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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2026

Spannende Szenarien

Szenario
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Im Angesicht der Zukunft sehen wir uns oft selbst nur als unbedeutende Akteure, die keinen Einfluss haben. „Szenario“ beschreibt mögliche Varianten der Zukunft, bei welcher der Leser mit seinen Entscheidungen ...

Im Angesicht der Zukunft sehen wir uns oft selbst nur als unbedeutende Akteure, die keinen Einfluss haben. „Szenario“ beschreibt mögliche Varianten der Zukunft, bei welcher der Leser mit seinen Entscheidungen Einfluss auf den weiteren Weg der Politik und des Weltgeschehens nehmen kann. Insgesamt hat mir das Konzept des Buches sehr gefallen, da es auch Themen angesprochen hat, mit denen ich mich bisher nur wenig auseinandergesetzt habe. Die Szenarien, die angesprochen werden, waren interessant, mir aber teilweise zu zusammenhangslos, sodass ich nicht immer den Eindruck hatte, dass meine Entscheidungen wirklich Einfluss auf das weitere Geschehen in der Geschichte hatten. Trotzdem empfinde ich es als eine kreative Weise sich mit dem Thema Zukunftstheorien zu befassen.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Die Königin der Brettspiele

Darkly
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Die siebzehnjährige Dia ergattert unerwartet einen der begehrten Plätze des Darkly Praktikums in London. Unter hunderttausenden Bewerbern wurde sie zusammen mit sechs anderen Jugendlichen ausgewählt auf ...

Die siebzehnjährige Dia ergattert unerwartet einen der begehrten Plätze des Darkly Praktikums in London. Unter hunderttausenden Bewerbern wurde sie zusammen mit sechs anderen Jugendlichen ausgewählt auf den Spuren der furchteinflößenden Darkly Spiele zu wandeln. Seit dem Tod der genialen Erfinderin der Brettspiele, Louisiana Veda, hat sich die Legende um sie nur weitergesponnen. Als die sieben auf der Insel der Darkly-Fabrik ankommen, erwartet sie jedoch kein einfaches Praktikum. Vor dem Tod der Erfinderin wurde eines der Spiele aus der Fabrik gestohlen. Doch jemand hat begonnen, dieses Spiel zu spielen, mit nicht absehbaren Folgen.

Ich bin immer ein großer Fan von Büchern in denen Rätsel eine zentrale Rolle spielen. Die Darkly Spiele (insbesondere Ophelia) enthalten wirklich kreative Ideen und ähneln keinen anderen Brettspielen, von denen ich je gehört habe. Die Grundidee der Geschichte hat mir also wirklich sehr gut gefallen. Nun kommen wir leider zu einem „aber“ weshalb mich die Geschichte dennoch nicht hundertprozentig überzeugen konnte. Beginnen wir mit Dia als unserer Protagonistin. Sie ist clever, selbstständig und neugierig, Eigenschaften, die ihr bei der Schnitzeljagd um das verlorene Darkly Spiel auf jeden Fall nützlich sind und womit sie alle Rätsel quasi im Alleingang löst. Die anderen sechs Jugendlichen bleiben dadurch jedoch absolut blasse und nichtssagende Charaktere. Die „Liebesgeschichte“ zwischen Poe und Dia beziehungsweise Choke und Dia habe ich so gar nicht gefühlt und auch ihre Notwendigkeit für die Geschichte nicht verstanden, wodurch es sehr gezwungen wirkte. Doch was ich wirklich schade fand, war das Darkly Spiel selbst, welches Dia und ihre Freunde spielen mussten. Anstatt spannenden Rätseln, die ich irgendwie erwartet habe, war das Spiel selbst einfach nur chaotisch und wirr und konnte bei mir weder Spannung noch Grusel hervorrufen. Auch die Auflösung des Buches konnte mich leider nicht überzeugen.

Insgesamt war „Darkly“ für mich ein solides Jugendbuch mit ein paar gruseligen Aspekten. Ich hatte mir, insbesondere was die Rätsel und Spiele betrifft, jedoch einiges mehr erhofft.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Solider Auftakt der Dilogie mit Potenzial

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Ren ist Teil einer Artistengruppe, die durch das Land reist, als ihre Familie von einem Dämon angegriffen und ihr Onkel vergiftet wird. Dabei muss Ren ihre Lichtmagie entfesseln, die bis in das feindliche ...

Ren ist Teil einer Artistengruppe, die durch das Land reist, als ihre Familie von einem Dämon angegriffen und ihr Onkel vergiftet wird. Dabei muss Ren ihre Lichtmagie entfesseln, die bis in das feindliche Gebiet zu sehen ist. Ren macht sich auf die Suche nach einem Gegenmittel für ihren Onkel und trifft dabei auf Sunho, der auf die Suche nach der Quelle des Lichtes entsandt wurde. Zusammen begeben sich die Beiden auf eine Reise, gejagt von Kopfgeldjägern und Mördern, die ihr Schicksal für immer aneinanderbinden wird.

„Das Mädchen aus der schwebenden Welt“ ist der Auftakt einer Dilogie um Ren und Sunho. Dabei wird die Geschichte abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt, wobei die Perspektive von Jaeil in einigen Abschnitten hinzukommt. Ren und Sunho mochte ich als Charaktere sehr gerne. Beide sind mutig und freundlich und setzen sich auch für diejenigen ein, die unterdrückt werden. Auch die Beziehung der Beiden zueinander entwickelt sich realistisch, doch hat es mir hier an der ein oder anderen Stelle doch an Emotionen gefehlt. Jaeil konnte ich bis zu letzten Seite nicht richtig einschätzen. Dafür haben mir Tag und Yurhee als Nebencharaktere gut gefallen. Die Handlung ist zwischenzeitlich für mich etwas zu zäh vorangegangen. Dafür werden die spannenden und actionreichen Szenen sehr schnell abgehandelt. Die Geschichte hat noch eine Menge Potenzial, die der erste Band für mich noch nicht ausschöpfen konnte. Ich hoffe, dass mich der zweite Teil der Dilogie mehr überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Geisterjagd

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet sieht Geister, eine Gabe, die jede Frau in ihrer Familie besitzt. Seit Generationen sprechen die Bittersweet Frauen im Auftrag der Toten. Doch Melody möchte ihr eigenes Geschäft aufziehen, ...

Melody Bittersweet sieht Geister, eine Gabe, die jede Frau in ihrer Familie besitzt. Seit Generationen sprechen die Bittersweet Frauen im Auftrag der Toten. Doch Melody möchte ihr eigenes Geschäft aufziehen, sie möchte den Toten helfen weiterzuziehen. Ihr erster Auftrag führt sie in ein altes Herrenhaus in dem drei Brüder festsitzen, seit sie gestorben sind. Melody muss die Tragödie enträtseln wegen derer die drei nicht weiterziehen können. Dabei steht ihr nicht nur ihr größter Konkurrent Leo Dark im Weg, sondern auch ein nervtötender Journalist namens Fletcher Gunn, der nicht an Geister glaubt.

Melody kann Geister sehen, wie auch ihre Mutter und Großmutter mit denen sie sich ein Haus teilt. Um ein gewisses Maß an Unabhängigkeit zu erreichen (was mehr oder minder gelingt) gründet sie zusammen mit ihrer besten Freundin und einem Assistenten ihr Geschäft als Geisterjägerin. Hinzu kommen noch ein alter Van, ein eigensinniger Hund und nicht zu vergessen die beiden „Love-Interests“ und natürlich die drei Geisterbrüder. Alles in allem eine Menge Charaktere, wobei jeder exzentrischer erscheint als der andere. Jede einzelne Figur in der Geschichte wirkt übertrieben, was mir persönlich einfach zu viel war. Der Fokus der Geschichte liegt zudem kaum auf der Geistergeschichte, sondern ganz eindeutig auf der Romance, wobei ich mich schon frage, was Melody eigentlich an den beiden Männern findet. Sowohl Fletcher als auch Leo versuchen sie zu sabotieren und kleinzureden. Trotzdem fühlt sich Melody zu ihnen hingezogen, obwohl sie betont, dass sie sie nicht ausstehen kann (aber natürlich findet sie sie trotzdem heiß…). Das war leider gar nicht nachvollziehbar für mich. Wenn auch vorhersehbar, so mochte ich die Geschichte um Isaac und seine Brüder gerne. Wobei mir hier auch das Ende viel zu übertrieben dargestellt wurde.

Insgesamt war es schon eine unterhaltsame Geschichte. Die Charaktere waren mir jedoch zu überzogen dargestellt und die Romance zu sehr im Fokus und zu wenig nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Sitzt ein Mörder mit am Tisch?

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Fünf Jahre nachdem ihre Freundin Maria verschwunden ist, trifft sich die alte Freundesgruppe wieder, um eine Tradition wiederaufleben zu lassen: die Veranstaltung eines Krimidinners. Doch während des Spieles ...

Fünf Jahre nachdem ihre Freundin Maria verschwunden ist, trifft sich die alte Freundesgruppe wieder, um eine Tradition wiederaufleben zu lassen: die Veranstaltung eines Krimidinners. Doch während des Spieles erkennen die fünf Freunde, dass zu viele Handlungen Parallelen zu der Nacht aufweisen in der Maria damals verschwunden ist. Jemand scheint die verhängnisvolle Nacht beim Festival wiederholen zu wollen, um die Umstände von Marias Verschwinden ein für alle Mal zu klären. Denn die wichtigste Frage, die sich jeder von ihnen stellen muss, ist: Sitz ein Mörder mit ihnen am Tisch?

„Das Dinner“ ist die erste Geschichte von Emily Rudolf, die ich gelesen habe. Wir beginnen mit einer Gruppe von fünf Freunden, die sich über die Jahre immer mehr entfremdet hat, jedoch eigentlich bereits vor fünf Jahren brüchig und voller erschreckender Geheimnisse gesteckt hat, die nach und nach auf den Tisch kommen. Die Geschichte erzählt im Wechsel die Geschehnisse vor fünf Jahren während des Festivals bei dem Maria verschwand und dem Abend des Krimidinners. Dabei wechseln die Perspektiven zusätzlich zwischen allen fünf Protagonisten, sodass man einen Einblick in das Innenleben jedes Charakters bekommt. Dadurch bleibt die Handlung abwechslungs- und ereignisreich. Auch wenn keiner der Charaktere ein wirklicher Sympathieträger war, waren sie doch authentisch und glaubhaft gezeichnet. Mich hat die Geschichte wirklich positiv überraschen können. Insbesondere das Ende hatte ich so nicht vorausgesehen, was bei mir bei Thrillern eher selten vorkommt.

Insgesamt haben wir hier eine wendungsreiche und spannende Geschichte, die mich gut unterhalten konnte. „Das Dinner“ wird sicherlich nicht die letzte Geschichte der Autorin gewesen sein, die ich gelesen/gehört habe.

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