auf dem Weg ihren Traum zu leben: Ein eigenes Restaurant.

Edda kommt aus einfachen Verhältnissen. ...

In dem Roman „Die Patronin – Eine Frau greift nach den Sternen“ von Agnes Morgenthaler begleiten wir Edda auf dem Weg ihren Traum zu leben: Ein eigenes Restaurant.

Edda kommt aus einfachen Verhältnissen. Ihr größter Traum ist es ein eigenes Restaurant zu führen, dafür macht sie sich 1914 auf in die große Stadt Zürich um dort ihr Glück zu versuchen. Sie fängt als Serviermädchen klein an und als ihr Verlobter überraschend stirbt während sie schwanger ist, rückt ihr Traum in weite Ferne. Doch sie hält an ihren Zielen fest und lässt sich auch durch schwierige Zeiten und Widerstände nicht davon abbringen.

Meinung:

Die Geschichte wird von Edda in der 3. Person, also einem personalen Erzähler erzählt. Und das hat es mir wahrscheinlich schwergemacht, eine richtige Beziehung zu Edda aufzubauen. Mir fehlte der direkte Zugang zu ihren Gefühlen und Gedanken. Ich konnte nicht richtig mit ihrem Schicksal mitfiebern. Diese Erzählform hat mich emotional nicht mitgenommen und es ist immer eine gewisse Distanz zu Edda geblieben.

Die Grundidee finde ich super und die Geschichte ist durchaus spannend. Außerdem ist der Schreibstil angenehm zu lesen. Mir fehlt aber die Ausführlichkeit und die Tiefe der Geschichte. Viele Szenen sind nur angekratzt und aus meiner Sicht lässt sich die Autorin zu wenig Zeit die Geschichte in Ruhe zu erzählen. Es wird zu schnell zu anderen Szenen gesprungen, ganze Jahre werden teilweise übersprungen. Da hätte ich mir so gerne 300 Seiten mehr gewünscht um dieser tollen Geschichte rund um Edda gerecht zu werden. Sie ist eine echte Kämpferin und lässt sich nicht unterkriegen, sie ist ein so toller Charakter, dessen Beschreibung leider ein wenig auf der Strecke bleibt. Auch die Nebencharaktere bleiben durchweg blass. Es gibt die eine oder andere Beziehung, da frage ich mich, wo plötzlich die Liebe herkommt. Da hätte ich mir mehr Beschreibungen und Emotionen gewünscht, auch Schicksalsschläge werden sehr nüchtern beschrieben.

Fazit: Die Grundidee rund um Edda ist toll, ich hätte mir aber um Eddas Willen mehr Ausführlichkeit und eine nicht so distanzierte Erzählform gewünscht.

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