Profilbild von Querleserin

Querleserin

Lesejury Star
offline

Querleserin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Querleserin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2020

Interessante Geschichte mit wenig Tiefe

Echo Lake - Zweimal heißt für immer
0

Vor zehn Jahren lies Josie alles zurück und baute sich in der Großstadt ein neues Leben auf. Doch die Vergangenheit hat die Angewohnheit einen immer wieder einzuholen und so muss auch Josie nach Hause, ...

Vor zehn Jahren lies Josie alles zurück und baute sich in der Großstadt ein neues Leben auf. Doch die Vergangenheit hat die Angewohnheit einen immer wieder einzuholen und so muss auch Josie nach Hause, nach Echo Lake, als ihr Vater plötzlich schwer krank wird. Obwohl sie dachte, dass sie mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat, muss sie bald einsehen, dass das gar nicht so einfach ist. Die Beziehung zu ihren Eltern, sowie zu Ethan, den sie kurz vor der Hochzeit verließ und ihre Erinnerungen im Zusammenhang mit dem Weihnachts-Freizeitpark ihres Vaters, stürzen sie in eine Achterbahn der Gefühle. Doch auch Ethan konnte seine Gefühle für Josie nicht vergessen.

Die Geschichte liest sich gut und bleibt durchgehend interessant, kann aber keine richtige Spannung aufbauen. Die Protagonisten waren mir sympathisch, doch ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen, sie blieben für mich oberflächlich, ohne Charaktertiefe, die mich in ihre Gefühlswelt hineingezogen hätte. Ebenso konnte mich die Beziehung zwischen Josie und Ethan nicht mitreißen, vor allem, weil ich, trotz einiger Rückblicke, ihre Vergangenheit nicht ganz nachvollziehen konnte. Außerdem wurden die ernsten Themen, die im Buch vorkommen, meiner Meinung nach, nur angeschnitten und nicht gut genug umgesetzt, um eine emotionale Verbindung zum Leser herzustellen. Trotzdem fand ich die Geschichte interessant und habe mich während des Lesens gut unterhalten.

Der Liebesroman erzählt eine interessante Geschichte, die nur leider etwas oberflächlich bleibt. Für zwischendurch ist es ein gutes Buch, aber nichts was man nochmal aus dem Regal ziehen würde.

  • Gefühl
  • Cover
  • Erzählstil
  • Geschichte
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2019

Zwischen College und Hollywood

The Ivy Years - Bis wir uns finden
0

Dieser New Adult Roman ist der fünfte Band in der Reihe „The Ivy Years“ von der amerikanischen Autorin Sarina Bowen. Die Bücher der Reihe können alle unabhängig voneinander gelesen werden, da in jedem ...

Dieser New Adult Roman ist der fünfte Band in der Reihe „The Ivy Years“ von der amerikanischen Autorin Sarina Bowen. Die Bücher der Reihe können alle unabhängig voneinander gelesen werden, da in jedem Band neue Protagonisten vorkommen, auch wenn Personen aus den vorherigen Teilen erwähnt werden.
Lianne Challice spielt in einer Reihe Hollywood Fantasyfilmen seit sie ein Kind ist, aber jetzt möchte sie ein Leben als ganz normale College-Studentin führen. Leider ist das schwieriger als gedacht, da sich die meisten Studenten über sie lustig machen. Trotzdem findet sie einige gute Freunde und trifft außerdem „DJ“, der ganz anders ist als die eingebildeten Schauspieler, die sie kennt. Doch Daniel, alias „DJ“, hat es gerade auch nicht leicht und er hat zudem ein Geheimnis, das durch eine Beziehung zu Lianne ans Licht kommen könnte.

Die Charaktere werden sehr schön beschrieben und dadurch waren mir Lianne, Daniel und auch ihre Freunde schnell sympathisch. Die Liebesgeschichte zwischen Lianne und DJ hat mir gut gefallen und auch die Probleme von beiden werden nachvollziehbar dargestellt. Die Nebenfiguren spielen keine allzu große Rolle, aber wenn man die anderen Bücher der Reihe gelesen hat, kann man sich über ein Wiedersehen mit alten Freunden freuen. Ich fand es gut, dass die Autorin wichtige Probleme anspricht, auch wenn mich der Umgang des amerikanischen Colleges mit dem Problem irritiert und extrem gestört hat, was zum Teil wohl daran liegt, dass das amerikanische Bildungssystem völlig anders ist als das Deutsche. Ich mochte auch die Auflösung von Daniels und Liannes Problemen am Ende des Buchs nicht so sehr. Trotzdem hat mir die Geschichte im Großen und Ganzen gefallen und ich werde auf jeden Fall noch mehr von Sarina Bowen lesen.

Dieser fünfte und letzte Band der „Ivy Years“-Reihe erzählt eine schöne Liebesgeschichte, deren Protagonisten Unterschiede und Probleme überwinden, während sie gleichzeitig ihren Collegealltag bewältigen müssen. Auch wenn mich ein paar Dinge gestört haben, kann ich das Buch trotzdem Fans von New Adult- und Liebesromanen empfehlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.10.2019

Einzigartig und Liebenswert

Kissing Lessons
0

Stella und Michael sind beide auf ihre eigene Art und aus unterschiedlichen Gründen einsam. Die so verschiedenen Leben der zwei werden einfühlsam und faszinierend dargestellt. Ich habe von Anfang an mit ...

Stella und Michael sind beide auf ihre eigene Art und aus unterschiedlichen Gründen einsam. Die so verschiedenen Leben der zwei werden einfühlsam und faszinierend dargestellt. Ich habe von Anfang an mit ihnen mitgefühlt und begeistert jedem Zusammentreffen entgegengefiebert. Die persönliche Entwicklung, die sie zusammen aber auch unabhängig voneinander durchmachen, hat mich berührt. Ich konnte mich sehr gut in Stella hineinversetzen, obwohl sie die Welt auf eine besondere Weise sieht. Ihre Stärken und Schwächen, aber auch die sozialen Probleme, die sie durch ihr Asperger-Syndrom zu bewältigen hat, werden nachvollziehbar beschrieben. Außerdem fand ich es interessant ihren Alltag mitzuerleben. Was Michael durchmachen musste, hat mir unglaublich leidgetan, trotzdem konnte ich seine Gedanken und Gefühle nicht so gut nachempfinden, wie Stellas. Die Beziehung der beiden entwickelt sich auf eine ungewöhnliche Weise und hat mich mehrmals überrascht. Es fiel mir schwer das Buch aus der Hand zu legen, da mich nicht nur die Protagonisten mit ihrer Geschichte, sondern auch die sympathischen Nebenfiguren begeistert haben.

Diese wundervolle und berührende Geschichte zeigt uns, dass jeder Mensch einzigartig ist und wir alle unsere Probleme haben. Niemand ist perfekt und keiner sollte sich ändern müssen, um sich den Erwartungen anderer anzupassen.

Veröffentlicht am 27.10.2019

Starke Protagonistin – nerviger Schreibstil

Bossy Nights
0

Der Schreibstil und einige Formulierungen haben mich bei dem Liebesroman „Bossy Nights“ an vielen Stellen des Buchs gestört. Es gibt ein paar Fehler, die meinen Lesefluss unterbrochen haben und Sätze sowie ...

Der Schreibstil und einige Formulierungen haben mich bei dem Liebesroman „Bossy Nights“ an vielen Stellen des Buchs gestört. Es gibt ein paar Fehler, die meinen Lesefluss unterbrochen haben und Sätze sowie Aussagen der Charaktere, die mich genervt haben.
Ein Beispiel ist ein Gedanke von Rome, dem männlichen Protagonisten: „Ich klinge wie eine prüde Zimperliese. Wie - meine Großmutter.“ (Tolino, S. 58)
Welcher Mann würde sich selbst eine „prüde Zimperliese“ nennen?! Es gab noch andere Gedanken und Aussagen, vor allem von Rome, die dafür gesorgt haben, dass er bei mir Sympathiepunkte verloren hat. Peyton, die weibliche Protagonistin, mochte ich dagegen sehr. Sie ist tough, lässt sich von Rome nichts sagen und hat den Mut sich selbständig zu machen, was ich sehr bewundernswert finde. Auch wenn ihr Verhalten manchmal ein bisschen widersprüchlich wirkt, mal selbstbewusst, mal schüchtern, so macht sie im Lauf der Geschichte doch eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Peytons Freundin Genevieve und Romes Freund und Geschäftspartner waren sympathische Nebenfiguren. Der E-Mail Austausch zwischen Peyton und Rome hat mir nach einer Weile richtig gut gefallen, obwohl ich ihn am Anfang langweilig fand. Es gab einige lustige Szenen, die ich mochte und auch die Liebesgeschichte hat mir gefallen, nur den „Konflikt“ fand ich zu konstruiert.

Der Roman ist ein schönes Lesevergnügen für Zwischendurch, für mich aber leider nichts Besonderes. Lesern, die das Subgenre „Office Romance“ mögen und über ein paar Fehler hinwegsehen können, möchte ich die Geschichte empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.10.2019

Gegensätze ziehen sich an

The Difference Between Us
2

Der Liebesroman „The Difference Between Us“ ist der zweite Band der „Opposites Attract“ - Reihe. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und kann daher auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es ...

Der Liebesroman „The Difference Between Us“ ist der zweite Band der „Opposites Attract“ - Reihe. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und kann daher auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es tauchen aber viele Personen aus dem ersten Teil der Reihe „The Opposite of You“ als Nebenfiguren auf.
Molly und Ezra können sich eigentlich überhaupt nicht leiden, sie kennen sich nur durch ihre gemeinsamen Freunde. Doch dann engagiert Ezra Molly, um den Internetauftritt seiner Restaurants zu modernisieren und die beiden lernen sich besser kennen.

Das Buch lässt sich, durch den leichten Schreibstil, schnell lesen. Die Charaktere sind toll beschrieben und die Protagonisten Molly und Ezra sind mir richtig ans Herz gewachsen. Auch in diesem zweiten Teil spielt das Kochen und Essen eine Rolle, obwohl Molly in einer Werbeagentur arbeitet und Ezra „nur“ Restaurantbesitzer ist. Die Liebesgeschichte entwickelt sich nur langsam – die beiden werden erst Freunde – was mir gefallen hat. Der Schlagabtausch zwischen Molly und Ezra ist sehr lustig und ich konnte nachempfinden, warum sie sich verlieben. Doch im Roman werden auch ernstere Dinge angesprochen. Ich finde es gut, dass die Autorin ein so wichtiges Thema, wie sexuelle Belästigung, in ihre Geschichte eingebaut hat. Was ich jedoch schade fand ist, dass die Geschichte komplett aus Mollys Sicht erzählt wird, wodurch man keinen Einblick in Ezras Gedankenwelt bekommt. Das ist mir besonders aufgefallen, weil ich in letzter Zeit viele Liebesromane gelesen habe, in denen die Erzählperspektive zwischen den Protagonisten wechselt.

Das Buch hat mich gut unterhalten, trotzdem muss ich es kein zweites Mal lesen. Die Protagonisten und ihre Freunde sind sympathisch und die Liebesgeschichte ist zurückhaltend und wirkt realistisch. Insgesamt ist „The Difference Between Us“ ein schöner Liebesroman für ein paar ruhige Lesestunden.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Gefühl
  • Stimmung