Profilbild von RaFee

RaFee

Lesejury Profi
offline

RaFee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit RaFee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2025

Tierische Freundschaft, Zusammenhalt und Neubeginn

3 Streuner wittern das Abenteuer
0

Mir und meinem Kind hat hier das Cover mit den niedlichen Hunden sehr gut gefallen, der Titel hat uns zwar zunächst eine etwas andere Geschichte erwarten lassen, aber die Inhaltsangabe hat uns überzeugt.

3 ...

Mir und meinem Kind hat hier das Cover mit den niedlichen Hunden sehr gut gefallen, der Titel hat uns zwar zunächst eine etwas andere Geschichte erwarten lassen, aber die Inhaltsangabe hat uns überzeugt.

3 Straßenhunde mit den unterschiedlichsten Charakteren, finden in einer Familie ein Zuhause und müssen sich erstmal an ein neues Leben mit vielen merkwürdigen menschlichen Verhaltensweisen und neuen Regeln gewöhnen. Erzählt wird die Geschichte aus Hundesicht, allen voran King Kerl, der sich insgeheim als Anführer der Truppe sieht und den Leser mit auf seine Reise nimmt.

Die Grundidee, ein Abenteuer aus Hundesicht zu erzählen, finde ich ja klasse. So ist uns während des Lesens erst aufgefallen wie lustig und seltsam wir Menschen dem Tierreich erscheinen mögen. Die von Anja Fröhlich gewählte Sprache ist sehr locker oder gar flapsig, was mir jetzt nicht so gut gefallen hat. Aber wie sollen Hunde, welche sich auf den Straßen durchschlagen mussten, auch sonst klingen? Mein Kind mochte allerdings den Stil und alle enthaltenen Hunde, ich hatte da eher einen Favoriten.

Unterbrochen werden die Textseiten immer mal wieder mit einem zur Szene passenden Bild, illustriert von Pe Grigo. Mein Kind ist noch etwas jünger, aber ich denke in der Zielgruppe ab 8 Jahren, lässt sich die Geschichte bereits gut selbständig lesen, auch dank der bildlichen Unterstützung und recht kurzer Kapitel.

Fazit: Schöne Geschichte um Freundschaft und Zusammenhalt, aber auch zum Schmunzeln. Die Fortsetzung mit neuen Abenteuern steht schon auf unserer Wunschliste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2025

Spannend, mit leicht unheimlicher Story

Kummersee
0

Das Cover hat mich farblich und von der dargestellten Atmosphäre sehr angesprochen und als ich dann in der Beschreibung las, dass hier etwas böses im See lauert, was nicht in die Welt entkommen darf, da ...

Das Cover hat mich farblich und von der dargestellten Atmosphäre sehr angesprochen und als ich dann in der Beschreibung las, dass hier etwas böses im See lauert, was nicht in die Welt entkommen darf, da war ich neugierig.

Lena ist als Kind dabei, als ihr Bruder im Kummersee ertrinkt, um den See kursierten bereits zuvor Gruselgeschichten und es ist nicht klar was Tom in die Tiefe zog. Nun ist Lena erwachsen und arbeitet als Polizistin, leidet aber immer noch unter ihrer Vergangenheit. Als der See für eine Atommüll Endlagerstätte erkundet werden soll, meldet sie sich freiwillig, um den Polizeischutz für das Vermesserteam zu leisten. Alte Wunden reisen wieder auf und das ganze Grauen kommt ans Licht.

Mir haben die Charaktere im Buch sehr gefallen, sie sind teils tiefgründig angelegt und da wir alles nur aus Lenas Sicht erzählt bekommen, ist lange nicht klar, wie viel der kindlichen Phantasie entspringt und wer ein falsches Spiel mit ihr treibt. Die Stimmung ist zunehmend beklemmend bzw. unheimlich und bedrohlich, was in mir beim Lesen einen kleinen Nervenkitzel verursacht hat und das Buch zum Pageturner werden ließ. Durch geschickte Wendungen hat sich die Spannung bis zum Schluss halten können. Ich konnte mir nie sicher sein, wem Lena trauen kann und wer mit ihrer Angst spielt und sie oder auch mich auf eine falsche Fährte führen möchte.

Mein Fazit, das Buch hat mich begeistert, vor allem weil nichts so ist, wie es zunächst scheint und mit der eigenen Phantasie gespielt wird. Ich würde es jedem empfehlen, der etwas Grusel in Thrillern bevorzugt und auf ungeklärte Rätsel aus der Vergangenheit steht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2025

Lustig, verpeilter Ausflugtag

Der Vergessenstag
0

Mir hat hier das Cover im Comicstil sehr gefallen, mit dem Titel konnte ich erst nichts anfangen. Aber beim Lesen mit meinem Sohn hat es dann klick gemacht, hier wird kein Tag vergessen, sondern die Familie ...

Mir hat hier das Cover im Comicstil sehr gefallen, mit dem Titel konnte ich erst nichts anfangen. Aber beim Lesen mit meinem Sohn hat es dann klick gemacht, hier wird kein Tag vergessen, sondern die Familie ist einfach sehr vergesslich und muss daher auf der Fahrt zur Oma öfters umkehren um noch Dinge einzupacken.

Eine lustige Idee, denn so kenne ich es auch von unserem Alltag. Immer wieder wird man beim Packen abgelenkt und da kommt es schon vor, dass Dinge vergessen werden. Ein Glück wenn man es, wie im Buch, noch rechtzeitig bemerkt und holen kann. Allerdings muss ich auch sagen, mein 3-jähriger Sohn war kurz etwas genervt und fragte, wann sie denn nun endlich bei der Oma sind... da kam die hilf-mit-suchen-Aktion in der Mitte des Buchs genau rechtzeitig und er hat sich sehr beeilt, damit es weitergeht. Solche Suchoptionen könnten gerne auf mehr Seiten eingebaut werden, vor allem kleine Kinder machen da doch gerne mit. So haben wir dann z.B. auch das Eichhörnchen gesucht, welches die Familie bis zur Oma begleitet.

Das Buch ist in einem tollen handlichen Format, mit dicken und stabilen, kartonierten Seiten.
Die farbliche Umsetzung und der Zeichenstil haben mir sehr gefallen und mein Kind mochte gerne das rote Shirt von Karli, da es seine Lieblingsfarbe ist und er immer traurig ist, dass es in den Jungsabteilungen so wenig rot, orange und lila Kleidung zum Kaufen gibt.
Die Reimform der Texte ließen sich prima lesen und sind einfach bzw. kurz gehalten so dass sie gut verständlich sind.

Fazit: Ein grundsetzlich gelungenes Kinderbuch, aber mit noch etwas Luft nach oben bzgl. Sachen suchen lassen und eben etwas langatmig bis zum Ende hin, wenn so oft was vergessen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Gute Idee, die Umsetzung schwächelt

Känguru Knickohr – Huhu, Känguru! Was hörst denn du?
0

Wir begleiten in Britta Sabbat Geschichte, das kleine Känguru Knickohr durch seinen Tag. Zunächst merken wir, dass es nicht richtig hören kann. Allerdings scheint es zunehmend nur Dinge zu hören, die ihm ...

Wir begleiten in Britta Sabbat Geschichte, das kleine Känguru Knickohr durch seinen Tag. Zunächst merken wir, dass es nicht richtig hören kann. Allerdings scheint es zunehmend nur Dinge zu hören, die ihm gefallen und am Ende stellt sich die Frage oder hört es wohl doch ganz gut und will nur nicht machen, was ihm gesagt wird?

Uns hat hier das Coverbild so gut gefallen, Känguru Knickohr erinnert mich optisch etwas an Rabe Socke, was ein Plus ist, denn mein Sohn liebt seine Geschichten. Optisches Highlight auf der Titelseite, das Känguru wurde mit Glanzlack versehen und die Umgebung ist matt. Igor Lange hat die Geschichte zudem zuckersüß illustriert und zum Leben erweckt, denn auch im Innenteil geht es niedlich weiter.

Vom Lesetext waren wir leider enttäuscht. Die auf dem Cover angepriesenen Reime beziehen sich fast ausschließlich auf die Sprechblasen, welche sich zum normalen Vorlesen nicht so gut eignen, man kommt in keinen flüssigen Leserhythmus. Der Gedanke, dass mein Kind die Reime selbst weiterführt hat auch nicht wirklich geklappt, da fehlt noch das Verständnis "was reimt sich?" Von daher habe ich die Spinne mit der Frage, was Knickohr wohl verstanden habe, irgendwann weg gelassen. Am Ende fehlt mir persönlich auch eine Lehre, Konsequenz die zeigt, es ist nicht gut zu schwinden oder in diesem Fall, absichtlich Dinge falsch zu verstehen, denn dem Knickohr wird alles verziehen. Nachher kommt mein Kind auf Ideen, es selbst so zu machen... wenn die Idee nicht auch schon alleine kommt. Aktuell war mein Kind einfach irritiert, warum Knickohr teils so seltsam antwortet.

Leider haben wir uns bei diesem Buch von der Optik täuschen lassen, es enthält eine gute Grundidee, aber die textliche Umsetzung finde ich nicht schön und würde das Buch, vor allem für den recht hohen Preis, nicht kaufen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2025

Schöne Aktionen, niedlich gestaltet, evtl. etwas unhandlich

Wer ist hier ein Frechdachs?
1

In diesem süßen Kinderbuch geht es um einen kleinen Dachs, der morgens schlecht aus dem Bett kommt und Hilfe dabei benötigt, wieder gute Laune zu bekommen. Auf jeder Doppelseite helfen die Kinder ihm durch ...

In diesem süßen Kinderbuch geht es um einen kleinen Dachs, der morgens schlecht aus dem Bett kommt und Hilfe dabei benötigt, wieder gute Laune zu bekommen. Auf jeder Doppelseite helfen die Kinder ihm durch kleine Aktionen wie Buch kippen, kitzeln, tippen oder einfach lächeln oder Zunge raus strecken.

Generell finde ich für mich hat das Buch ein prima Format, es ist quadratisch, hat abgerundeten Ecken und stabile, dicken Seiten. Mein 3 Jahre altes Kind konnte diese auch gut selbst umblättern. Das Buch ist allerdings bereits ab 2 Jahren und da sind die aufgeklappten Doppelseiten dann vielleicht recht groß und unhandlich zum kippen und schütteln, da wäre ein kleineres Format bestimmt besser geeignet.

Die Texte sind kurz und kontrastreich, somit gut vorlesbar und für Kinder leicht zu verstehen. Es wird farblich unterschieden in Leseteil und Aktionsteil. Mir haben im Buch allerdings besonders die vollflächigen Illustrationen gefallen und deren leuchtende, farbliche Umsetzung. In den Ausdruck des Frechdachs habe ich mich sofort verliebt und auch mein 3-Jähriger war von der Optik begeistert.

Die Aktionen finde ich schön und es war für mich toll zu sehen, wie begeistert mein Kind dabei war. Er hat diese gleich umgesetzt und ohne zögern zur ersten Seite geblättert als es am Ende hieß "Schnell hinterher! Blättere zum Anfang des Buchs zurück..." und dann ging es in die nächste Runde.

Allerdings bin ich auch schon neugierig wie lange die Mitmachfreude hält, denn spätestens bei unserer dritten Leserunde hat er automatisch geklopft, getippt und geschüttelt, noch bevor ich lesen konnte. Aber hier ist jedes Kind unterschiedlich und er braucht immer recht schnell neuen Input und Abwechslung. Dafür haben wir dann noch zusätzliche Objekte wie die kleine Schnecke auf den Seiten gesucht. Ich bin jetzt schon gespannt wie mein zweites Kind dem Frechdachs begegnet, wenn er ins Mitmachalter kommt und der Große ihm zeigt, was zu tun ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema