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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2025

Bittere Vergangenheit, nicht ganz überraschendes Ende

Bittere Nacht
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Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in ...

Ich mag hier zunächst das Cover mit der düsteren Atmosphäre, mystisch, beklemmendes blau trifft auf den Titel in knalliger Kontrastfarbe, der mich magisch anzieht.

Ich habe den ersten Band gelesen, in dem ging es eher um einen Coldcase. Er war gut, hatte mich jedoch nicht umgehauen, aber ich mochte das Zusammenspiel der Ermittler Juha und Lux. Man merkt nun, sie haben sich weiterentwickelt, es sind keine zwei Fremde mehr, die den jeweils anderen noch lernen einzuschätzen, sondern sind zu einem Team geworden.

Dieses Buch hat für mich direkt einen guten Start hingelegt, man steckt mitten im Geschehen und fiebert noch mit einem Opfer mit, auch wenn man davon ausgeht, dass es kein gute Ende nehmen wird.
Es geht allerdings danach etwas langsam zur Sache, die Ermittlungen geraten ins stocken und alles wird verwirrend aufgrund vieler Personen die auftauchen und miteinander verstrickt scheinen. Es kommen immer wieder Rückblicke eingeschoben, die zum spekulieren anregen.
Wir erfahren auch recht viel vom Privatleben der Ermittler, was leider immer wieder die Spannung raus nimmt. Eigentlich mag ich sowas nicht unbedingt in einem Thriller, wenn es nicht unmittelbar die Mordermittlungen oder die Tatumstände vorantreibt. Allerdings weiß ich ja bereits, dass hier eine Reihe aufgebaut wird und bei Fortsetzungsreihen gehört Hintergrundwissen zu den Charakteren irgendwie dazu, um sich emotional besser an diese zu binden. Manche Situationen finden ich dennoch langatmig, aber vielleicht nötig für einen dritten Teil?

Insgesamt finde ich Teil 2 mit Juha und Lux viel besser als den Vorgänger Thriller, mehr Spannung und Action zu Beginn und in der Mitte, dabei ein genauso gutes und durchdachtes Ende. Die Szenen werden vom Autorenteam Kuhl und Sandrock gut und stimmig umschrieben, so dass man sich in die Räumlichkeiten und die Atmosphäre prima einfühlen kann. Das Ende kam für mich nicht ganz überraschend aber mit einem großen Knall und ich freue mich, wenn ein weiterer Teil herauskommt.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Süße Freunde, für immer

Mister O'Lui und das schönste Geschenk der Welt
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Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die ...

Zunächst zur Optik des Buchs diese finde ich richtig gut, dass Cover ist sehr niedlich und ich mag die leicht cappuccinofarbenen Seiten, die beim Lesen eine entspannende Gemütlichkeit ausstrahlen. Die Reime lesen sich sehr gut und sind schön melodisch gemacht, ich habe da leider auch schon andere Kinderbücher gesehen und vorlesen müssen. Dass die Rätselauflösung immer auf der Folgeseite gezeigt wird ist gut durchdacht und mir gefällt wie sich jeder einzelne Gedanken macht, was dem Beschenkten gefallen könnte.

Mir gefällt aber ganz besonders die letzte Seite, die zeigt, wie das Buch inhaltlich vom Kind aufgefasst und verstanden wurde, gleichzeitig verbunden mit einem Gedächtnisspiel. Aber auch die vorige Seite ist mir positiv aufgefallen, dass das beste Geschenk nicht materiell ist, sondern die Freunde mit denen man nicht allein ist. Eine schöne Aussage.

Mein großes Kind (bald 4) war sehr begeistert von dem niedlichen Biberbär und fand es sehr schön, dass dieser am Schluss auch beschenkt wurde. Am liebsten mochte er die letzte Seite und konnte auf Anhieb bis auf ein Geschenk alles zuordnen. Ich war hier total verblüfft, mein Gedächtnis war leider nicht so gut. Aber auch auf den vorigen Seiten hatte er bereits schön mit geraten, auch wenn er nicht bei allem auf den richtigen Reim kam, zumindest nicht beim ersten Lesen.

Ich denke mit diesem Buch werden wir viel Freude haben und es öfter zusammen lesen und auch mit dem kleinen Geschwisterchen, wenn es größer ist.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Schön wie früher, aber mit aktuellem Thema

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub ...

Ich kenne den Regenbogenfisch bereits seit meiner Kindheit und war damals fasziniert von den bunt schimmernden Schuppen. Mit meinen Kindern habe ich weitere Bücher der Reihe kennengelernt so auch "Glaub nicht alles" und eben jetzt das neuste Buch von Marcus Pfister "Der Regenbogenfisch in Gefahr."
Die farbenprächtigen und vollflächigen Illustrationen sind hierbei noch genauso schön anzuschauen wie früher, aber die kindlichen Themen von Freundschaft, Teilen oder nicht-Lügen ist in diesem Buch einem anderen wichtigen Thema gewichen. Den sehr aktuellen Themen des Umweltschutzes und der Zerstörung des Ökosystems Meer. Der Regenbogenfisch und seine Freunde werden in einem Schleppnetz gefangen. Kann er sich mit Hilfe und durch Zusammenhalt der Meeresbewohner retten?

Mein fast 4 jähriger war völlig gefesselt als ich ihm vorlas und hat richtig mitgefiebert. Als der Meeresboden zerstört zurück blieb und nicht mehr so bunt geleuchtet hat, war er traurig und hat viele Fragen gestellt, warum man das schöne Zuhause der Fische kaputt gemacht hat. Leider konnte ich ihm nicht auf alle seine Fragen eine ihn zufrieden stellende Antwort geben. Aber ihm hat die Rettung sehr gefallen und natürlich auch, dass so viele bunte Fische zu sehen sind. Ich wiederum wurde an meine Kindheit erinnert und natürlich hinterfragt man sein eigenes Konsumverhalten. Wieder ein gelungenes Kinderbuch, toll anzuschauen und regt zum gedanklichen Austausch an.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Interessant zu lesen, jedoch für mich nicht hilfreich

Erziehung war gestern
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Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel ...

Gerade weil es so schlicht ist, wurde ich von dem Cover mit dem knallig leuchtenden Text verführt und ich habe mir das Buch mit dem interessanten Titel näher angeschaut.

Ich möchte eigentlich nicht viel zum Inhalt spoilern, denn jeder der sich vom Thema angesprochen fühlt, sollte das Buch selbst lesen und seine Schlüsse daraus ziehen. Man liest ja meist Bücher zu solchen Themen, wenn man sich und seine Ideale vertreten fühlt und so konnte auch ich mich im Inhalt und der grundsätzlichen Meinung der Autorin wiederfinden.

Ich finde es interessant, wie Ruth Abraham ihr Buch in verschiedene Bereiche unterteilt hat und wie sie die Leser direkt und ohne belehrhaftem Tonfall anspricht.  Besonders gefiel mir die Idee, dass Liebe nicht nur als Gefühl gesehen werden kann, sondern auch als eine Handlung gegenüber dem Kind oder als ein Bedürfnis, für ein glückliches Kind. Zudem, dass nicht die gebende Person entscheidet, was Liebe ist, sondern die empfangene. Ebenfalls gut finde ich den Denkanstoß, dass man mit dem eigenen Verhalten die Schablone für das zukünftige Leben vorgibt.
Im Verlauf der Kapitel wird dann der Drang nach Erziehung auf verschiedene Gründe zurückgeführt und erklärt, dass man sein Verhalten diesbezüglich hinterfragen muss. Jedoch fehlt mir am Ende ein praktischer Ansatz, wie man ohne Erziehung, die eigenen Werte an sein Kind vermitteln kann. Natürlich wird schon zu Beginn des Buchs mitgeteilt, dass es sich hier nicht um einen Ratgeber handelt und man seinen eigenen Weg finden muss, aber enthalten ist ein Kapitel "Lösungen" und diese konnte ich für meine Alltagssituation leider nicht finden.

Versöhnt bin ich zum Schluss zwar mit dem Ansatz "dass wir Elternschaft als eine Ansammlung von Prioritäten sehen. Was ist uns wichtig? Und warum?" Aber mir fehlt der Weg, wie ich meine wichtigen Prioritäten auf das Kind übertragen kann, ohne auf eine Form von Gewalt zurückgreifen zu müssen, denn diese beginnt ja schon beim lauten Wort.

Ich werde versuchen zukünftig öfter nachzudenken, warum ich mich über das Verhalten meiner Kinder aufrege und welche Alternativen zum "Nein" es geben könnte. Letztlich stimme ich jedoch nicht mit der Autorin überein, Erziehung war nicht gestern, sondern muss heute nur anders umgesetzt werden. Auf die Frage "wie?" fehlt mir weiterhin eine Antwort, damit wirklich alle Gewinnen.

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Veröffentlicht am 22.08.2025

Psychologisch gut aufgebaut, aber mit Längen

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings ...

Von Aussen ein schönes Buchcover, ich mag die Haptik und das der Bildausschnitt mit UV-Lack heraussticht. Das Bild ist stimmungsvoll und wirkt abgelegen bzw. einsam. Die altrosa Färbung ist jetzt allerdings nicht so meins.

Für mich waren die ersten Kapitel ein schöner Einstieg ins Buch, man lernt die Charaktere und deren Verbindung zueinander kennen. Mir gefällt, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man so auch einen Einblick in die innere Gefühlslage der Charaktere erhält. Ich konnte mich recht schnell mit den Personen verbinden. Die Umgebung mit dem Wald und den abgelegenen Häusern haben bei mir gemischte bzw. beklemmende Gefühle ausgelöst.

Im Buch werden viele zerrüttete Familien dargestellt und aufgezeigt, wie besondera Kinder darunter leiden, welche sich erst noch selbst findrn müssen. Hier wurde stark mein Mitgefühl geweckt. Jedoch wurde durch die ganzen Familienprobleme auch immer wieder Spannung rausgenommen, was mich etwas gestört hat.
Dennoch haben mich die Sprache und die bildhafte Darstellung der Umgebung weitestgehend durch die Seiten fliegen lassen. Manche poetisch ausgedrückte Passagen waren mir etwas zu viel und bräuchte es für mich jetzt nicht in einem Thriller, denn es bläst den Seitenumfang unnötig auf.

Das Genre finde ich zuden schwierig einzuorden, für einen Thriller passiert mir zu viel aussen herum und ich hatte zu wenig Mord und Gänsehautmomente. Bin da eher bei einem spanneden Roman, der psychologisch sehr gut aufgebaut ist.

Fazit: Generell konnte mich das Buch gut fesseln, allerdings erst ab der zweiten Hälfte. Aber für ein erstes Werk der Autorin in einem neuen Genre, kann man über den langsamen Spannungsaufbau hinweg sehen und ich bin gespannt, was noch kommt und halte die Augen offen.

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