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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2018

Möwenherz

Möwenherz
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Die Geschichte erzählt von Jona, Ebba und Finn. Jona ist Stargeiger und hat plötzlich einen Tiefpunkt, er kann nicht mehr spielen. Ebba ist seine Managerin und erhält einen Anruf, das ihre Oma gestorben ...

Die Geschichte erzählt von Jona, Ebba und Finn. Jona ist Stargeiger und hat plötzlich einen Tiefpunkt, er kann nicht mehr spielen. Ebba ist seine Managerin und erhält einen Anruf, das ihre Oma gestorben ist. Kurzentschlossen fährt sie zum Museumshof ihre Oma an die Nordsee und nimmt Jona mit. Finn ist Herzchirurg in München und fährt in seinem Urlaub auch an die Küste. Ebba und Finn sind alte Kinderfreunde, irgendetwas ist jedoch vor 20 Jahren geschehen und die beiden haben sich nie wiedergesehen.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten erzählt und man lernt sie so näher kennen. Jona gefiel mir am wenigstens, seine Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Einen Grund für seinen Tiefpunkt konnte ich nicht erkennen und er brachte zu viel Unordnung in Gesas Leben. Gesa beginnt eine Beziehung mit Jona und versucht sein Leben im Plan zu halten. Finn pflegt alte Freundschaften und ist fasziniert von den Pottwalen, die zufällig am Strand verendet sind.

Nach und nach erfährt man die Geschichte von Gesas Opa und Oma und was vor Jahren vorgefallen ist. Die Geschichte das Möwenherzen ist rührend erzählt und ein Highlight des Buches. Insgesamt werden viele Themen angesprochen, unter anderen der Tiefpunkt Jonas, die Geschichte mit den Walen und der Museumshof.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Es lag sicher an Jona, den ich nicht möchte. Das Ende hat mich dann wieder etwas versöhnt, aber

Veröffentlicht am 27.09.2018

Der Klang eines Augenblicks

Der Klang eines Augenblicks
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Das Buch spielt in Irland, nach fast 20 Jahren kehrt Britt dorthin zurück um mehr über den Tod ihres Vaters zu erfahren. Er ist damals beim Leuchtturm in Fanad von den Klippen gestürzt und Britt hat immer ...

Das Buch spielt in Irland, nach fast 20 Jahren kehrt Britt dorthin zurück um mehr über den Tod ihres Vaters zu erfahren. Er ist damals beim Leuchtturm in Fanad von den Klippen gestürzt und Britt hat immer geglaubt ihr, Vater wäre ermordet worden.

Der Prolog beginnt ebenfalls am Leuchtturm, ein Paar hat Differenzen und die Frau beendet die Beziehung. Das macht neugierig und die Geschichte beginnt 12 Tage vorher.

Britt lernt bei ihrem Besuch in Irland Declan kennen, dessen Frau vor 2 Jahren verunglückte und noch nicht über die Sache hinweg ist. Die Umstande des Unfalls liegen im Dunkeln und sind für den Leser rätselhaft. Langsam vertrauen Britt und Declan einander und er hilft ihr bei den Nachforschungen zum Tod ihres Vaters. Der einzige Hinweis ist ein Tagebucheintrag des Vaters, in dem das Book of Kells, ein irisches Nationalheiligtum erwähnt wird.

Neben Britt und Declan spielen auch Declans Eltern, seine Schwester und sein Freund entscheidende Rollen. Besonders Becca, Declans Mutter gefällt mir mit ihrem Witz und Charme sehr gut.

Das Buch ist, wie ich es von Kate Dakota kenne, sehr gut und lebensnah geschrieben. Man hat wie immer das Gefühl, den Personen über die Schulter zu schauen. Der Schreibstil ist ansprechend und fesselnd, auch die Nebenhandlungen sind unterhaltsam. Die Landschaft der grünen Insel Irlands wird bildhaft beschrieben und auch von der Geschichte der Insel erfährt man Interessantes.

Das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte, es geht auch um die Aufklärung eines Todesfalles und darum was Declans Schwester in ihrem Leben machen möchte. Sogar ein ernstes Thema wird kurz angesprochen.

Mich hat das Buch hervorragend unterhalten und gerne vergebe ich dafür 5 Punkte. Bei Büchern von Autorin weiß ich, dass ich nicht enttäuscht werde und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

PS. Wenn einen Prolog gibt, gibt es dann auch einen Epilog? Das muss der Leser selbst herausfinden.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Aberglaube und Gauklergeschäfte

Aberglaube und Geschäfte
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Das Buch ist der 3. und letzte Fall für Konrad von Velten. Man kann ihn aber sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, durch Rückblenden wird alles erklärt.

In den Wäldern um Goslar werden die Leichen einer ...

Das Buch ist der 3. und letzte Fall für Konrad von Velten. Man kann ihn aber sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, durch Rückblenden wird alles erklärt.

In den Wäldern um Goslar werden die Leichen einer jungen Frau und eines Neugeborenen gefunden. In einem Erzbergwerk bei Goslar wird ein Junge tot gefunden. Konrad von Velten, dessen Mutter gerade heiratet, wird um Hilfe gebeten. Laura, ein junges Mädchen aus dem 2. Fall, möchte ihm dabei zur Seite stehen. Schnell wird klar, dass ihr Halbbruder Martin von Kaltenburg noch lebt und auf Rache sinnt. Geschickt spinnt er seine Intrigen.

Nebenbei geht es noch um theologische Fragen, die auf einem Kolloquium geklärt werden sollen. Das empfand ich jedoch nur als eine Nebensache und hatte für mich wenig mit Aberglaube zu tun.

Die Geschichte ist von Beginn an spannend und gut zu lesen. Seine ganze Familie wird in den Fall hereingezogen und muss ein gefährliches Abenteuer bestehen. Man trifft auch Personen aus dem 2. Fall wieder, wie Laura und Else. Da der eine Mord im Erzbergwerk erfährt man nebenbei auch noch etwas über den Kupferabbau und Vitriolöl. Da es der letzte Fall von Konrad ist, schreibt die Autorin in einem Epilog, der 10 Jahre später spielt, wie es mit Konrad weiterging. Dadurch wurde die Trilogie sehr gut zum Abschluss gebracht.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Liebe und Verderben - Eine fesselnde Familiengechichte

Liebe und Verderben
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Die Geschichte beginnt 1974 als Leni Allbright 13 Jahre alt ist. Ihr Vater Ernt ist im Vietnamkrieg gewesen und leidet unter posttraumatischen Störungen. Bislang ist die Familie deshalb nirgendwo lange ...

Die Geschichte beginnt 1974 als Leni Allbright 13 Jahre alt ist. Ihr Vater Ernt ist im Vietnamkrieg gewesen und leidet unter posttraumatischen Störungen. Bislang ist die Familie deshalb nirgendwo lange geblieben und Leni hat nie Freundschaften schließen können. Dann erbt der Vater ein Haus in Alaska und beschließt mit der Familie dorthin zu gehen. Sie kommen im Sommer zur schönen Jahreszeit, allerdings ist das Haus eine heruntergekommene Hütte. Die Dorfbevölkerung hilft ihnen bei dem Einzug und auch bei der Bevorratung für den Winter. In der Schule schließt Leni Freundschaft mit dem 1 Jahr älteren Matthew. In dem langen dunklen Winter leidet Ernt wieder unter Depressionen und schlägt seine Frau Cora. Die liebt ihn abgöttisch und verzeiht ihm jedes Mal..
Die Geschichte liest sich sehr gut und flüssig. Die Personen sind toll beschrieben und man kann mit ihnen mitfühlen. Die Allbrights erleben schöne Momente, aber die Krankheit des Vaters sorgt auch für sehr viel Leid.
Das Leben und die Landschaft in Alaska sind anschaulich beschrieben. Man bekommt ein Gefühl für die kurzen, schönen Sommer in denen alles gemacht werden muss, um durch die langen Winter zu kommen.
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Ich habe das Lesen genossen und habe die ganze Zeit mit gefiebert und gelitten. Dafür vergebe ich gerne 5 Punkte und es war zwar das erste, aber bestimmt nicht das letzte Buch, dass ich von der Autorin gelesen habe.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

Beim Ruf der Eule
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Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und ...

Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und auch zwei junge Leute mit Down-Syndrom beschäftigt. Eines Abends kurz vor Weihnachten steht Vincent Roper, ein alter Jugendfreund von Maeve vor der Tür. Er weiß als einziger, das Maeve eine Zwillingsschwester Edie hatte. Zu schmerzvoll sind die Erinnerungen an früher und am liebsten würde Maeve Vincent vor der Tür stehen lassen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, einmal in den 1940/50 Jahren und dann 2013. Das Kuriose ist, das die Vergangenheit im Präsens und die Gegenwart in der Vergangenheitsform geschrieben ist. Dann ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig, Maeve springt in den Zeiten häufig hin und her und unterhält sich oft mit Edie. Wiederholt wechselt es mitten im Satz zu Edie. So habe ich etwas gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Spannung wurde nur dadurch erzeugt, dass ich wissen wollte, was mit Edie passierte und warum Maeve ihre Jugendliebe Frank nicht geheiratet hat.
Gut gelungen sind die Passagen, in denen es um die Behinderungen geht. Steph und Len, die bei das Down-Syndrom haben, lieben sich und Maeve hilft ihnen gegen alle Widerstände zu heiraten und eine eigene Wohnung zu bekommen. Edie, die schwerste Körper- und geistige Behinderungen hatte, durfte in der Familie aufwachsen und entwickelte sich erstaunlich gut.
Maeves Lebensweg ist durch die kranke Schwester und die Umstände, die zu deren Tod führten geprägt. Ihre Entscheidungen muss man vor diesen Hintergrund sehen. Vincents Auftauchen lässt die alten Erinnerungen und Schuldgefühle aufleben. Da reagiert Maeve für mich nicht immer ganz nachvollziehbar.
Den Grundgedanken, über ein Leben mit Menschen mit Behinderungen zu schreiben fand ich gut, für mich ist die Umsetzung allerdings nicht so gut gelungen. Der Einstieg in das Buch war holprig und erforderte etwas Geduld. Im weiteren Verlauf wurde es besser. Insgesamt betrachtet bekommt das Buch von mir 3 Punkte.