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Raoulchagny

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2026

Eindrücklich und vielschichtig

John of John
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Mit "John of John" legt Douglas Stuart seinen nunmehr dritten Roman vor, der den beiden vorangegangen Büchern "Shuggie Bain" und "Young Mungo" in nichts nachsteht. Diejenigen, die bereits von den beiden ...

Mit "John of John" legt Douglas Stuart seinen nunmehr dritten Roman vor, der den beiden vorangegangen Büchern "Shuggie Bain" und "Young Mungo" in nichts nachsteht. Diejenigen, die bereits von den beiden anderen Romanen begeistert waren, werden in "John of John" viel von dem wiederentdeckten, was die Romane von Stuart so gelungen macht. Erneut zeugt Stuart sein großes Talent dafür, Emotionen und insbesondere Verletzlichkeit in Sprache zu packen. Beim Lesen begleitet man nicht nur die Figuren, sondern kommt ihren Emotionen, ihrem Wesen und ihrer Entwicklung ganz nahe. Ebenso so eindrücklich fängt Stuart das Setting seines Buches ein: Das entbehrungsreiche und karge, oft eintönige Leben auf den äußeren Hebriden zeichnet Stuart plastisch und detailliert. "John of John" ist ein eindrückliches und vielschichtiges Buch, in dem man ganz versinken kann.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein wiederentdecktes Meisterwerk

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Vordergründig erinnert "Ich, die ich Männer nicht kannte" von Jacqueline Harpman an viele der dystopischen Romane, Filme und Serien der letzten Jahre: Die Handlung ist angesiedelt in einer Welt, die der ...


Vordergründig erinnert "Ich, die ich Männer nicht kannte" von Jacqueline Harpman an viele der dystopischen Romane, Filme und Serien der letzten Jahre: Die Handlung ist angesiedelt in einer Welt, die der unseren ähnelt sich aber doch entscheidend von ihr unterscheidet. 40 Frauen fristen ihrer Tage als Gefangene in einem Käfig, bis sie eines Tages plötzlich frei sind und dann doch erkennen müssen, dass sie auch in Freiheit Gefangene bleiben. Mit diesem zwischenzeitlich in Vergessenheit geratenen Roman ist Harpman ein großes existenzialistisches Werk gelungen. Gekonnt wird Harpman die großen Fragen des Lebens auf und lässt die Leserinnen und Leser bei der Lektüre darüber nachdenken, was im Leben Bedeutung hat und was dem Leben Bedeutung gibt. Harpman schreibt über Momente des Glücks und Hoffnung vor einer steten und unabänderlichen Trostlosigkeit. Ohne Frage handelt es sich bei "Ich, die ich Männer nicht kannte" um ein vergessene - und nun zum Glück wiederentdecktes - Meisterwerk.

Veröffentlicht am 09.05.2026

Charmante Ostergeschichte

Paddington feiert Ostern
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"Paddington feiert Ostern" ist eine unterhaltsame und liebevoll gestaltete Bildergeschichte für das Osterfest. Diese charmante und humorvolle Geschichte bietet beste Unterhaltung für die ganze Familie. ...

"Paddington feiert Ostern" ist eine unterhaltsame und liebevoll gestaltete Bildergeschichte für das Osterfest. Diese charmante und humorvolle Geschichte bietet beste Unterhaltung für die ganze Familie. Das Highlight dieses Buchs sind natürlich die detaillierten und liebevollen Illustrationen, die den freundlichen Bären und die Familie Brown zum Leben erwecken.

Veröffentlicht am 18.04.2026

Unterhaltsamer Sommerroman

Little Hollywood
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Mit "Little Hollywood" gelingt Inga Hanka ein großteils kurzweiliger Sommerroman, der vor allem durch seine starke und nostalgische Atmosphäre überzeugen kann. Hanka gelingt es, ihre Figuren allen voran, ...

Mit "Little Hollywood" gelingt Inga Hanka ein großteils kurzweiliger Sommerroman, der vor allem durch seine starke und nostalgische Atmosphäre überzeugen kann. Hanka gelingt es, ihre Figuren allen voran, ihre Protagonistin Leonie klar und realistisch zu zeichnen. Die Handlung des Romans ist klassisch und weitgehend genreypisch. Schwächen bestehen zuweilen beim Pacing der Handlung. Insgesamt ist "Little Hollywood" ein unterhaltsamer Roman für alle, die noch einmal den Sommer des Jahres 1999 erleben wollen.

Veröffentlicht am 18.04.2026

Eindringlich und atmosphärisch

Ultramarin
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Mit ihrem Debüt-Roman "Ultramarin" legt Ann-Christin Kumm das perfekte Buch für den Sommer vor. Ebenso lebendig wie die Sommeratmosphäre, fängt die Autorin die Spannungen und Dynamiken zwischen ihren Figuren ...

Mit ihrem Debüt-Roman "Ultramarin" legt Ann-Christin Kumm das perfekte Buch für den Sommer vor. Ebenso lebendig wie die Sommeratmosphäre, fängt die Autorin die Spannungen und Dynamiken zwischen ihren Figuren ein. Der Erzählstil von Kumm ist zurückhaltend, fast skizzenhaft, was jedoch keineswegs zu Lasten der Erzählung geht. Es ist vielmehr so, dass die Lücken und Leerstellen eigene Spekulation auslösen und Spannung hervorrufen. So viel Geschick und Gespür für Spannung zeigt Kumm ebenfalls bei der Handlungsführung. Bei einem wiederkehrenden Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit lässt die Autorin, die Leserin und Leser lange im Unklaren, erschafft aber zugleich ein Gefühl der Dringlichkeit. "Ultramarin" von Ann-Christin Kumm ist ein eindringlicher und atmosphärischer Sommerroman der anderen Art.