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Raoulchagny

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2025

Schmerz und Schönheit

Auf Erden sind wir kurz grandios
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Mit "Auf Erden sind kurz grandios" legt Ocean Vuong ein sprachgewaltiges Debüt, das durch seine Heftigkeit und emotionale Tiefe aufrüttelt. In dem Brief des Erzählers an seine Mutter entfaltet sich dessen ...

Mit "Auf Erden sind kurz grandios" legt Ocean Vuong ein sprachgewaltiges Debüt, das durch seine Heftigkeit und emotionale Tiefe aufrüttelt. In dem Brief des Erzählers an seine Mutter entfaltet sich dessen Leben, das von den Traumata des Vietnamkriegs, der Immigration in die USA, der familiären Sprachlosigkeit, der Opiodskrise in den USA und seiner queeren Identität geprägt ist. Dieses Buch ist durchgehend ein Highlight mit seiner bild- und ausdrucksstarken Sprache und seiner intensiven und berührenden Handlung. Vuong verbindet poetische Beschreibungen mit klugen und nachdenklich stimmenden Beobachtungen über Identität, Liebe und Herkunft. Ein beeindruckendes literarisches Debüt, das lange nachhallt.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Perfekt für jeden Anlass!

Und was kann ich mitbringen?
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"Und was kann ich mitbringen?" von Nini Nagele und Valerie Hammacher ist das perfekte Kochbuch für alle, die für eine Geburtstagsfeier, ein Picknick oder einen anderen Anlass etwas zum Essen mitbringen ...

"Und was kann ich mitbringen?" von Nini Nagele und Valerie Hammacher ist das perfekte Kochbuch für alle, die für eine Geburtstagsfeier, ein Picknick oder einen anderen Anlass etwas zum Essen mitbringen möchten und nach der nötigen Inspiration suchen. In diesem Kochbuch gibt es für alle Anlässe und für alle Geschmäcker das passende Rezepte. Egal ob süß oder deftig, klein oder groß, aufwendiges oder schnelleres Rezept - in diesem Kochbuch wird man fündig. Begleitet von appetitanregenden Fotografien bietet dieses Kochbuch eine Vielzahl abwechslungsreicher und vielseitiger und vor allem leckerer Rezepte.

Veröffentlicht am 22.05.2025

Sehr zu empfehlen!

Heimweh im Paradies
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Mit vielen Anekdoten und geschichtlichen Randnotizen erschafft Martin Mittelmeier in "Heimweh im Paradies" ein lebendiges Bild der Zeit Thomas Manns im kalifornischen Exil. Mittelmeier stellt dabei nicht ...

Mit vielen Anekdoten und geschichtlichen Randnotizen erschafft Martin Mittelmeier in "Heimweh im Paradies" ein lebendiges Bild der Zeit Thomas Manns im kalifornischen Exil. Mittelmeier stellt dabei nicht nur anschaulich die Gedankenwelt und das Schaffen Thomas Mann dar, sondern bietet ein detailliertes Portait des Lebens und der Lebenswirklichkeit einer Vielzahl bekannter Künstlerinnen und Künstler, die aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflohen sind und Zuflucht in den USA gefunden haben. So gelingt Mittelmeier eine interessante historische Darstellung und gleichzeitig eine spannende Abbildung der persönlichen und künstlerischen Verbindungen der Exilant:innen.

Veröffentlicht am 19.05.2025

Feine Charakterzeichnungen

Der Gott des Waldes
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Mit "Der Gott des Waldes" legt Liz Moore eine gelungene Mischung aus einem Gesellschafts- und einem Kriminalroman vor. Beschreibungen des Lebens der amerikanischen Upperclass an der East Coast, für die ...

Mit "Der Gott des Waldes" legt Liz Moore eine gelungene Mischung aus einem Gesellschafts- und einem Kriminalroman vor. Beschreibungen des Lebens der amerikanischen Upperclass an der East Coast, für die die Adirondack Mountains vor allem ein ansprechender Entspannungs- und Urlaubsort sind, und des Lebens der weniger wohlhabenden Einwohner dort verbindet Moore mit einem soliden, vielleicht etwas zu konventionellen Kriminalfall. Überzeugen kann vor allem die feine Charakterzeichnung Moores, die sich durch scharfe Beobachtungen und ihre Nuanciertheit auszeichnet. "Der Gott des Waldes" von Liz Moore ist vor allem denjenigen zu empfehlen, denen weniger an einer actionreichen Handlung mit vielen Twists gelegen ist, sondern stattdessen an einem ruhigen Buch, dessen Spannung sich langsam und gut dosiert aufbaut.

Veröffentlicht am 29.04.2025

Fakten und Fiktion

Das Haus der Türen
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"Fakten und Fiktion" verwebt Twan Eng Tan geschickt in seinem Roman "Das Haus der Türen" und erschafft so einen lebendigen Roman, der zugleich mit vielen interessanten, historischen Informationen aufwartet. ...

"Fakten und Fiktion" verwebt Twan Eng Tan geschickt in seinem Roman "Das Haus der Türen" und erschafft so einen lebendigen Roman, der zugleich mit vielen interessanten, historischen Informationen aufwartet. Mit seiner Erzählung, die im Mittelteil sowohl sprachlich als auch zeitlich dicht (mit wiederkehrenden Sprüngen in die Vergangenheit) gewebt ist, erschafft Tan gleichermaßen ein Portrait des Autors Somerset Maugham wie auch des Lebens in der britischen Kronkolonie Penang. Tan erschafft in einer zarten, aber zugleich ausdrucksstarken Sprache ein sehr lebendiges und eindrückliches Bild der Kolonialgesellschaft und ihrer herrschenden Moral und der Grenzen, die durch sie gesetzt wird. Zur Lebendigkeit des Romans tragen insbesondere auch die detaillierten und sehr sensorisch geschriebenen Darstellungen der Handlungsplätze ein, für die allein es sich schon lohnt, diesen Roman zu lesen.