Platzhalter für Profilbild

Piatra

Lesejury Profi
offline

Piatra ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Piatra über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

Erstes Solo von Volker Klüpfel mit Luft nach oben

»Wenn Ende gut, dann alles«
0

Der erste Solo-Krimi von Volker Klüpfel. Und es geht schräg zu. Der leicht tolpatschige, im alten Wohnmobil lebende und nicht so ganz lebensfähige Möchtegern-Schriftsteller Tommi und die ukrainische Putzfrau ...

Der erste Solo-Krimi von Volker Klüpfel. Und es geht schräg zu. Der leicht tolpatschige, im alten Wohnmobil lebende und nicht so ganz lebensfähige Möchtegern-Schriftsteller Tommi und die ukrainische Putzfrau Svetlana, die mit der deutschen Sprache und besonders den Redewendungen auf Kriegsfuss steht, lösen ihren ersten gemeinsamen Fall, in den sie rein zufällig hineingeraten. Alles beginnt mit einem kleinen Mädchen, das alleine am Waldrand herumläuft. Svetlana will ihr helfen und alarmiert die Polizei. Da diese für die resolute Svetlana nicht genug unternimmt, um die Herkunft des Mädchens zu klären und ihre Mutter zu finden, nimmt sie die Sache mit Tommis Hilfe selber in die Hand, was zu haarsträubenden Situationen führt.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die bildhaften Beschreibungen machen es leicht, der Geschichte zu folgen. Die 64 Kapitel sind recht unterhaltsam, aber leider nicht sehr spannend. Auch nutzt sich das lustige Verdrehen der Sprichwörter und Weisheiten auf die Dauer etwas ab. Tommis Antriebslosigkeit wird mit der Zeit auch ziemlich nervig. Gewinnen tut das Buch auf jeden Fall durch einige wirklich gute und skurrile Nebendarsteller, wie z. B. Tommis Vater, der sich in einem Altenheim einquartiert hat und dort den Casanova gibt. Es werden dennoch auch sehr aktuelle und brisante Themen angesprochen. Insgesamt ganz nette Unterhaltung, aber kein Krimi. Noch jede Menge Luft nach oben für den nächsten Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2025

Historischer Roman der Spitzenklasse!

Die Wächterin von Köln
0

Ein weiterer historischer Roman von Petra Schier. Wie bereits die vorherigen Romane wieder hervorragend recherchiert. Man taucht ein in die Welt des Mittelalters, hier in das noch kleine Städtchen Köln ...

Ein weiterer historischer Roman von Petra Schier. Wie bereits die vorherigen Romane wieder hervorragend recherchiert. Man taucht ein in die Welt des Mittelalters, hier in das noch kleine Städtchen Köln im Jahr 1396. Elsbeth leitet das Bordell „Zur schönen Frau“ und hat Kontakte in alle Kreise. Sie zieht geschickt die Fäden, um ihre Familie zu schützen und unterstützt ihren Geliebten, den Henker Johannes. Zudem setzt sie sich vehement für ihre angestellten Frauen ein und sichert ihnen Schutz und Respekt. Wer bereits die Lombarden-Reihe der Autorin gelesen hat, trifft auf bekannte Gesichter und eine Geschichte, die bei den Lombarden aus einer anderen Perspektive erzählt wurde. Spannend. Durch den leicht zu lesenden und flüssigen Schreibstil ist es einfach, sich gleich mitten in der Geschichte wiederzufinden. Durch immer wieder eingestreute Kapitel aus der Vergangenheit von Elsbeth wird ihre Entwicklung von einem kleinen Mädchen, das als Dirne arbeitet, zur Chefin des Bordells erzählt. Wir erfahren, was sie geprägt und beeinflusst hat, welche Erlebnisse sie geformt haben. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund, es gibt eine Menge explizite Szenen, aber die gehören eindeutig dazu und sind sehr gut ausgearbeitet. Man lernt wieder sehr viel dazu über das Leben und Miteinander im Mittelalter. Ein wirklich wunderbares Buch über eine starke Frau. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann den Roman nur jedem empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Mitreissend!

Ein Schimmer am Horizont
0

Erstmal vorab: ich lese wirklich sehr viele Bücher, aber schon lange hat mich keines mehr so berührt wie dieses. Es ist die Geschichte von der unglücklich verheirateten Mina aus Deutschland und dem vom ...

Erstmal vorab: ich lese wirklich sehr viele Bücher, aber schon lange hat mich keines mehr so berührt wie dieses. Es ist die Geschichte von der unglücklich verheirateten Mina aus Deutschland und dem vom Schicksal hart getroffenen Zimmermann Davin aus Irland. Es ist das Jahr 1848 und Europa leidet unter Hunger und Arbeitslosigkeit. Für viele ist die Auswanderung die letzte Chance. Beide treffen sich zufällig auf dem gleichen Schiff nach Amerika und es entwickelt sich eine unmögliche Beziehung zwischen den Beiden.
Gleich nach den ersten Seiten wird man von der Geschichte gefangen. Der bildhafte Schreibstil und die eindringlichen Beschreibungen lassen die damaligen Geschehnisse vor dem inneren Auge entstehen und man leidet fürchterlich mit. Die Grundstimmung und die Verzweiflung der Menschen wird greifbar. Die unglaublichen Entbehrungen und das Leiden sind kaum vorstellbar. Man lernt viel über die Geschichte der Auswanderer und welche Qualen sie für ein hoffentlich besseres Leben auf sich genommen haben. Ein detailreiches und ergreifendes Buch. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Nun warte ich auf eine Fortsetzung. Sehr zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2025

Vielversprechender Auftakt!

Salute - Der letzte Espresso
0

Neben der Reihe um Kommissar Tischler im umtriebigen Brunngries in Oberbayern hat Autor Friedrich Kalpenstein eine neue Krimireihe am wunderschönen Gardasee gestartet. Der ehemalige Hauptkommissar Paul ...

Neben der Reihe um Kommissar Tischler im umtriebigen Brunngries in Oberbayern hat Autor Friedrich Kalpenstein eine neue Krimireihe am wunderschönen Gardasee gestartet. Der ehemalige Hauptkommissar Paul Zeitler hat nach einer Suspendierung in München den Job aufgegeben und ist nach Bardolino an den Gardasee gezogen. Dort hat er das Cafe einer Freundin übernommen und ist jetzt mit ganzem Herzen Barista. Bis in seiner Toilette ein ermordeter Journalist gefunden wird. Natürlich kann er das Ermitteln nicht sein lassen und gerät so mit dem zuständigen Kommissar Lanza aneinander. Unterstützt wird Zeitler von der jungen Journalistin Antonia Romana, die eine Kollegin des Toten war.
Wie von Friedrich Kalpenstein gewohnt, ist man gleich mittendrin in der Geschichte. Die lebhafte und flüssige Schreibweise startet das Kopfkino und es ist kein Problem, den Ermittlungen von Paul zu folgen. Viel Dolce Vita und der einmalige Gardasee machen den Krimi zu einem kulinarischen und landschaftlichen Genuss. Der Hauptprotagonist ist sehr sympathisch und auch die anderen Beteiligten rund um Paul sind wunderbar charakterisiert. Man fühlt sich wohl mit diesem Krimi. Aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Bis zum großen Finale wusste ich nicht, wer der Täter war. Ich kann das Buch nur sehr empfehlen und freue mich schon auf den zweiten Teil am Gardasee. Ich werde wieder mit dabei sein und freue mich auf ein Wiedersehen!!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2025

Mörderischer Malkurs in Hirschweiler!

Nur Norbert malte blauer
0

Endlich ist das Bed and Breakfast von Käthe und Karl-Heinz einmal ausgebucht. Ein Malkurs mit sehr skurrilen Teilnehmern findet statt. Klar, das Jupp gleich einmal mit den Herrschaften im Nachbargarten ...

Endlich ist das Bed and Breakfast von Käthe und Karl-Heinz einmal ausgebucht. Ein Malkurs mit sehr skurrilen Teilnehmern findet statt. Klar, das Jupp gleich einmal mit den Herrschaften im Nachbargarten aneinander gerät. Doch dann wird Nachbar Karl Heinz tot in seinem Gartenhaus gefunden!! Auweia. Ein harter Brocken für Jupp, ist er doch persönlich betroffen. Käthe ist außer sich und auch die anderen Teilnehmer des Malkurses drehen ab. Doch Jupp behält die Ruhe und macht sich an die Tätersuche, denn er glaubt nicht an einen Selbstmord. Nebenbei hat er noch die üblichen schwierigen Familienprobleme zu glätten. Doch wer Jupp kennt, weiß, er wird den Todesfall aufklären. Wie gewohnt entwickelt sich eine wilde Story mit haarsträubenden Szenen und jeder Menge Humor. Die bekannten Protagonisten agieren wie gewohnt mit viel Herz und halten mit ihren Meinungen nicht hinter dem Berg. Es entwickelt sich ein turbulenter Krimi. Hirschweiler ist definitiv immer wieder eine Reise wert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere