Uneingeschränkte Leseempfehlung
Im Kopf des Bösen – Der Happy Face KillerDie Autoren machen es dem Leser leicht, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, einzusteigen. Schließlich sind es immer abgeschlossene Fälle, die Sophie und Leonhard gemeinsam lösen. Auch ...
Die Autoren machen es dem Leser leicht, auch wenn man die vorherigen Bände nicht gelesen hat, einzusteigen. Schließlich sind es immer abgeschlossene Fälle, die Sophie und Leonhard gemeinsam lösen. Auch wenn ich die ersten beiden Bände von Im Kopf des Bösen gelesen habe, fand ich es als Auffrischung sinnvoll Sophies Eigenheiten nochmal vor Augen geführt zu bekommen. Einfach zu nehmen, so ganz ohne Emotionen zu zeigen und körperliche Nähe nicht zuzulassen, ist Sophie sicher nicht. Aber in mir verdichtet sich immer mehr die Hoffnung und der Wunsch, dass Leonhard und Sophie ein Paar werden. Als Team beim Profiling klappt das jedenfalls immer besser. Da reichen kleine Gesten bereits zur Verständigung aus.
Am Anfang konnte ich die Kapitel in denen es um Axel Sauer, den Journalisten des Westerboten, ging nicht einordnen, fand seine Gedanken bezüglich seiner beruflichen Ziele nicht sehr interessant, was sich dann jedoch massiv geändert hat. Wer ahnt denn am Anfang bereits welch große Rolle, positiv wie negativ, er in den weiteren Ermittlungen einnimmt. Während Sophie und Leonhard die Bremer Kollegen mit ihren Erfahrungen bei der Suche nach dem Täter zur Seite stehen, hat mich Sophie, so schräg sie auch wieder im Umgang ist, mit ihrer Fähigkeit Zusammenhänge zu sehen, Verhalten zu bewerten und mit ihrer schnellen Auffassungsgabe wie auch ihr brillantes Gedächtnis wieder voll überzeugt.
Ich fand es von den Autoren sehr gut beschrieben und entwickelt, wie der Serienkiller sich selbst sieht, wie er seine Taten bewertet und sich dabei selbst etwas vormacht. Jedoch ist er in diesem 3. Band der Reihe nicht der einzige Schuldige, was die Lösung des Falls nicht unbedingt leichter macht, mir aber zusätzliche Spannung gebracht hat. Von mir gibt’s 4,5 Lese-Sterne und eine klare Leseempfehlung.