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Veröffentlicht am 02.08.2025

Macht glücklich

Ich bring dir das Glück – Vom kleinen Elefanten und seinen Glücksgeheimnissen
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Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine ...

Das Cover finde ich süß umgesetzt, mit den Illustrationen im Inneren bin ich etwas zwiegespalten. Der Elefant und die Umgebung sind mir etwas zu plump und flächig umgesetzt, dennoch haben die Seiten eine niedliche Optik. Ebenso geht es mir auch mit dem Format, es ist ca. 25 cm im Quadrat. Die Bilder lassen sich natürlich auf den großen Doppelseiten schön betrachten, jedoch ist ein quadratisches Format in der Größe recht unhandlich, wenn es aufgeklappt wird.

Zum Inhalt, die Texte lesen sich gut, es hat tolle Anreize darin, wie man seinen Tag glücklich startet oder auch kleine Momente in Erinnerung ruft, die einen an jedem Tag gefallen haben. So z.B. das man sich morgens sagt "Heute wird ein richtig schöner Tag". Die Autorin bietet in ihren kindgerechten Geschichten Tipps und Rituale, wie man glücklicher durch das Leben geht und hat die Ideen in kurze Kapitel gegliedert, "Das Glücksatmen", "Tschüss Liebe Angst" oder "Der Danke-Stein". Jedes Kapitel endet mit einem Info- bzw. Tippkasten, dem "Elefanten-Geheimwissen", hier wird erklärt, wie man das jeweilige Kapitel-Thema im Alltag umsetzen kann und auch die Erwachsenen mit einbezieht. Dies finde ich eine schöne Idee.

Manche Seiten gefallen mir jedoch nicht so gut, so z.B. der Seifenblasen-Trick, der Streit vertreiben soll. Klingt in Kinderohren fantastisch, wird jedoch beim Versuch ihn umzusetzen eher zu Enttäuschungen führen.

Wir werden versuchen einige Ideen aus diesem Buch in unseren Alltag zu integrieren z.B. das bewusste Ein- und Ausatmen oder auch als Erwachsener mal wieder mehr zu lachen. Uns hat das Buch gefallen und wir werden es immer mal wieder anschauen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Spannender Mörder ohne Reue

Aschesommer
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Mir gefällt direkt am Cover, dass man an der Aufmachung bereits erkennt, es handelt sich um die Fortsetzung zu Krähentage. Vom ersten Buch Rund um die Gruppe 4 war ich begeistert und nach dem ersten Kapitel ...

Mir gefällt direkt am Cover, dass man an der Aufmachung bereits erkennt, es handelt sich um die Fortsetzung zu Krähentage. Vom ersten Buch Rund um die Gruppe 4 war ich begeistert und nach dem ersten Kapitel bin ich wieder mitten drin, als hätte ich Band 1 gerade beiseite gelegt.

Ein neuer Fall für die Gruppe 4 um Jakob Krogh und Mila Weiss bringt das Team bis an die Grenzen. Eine mysteriöse Todesanzeige führt zu zwei erfrorenen Leichen in einer Kältekammer, unterhalb eines verlassenen Bauernhofs. Dazu die in Asche geschriebene Botschaft "Das Sterben hat begonnen" lässt auf weitere Morde schließen und schnell führt die Spur zu einem langjährigen Insassen einer Psychiatrie, aber der kann es ja nicht gewesen sein. Ein spannender Wettlauf mit dem Mörder beginnt.

Benjamin Cors hat es wieder geschafft, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die schnelle Abfolge wie Mörder und Opfer sich finden, wie die Ermittlergruppe immer knapp an der Lösung dran ist, nimmt einen gefangen. Durch gekonnte Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Personen, inklusive des Mörders, kommt schnell Spannung auf. Dennoch bleiben manche Gedanken und Hintergründe unausgesprochen, so dass Wendungen und Irreführungen immer wieder möglich sind. So lässt einen nicht nur die Hitze des Sommers Schwitzen, auch wenn diese stark im Inhalt verankert ist. Mir gefällt zudem sehr, der psychopatische und kaltblütige Charakter, der mit seiner ruhigen Ausstrahlung für Gänsehaut sorgt.

Etwas bin ich nun auch traurig, dass ich den Thriller bereits beendet habe und mich auf den letzten 100 Seiten nicht bremsen konnte. Nun hoffe ich, dass die Reihe weitergeht und zwar möglichst bald. Mein neues Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Spannungsreicher Auftakt mit starken (Frauen-)Figuren

Der Trailer
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Von Aussen ist das Buch schon mal recht düster und vielversprechend. Toll finde ich auch, dass man optisch den Hauptschauplatz des Thrillers erkennen kann. Ich persönlich bin jetzt kein Campingfan und ...

Von Aussen ist das Buch schon mal recht düster und vielversprechend. Toll finde ich auch, dass man optisch den Hauptschauplatz des Thrillers erkennen kann. Ich persönlich bin jetzt kein Campingfan und ich glaube nach diesem Buch bin ich es noch weniger, aber nur weil das Buch mich so gepackt hat.

Vor 15 Jahren verschwindet Lisa, eine junge Frau, welche zuletzt auf einem Campingplatz in Belgien gesehen wurde. Frieda kannte sie und möchte sich nun an einem True-Crime-Podcast beteiligen, um so evtl. neue Hinweise zu erhalten. Sie ist mittlerweile eine erfolgreiche Kommisarin, auch wenn sie es unter ihren meist männlichen Kollegen nicht leicht hat. Ihr Verdacht fällt zunächst auf einen bereits verurteilten Stalker, der zur selben Zeit auf dem Campingplatz war, aber aufgrund von Versäumnissen seitens der Ermittler nicht als relevant betrachtet wurde. Jetzt kommt allerdings neuer Wind in den Fall und ein Fremder wird zunehmend unruhig.

Mit Frieda und Kathinka hat Linus Geschke sympathische und starke weibliche Charaktere geschaffen, die sich durchs Leben kämpfen. Etwas nachdenklich machte mich hier auch das Nachwort des Autors zum Thema wie manche Männer immer noch versuchen, Frauen zu unterdrücken um sie für eigene Zwecke ausbeuten zu können. Aber auch die männlichen Hauptfiguren sind mir sympathisch vielleicht weil sie so manche Charakterschwächen haben. Der Autor gibt seinen Figuren eine gute Tiefe, zeigt Eindrücke aus Ihrer Vergangenheit und lässt sie sich im Verlauf entwickeln. Ich habe schon einige Bücher von Geschke gelesen und mir gefällt sein Stil, wie er eine düstere Spannung aufbaut und durch kleine Erzählsprünge Einblicke in das Wissen und die innere Gefühlslage der einzelnen Figuren gibt. Etwas verwirrt war ich zunächst aufgrund einer kleinen Nebengeschichte zu Friedas privater Krise im Job, die gefühlt etwas zu kurz kommt. Jedoch wird hier wohl erstmal nur der Grundstein für die bald kommende Fortsetzung gelegt, auf die ich mich jetzt schon freue. Auch um zu sehen, was aus den mir bereits lieb geworden Figuren wird.

Fazit: Der Thriller hat mich mit tollen Wendungen bis zum Schluss gefangen gehalten, der Schluss war mir dann jedoch etwas turbulent und teils fragwürdig. Aber ich verzeihe dem Autor sein offenes Ende, da ja bereits die Fortsetzung beworben wird.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Alte Verbrechen aufklären

Ihr werdet sie nicht finden
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Mein erster Gedanke, juhu ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann. Seine letzten Bücher habe ich vor Spannung und Nervenkitzel geradezu verschlungen und auch dieser Titel klingt vielversprechend selbst ...

Mein erster Gedanke, juhu ein neuer Thriller von Andreas Winkelmann. Seine letzten Bücher habe ich vor Spannung und Nervenkitzel geradezu verschlungen und auch dieser Titel klingt vielversprechend selbst wenn mich das Coverbild dieses mal nicht so anspricht.

Ein Polizist verliert seine Tochter und wird danach zum gnadenlosen Rächer. Sieben Jahre später ist er gerade wieder aus dem Gefängnis frei als Franca, eine junge Detektivin, auf Jonas zukommt. Zusammen mit ihm möchte Franca das Verschwinden seiner Tochter aufklären, da sie eine Verbindung zu einer neuen Vermissten erkennt. Aber kann sie ihm auch trauen?

Generell gefällt mir Winkelmanns Schreibstil, der einen durch die Seiten treibt, auch weil man oft in die Tätersicht eintauchen darf. Hier fehlt mir die Tätersicht etwas. Dieser Thriller ist mehr ein Mix aus Coldcase und Krimi, er liest sich zwar gut, aber bei mir kamen leider nicht die übliche Gänsehautmomente auf, die mich ein Buch nicht aus der Hand legen lassen. Zwischendrin gab es zudem einige Längen, in denen die Spannung abfällt und die Ermittlungen ins stocken getaten. Ich war dennoch mit Eifer am miträtseln, wer alles lügt und wurde am Ende noch überrascht. Dennoch kann "Ihr werdet sie nicht finden" für mich nicht mit vorigen Thrillern des Autors mithalten.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Unlogisch, konstruiert und vorhersehbar

Eine von uns
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Mich hat hier das düstere Cover verführt, mit der knallroten Schrift, die mir gleich ins Auge fiel. Als ihr Haus abbrennt, kann Gina mit ihrer Familie bei Annie, einer alten Freundin wohnen, welche gerade ...

Mich hat hier das düstere Cover verführt, mit der knallroten Schrift, die mir gleich ins Auge fiel. Als ihr Haus abbrennt, kann Gina mit ihrer Familie bei Annie, einer alten Freundin wohnen, welche gerade auf einer längeren Urlaubsreise ist. Natürlich ist Gina sehr dankbar, wird dadurch jedoch auch von Erinnerungen an ihre gemeisame Schulzeit geplagt, denn sie ist jetzt in ihrer alten Heimat, zu der sie nie mehr zurückkehren wollte. Kurz nach ihrer Ankunft lernt sie schon Annies Haushälterin Mary kennen. Diese wird von ihrer Freundin in höchsten Tönen gelobt, scheint jedoch etwas zu verbergen.

Kaum die ersten Seiten gelesen, wurde ich vom Inhalt gepackt und mitgerissen. In meinem Kopf schrie jedoch recht schnell eine Stimme "Gina tu es NICHT!" und das auch schon, bevor wir einen Perspektivwechsel erleben und aus Marys Sicht erzählt bekommen. Generell mag ich es sehr, wenn in Büchern aus verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitebenen geschrieben wird. Hier jedoch finde ich es teilweise weniger spannungsfördernd. Leider konnte ich mir so die Handlung schon vorab ausmalen und die Überraschungsmomente, sowie die Spannung wurden vor allem im großen Mittelteil reduziert. In den letzten 100 Seiten überschlagen sich dann die Ereignisse und es wirkt jedoch alles so konstruiert und hingedreht, dass es am Ende passt. Ohne etwas vorweg zu nehmen, das Ende habe ich dann wirklich nicht erwartet, aber auch nur, weil es sich falsch und unrealistisch angefühlt hat.

Über die einzelnen Charaktere erfahren wir nur oberflächlich, ihr Handeln ist nach meiner Meinung recht naiv und nicht nachvollziehbar. Ich fühlte mich schon fast genervt, wenn man offensichtliche Beweise findet und sie dann kleinredet, statt sich in Sicherheit zu bringen. Vor allem Gina konnte ich in ihrer Art nicht ernst nehmen, wer verhält sich so? Einzig Tyler, Marys Sohn brachte Spannung mit seiner verschlossenen, unheimlichen Art.

Fazit: Vom anfänglichen Pageturner, mit spannender Idee, hat sich dieser Thriller für mich zu einer vorhersehbaren und unlogisch konstruierten Geschichte entwickelt. Würde ich dieses Buch empfehlen oder nochmal lesen wollen, eher nicht. Die Sterne vergebe ich für den gut lesbaren Schreibstil, der mich schnell durch die Seiten geführt hat und die enthaltene Thematik zwischen best friends (no secrets) wie in einem biestigen Teeniefilm und später Schuldeinsicht.

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