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Veröffentlicht am 19.11.2023

dramatisch geht’s weiter

Vöglein schweigt
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Zwei Dinge gleich vorweg. Man sollte ehe man zu diesem Buch greift, den ersten Teil bereits gelesen haben. Und das Zweite, man sollte sich von der herkömmlichen Sicht auf die Märchen der Gebrüder Grimm ...

Zwei Dinge gleich vorweg. Man sollte ehe man zu diesem Buch greift, den ersten Teil bereits gelesen haben. Und das Zweite, man sollte sich von der herkömmlichen Sicht auf die Märchen der Gebrüder Grimm trennen. Denn in diesem Thriller zeigt Elias Haller wie die ursprünglichen Märchen, zu finden im Märchenbuch von Ludwig von Ambrosch, wirklich lauteten, ehe sie von den Brüdern Grimm verweichlicht wurden…
Ich fand es wieder sehr spannend, wie eine dem Leser unbekannte Gruppe, ein Bündnis unter dem Decknamen Grimm, versucht die alten Märchen nachzubilden. Um hier aufgenommen zu werden, muss man grausame Dinge tun. So wie Fitcher, der unbedingt dazugehören will.
Nora ermittelt immer noch den ungeklärten Vermisstenfall von Hans Molder, auch Eisenhans genannt. Gleichzeitig möchte sie aber auch wissen, welche Rolle ihr Vater und ihr Bruder in diesem Geheimbund gespielt haben. Hängt das alles mit dem LAMM-Projekt ihres Vaters zusammen? Wirklich weiter kommt sie leider nicht. Bis sie Hinweise von ihrer ehemaligen -Schulfreundin Fiona erhält. Nur leider weiß Nora nicht, ob sie ihr trauen kann oder ob sie sie in eine Falle locken will. Ich muss in sagen, auch nach dem zweiten Teil bin ich immer noch nicht schlauer. Eher total verwirrt. Die Verwicklungen zwischen Politik, Macht, Geld gepaart mit krankhaften Fantasien sind einfach nicht durchschaubar. An einigen Stellen fühlte ich mich regelrecht geistig abgehangen. Darum hoffe ich, dass mir beim finalen Teil endlich die Zusammenhänge klar werden. Diesem Teil gebe ich 4 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 19.11.2023

bin absolut begeistert

Monster (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 11)
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Larissa 16, von allen nur Lissy genannt, wird erdrosselt aufgefunden. Die Eltern glaubten sie bei ihrer besten Freundin Sara Korbmacher, hatten sie noch gar nicht vermisst. Die DNA-Auswertung bringt einen ...

Larissa 16, von allen nur Lissy genannt, wird erdrosselt aufgefunden. Die Eltern glaubten sie bei ihrer besten Freundin Sara Korbmacher, hatten sie noch gar nicht vermisst. Die DNA-Auswertung bringt einen Treffer, den abgelehnte afghanischen Asylbewerber Farwad Mahmoudi. Der ist seitdem unauffindbar. Bei der Vernehmung der Personen, die als Letzte mit Lissy Kontakt hatten, befragen die Ermittler der KI Hofheim auch Sara und sind sich absolut sicher, dass sie etwas verschweigt.
Ich finde es absolut gelungen, wie Nele Neuhaus die Freundschaft in der Mädchen-Clique beschreibt. Da gibt es oberflächliche Freundschaften, Schwärmereien, Heimlichkeiten und Intrigen und nicht jedem vertraut man alles an. Nur zwischen Sara und Lissy gab es keine Geheimnisse, oder vielleicht doch….
Mit dem ersten flüchtigen Hauptverdächtigen mit Migrationshintergrund greift der Fall mit dem Hinterfragen der deutschen Asylpolitik und der steigenden Ausländerfeindlichkeit ganz aktuelle Themen auf. Da müssen die Ermittler des K11 feinstes Fingerspitzengefühl aufbringen. Doch bald zeigt sich, dass es noch eine andere Entwicklung gibt. Da gibt es scheinbar Menschen, die mit der deutschen Rechtsprechung, vermeintlich zu milden Strafen oder dank den Ränkespielen der Verteidigung vielleicht sogar mit Straffreiheit er zu tun hat. Eine Entwicklung von der Bodenstein überrollt wird, die ihn an seine psychischen und beruflichen Grenzen bringt. Damit nicht genug, wird die gute, fast familiäre Zusammenarbeiter im K11 in Frage stellt. Wo vorher Vertrauen herrschte, sind nun gedankliche Analysen zum Verhalten des Anderen an der Tagesordnung. Misstrauen herrscht, ohne offen angesprochen zu werden. Ein Verhalten, das bei allen an den Nerven zehrt. Das alles wird von der Autorin so gut entwickelt und dem Leser vermittelt, dass die Seiten nur so dahinfließen. Von mir gibt’s 5 absolut verdiente Lese-Sterne und eine 100%ige Lese-Empfehlung.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Maras traurigster Fall – einfach gelungen

Eisige Stille. Ein Mara-Billinsky-Thriller
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Gleich zu Anfang im Prolog wird der Leser mit der Grausamkeit der Frankfurter Unterwelt konfrontiert, denn für Mara Billinsky wird es äußerst eng. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Auf jeden Fall ...

Gleich zu Anfang im Prolog wird der Leser mit der Grausamkeit der Frankfurter Unterwelt konfrontiert, denn für Mara Billinsky wird es äußerst eng. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Auf jeden Fall finde ich den Anfang des Buchs absolut gelungen.
In diesen 8. Band kämpft Mara an vielen Fronten. Wenn sie ehrlich zu sich ist, dann ist das für einen Ermittler allein viel zu viel. Doch Mara war noch nie ein Teamplayer, hat immer ihr Ding, wenn möglich, allein durchgezogen. Doch diesmal ist sie froh um die Unterstützung, die ihr ihr ehemaliger Kollege, Jan Rosen, gibt. Der ist in den IT-Bereich der Polizei gewechselt und genau so einen Spezialisten, der sich in der Welt der Bits und Bytes auskennt, braucht sie. Kurze Wege und schnelle Erledigung ihrer Aufträge, sind da
willkommen. Jan hat mit seinem Wechsel der Abteilung von den Außeneinsätzen wegkommen wollen, doch dieser Fall bringt ihn genau da wieder hin. In die erste Reihe, die ihm schon so viele schlaflose Nächte bereitet hat.
Ich habe den Thriller als sehr spannend und temporeich empfunden. Mara, die Ermittlerin, die gerne mit dem Kopf durch die Wand geht und selten eine Antwort schuldig bleibt, hat mich wieder einmal überzeugt. Denn obwohl sie, ich habe es versucht zu strukturieren, an 5 verschiedenen Fronten kämpft, gelingt es ihr alles in Zusammenhang zu bringen, die Puzzleteile an die richtige Stelle zu bringen. Der Weg dahin ist steinig und für Mara, die ohnehin nur wenige Freunde hat, sehr traurig.
Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

total gelungen, mehr muss man nicht sagen

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
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Die Autorin führt uns in die Pfalz, ein kleines Dorf, eine eingeschworene Gemeinschaft. Abweichungen von der Norm führen zur Ausgrenzung in Mühlbach um die Jahrhundertwende. Keiner weiß das besser als ...

Die Autorin führt uns in die Pfalz, ein kleines Dorf, eine eingeschworene Gemeinschaft. Abweichungen von der Norm führen zur Ausgrenzung in Mühlbach um die Jahrhundertwende. Keiner weiß das besser als Karl Schäfer, der Bankert.
Lina Borger, ihr richtiger Name ist Karolina, erlebt hier, geliebt von ihren Eltern und ihrem Bruder Walter, eine unbeschwerte Kindheit. Sie ist quirlig, genau das Gegenteil ihres Bruders. Ständig gibt sie sich mit Albert, dem Sohn des Schmieds, kindlichen Wettkämpfen hin und so entwickelt sich mit zunehmendem Alter zwischen den beiden eine innige Liebe, heimliche Treffen inbegriffen. Doch als Lina schwanger wird, Alberts Eltern einer Hochzeit widersprechen, zeigt sich, dass Albert zu schwach ist um zu ihr zu stehen. Lina Borger muss allein, nun auch, genau wie Karl, ausgegrenzt von den ehrenhaften Dorfbewohnern, mit Schwangerschaft, Geburt und Baby klarkommen. Eine schwere Zeit, in der es nur wenige gibt, die sie unterstützen….
Ich finde diesen Roman unwahrscheinlich unter die Haut gehend. Herausragende Figur ist in meinen Augen neben Lina, der so warmherzige Karl. Dieser junge Mann, der bereits von klein auf, die kleingeistigen Ausgrenzungen und Sticheleien im Dorf erlebt hat, hat sich trotz allem seine Menschlichkeit bewahrt. Wie er mit Lotte, Linas Tochter, umgeht, welche einfühlsamen und kindgerechten Worte er für das Kind findet und wie er sie als seine Tochter aufnimmt, das rührt schon ans Herz. Ja der Autorin ist es mit diesem Roman gelungen, dass ich mehrmals zum Taschentuch greifen musste. Ich finde diese Familiengeschichte ganz wunderbar und kann sie zu 100% weiterempfehlen. 5 Lese-Sterne sind da absolut verdient.

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Veröffentlicht am 28.10.2023

nette Familiengeschichte

Die Zuckerbaronin
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Bayern 1911, Gwendolyn Wallendorf ist frisch verheiratet mit Alexander. Doch zwei Dinge gibt es, die ihr Eheglück beeinträchtigen. Eine ist, dass ihr Mann Alexander sich so gar nicht in die Donau Zucker ...

Bayern 1911, Gwendolyn Wallendorf ist frisch verheiratet mit Alexander. Doch zwei Dinge gibt es, die ihr Eheglück beeinträchtigen. Eine ist, dass ihr Mann Alexander sich so gar nicht in die Donau Zucker AG einbringt, obwohl er nach dem Tod des Vaters jetzt der Besitzer ist. Darum ist es auch Gwendolyn, die an seiner Stelle die Geschicke in die Hand nimmt und als Zuckerbaronin bezeichnet wird. Viel lieber wäre es ihr, wenn sie beide gemeinsam hier an einem Strang ziehen würden, Seite an Seite. Die zweite Sorge ist der Bruch mit ihrer Familie, den Schinders. Bei der Hochzeit musste Gwendolyn ihrem Schwiegervater dieses Versprechen geben. Die Schinders finanzieren ihren Lebensunterhalt durch den Schmuggel von Saccharin über die Schweizer Grenze nach Deutschland. Nach dem Tod des Vaters, der auch als Schmugglerkönig bezeichnet wurde, hat die älteste Tochter Martha, Gwens große Schwester, das Geschäft übernommen. Es ist gefährlich, könnten die Zöllner an der Grenze sie doch jederzeit dabei erwischen und ins Gefängnis stecken. Trotz der Warnungen von Benno, ihrem Ehemann, will sie das riskante Geschäft ihres Vaters unbedingt weiterführen und bringt durch ihre Sturheit dadurch sogar ihre kleine Schwester Helena in große Gefahr.
Die Geschichte liest sich sehr flüssig und die Charaktere sind auch sehr lebendig beschrieben. Leider ist die Entwicklung an einigen Stellen sehr vorhersehbar. Dadurch kam bei mir keine rechte Spannung auf. Auf die Kapitel zum Weißen Haus hätte ich gut und gerne verzichten können. Zwar sind die Beschreibungen dazu zum Teil geschichtlich belegt, haben aber mit den Familien Schinder und Wallendorf nicht direkt zu tun. Diese Abschnitte haben mich eher verwirrt. Darum gibt es insgesamt von mir auch nur 3,5 Lese-Sterne.

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