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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2018

Niemand ist allein

Dear Life - Lass mich wieder lieben
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Der Roman beschreibt sehr einfühlsam die Leben von vier miteinander verbundenen Menschen und ein Programm, das ihnen hilft ihr Leben zu verändern. Alle vier haben Probleme, die sie daran hindern, ein erfülltes ...

Der Roman beschreibt sehr einfühlsam die Leben von vier miteinander verbundenen Menschen und ein Programm, das ihnen hilft ihr Leben zu verändern. Alle vier haben Probleme, die sie daran hindern, ein erfülltes Leben zu führen, weshalb sie - mehr oder weniger zufällig - im "Dear Life"-Programm landen. Die sehr unterschiedlichen Charaktere lernen, nach und nach, ihre Probleme gemeinsam zu bewältigen und sich gegenseitig zu unterstützen.
Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln der vier Protagonisten erzählt, was ich persönlich sehr schön fand, da mir die verschiedenen Perspektiven halfen, mich in die Situationen hineinzuversetzen. Die Hauptfiguren waren mir alle vier sympathisch, außerdem fand ich sehr realistisch beschrieben, wie sie mit ihren Problemen und Ängsten zu kämpfen hatten und sich gegenseitig halfen diese zu überwinden.
Durch das Buch wurde mir wieder bewusst, dass wir jeden Tag wirklich 'leben' und die positiven Dinge in unserem Leben mehr schätzen sollten. Ich werde auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen.

Veröffentlicht am 30.11.2018

Ein wunderschöner und bewegender Roman über das Leben

Das Glück an meinen Fingerspitzen
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...und die Probleme vor die es uns stellt.
"Das Glück an meinen Fingerspitzen" war mein erster Roman von Julie Leuze. Der Roman beschreibt sehr einfühlsam, wie zwei junge Menschen mit ihren Schicksalsschlägen ...

...und die Probleme vor die es uns stellt.
"Das Glück an meinen Fingerspitzen" war mein erster Roman von Julie Leuze. Der Roman beschreibt sehr einfühlsam, wie zwei junge Menschen mit ihren Schicksalsschlägen umgehen und einander helfen diese zu verarbeiten. Die Autorin verknüpft die gefährliche Reise durch die Wildnis mit einer seelischen Reise der beiden Protagonisten.
Die Liebesgeschichte bleibt sehr zurückhaltend und lässt so mehr Raum für die Entwicklung von Jana und Luke, was mir sehr gefallen hat. Dazu kommen die realistischen und beeindruckenden Beschreibungen der Küste British Columbias und der schwierigen Reise der Protagonisten.
Der Roman hat in mir den Wunsch geweckt diese erstaunliche Region Kanada's kennen lernen zu wollen und hat mich zum Nachdenken, über die im Buch angesprochen Probleme, angeregt.

Veröffentlicht am 23.11.2018

Seichte Lovestory

Pure Desire - Nur du
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In der neuen Reihe "Pure Desire" von der Autorin Mia Williams geht es um die Carson Schwestern, die ein Diner am Lake Tahoe besitzen. Dieser 1. Band handelt von Elizabeth bzw Liz, der Ältesten der Schwestern, ...

In der neuen Reihe "Pure Desire" von der Autorin Mia Williams geht es um die Carson Schwestern, die ein Diner am Lake Tahoe besitzen. Dieser 1. Band handelt von Elizabeth bzw Liz, der Ältesten der Schwestern, die die Hauptverantwortung für das Diner und ihre jüngste Schwester, trägt. Unterstützt wird sie dabei von ihren, nur wenige Jahre jüngeren Schwestern, den Zwillingen Hazel und Grace. Trotzdem wächst ihr langsam alles über den Kopf und sie wünscht sich, dass ihre vierte Schwester Fiona, die beste Köchin der fünf Carson Schwestern, aus Europa heimkehrt. Liz stellt alles andere über ihre eigenen Bedürfnisse bis sie Cole trifft und zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Eltern wieder ihr eigenes Leben lebt.

Mir waren zwar alle Personen der Geschichte mehr oder weniger sympathisch, trotzdem konnte ich mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Selbst Liz, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, konnte mich nicht bewegen und gerade das macht für mich ein gutes Buch aus. Auch Cole blieb für mich seltsam unwirklich, was ich richtig schade fand. Da die Personen kaum miteinander reden, erfährt man als Leser auch nicht viel über sie.
Dazu kommt, dass der Roman ziemlich wenig Handlung hat und eher an der Oberfläche der Geschichte dümpelt. Irgendwie schafft es die Autorin, für meinen Geschmack nicht, den Charakteren eine gewisse Tiefe zu verleihen bzw eine mitreißende Atmosphäre zu schaffen.
Trotz allem, lässt sich der Schreibstil gut lesen und das Buch erzählt eine nette Liebesgeschichte, wenn man nicht zu viel erwartet.

Veröffentlicht am 23.11.2018

Liebe in schwierigen Zeiten

Hemingway und ich
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In dem Roman Hemingway und ich, beschreibt die Autorin die Beziehung zwischen Martha Gellhorn und Ernest Hemingway. Martha kommt aus gutem Haus und ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie lernt ihr ...

In dem Roman Hemingway und ich, beschreibt die Autorin die Beziehung zwischen Martha Gellhorn und Ernest Hemingway. Martha kommt aus gutem Haus und ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie lernt ihr Idol, laut der Autorin, zufällig, in Key West kennen. Er lobt ihren ersten Roman. Später fragt er Sie, ob sie mit ihm vom Spanischen Bürgerkrieg berichten will. Am Anfang scheint er Martha zu fördern, gegen Ende ist es ein bitterer Konkurrenzkampf. Obwohl er verheiratet ist, verlieben sie sich. Die Autorin beschreibt fiktiv, da es keine Briefe mehr von den beiden gibt, die Beziehung. Am Ende trennt sich Martha von Hemingway.

Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch hat seine Längen. Für mich bleiben beide Charaktere blass. Die Liebesbeziehung wird nicht ausreichend nachvollziehbar beschrieben. Die Ausstrahlung, die Hemingway hatte, wird nur in einem Satz erwähnt. Es bleibt unklar, warum sich Martha in ihn verliebt.
Fraglich ist er ein Ersatz für den Vater, der zu Beginn des Romans verstirbt. Oder folgt Sie ihm, um ihre Karriere zu fördern? Einzig die Kriegserlebnisse, so schrecklich sie sind, sind sehr gut geschrieben und plastisch. Da wird deutlich, dass sie darüber, so sehr sie das mitnimmt , schreiben will.

Martha Gellhorn war eine sehr moderne Frau und der Roman wird ihr nicht ganz gerecht. Mich hat das Buch angespornt, von beiden etwas zu lesen. Leider gibt es nicht so viele Übersetzungen von ihren Romanen. Liebhabern amerikanischer Literatur und historisch interessierten Lesern würde ich das Buch empfehlen.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Der Tod ist nicht das Ende

In dieser ganz besonderen Nacht
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In diesem Roman geht es um den Umgang mit Trauer um geliebte Menschen zusammen mit einer Liebesgeschichte und Fantasy-Elementen vor der Kulisse einer faszinierenden Stadt.

Nach dem Tod ihrer Mutter zieht ...

In diesem Roman geht es um den Umgang mit Trauer um geliebte Menschen zusammen mit einer Liebesgeschichte und Fantasy-Elementen vor der Kulisse einer faszinierenden Stadt.

Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Amber von ihrer deutschen Kleinstadt nach San Francisco zu einem Vater, den sie kaum kennt. Sie muss demnach zusätzlich zu ihrer Trauer auch noch den Kulturschock, den dieser Umzug - nicht nur in ein anderes Land, sondern dazu noch in eine Großstadt - mit sich bringt, verarbeiten. Besser geht es ihr erst nachdem sie als Zuflucht ein leerstehendes Haus mit seinem seltsamen, aber faszinierenden Bewohner Nathaniel und später eine bunt gemischte Gruppe von Freunden findet. Eine Entdeckung, die sie mit ihren Freunden macht bringt sie allerdings wieder aus dem Gleichgewicht.

Anfangs schreitet die Handlung schnell voran, was mir sehr gefallen hat. So verschiebt sich bereits im ersten Kapitel der Handlungsort von Deutschland nach San Francisco. Vor allem in Rückblicken erfährt man dann von der schweren Zeit, die Amber durchmachen musste als sie ihrer Mutter im Kampf gegen den Tumor beigestanden hat. Ich finde, man kann sich gut in Amber und ihre Trauer einfühlen.
Außerdem hat mir sehr gefallen, wie die Autorin die Nebencharaktere beschreibt und sie mir als Leser durch kleine Eigenheiten, wie z.B. dass Ambers chinesischer Freund Matt oft seine knalligen Haarfarben wechselt, sympathisch werden.
Dass die Autorin auch kurze Episoden aus Nathaniels Sicht erzählt, hat zwar geholfen ihn besser zu verstehen, dennoch bleibt für mich dieser Charakter bis zum Ende - auch im Vergleich zu den anderen - ein wenig blass.

Die Beschreibungen und geschichtlichen Hintergründe über San Francisco haben mir zwar gefallen und man merkt auch wie sehr die Autorin die Stadt mag, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass diese Ausschnitte noch mehr in die Handlung eingebaut worden wären.

Ich finde das Cover zwar schön, trotzdem ist es ein wenig nichtssagend.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, da ich solche Liebesgeschichten mit einer Prise Fantasy sehr gerne lese. Trotzdem glaube ich, dass es nicht jedermanns Geschmack ist, da es zwischendurch und am Ende doch ein bischen kitschig ist.