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Veröffentlicht am 27.04.2026

Einstieg schwergefallen

Home Before Dark
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Marsibil, kurz Marsi, kann seit 10 Jahren nicht damit Leben, dass sie nicht weiß, was mit ihrer großen Schwester passiert ist. Vor 10 Jahren verschwand sie und seitdem gilt sie als vermisst. Marsi war ...

Marsibil, kurz Marsi, kann seit 10 Jahren nicht damit Leben, dass sie nicht weiß, was mit ihrer großen Schwester passiert ist. Vor 10 Jahren verschwand sie und seitdem gilt sie als vermisst. Marsi war damals 14 Jahre alt. Ein wenig gibt sie sich selbst die Schuld am Verschwinden von Stina, hat nachts noch immer oft Alpträume. Doch nun will sie endlich wissen, was damals passiert ist….
Am Anfang habe ich mich sehr schwergetan mit dem Buch. War sogar schon soweit es beiseite zu legen. Zum Glück habe ich dem nicht nachgegeben, denn nach etwa 1/3 hat der Thriller an Spannung gewonnen. Die Familie von Marsi hat nicht nur ein dunkles Geheimnis und diese Geheimnisse werden dem Leser Stück für Stück preisgegeben. Dabei bedient sich die Autorin zweier Zeitebenen und erzählt darin aus der Sicht der jeweiligen Figur. Einmal in der Gegenwart Marsis und in den 60er Jahren aus der Sicht von Stina. Geschickt hat mich die Autorin hierbei auf Irrwege geführt, um anschließend eine völlig andere Wahrheit ans Licht zu bringen. Das war schon geschickt entwickelt. Wobei ich sagen muss, dass Marsi mir nicht unbedingt sympathisch war. In meinen Augen war sie unkontrolliert und hatte ihr Leben kaum im Griff. Mitleid mit ihr hatte ich kaum. Überhaupt habe ich mich beim Lesen vielfach gefragt, ob in Island unter den Jugendlichen und Erwachsenen wirklich so viel getrunken wird wie hier geschildert. Am Ende sind bei mir so einige Fragen offengeblieben. Schade, die Antworten darauf hätte ich gerne noch erfahren. Insgesamt gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

spannend geschrieben, habe aber Zweifel gehegt

Der Fjord
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Amelia will nur eines, sie will wissen was ihrer kleinen Schwester Rose im letzten Jahr passiert ist. Dafür ist sie bereit ihr bisheriges Leben als erfolgreiche Anwältin aufzugeben und in eine andere Rolle ...

Amelia will nur eines, sie will wissen was ihrer kleinen Schwester Rose im letzten Jahr passiert ist. Dafür ist sie bereit ihr bisheriges Leben als erfolgreiche Anwältin aufzugeben und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Sie ist nun die neue Freundin von Ford Fowley, einem Cousin des milliardenschweren Lawrence Fowley, auf dessen legendärer mehrtägiger Party in der Einsamkeit der norwegischen Fjordlandschaft ihre Schwester spurlos verschwand. Amelias Plan geht auf, sie und Ford werden zur diesjährigen Party eingeladen.
Die Abgeschiedenheit des norwegischen Forley-Anwesens, seine vielen luxuriösen Annehmlichkeiten beeindrucken Amelia nur mäßig. Viele Bereiche sind für die Gäste nicht zugänglich, insbesondere das Haupthaus ist wie eine Festung abgesichert ist. Aber gerade in dem Haus erhofft sie sich Hinweise zu finden. So ganz habe ich die Wege und die Mittel, die Amelia anwendet, um doch ins heilige Reich von Lawrenz zu gelangen, nicht unbedingt als glaubhaft empfunden. Was aber ihre Entdeckungen betrifft, hat das schon Spannung bei mir ausgelöst. Ist doch ihre Schwester nicht die Einzige, die nach einer Party verschwunden bzw. unter seltsamen Umständen verstorben ist. Die Autorin bringt immer neue Figuren ins Spiel, die ein seltsames Verhalten an den Tag legen. Aber welches Motiv sollten diese Personen haben. Amelias Suche wird immer gefährlicher. Wenig hilfreich ist das ausschweifende Programm in diesen 3 Tagen. Kaum ein Gast ist seiner Sinne noch mächtig, Alkohol, Drogen und durchfeierte Nächte. Keinem kann sie trauen und nirgends findet sie Unterstützung. Wirklich spannend geschrieben und unvorhersehbar die Auflösung, hat mich dieser Thriller sehr gut unterhalten. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Urlaub ohne Entspannung, aber mit viel Spannung

Meeresdunkel
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Die Finca Casa de la Vora, Haus am Rande, ist das Urlaubsziel von Henrike und ihrer Familie. Henrike träumt seit Jahren davon hier wieder einmal Urlaub zu machen, im Gegensatz von Ehemann Hans. Der hasst ...

Die Finca Casa de la Vora, Haus am Rande, ist das Urlaubsziel von Henrike und ihrer Familie. Henrike träumt seit Jahren davon hier wieder einmal Urlaub zu machen, im Gegensatz von Ehemann Hans. Der hasst seine Kindheitserinnerungen an dieses ganz am Ende der Klippen gelegene Ferienhaus. Die ohnehin schon schlechte Stimmung wird noch damit getoppt, dass kurz nach ihrer abendlichen Anreise auch noch eine dreiköpfige Familie im Ferienhaus eintrifft, der dieses Objekt ebenfalls vermietet wurde…
Geschickt entspinnt der Autor ein Zusammenspiel von Geheimnissen, Bedrohungen, Fanatismus und Intrigen, was mich spannend unterhalten hat. Mir hat Juri, der mit acht Jahren in seiner abgegriffenen rosa Babypuppe seinen engsten Vertrauten sieht, am besten gefallen. Stets im Dialog mit Hedwig, wirkt er sehr altklug und lebenstauglicher als sein Vater.
Da kein Ersatzquartier zur Verfügung steht und die in die Jahre gekommene Villa genügend Platz hat, arrangieren sich sie beiden Familien. Als dann aber ein heftiger Sturm sie ans Haus fesselt, sie von der Außenwelt abgeschnitten sind, kommt es zu immer mehr Spannungen in der Gruppe. Denn so fremd sind sich einige davon gar nicht. Für mich war das sehr gut entwickelt. Wobei ich die Abschnitte mit Effi und Hank, die erst nach 1/3 des Buchs beginnen, am Anfang als eher losgelöst und nicht zuordenbar empfunden habe. Erst wesentlich später ergab sich der Zusammenhang. Insgesamt gebe ich 4 Lese-Sterne für diesen spannenden Thriller.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

wunderbarer Lesestoff

Das Bettelmädchen
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Schwester Henny ist 1906 die erste weibliche Polizeiassistentin in Deutschland. Ein Job für den sie brennt, der ihr aber auch viel abverlangt. Denn sie will mehr als nur die Anstandsdame bei der ärztlichen ...

Schwester Henny ist 1906 die erste weibliche Polizeiassistentin in Deutschland. Ein Job für den sie brennt, der ihr aber auch viel abverlangt. Denn sie will mehr als nur die Anstandsdame bei der ärztlichen Untersuchung der Frauen auf Geschlechtskrankheiten sein. Henny sieht hinter die Kulissen, will nicht nur klarstellen, dass diese Frauen sich erst durch Männer infiziert haben und es die Männer sind, die diese Krankheit auch in ihre Familien bringen. Denn bisher sieht der Paragraf 361 Absatz 6 nur die Bestrafung der Frauen vor. Gleichzeitig sieht Henny aber auch das Elend der unehelichen Kinder, deren Mütter gesellschaftlich geächtet und viele von ihnen einem grausamen Schicksal entgegensehen. So auch das Bettelmädchen Sophie, dessen Zuhälter sie zwingt, unter Vortäuschung von Versehrtheit, das Mitleid der Mitmenschen zu erwecken oder auch diese zu bestehlen. Das stellt aber erst den Anfang ihres traurigen in der Abwärtsspirale befindlichen Lebens dar.
Im Buch halten sich die Schilderungen um Hennys schwierigen Stand im Job, ihren Visionen und ihrem Kampf für mehr Frauenrechte die Waage mit den Ausführungen, wie Sophies Leben weitergeht. Das Mädchen hat mir unwahrscheinlich leidgetan. Gleichzeitig hat es aber auch vermittelt, wie wichtig Hennys Kampf für die Rechte der Frauen ist. Der Autorin gelingt es sehr eindringlich zu schildern, welche Widerstände auf Hennys Vorschläge treffen. Schlimmer noch, je mehr sie sich für die Frauen einsetzt, um so mehr steht sie im Focus der Kritik bei ihren Chefs. Aber es gab damals noch andere Ungerechtigkeiten gegenüber Frauen. Ich hatte bisher nie davon gehört, dass Kellnerinnen keinen Lohn erhielten. Für sie war das Trinkgeld die Bezahlung.
Eines habe ich beim Lesen gemerkt: wie intensiv Helene Winter sich mit der Materie im Vorfeld befasst haben muss. Mich hat dieser erste Teil auf jeden Fall überzeugt und darum gibt’s von mir 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Schein, Sein – einfach verwirrend

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
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Karolin Boger hatte bisher kein einfaches Leben. Seit sie klein ist, musste sie sich um ihre depressive Schwester Jenny kümmern, nun auch noch um deren 13jährige Tochter. Beruflich hat sie ihren Platz ...

Karolin Boger hatte bisher kein einfaches Leben. Seit sie klein ist, musste sie sich um ihre depressive Schwester Jenny kümmern, nun auch noch um deren 13jährige Tochter. Beruflich hat sie ihren Platz gefunden – in der Schraubenfabrik. Als Leiterin genießt sie das Vertrauen des Firmenchefs. Und endlich hat sie auch den liebevollen Mann fürs Leben gefunden. Kleiner Makel – Christopfer ist noch verheiratet und die Scheidung läuft.
Doch immer mehr seltsame Dinge geschehen in Karos Umfeld. Scheunen brennen in unmittelbarer Umgebung, ein totes Kaninchen knallt gegen ihre Terassentür.
Die Autorin lässt den Leser an den Ängsten und Zweifeln von Karo teilnehmen. Hautnah ist zu erleben, wie sie immer ängstlicher, wie sie versucht sich zu wehren und dabei immer noch der Fels in der Brandung für ihre Schwester und ihre Nichte Ronja zu sein. Mir hat die Frau auf der einen Seite unwahrscheinlich leidgetan und auf der anderen habe ich sie dafür bewundert, wie sie sich zur Wehr setzt. Irgendwann hatte das aber fast etwas Manisches. Jeden in ihrem Umfeld misstraut sie. Ich fand es jedenfalls unwahrscheinlich spannend, wie Karo hier im Buch versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen. Und das, ohne zu ahnen wer wirklich hinter allem steckt. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne, Leseempfehlung eingeschlossen.

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