Cover-Bild Biarritz
(5)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
16,95
inkl. MwSt
  • Verlag: OSTERWOLDaudio
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Seelenleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.08.2025
  • ISBN: 9783844937329
Andrea Sawatzki

Biarritz

Nach dem SPIEGEL-Bestseller »Brunnenstraße« ein Mutter-Tochter-Roman
Andrea Sawatzki (Sprecher)

Konkurrentin und Vorbild – der Roman eines lebenslangen Konflikts

Seit Jahren lebt Emilie im Altersheim. Längst hat sie zu sprechen aufgehört – und kommuniziert nur noch mit ihrer Freundin Marianne, ebenfalls Bewohnerin des Heims. Ihre Tochter Hanna scheint Emilie kaum wahrzunehmen, vielleicht lehnt sie sie sogar ab, das ist nicht so genau zu sagen. Liegt es an mangelnder Zuwendung der Tochter, sind es die Verletzungen, die sie über die Jahrzehnte einander zugefügt haben? In einem Akt der Erlösung entführt die Tochter ihre Mutter und deren Freundin, um mit ihnen einen Ausflug zu machen. Dorthin, wo ein lange vergangener Sommer positive Erinnerungen birgt.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Ergreifend, ungemein authentisch und empathisch - hat mich sehr berührt!

0

"Biarritz" von Andrea Sawatzki ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 3 Stunden, 27 Minuten bei Hörbuch Hamburg erschienen und wird gesprochen von Andrea Sawatzki selbst.

Die Autorin erzählt ...

"Biarritz" von Andrea Sawatzki ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 3 Stunden, 27 Minuten bei Hörbuch Hamburg erschienen und wird gesprochen von Andrea Sawatzki selbst.

Die Autorin erzählt ein Stück weit ihre eigene Familiengeschichte aus der Sicht von Hanna. Hanna hatte früher ein sehr inniges Verhältnis zu ihrer Mutter Emilie. Dann erkrankte der Vater schwer, Hanna musste sich um ihn kümmern, weil die Mutter den Lebensunterhalt verdienen musste, und war damit vollkommen uberfordert. Nach seinem Tod fanden Mutter und Tochter nie wieder so richtig zusammen, und nun ist Emilie im Heim und leidet an starker Demenz. Sie kann nicht mehr kommunizieren, man weiß nicht, wieviel sie noch mitbekommt, und Hannas Besuche sind mehr Pflicht als Vergnügen. Dann ist plötzlich Emilies alte Freundin Marianne da - und einzig sie findet Zugang zu ihrer Freundin. Zusammen mit Hanna plant Marianne einen abenteuerlichen Ausflug, der Erinnerungen wecken soll...

Andrea Sawatzki erzählt hier eine wirklich ergreifende Geschichte unglaublich einfühlsam und authentisch auf mehreren Zeitebenen.
Da eine gute Freundin derzeit mit ihrer Mutter ganz Ähnliches durchmacht, ist mir das ganze wirklich sehr nahe gegangen. Es hat mich sehr betroffen gemacht, zugleich jedoch auch deutlich mehr Verständnis geweckt für eine schlimme Krankheit, die von Außenstehenden wohl häufig stark unterschätzt wird.

Von mir eine ganz klare Hörempfehlung, ein richtig tolles und beeidruckendes (Hör-)Buch, das zudem von der Autorin wunderbar vorgelesen wird!

Biarritz

NetGalleyDE!

DankeNetGalleyDE!

Demenz

einfühlsam

trifftmitteninsHerz

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2025

Mein Mädelchen, am Ende ist der Himmel blau

0

Vor dreieinhalb Jahren hörte und las ich „Brunnenstraße“, das autobiografische erste Buch von Andrea Sawatzki – und ich war zwar sehr traurig, aber total begeistert von ihrer coolen Art, mit jenen Kindheitserlebnissen ...

Vor dreieinhalb Jahren hörte und las ich „Brunnenstraße“, das autobiografische erste Buch von Andrea Sawatzki – und ich war zwar sehr traurig, aber total begeistert von ihrer coolen Art, mit jenen Kindheitserlebnissen umzugehen, die andere verstecken, verdrängen und niemals zugeben möchten. „Zerstörte Kindheit“ stand damals über meiner Rezension. Nun ist mit „Biarritz“ ein zweites Buch entstanden, das teilweise direkt an die Brunnenstraße anschließt, das aber nun auch völlig eigenständige Szenen und andere Zeiträume umfasst. Vieles kam mir aus der Brunnenstraße aber doch sehr bekannt vor. Die Autorin liest selbst, einfach fantastisch, echter geht es nicht im Leben.
Das Mädchen im Buch nennt sie Hanna, was offensichtlich ein wenig Abstand zum Erzählten zulässt. Denn die Autorin geht ganz nah ran, wie mit einem Brennglas, das alles in Flammen aufgehen lassen könnte. Die Liebe zu Mutter und Vater ebenso wie den Hass, den sie fühlt, wenn sie an ihre verschwendeten und geschundenen Kinderjahre denkt. Aber sie denkt eben auch an die schönen Tage, die liebevollen Worte der Mutter, den Urlaub mit ihr in Biarritz. Eine Textstelle ist mir in Erinnerung geblieben, wenn die Autorin über ihre Mutter sagen lässt „Das Teufelchen im Nacken, das Engelchen in den Augen.“
Ich bin etwas älter als die Autorin, so erinnerte ich mich automatisch beim Hören an meine eigene Kindheit, meine alleinerziehende Mutter, meine nicht gerade einfache Vaterbeziehung, aber auch an die Zeit, als ich selbst alleinerziehende Mutter einer Tochter war. Gerade die Überforderung einer Mutter in Erziehungsfragen ist sehr realistisch dargestellt. Wenn am Ende die Mutter nicht mehr allein leben kann, wenn sie in ein Heim ziehen muss, auch wenn das Zimmer dort Appartement heißt, ist das ein schrecklicher Einschnitt in das Leben einer bis dahin absolut auf Selbstständigkeit bedachten Frau. Auch das kann ich in jeder Phase der Entwicklung nachvollziehen, es wird nichts beschönigt, nichts verklärt.
Einen schönen Part im Buch hat Marianne, die sogenannte Patentante von Hanna, die plötzlich wieder an der Seite der alten Freundin ist und Hanna viel Mut zuspricht. Die Worte und die Art dieser Frau wären für mich Anlass genug, auch noch einmal das Buch zu lesen, denn mit dem Markieren und Notieren von Zitaten in einem Hörbuch tue ich mich nach wie vor schwer.
Nun, im Heute und Jetzt ist die Mutter ebenso schwer dement, wie es der Vater vor seinem Tode war, aber ein Fünkchen Hoffnung auf etwas Freude in ihrem Leben bleibt bis zum Schluss. Der Himmel ist blau, das Meer ist blau. Die Stunden des Zuhörens vergingen wie im Flug.
Fazit: Ohne „Brunnenstraße“ zu kennen kann man dieses Buch problemlos lesen, viele Versatzstücke sind in „Biarritz“ verbaut. Aber ich sehe das Buch trotzdem als ein ganz eigenes Werk, das dem Hörer/Leser viel Empathie und Verständnis für unorthodoxe Gedanken und Ereignisse abverlangt. Eine gute Hörempfehlung, starke Nerven sind gefragt, auch wenn es kein Thriller ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.08.2025

bewegend

0

Der autofiktionale Roman Biarritz von Andrea Sawatzki beschäftigt sich mit der komplexen Beziehung von Mutter und Tochter. eingesprochen wurde das Hörbuch von der Autorin selber.

Hanna erzählt von den ...

Der autofiktionale Roman Biarritz von Andrea Sawatzki beschäftigt sich mit der komplexen Beziehung von Mutter und Tochter. eingesprochen wurde das Hörbuch von der Autorin selber.

Hanna erzählt von den Besuchstagen bei ihrer Mutter im Pflegeheim. Immer wieder sonntags besucht sie ihre Mutter, die schon mehr in einer eigenen Welt lebt und sie Hanna nicht mehr erkennt. Nur einmal geht sie dienstags, ein Tag, an dem sie weiß, dass ihre Mutter ist nicht im Heim ist. An diesem Tag trifft sie auf Marianne, eine Freundin der Mutter aus Jugendzeiten und ihre de facto Patentante. Ab da treffen sie sich regelmäßig im Heim und Marianne gewährt Hanna einen ganz neuen Blick auf das Leben ihrer Mutter. Die Autorin wechselt gekonnt zwischen Gegenwart und der Vergangenheit von Hanna und besonders ihrer Mutter Emmi.
Im Rückblick gelingt es Hanna Verhaltensweisen und Reaktionen von Emmi neu einzuordnen.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und wurde entgegen meiner Erwartung mehr als positiv überrascht. Das Hörbuch wurde exzellent von ihr eingelesen, ein absoluter Gewinn. Gerade die vielen emotionalen Begebenheiten wurden dadurch super transportiert.

Eine ganz klare Hörempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 22.08.2025

eindrucksvoll und sehr persönlich

0

Die Autorin hat im Buch das Auf und Ab des Lebens von Hanna geschildert. Wie ihre Mutter sie allein versucht hat großzuziehen und ihr eine schöne Kindheit zu bieten, auch wenn das Geld immer knapp war. ...

Die Autorin hat im Buch das Auf und Ab des Lebens von Hanna geschildert. Wie ihre Mutter sie allein versucht hat großzuziehen und ihr eine schöne Kindheit zu bieten, auch wenn das Geld immer knapp war. Wie Emmi ihren Liebestraum begraben musste. Wie sie ihre Freundschaft mit Marianne Kirschbaum und die gemeinsamen Reisen mit ihr nach Biarritz genossen hat, waren sehr unterhaltsam. Die Autorin geht bei den Beschreibungen nicht chronologisch vor, ich habe es eher wie ein dahinplätschern in Erinnerungen empfunden, ein auf und ab von Wellen. Es hat mir gut gefallen, weil sich schlussendlich der Kreis des Lebens von Marianne und Emmi, die nun beide am Lebensabend gemeinsam im gleichen Pflegeheim wohnen, schließt. Was hier über Hannas Leben, die sich bereits mit 11 Jahren um den demenzkranken Vater kümmern musste und damit völlig überfordert war, deckt sich inhaltlich stark mit dem Inhalt von Andrea Sawatzkis 2023 erschienenem Buch „Brunnenstraße“, nur dass hier der Focus mehr auf der Beziehung Mutter-Tochter liegt. Das hat aber meinen Hörgenuss nicht negativ beeinflusst, weil die Autorin, gleichzeitig Sprecherin des Hörbuchs, mich trotzdem einfangen konnte. Wie Hannas kindliche Angst bei der Betreuung des dementen Vaters, die von Hilflosigkeit gekennzeichnet ist und dann wegen ihrer Ohnmacht in Wut umschlägt, konnte ich absolut nachvollziehen und verstehen. Auch Hannas Zweifel zur Beziehung zu ihrer Mutter, lassen sie als selbstkritischen und empathischen Menschen erscheinen. Die Liebe zur Mutter wird deutlich.
Mit ihrer Stimme schaffte es die Autorin mich in das Hörbuch und die Geschichte von Hanna eintauchen zu lassen. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2025

Mutter und Tochter

0

Klappentext:
Seit Jahren lebt Emmi im Altersheim. Längst hat sie zu sprechen aufgehört – und kommuniziert nur noch mit ihrer Freundin Marianne, ebenfalls Bewohnerin des Heims. Ihre Tochter Hanna scheint ...

Klappentext:
Seit Jahren lebt Emmi im Altersheim. Längst hat sie zu sprechen aufgehört – und kommuniziert nur noch mit ihrer Freundin Marianne, ebenfalls Bewohnerin des Heims. Ihre Tochter Hanna scheint Emmi dagegen kaum wahrzunehmen, vielleicht lehnt sie sie sogar ab, das ist nicht so genau zu sagen. Liegt es an mangelnder Zuwendung der Tochter, sind es die unentwirrbaren Verstrickungen aus Schmerz und Schuld? In einem Akt der beiderseitigen Erlösung beschließt Hanna, mit Marianne und ihrer Mutter einen letzten großen Ausflug zu machen.

Im vorliegenden Buch, welches von der Autorin selbst eingesprochen wurde, geht es um eine schwierige Mutter – Tochter Beziehung. Die Handlung wird in stetigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Emmi hatte kein leichtes Leben, was zum Teil ihren persönlichen Lebensumständen geschuldet war, aber auch den Anforderungen der Gesellschaft, welche damals galten. Deshalb war auch die Beziehung zwischen Mutter und Tochter immer sehr angespannt und es gibt einiges an Ungesagtem ,was nun ,nicht mehr zur Sprache gebracht werden kann.
Obwohl es ein sehr wichtiges Thema war, konnte ich mich in die Protagonisten nicht wirklich einfühlen und so kann ich für das Buch, das ist aber nur mein persönlicher Eindruck, leider nur drei Sterne vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere