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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2021

Eine Krähe in Frankfurt

Blinde Rache
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Im Thriller geht es um die Kommissarin Mara Billinsky, die wieder nach Frankfurt auf ihre alte Dienststelle zurückversetzt wird und dort einen Mordfall aufklären soll. Doch durch Alleingänge und durch ...

Im Thriller geht es um die Kommissarin Mara Billinsky, die wieder nach Frankfurt auf ihre alte Dienststelle zurückversetzt wird und dort einen Mordfall aufklären soll. Doch durch Alleingänge und durch Mara's provozierendes Äußere wird sie von dem Fall wieder abgezogen und muss sich mit einer Einbruchserie auseinandersetzen. Es geschieht ein weiterer Mord und Mara ermittelt heimlich weiter. Doch schon bald, steckt sie physisch und psychisch tiefer mit drin, als sie gedacht hätte.

Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob ein Mann wirklich so eine besondere weibliche Protagonistin gut beschreiben kann und ich muss sagen, das Leo Born die Rolle gut umgesetzt hat. Mara eckt durch ihr Verhalten und ihr äußeres Erscheinungsbild oft an und findet keinen Anschluss. Ihr Klamottenstil ist ziemlich cool und sie zeigt hohes Selbstbewusstsein.
Der Schreibstil ist verständlich und einfach zu lesen.
Zwischendurch hat die Spannung etwas nachgelassen, aber zum Glück nicht lange und man bekommt den Mara-Charme wieder deutlich zu spüren. Das Ende hätte ich so eindeutig nicht erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2021

30 Tage und kein Ziel

30 Tage und ein ganzes Leben
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Die begnadete Künstlerin Clementine beschließt zu Sterben und bereitet sich 30 Tage lang auf ihren bevorstehenden Tod vor. Sie möchte noch all die Dinge erleben, die sie für wichtig hält und schreckt selbst ...

Die begnadete Künstlerin Clementine beschließt zu Sterben und bereitet sich 30 Tage lang auf ihren bevorstehenden Tod vor. Sie möchte noch all die Dinge erleben, die sie für wichtig hält und schreckt selbst vor Straftaten nicht zurück.

Man merkt schnell, das man es mit einer etwas verrückten und verwirrten Protagonistin zu tun hat, denn die verschiedenen Erlebnisse sind ziemlich durcheinander erzählt. Oftmals werden immer wieder Dinge und Tage angeschnitten und nicht fertig erzählt, sodass man in manchen Kapiteln nicht folgen kann. Das fand ich etwas nervig und hat mir so den Spaß am Lesen genommen.
Erwartet hatte ich ein Buch mit vielen Passagen, die mich zum Nachdenken anregen, doch leider findet man das nirgends. Für mich war es ein einfacher Roman über den Lebensabschnitt einer Künstlerin.
Pluspunkte gibt es allein für den Kater Chuckles.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2021

Wenn das Schicksal Roulette spielt

Vom Ende der Einsamkeit
0

Jules und seine Geschwister Liz und Marty verlieren im Kindesalter ihre Eltern und wachsen deshalb in einem Internat auf. Während seine Geschwister jeder für sich neue Freunde und Hobbys findet, hat es ...

Jules und seine Geschwister Liz und Marty verlieren im Kindesalter ihre Eltern und wachsen deshalb in einem Internat auf. Während seine Geschwister jeder für sich neue Freunde und Hobbys findet, hat es Jules erstmal schwer, bis er Alva kennenlernt und mit ihr durch die Schulzeit geht. Doch irgendwann verlieren sie sich aus den Augen und jeder beginnt sein eigenes Leben bis sie sich wieder finden.

Der Roman ist gezeichnet von vielen Schicksalsschlägen, die Jules geprägt haben und ihn nachdenken lassen. Die ein oder andere Handlung der Protagonisten lässt sich nachempfinden und macht die Figuren zu ganz normalen Leuten, denen man täglich begegnet.
Der Schreibstil ist typisch Wells und man verliert sich oft in den Zitaten und Beschreibungen, die den Leser zum Nachdenken bringen.
Auf jeden Fall ein sehr gutes Buch mit vielen Gedanken und Berührungspunkten.
Allerdings hat es mich nicht ganz so mitgenommen, wie ich gedacht habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2021

Schlange oder Schlinge um den Hals

Todeskalt
3

Caro Löwenstein erhält von ihrer früheren Freundin Melanie einen mysteriösen Anruf, der mitten im Gespräch abreist. Sofort macht sich die Profilerin auf die Suche nach ihr und entdeckt in einer alten Ruine ...

Caro Löwenstein erhält von ihrer früheren Freundin Melanie einen mysteriösen Anruf, der mitten im Gespräch abreist. Sofort macht sich die Profilerin auf die Suche nach ihr und entdeckt in einer alten Ruine die Leiche einer verstoßenen Bewohnerin des kleinen Dorfes. Erstmal deutet alles auf Mord hin, doch schon bald entdecken Caro und ihr Kollege Berger eine seltsame Selbstmordserie.

Dies war mein erster Thriller von Nikolas Stoltz und ich muss sagen, das er mir sehr gefallen hat. Neben der Ermittlung zu dem Fall erfährt man sehr viel über die Kommissare persönlich und trotzdem bleibt die Spannung erhalten. Die Sichtweisen aus den verschiedenen Protagonisten hat mir auch sehr gut gefallen. Außerdem ist das Cover wirklich passend zum Inhalt gestaltet.
Ich werde mir auf jeden Fall die anderen Bücher des Autors anschauen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 06.05.2021

Absolut kein Thriller

Der erste letzte Tag
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Im ersten Roman von Sebastian Fitzek geht es um Livius und Lea, die eigentlich mit dem Flugzeug nach Berlin fliegen wollten, aber stattdessen gemeinsam in einem Mietwagen sitzen und beschließen, diesen ...

Im ersten Roman von Sebastian Fitzek geht es um Livius und Lea, die eigentlich mit dem Flugzeug nach Berlin fliegen wollten, aber stattdessen gemeinsam in einem Mietwagen sitzen und beschließen, diesen Tag wie ihren Letzten zu erleben.
Eher ungewollt sitzt der pessimistische Livius mit der lauten Lea in einem Auto auf dem Weg nach Berlin, da er mit seiner Noch-Ehefrau eine Paartherapie beginnen möchte. Auf dem Weg beschließen die Beiden ein Experiment, in dem sie Dinge tun, die sie auf ihrem letzten Tag auf Erden erleben möchten. Sie machen an verschiedenen Stationen Halt und oftmals kommt der sonst einfach gestrickte Livius an seine mentalen Grenzen. Doch irgendwann erreichen Sie ihr Ziel.

Als ich gehört habe, das Sebastian Fitzek keinen Thriller rausbringen wird, war mir sofort klar, das ich das Buch haben muss! Und direkt lesen, wenn es bei mir ankommt.
Livius macht auf mich den Eindruck, das er ohne viel Aufwand und Aufmerksamkeit durch sein Leben gehen möchte und vor Veränderungen zurückschreckt. Deshalb passt die spontane Lea, die immer sagt, was ihr durch den Kopf geht, erstmal so garnicht zu ihm. Doch die Beiden sind das Beste, was Ihnen gegenseitig passieren konnte.
Der Schreibstil ist typisch Fitzek, nur eben ohne Blut, Leichen und Mord. Die Psychoschiene bleibt aber trotzdem, nur nicht auf erschreckend grausame Art, sondern auf eine schöne nachdenkliche Weise.
Dieser "Kein Thriller" ist definitiv was fürs Herz, obwohl es nicht von einem Serienkiller mit dem Skalpell herausgeschnitten wird!

P.S.: Hab auch angerufen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere