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Philomena

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2019

Welche Todsünde bist du?

Saligia
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Schon ihr ganzes Leben lang wird Keira von ihrem unbändigen Zorn getrieben. Sie ist eine Außenseiterin, vor der die meisten Angst haben. Dann erfährt sie, dass sie eine Saligia ist. Sie trägt eine der ...

Schon ihr ganzes Leben lang wird Keira von ihrem unbändigen Zorn getrieben. Sie ist eine Außenseiterin, vor der die meisten Angst haben. Dann erfährt sie, dass sie eine Saligia ist. Sie trägt eine der Todsünden – den Zorn – in sich. Auf dem Internat Canterbury soll sie lernen, ihren Zorn zu beherrschen. Doch dann wird eine Schülerin tot aufgefunden.

Die Idee ist erfrischend und mal etwas anderes. Keira ist auf ihre Art sympathisch und ihre Gefühlswelt wird nachvollziehbar dargestellt. Schwierig war es anfangs mit den vielen Charakteren, da man sich nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Todsünde und den lateinischen Begriff merken musste. Dazu kamen noch ein Tier und eine Farbe. Vielleicht etwas viel auf einmal, obwohl es zum Ende hin besser wurde und man die Personen ganz gut zuordnen konnte.

Der Verlauf der Geschichte wird schnell vorangetrieben und es kommt auch immer wieder kurzzeitig Spannung auf. Die einzelnen Todsünden im Zusammenspiel zu lesen, hat Spaß gemacht. Aber viele Geheimnisse und Rätsel werden auch sehr schnell aufgelöst und die Luft ist bald wieder raus.

Die Liebesgeschichte wurde auch so rein gequetscht. Man kann nicht so richtig verstehen, warum sich die beiden so mögen, abgesehen von äußerlicher Anziehung. Hier hätte man der Sache eindeutig mehr Zeit geben müssen, um sie auszuarbeiten und sich entwickeln zu lassen.

Es war eine kurzweilige Lektüre, die Spaß gemacht hat und Abwechslung zu anderen Jugendbüchern liefert.

Veröffentlicht am 14.04.2019

Abgehackter Schreibstil

Davor und Danach
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Der Klimawandel hat die Welt größtenteils in eine trockene Wüste verwandelt. Wasser ist Mangelware und die Menschen flüchten scharenweise in die nördlichen Länder, wo ein normales Leben noch möglich ist. ...

Der Klimawandel hat die Welt größtenteils in eine trockene Wüste verwandelt. Wasser ist Mangelware und die Menschen flüchten scharenweise in die nördlichen Länder, wo ein normales Leben noch möglich ist. Auch Mhairi macht sich, nur mit einem Revolver und ihren Papieren, auf den Weg in ihr Heimatland Schottland. Auf ihrem beschwerlichen Weg begegnet sie einem kleinen Jungen und jede Mengen Hindernissen.

Das Thema ist wirklich sehr aktuell. Zum einem der Klimawandel und was er noch für Auswirkungen haben könnte. Zum anderen eine große Anzahl an Flüchtlingen und wie die Länder und Menschen damit umgehen. Mhairi ist ein starker Charakter, der das Buch gut trägt. Auch wenn sie nicht immer sympathisch rüber kommt oder ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehbar sind.

Schreibstil ist geprägt durch kurze Sätze, was durch die kurzen Kapitel verstärkt wird. Das erschwert es etwas, eine Bindung zu den Charakteren und der Geschichte aufzubauen, da kein wirklicher Lesefluss aufkommt. Allgemein wird die Thematik sehr kurz behandelt. Man erfährt vor allem wie die Bewohner der Insel Arran mit der Situation umgehen und etwas wie die Menschen in Schottland damit umgehen, aber so einen wirklichen Überblick was Sache ist, bekommt man nicht.

Es geht viel um Mhairi und ihre Reise mit dem kleinen Jungen, welchen Schwierigkeiten und Entscheidungen sie sich stellen muss. Man wartet immer darauf, dass etwas Großes passiert, aber am Ende dreht sich viel um politische Dinge und es kommt nicht recht Spannung auf.

Das Buch war keine Enttäuschung, aber es war stellenweise sehr zäh zu lesen und konnte mich kaum packen.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Eine faszinierende Welt und tolle Charaktere

Die Lichtstein-Saga 1: Aquilas
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Neben der Menschenwelt existiert noch eine weitere – Interria. Beide werden jedoch von der Schattenwelt und den Dämonen, die dort leben, bedroht. Liv lebt in der Menschenwelt, bevor sie eines Tages nach ...

Neben der Menschenwelt existiert noch eine weitere – Interria. Beide werden jedoch von der Schattenwelt und den Dämonen, die dort leben, bedroht. Liv lebt in der Menschenwelt, bevor sie eines Tages nach Interria gelangt und dort ihre Bestimmung erfährt und die Kraft des Engelslichts kennenlernt.

Eine besondere Stärke der Geschichte sind definitiv die Charaktere. Neben Liv gibt es noch drei Personen, die ich als Hauptprotagonisten ansehen würde. Alle vier sind schon recht unterschiedlich, aber immer auf ihre Weise sympathisch und durch ihre verschiedenen Charakterzüge kommt es zu einer abwechslungsreichen – manchmal auch humorvollen – Gruppendynamik. Mir sind die Personen schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen und das passiert mir nicht so häufig.

Auch der Schreibstil, und das damit einhergehende World-Building, können überzeugen. Der Wechsel zwischen der normalen Welt und Interria kam sehr plötzlich, aber man fühlte sich schon bald wohl in der neuen Umgebung und der erste Band zeigt schon, dass es in dieser Welt noch viel mehr Schauplätze zu entdecken geben wird. Das einzig Störende für mich war, dass die Erzählsicht zwischen den Charakteren manchmal zu plötzlich und innerhalb eines Handlungsstrangs gewechselt wurde.

Der Anfang ist für den Leser noch eine kleine Einführung. Man lernt mit Liv ihre Bestimmung kennen und was es mit Interria auf sich hat. Doch bald geht es schon richtig los und ich find es immer gut, wenn auch der erste Band einer Reihe mit etwas mehr Handlung aufwarten kann. Natürlich geht es viel darum, dass sich die Charaktere erst einmal kennenlernen und die Welt und Hintergründe genauer erklärt werden, aber auch spannende, unterhaltsame und lustige Szenen kommen nicht zu kurz.

Die dramatischsten Szenen hat sich die Autorin für den Schluss aufgehoben und das war sehr gut gewählt. Auch wenn es nicht ganz überraschend kam, hatte ich den Verlauf der Ereignisse so nicht vorhergesehen und kam für mich unerwartet.

Für mich ein gelungener Auftakt eines fantastischen Abenteuers und ich freue mich schon darauf, die Charaktere wieder auf ihren Abenteuern begleiten zu dürfen.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Mir fehlte das gewisse Etwas

Der Spiegelwächter
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Fünf Spiegel, fünf Siegelwächter und sie bewachen eine magische Welt: Eldrid. Ludmilla war es immer verboten in das verschlossene Zimmer im Haus ihrer Großmutter zu gehen. Als sie in das Zimmer und durch ...

Fünf Spiegel, fünf Siegelwächter und sie bewachen eine magische Welt: Eldrid. Ludmilla war es immer verboten in das verschlossene Zimmer im Haus ihrer Großmutter zu gehen. Als sie in das Zimmer und durch einen Spiegel nach Eldrid gelangt, wird ihr langsam klar, warum. Die magische Welt ist wunderschön und gefährlich zugleich. Und die Schatten lebendig.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Magische Spiegel, die in eine fantastische Welt mit interessanten und mystischen Wesen führt. So ganz sprang der Zauber bei mir leider aber nicht über und auch die Geschichte konnte mich nicht packen.

Es lag vermutlich auch an Ludmilla als Hauptprotagonistin. Man kann sie getrost als launisch und anstrengend bezeichnen. Ihr Verhalten war für mich oft nicht nachvollziehbar und sie verhielt sich meistens sehr bockig und uneinsichtig, was mich sehr genervt hat. Es gibt Charakterzeichnungen, die auf diese Art funktionieren und die Person authentisch machen, bei Ludmilla hat das nicht geklappt. Sie war einfach kein Sympathieträger und als Hauptprotagonistin schwächt sie damit das ganze Buch. Es gibt viele Nebencharaktere, die aber neben Ludmillas ausgeprägten Verhalten ziemlich blass daher kommen und nicht unbedingt im Gedächtnis bleiben.

Auch die Beschreibung der Welt war für mich wenig greifbar. An sich fand ich sie interessant und auch die Wesen hatten Potenzial, aber es war nicht so beschrieben, als wäre ich dort. Bei Ludmillas ersten Besuchen wird nicht viel über ihre Erlebnisse erzählt, sondern bloß, dass sie die Welt erkundet hat. Dadurch wird es für den Leser aber nicht greifbar. Störend fand ich es zudem, dass die Erzählsicht von Charakteren manchmal sprunghaft von einem Satz auf den anderen gewechselt wurde.

Die Storyline war in Ordnung. Es war gut aufgebaut und hatte auch spannende Stellen. Es war jedoch nichts wirklich Neues oder Überraschendes, das die anderen negativen Punkte wieder aufwiegen konnte. Es fehlte einfach an einem guten Grundgerüst. An Charakteren, mit denen man mit fiebern konnte, und einer Welt, die einen wirklich faszinierte.

Veröffentlicht am 01.01.2019

Hat etwas gedauert bis es mich packen konnte

Muttertag
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Theo Reifenrath wird tot in seinem Haus aufgefunden. Durch einen glücklichen Zufall entdeckt die Polizei drei vergrabene Frauenleichen auf seinem Grundstück. Keiner in seinem Umfeld kann glauben, dass ...

Theo Reifenrath wird tot in seinem Haus aufgefunden. Durch einen glücklichen Zufall entdeckt die Polizei drei vergrabene Frauenleichen auf seinem Grundstück. Keiner in seinem Umfeld kann glauben, dass Theo ein skrupelloser Serienmörder sein soll. Bald schon können die Opfer identifiziert werden und es lässt sich ein Muster erkennen und wahrscheinlich ist der Mörder noch auf freiem Fuß.

Dieser Fall hat lange gebraucht, bis er mich wirklich packen konnte. Das lag auch daran, dass es so viele Verdächtige und Opfer gibt. Es war schwierig den Überblick zu behalten und die Personen auseinander zu halten. Erst ab der Hälfte hatte ich das Gefühl, dass der Fall richtig an Fahrt aufnimmt und spannend wird.

Der Kriminalfall an sich ist gut und spannend aufgebaut. Es ist alles sehr detailliert und man erfährt viel über die Arbeit der Polizei und man merkt, dass in diesem Buch auch viel Recherchearbeit steckt. Die Geschichte ist sehr durchdacht und nach und nach werden alle losen Fäden zusammengeführt. Als Leser wird, man genauso wie die Ermittler, immer mal wieder auf die falsche Fährte gelotst, wer der wahre Täter ist.

Auch in diesem Band gibt es wieder Einblicke in das Privatleben von Pia und Oliver. Obwohl die privaten Dinge dieses Mal eher im Hintergrund bleiben und der Fokus mehr auf der Mordserie und den Ermittlungen liegt.

Das Ende ist dann nochmal sehr rasant und auch actionreich. Es ist ein spannender Kriminalfall, der aber seine Zeit braucht, um sich zu entfalten. Die vielen Personen machen es anfangs schwer reinzukommen und direkt gepackt zu werden. Dennoch hat die Autorin wieder ein gutes Buch geliefert.