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Veröffentlicht am 04.06.2021

Spannender Historienroman um den Untergang der Titanic!

Ein Engel für die Titanic
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Der Schreibstil ist bildhaft, aus der Sicht verschiedener Charaktere geschildert. Spannend und flüssig geschrieben, inkl. Gefühle aller Art.

Das Cover ist in Weiß, Geld und Goldtönen gehalten. Im Unteren ...

Der Schreibstil ist bildhaft, aus der Sicht verschiedener Charaktere geschildert. Spannend und flüssig geschrieben, inkl. Gefühle aller Art.

Das Cover ist in Weiß, Geld und Goldtönen gehalten. Im Unteren Teil sieht man die Titanic auf dem Meer mit der Sonne im Rücken. Im oberen Teil sieht man eine junge Frau (Lucine) die eine Hand ausstreckt. Auch die Schrift fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein – sehr gelungen.

Der Klappentext macht uns neugierig auf die Titanic und die Ursachen ihres Untergangs.

Fazit:
Wir alle kennen den Untergang der Titanic aus Geschichtsbüchern, Schulunterricht oder einer bekannten Verfilmung. Das zur damaligen Zeit größte, luxuriöseste und schnellste Schiff der Welt. Noch dazu als unsinkbar geltend – scheitert am 14.April 2012 um 23:40 Uhr an dem Zusammenstoß mit einem Eisberg und versinkt innerhalb von gut 2 Stunden. Von den 2200 Passagieren und der Mannschaft sterben die meisten – 1500 kommen ums Leben.

In diesem sehr gut und ausführlich recherchierten historischem Roman, mit kleinen fantastischen Einlagen (sag nur Engel), zeigt die Autorin an einigen Personen die grausame Realität. Hierdurch wird für uns Leser das Unglück greifbarer, ja viel persönlicher. Eine genaue Auflistung von Personen, einem Deck Plan der Titanic sowie einigen Hintergrundinformation runden die Informationen ab.

Zu Anfang spürt man die Faszination, die Euphorie, die Begeisterung für dieses Meisterstück einer technischen Entwicklung – eines vermeintlich unsinkbaren Schiffes geschaffen zu haben. Auch die Menschen, die kein Ticket für die Titanic bekommen konnten, feiern vom Hafen die erste Reise der Titanic mit viel Tamtam mit.
Anhand ihrer Protagonisten und den sehr bildhaften Beschreibungen können wir die Ausstattung des Schiffinneren miterleben. Als ob wir ein Ticket gelöst hätten und mit auf der Titanic wären. Aber wir verspüren auch die Angst, das Entsetzen, die Verzweiflung als es allen langsam dämmert die Titanic sinkt. Der Platz in den Rettungsbooten nicht ausreichen wird, auch wenn die Männer Zugunsten ihrer Frauen und Kinder zurücktreten. Und der Sprung ins Wasser, zu einem langsamen und gnadenlos Tod führen wird.

Die Autorin schildert die Fehler, die gemacht wurden, ob meist durch Überheblichkeit, Größenwahn und Großspurigkeit herbeigeführt, ohne anzuklagen und lässt sie mit in die Geschichte einfließen. Aber sie verzichtet entgegen einer bekannten Verfilmung auf Übertreibung oder hoch dramatisch herzzerreisende Szenen. Es wird einem klar genug was es für eine menschliche Tragödie war und noch immer ist.
Zu Anfang der Geschichte lernen wir Lucine, einen Schutzengel kennen. Sie kann nicht begreifen das so wenig Menschen gerettet werden, den als Engel kennen sie schon den Ausgang der Jungfernfahrt der Titanic. Sie möchte gerne mehr Menschen retten und gibt ihre Unsterblichkeit auf, geht als Mensch an Board. Sie lernt dort nach und nach die Hautprotagonisten kennen: einen Heizer, ein Ausspäher aus dem Krähennest, ein Mädchen aus der Unterschicht, eine Möchtegern Baron, einen ängstlichen jungen Mann, ein Mädchen mit seiner Mutter. Auch die Trennung der sozialen Klassen und Schichten werden anschaulich dargestellt – für uns heute kaum vorstellbar.

Vor allem Lucine berührt einen mit ihrem starken Willen, ihrem Mitgefühl und ihrer Selbstlosigkeit. Und mit ihr gibt es auch die fantastischen Elemente im Roman.

Ich habe schon einiges an Romanen über die Titanic gelesen, Filme und auch Dokumentationen. Und habe mich gefragt was hat echt zum Untergang der Titanic und den Tod so vieler Menschen geführt. Es sind nachweislich Fehler passiert! Rettungsboote braucht man ja gar nicht auf einem unsinkbaren Schiff zum Beispiel. Der Eisberg obwohl gewarnt wurde, das hohe Tempo oder viele Dinge, die zusammenkamen. Egal wie und warum! Die Schifffahrt war danach eine andere und die Titanic auf ewig eine Warnung an uns Menschen.

Ein sehr gelungener Historienroman, der mit vielem Punkten kann: einer guten Recherche, sympathischen und realen Protagonisten, dem schon gewohnten Schreibstil, das ansprechende Cover – auf jeden Fall ist es das Lesen wert – auch wenn die Autorin nicht das Sinken der Titanic aufhalten kann. Von mir 5 Sterne hierfür.

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Dark Fantasy vom Feinsten – und das als Debüt Roman!

Diener des Ordens
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Der Schreibstil ist bildhaft und reichlich beschreibend, Kopfkino wird gut bedient – manchmal etwas zu detailliert! Es wird einem viel geboten, noch dazu spannend und fantastisch.

Das Cover wirkt sehr ...

Der Schreibstil ist bildhaft und reichlich beschreibend, Kopfkino wird gut bedient – manchmal etwas zu detailliert! Es wird einem viel geboten, noch dazu spannend und fantastisch.

Das Cover wirkt sehr dunkel, der Hintergrund ist in einem sehr dunklen Rot gehalten. In einem Kreis sind magische Zeichen angeordnet und es wirkt wie eine riesige Iris. Seitlich sind zwei Totenschädel abgebildet. Und ist groß der Romantitel in passender Schrift zu lesen. Ich finde es wird im Stil und Farbgebung dem Roman gerecht und ist auch passend. Genau wie die schönen Illustrationen, die im Buch zu finden sind und von der Autorin selbst gezeichnet wurden, werten den Roman auf.

Der Klappentext macht neugierig auf eine neue Dark Fantasy Reihe.

Fazit: Die Autorin lädt uns in die mittelalterliche Welt von Wristangul ein, ein Land, in dem viele Völker ihr Zuhause gefunden haben. Das aber auch im Laufe der zeit viel Land eingebüßt hat, nach diversen kriegerischen Auseinandersetzungen ist es nur noch ein Teil seiner ehemaligen Weite und Größe. Noch dazu kommt eine neue Bedrohung hinzu, die Uzmiten. Sie vermehren sich rasend und nehmen sich was ihnen gefällt – und das auch mit Gewalt!

Die Beteiligten bzw. Protagonisten:

Troija, strebt nach der alleinigen Macht, selbst König zu sein und zu herrschen. Er ist Mitglied des Rates und versucht dort die Mehrheit zu halten. Noch dazu ist er skrupellos und scheut keine Mittel, um sein Ziel zu erreichen.

Dann ist dort der Orden, ein Geheimorganisation, die vom Priester Gudja geführt wird. Dessen Macht und Gaben auf einer unheimlichen Religion beruhen, diese schient auch nicht allen Anhängern bekannt zu sein. Dieser Orden betrachtet es als seine Aufgabe den wahren König zu finden. Dazu lässt er die vier Kugel sprechen in einem elitären Kreis, aufgeteilt in kleine Gruppen werden diese dann in die Welt geschickt, um ihre Mission zu erfüllen. Allerdings haben sie keinen Kontakt zueinander.

Eine dieser Auserwählten ist Elouzija, eine junge Frau, die von einem weisen Obligator in der Kunst der Magie eingewiesen ist. Sie ist allerdings noch nicht fertig mit ihrer Ausbildung und kennt nur einen gewissen Teil.

Die Handlung gliedert sich hauptsächlich um diese vier Gruppen, es gibt aber auch noch einige kleiner Nebenhandlungen. Der Wechsel findet immer von einem Kapitel ins nächste Kapitel statt, so beliebt eine gewisse Übersicht erhalten. Und so lernt man immer wieder neue Gebiete von Wristangul, diverse Nachbarländer und Personen kennen.

Der Roman zeichnet sich durch eine wahre Fülle von Charakteren aus – Ähnlichkeiten wie bei Games of Thrones – dort gab es diese auch. Man könnte meinen das einen das Ganze durcheinanderbringen würde, aber die Erklärungen machen es einem leicht diese zuordnen zu können. Alle in der Rezension vorzustellen, würde echt den Rahmen sprengen. Und wenn man jetzt denkt, so viele Personen und Länder geht bestimmt auf Kosten der Tiefe – weit gefehlt – denn es gelingt der Autorin hervorragen uns die Ansichten und das Verhalten zu beschreiben.
Klar ist manchen Charakter mag man, andere wiederum nicht. Aber auch das ist völlig normal bei der Anzahl und Komplexität.

Die Welt im Roman ist vielfältig in verschiedenen Völkern, unterschiedlichen Rassen, abwechslungsreichen Religionen mit ihren Göttern, Mythen und Legenden. Es zeigt auch dass es trotzdem möglich ist, weitgehend friedlich miteinander umgehen zu können – außer wenn ein Volk versucht über andere zu herrschen und dies mit kriegerischen Handlungen durchdrückt.

Der Roman ist nichts für zart besaitete Leser, im Ganzen düster gehalten, brutale Kampfszenen und auch im Zusammenleben geht es zur Sache. Man leidet mit den Charakteren, Teils ist man auch geschockt – aber mittelalterliche Welt sind kein Ponyhof. Durch Krankheiten, Krieg und Tod ist dieses Leben nicht unbedingt einladend. Auch die überraschend auftretende Seuche oder das Verhalten des Königs von Thal gegenüber seiner Stieftochter sind nicht gerade „normal“. Dazu noch das Verhalten und die Hintergründe des Ordens. Sie sind mit Aufnahmeritualen und merkwürdigen Verbindungen schon grausig genug – es läuft einem eiskalt über den Rücken. Der Dark Fantasy Roman ist voll von dunklen Riten, Magie, intriganten Machtspielen und sexuellen Begierden. Je tiefer man in diese Geschichte eintaucht, desto schwerer wird es, Recht von Unrecht zu unterscheiden.

Der Debüt Roman der Autorin kann mit einer aufwendigen Welt, vielen liebevoll gestalten Charakteren, einer spannenden Handlung – einer totalen Komplexität punkten. Noch dazu immer neue Wendungen und Überraschungen in der Handlung lassen einen weiter dran sein. Es ist auch keine Eindeutigkeit von Gut und Böse zu erkennen. Dark Fantasy Leser, die Brutalität und mehr gewöhnt sind in dem Genre, werden sich wohlfühlen. Ein zusätzlicher Bonus: der Stil und die Farbgebung des Covers und die Illustrationen die im Roman bei den meisten Kapiteln vorhanden sind – also auch ein Augenschmaus und Hingucker.

Von mir gibt es 5 Sterne dafür und ich freue mich schon auf das Lesen von Diener des Ordens – Die Bruderschaft (Band 2) der schon erhältlich ist.

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Götter spielen ihr Spiel mit Helden und Menschen!

Die Götter müssen sterben
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Der Schreibstil ist flüssig, lies sich sehr gut lesen und war spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover zeigt eine Frau in der Rüstung einer Amazone vor einem blauen Hintergrund mit einem ...

Der Schreibstil ist flüssig, lies sich sehr gut lesen und war spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover zeigt eine Frau in der Rüstung einer Amazone vor einem blauen Hintergrund mit einem Vollmond. In großer Schrift, die im Stil sehr gut zum Inhalt des Romans passt, steht der Romantitel.

Der Klappentext macht gespannt auf einen Roman voller Götter, Helden und Amazonen.

Fazit: Mich konnte die Autorin ja schon mit ihren Galgenmärchen (Wolfssucht, Kindsräuber, Bärenbrut und Hexensold) überzeugen dies sie als Indie-Autorin herausgebracht hat (quasi ohne einen Verlag). So war ich gespannt was mich in ihren neuen Roman diesmal über einen großen Verlag erwarten würde.
Schon der Prolog führt uns mitten ins Geschehen – in die Welt der griechischen Mythologie mit ihren Göttern und Helden. Und dann wären da noch die Amazonen die als eigenes Volk in der griechischen Mythologie genannt werden. Oft als „Männergleich“ bezeichnet, weil sie als Kriegerinnen in den Kampf ziehen. Die Autorin hält sich eng an das gängige Bild was wir von den Amazonen haben und auch an bekannten Namen wie sie in der Mythologie genannt werden. Auch ihre Hauptstadt Themiskyra und auch die Amazonenköniginnen Hippolyte und Penthesilea werden genannt.

Wir lernen die Welt der Amazonen kennen, ihr Leben und die Kämpfe, die sie erleben. In einzelnen Erzählsträngen lernen wir Areto kennen, die eigentlich aus Athen stammt und zu den Amazonen stößt. Dort zieht sie ihren Sohn auf und findet in Cleto ihr große Liebe. Im weiteren Verlauf treten die Amazonen in den berühmten Kampf um Troja ein.

Die Spannung war durchgängig auf einem hohen Level, ich konnte es kaum aus den Händen legen. Obwohl ich in der griechischen Mythologie zuhause bin und da keine Überraschungen (Kampf um Troja) kamen. Aber die Welt aus der Sicht der Amazonen kennenzulernen war der Roman wert. Auch der Bezug zum Matriarchat, in dem alle sozialen und rechtlichen Beziehungen über die Abstammung der mütterlichen Linie organisiert sind – fand ich sehr gut. Und die Beschreibung von zum Beispiel Zeus oder anderen Göttern ist genial!

Mit dem vorliegenden Roman ist der Autorin ein sehr interessanter spannender Dark-Fantasy-Roman gelungen. Der Roman ist allerdings nichts für zart besaitete Leser, im Ganzen düster gehalten, brutale Kampfszenen zwischen Götter – Helden – Amazonen und Menschen inklusive Erotischer Szenen.

Wer Fan der griechischen Mythologie mit ihren Göttern, Helden, Menschen und Amazonen – ist hier super aufgehoben und wird sich auch gut unterhalten fühlen. Aber wie gesagt ist auch stellenweise sehr brutal – die Götterwelt ist kein rosa Plüschwelt! Von mir 5 Sterne für diesen gelungenen Roman und ich bin gespannt mit was uns die Autorin in nächster Zeit noch überraschen wird.

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Zauberschule: Realität oder Irrsinn – was glaubt ihr?

Die Magieranstalt
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Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die Geschichte wird aus Sicht von Philip erzählt, Nachteil uns erschließen sich nur seine Gedanken – nicht die der anderen Protagonisten – die in diesem Fall ...

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen, die Geschichte wird aus Sicht von Philip erzählt, Nachteil uns erschließen sich nur seine Gedanken – nicht die der anderen Protagonisten – die in diesem Fall recht interessant wären.

Das Cover ist recht dunkel gehalten und zeigt einige regale einer alten Bibliothek. Es fliegen verschiedene Bücher durch die Luft. Unten ist der Romantitel zu lesen und darunter der Autorenname. Es passt zum Roman.

Der Klappentext wirkt ansprechend und macht neugierig auf die Handlung.

Fazit:
Bei dem Roman handelt es sich um ein Debüt Roman des Autors - wie viele andere hatte ich auf eine Zauberschule alla Harry Potter gehofft – allerdings in diesem Roman geht es um ganz etwas anderes. Eine Zauberschule kommt schon vor aber nicht in dieser Form.

Den Einstieg fand ich ein klein wenig verwirrend und man braucht ein wenig, um sich in die Geschichte bzw. Handlung einzufinden. Philip ist keine leichter Protagonist, nicht unbedingt sympathisch mit seiner ganzen Art, ich wurde im ganzen Roman nicht warm mit ihm. Er ist innerlich zerrissen, auch äußerlich verschwimmt seine Geschichte zwischen Realität und Irrsinn. Ich konnte viele seiner Handlungsweisen sogar nicht nachvollziehen, höchstwahrscheinlich ist genau auch das Problem was seine Umwelt und Freunde mit ihm haben. Der Konflikt den er mit seiner Umwelt hat und sein innerer Kampf bestimmt den Roman und seine Handlung. Der Leser weiß was Realität und Irrsinn (da kommt die Zauberschule ins Spiel) ist, Philip allerdings überhaupt nicht. Und er versinkt in seiner eigenen Scheinwelt.

Der Roman konnte unterhalten aber mich leider so gar nicht überzeugen, meine Befürchtung es wird für viele Leser eher eine Enttäuschung – aber es gibt für alles Liebhaber. Wobei ich denke es liegt am Cover, Titel des Romans und eigentlich auch am Klappentext, bis auf den ersten Satz, der einem einen anderen Inhalt verspricht.

Für mich sind es nur 3 Sterne, die ich vergeben kann und damit eines der von bisher zwei Romane aus dem Verlag die mich nicht so angesprochen haben– gelesen habe ich schon viel mehr (20 Stück).

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Ziel ein freies und selbstbestimmtes Leben – keine Selbstverständlichkeit!

Dangerous Person
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Der Schreibstil ist fesselnd und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover zeigt bei mir noch einen jungen Mann (Judd) und unten eine junge Frau (Ratte). Bei beiden ist ein Leuchten im ...

Der Schreibstil ist fesselnd und spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

Das Cover zeigt bei mir noch einen jungen Mann (Judd) und unten eine junge Frau (Ratte). Bei beiden ist ein Leuchten im Kopf zu sehen. Es wirkt im großen Ganzen relativ dunkel. In der Mitte des geteilten Covers ist der Titel des Romans zu lesen.

Der Klappentext macht gespannt und neugierig auf den 2.Band der Dystopie.

Fazit:
Der Band 2 beginnt mit den Geschehnissen direkt an Band 1, viel mehr einige Monate später, den Ratte ist Mama geworden. Allerdings wäre ihr Kind, ein Mädchen bei der Geburt gestorben. Langsam kommen aber in der Gruppe Zweifel auf. Und sie flüchten aus dem Arbeitslager, in dem man sie bis an ihr Lebensende einsperren wollte. Und Ratte wirkt wie verwandelt. Wird sie wieder zu Judd finden? Mit ihrem Kind eine Heimat finden? Und ein freies Leben führen? Der Weg ist steinig und schwer, begleitet die Protagonisten wie ich auf diesem Weg.

Die Charaktere sind sehr interessant, jeder anders und doch wollen alles dasselbe Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Unter ihnen gibt die Netten, die Diva, den Aufreißer und Brutalo. Also für jeden etwas dabei und doch sind wir Judd und Ratte am nächsten und begleiten ihn auf seinem Weg.

Ich finde die Idee der Geschichte sehr gut. Was würde passieren, wenn bestimmte Personengruppen weggesperrt und isoliert werden würden? Würde das Funktionieren? Und wie und nach welchen Maßstäben geht man vor? Wer bestimmt das Ganze? Und wenn man zu Unrecht in die Mühlen des Gesetzes landet? Wer setzt noch Recht und Ordnung durch?

Ein Roman über unsere Zukunft, über die Macht des freien Willens und die Notwendigkeit des Widerstands gegen das Unrecht. Er macht uns aufmerksam auf Randgruppen, soziale Ungerechtigkeit, Voreingenommenheit, Ausgrenzung, Abstempelung, Mobbing, ethische Grundsätze, dass Wohl der Allgemeinheit und des Einzelnen. Was ist wichtiger: die Gruppe oder jeder von uns?

Eine Frage die uns nicht erst in der Zukunft erwartet. Denn auch in unserer jetzigen Situation kommen Fragen auf: Wer wird geimpft und wie unterscheidet man dann geimpft oder nicht geimpft? Wie schnell ergibt sich dort ein 2 Klassengesellschaft?
Und was erwartet uns im Laufe der Pandemie noch – ein Überwachungsstaat?

Ich fand den Roman super, spannend und kein Stück langweilig – sozialkritisch – ein Roman, wie schon der 1.Band, der nachdenklich stimmt und eine so auch zurücklässt. Mir haben auch die Protagonisten gefallen jeder in seiner Art und Weise. Von mich gibt es hier für 5 Sterne.

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