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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.11.2018

unterhaltsam, spannend, empfehlenswert

Cyrus Doyle und die Kunst des Todes
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Am Strand von Rocquaine Bay wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Dass es kein natürlicher Tod ist wird schnell offensichtlich, da der Täter auf ihrer Haut eine Botschaft hinterlassen hat...
Auch ...

Am Strand von Rocquaine Bay wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Dass es kein natürlicher Tod ist wird schnell offensichtlich, da der Täter auf ihrer Haut eine Botschaft hinterlassen hat...
Auch mit diesem Krimi-Band um den Ermittler Cyrus Doyle habe ich mich wieder wunderbar kurzweilig und spannend unterhalten gefühlt. An Verdächtigen mangelt es in diesem Fall nicht. Da bis fast zum Schluss nicht erkennbar ist, wer hinter der Tat steckt, hielt bei mir die Spannung auch bis zum Ende an. Wieder einmal hat der Autor seine Liebe zur Kanalinsel Guernsey durch die anschaulichen Beschreibungen der dortigen Landschaft und der historischen Bauten zum Ausdruck gebracht. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel die Beschreibung eines dreckigen Industriegebietes mit "ehrlicher Schmutz". Diese Wortwahl finde ich klasse. Zusätzlich erhält der Leser auch noch Einblicke in die Sagen und Mythen der Insel, was ich persönlich sehr interessant finde.
Als Figur fand ich in diesem Band Detektiv Baker äußerst liebenswert. Dieser stets hungrige, Schokolade inhalierende, unglücklich in seine Kollegin verliebte Beamte. Den muss man einfach mögen. Wenn er auch als trotteliger Bär dargestellt wurde, so ist er bei diesem Fall bei den Ermittlungen zu Höchstleistungen aufgefahren.
Was mir nicht so gefallen hat, war der "007-Einsatz" von Doyle am Seil des Helikopters. Das empfand ich als übertrieben und unglaubwürdig.
Aber insgesamt betrachtet habe ich mich mit diesem 3. Band um Cyrus Doyle wieder sehr gut und spannend unterhalten gefühlt. Von mir gibt's daher 4 Lese-Sterne.

Veröffentlicht am 09.11.2018

Weder Fisch noch Fleisch

The One Best Man (Love and Order 1)
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Victoria ist nach ihrer Scheidung gemeinsam mit ihrer 7-jährigen Tochter in ihre Heimat Chicago zur Mutter zurückgekehrt. Eines will sie nicht: sich neu verlieben. Von Männern, insbesondere Anwälten hat ...

Victoria ist nach ihrer Scheidung gemeinsam mit ihrer 7-jährigen Tochter in ihre Heimat Chicago zur Mutter zurückgekehrt. Eines will sie nicht: sich neu verlieben. Von Männern, insbesondere Anwälten hat sie die Nase voll. Aber genau das passiert als sie Reed trifft, der dann auch noch der Trauzeuge ihres Exmannes war. Da ist Ärger vorprogrammiert...
Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Da ging es um eine quirlige, etwas chaotischen Victoria. Das fand ich lustig, musste beim Lesen dann aber feststellen, dass sich mein Lesevergnügen stark in Grenzen gehalten hat. Sicher gab es da Abschnitte bei denen ich schmunzeln konnte, aber die haben die Episonden/Kapitel, die mich genervt haben nicht aufgewogen. Ja und genervt haben mich die Schlagabtausche mit den anderen Müttern vor der Schule. Irgendwie fand ich das unrealistisch und an den Haaren herbeigezogen. Gleiches gilt auch für das Geplänkel auf Arbeit zwischen Vicky, Chelsea und Hannah. Dadurch wurde die Handlung in meinen Augen nicht aufgewertet und zum schmunzeln fand ich es auch nicht. An anderer Stelle gab es dann erotische Szenen, die an "Shades of Grey" erinnern. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sich nicht entscheiden konnte oder wollte, ob sie einen Erotik- oder Beziehungsroman schreiben will. Bestimmt gibt es Leser, die sich mit dieser sehr leichten, lockeren Schreibweise anfreunden können.
Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Deshalb kann ich leider auch nur 2 Lese-Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 08.11.2018

äußerst unterhaltsam und lesenswert

Eine Familie in Deutschland
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Die Isings betreiben seit mehreren Generationen eine Zuckerraffinerie im Wolfsburger Land. Doch dann entwickelt Hitler die Idee gerade in diesem Landstrich eine riesige Autofabrik nebst einer Wohnstadt ...

Die Isings betreiben seit mehreren Generationen eine Zuckerraffinerie im Wolfsburger Land. Doch dann entwickelt Hitler die Idee gerade in diesem Landstrich eine riesige Autofabrik nebst einer Wohnstadt zu errichten. Das wirkt sich auf das Unternehmen und auch auf die Familie Ising aus…
Mich hat das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Die Familie Isings ist in meinen Augen eine typische Familie der damaligen Zeit. Dabei sind die Mitglieder so unterschiedlich in ihrem Denken, in ihren Zielen und somit auch in ihrem Handeln. Auch wenn die Familie versucht zusammenzuhalten, so wirken sich auch bei ihnen die Dogmatiken und die Judenentrechtung auf das Miteinander aus. All dies beschreibt der Autor so eindrucksvoll und glaubhaft, dass ich insbesondere mit Charlotte und ihrem Liebsten mitgelitten habe. Benny und Charly sind meiner Meinung nach die stärksten Charaktere in dieser Geschichte und man muss sie einfach mögen. Ganz anders verhält es sich bei mir dagegen mit Onkel Carl, dem Bruder mütterlicherseits. Auch wenn der immer wieder seine Beziehungen als hoher Regierungsbeamter in Berlin nutzt, um den Retter in der Not zu spielen, so war er mir äußerst unsympathisch. Ein richtiger Wendehals in meinen Augen. Aber es muss ja auch negative Charaktere geben. Dieser Roman lebt von der Vielfältigkeit der Charaktere. Sie macht das Lesen abwechslungsreich, kurzweilig und spannend. Die Atmosphäre der damaligen Zeit kann man beim Lesen spüren. Gleichzeitig erhält der Leser auch Einblicke in die Entstehungsgeschichte der Autostadt Wolfsburg. Mir war gar nicht bewusst, dass Hitler den Anstoß zum Bau dieses Werkes gegeben hat. Interessant fand ich auch, dass die Kalkulation der Herstellungskosten auf einem Kilo-Preis basiert hat und der Name des 1. Volkswagens „KdF-Wagen“ (Kraft durch Freude) war. Der Autor hat hier sehr viel Energie in die Recherche zu diesem Thema gesteckt. Energie, die sich für uns Leser aber bestens gelohnt hat, denn man wird mit diesem Buch wunderbar kurzweilig unterhalten. Von mir gibt’s daher eine 100%ige Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lese-Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2018

Spannung erst im letzten Drittel aufgekommen

Tattoo
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In Liverpool treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er geht bei seinen Morden sehr bizarr vor. Er tätowiert seine Opfer mit skurrilen Symbolen. Spuren hinterlässt er keine. Seit fast einem Jahr versucht ...

In Liverpool treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Er geht bei seinen Morden sehr bizarr vor. Er tätowiert seine Opfer mit skurrilen Symbolen. Spuren hinterlässt er keine. Seit fast einem Jahr versucht die Polizei ihn zu finden. Als ein neues Opfer auftaucht, das der Ehefrau des ermittelnden Beamten, Greg Carver, äußerst ähnlich sieht, wird klar, dass der Täter auch ihn jagt....
Die Kurzbeschreibung hatte mich neugierig gemacht. Wenn mir auch der Einstieg leicht gefallen ist, so habe ich doch von Anfang an mit der Weitschweifigkeit der Beschreibungen der Ermittlungsarbeit, der Bedenken der Ermittler sowie deren privater Probleme beim Lesen zu kämpfen gehabt. Das fand ich nicht interessant. Es hat weder der Spannung genützt, noch dem Erkennen des Mörders gedient. Da hätte der Autor mit weniger mehr erreicht.
Viele Kapitel im Mittelteil setzten sich mit der Frage bzw. den Ermittlung zu dem Mordanschlag auf Carver auseinander. Hier ist mir beim Lesen der Bezug auf das eigentliche Thema >den Dornenkiller zu finden< in den Hintergrund gedrängt worden. Da wollte der Autor wohl zu viel in eine Geschichte legen. Spannung kam bei mir erst beim letzten Drittel des Buches auf. Hier nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf. Aber so weit muss man erst einmal kommen. Das beste am Ende: auf die Identität des Dornenkillers wäre ich nie gekommen. Das hat mich ein wenig mit dem Buch wieder ausgesöhnt. Aber insgesamt betrachtet kann ich leider nur 3 Lese-Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 25.10.2018

temporeich und spannend

Leid und letzter Tag
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Auf dem Marktplatz steht ein Mann, den alle für irre halten. Denn er hat einen an seinen Oberkörper angeketteten Koffer bei sich. Wie sich später herausstellt enthält der Koffer 5 nummerierte Handys, mittels ...

Auf dem Marktplatz steht ein Mann, den alle für irre halten. Denn er hat einen an seinen Oberkörper angeketteten Koffer bei sich. Wie sich später herausstellt enthält der Koffer 5 nummerierte Handys, mittels derer die Polizei zu einem Katz- und Mausspiel vom Täter gezwungen wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es um Menschenleben geht, beginnt….
Dieser Erik-Donner-Band hat es in sich. Da kommt sogar Donner an seine Grenzen. Von Anfang an beginnt er temporeich und spannend. Und es ist der erste Teil in dem Erik Donner menschliche Züge aufweist und diese auch offen zeigt. War er bisher immer der Einzelgänger, so ist er in diesem Fall, wenn die Polizei erfolgreich sein will, zwingend auf seine Kollegen angewiesen. Aber nicht nur auf die, sondern auch auf seinen pensionierten Vater mit dem ihn kein so gutes Verhältnis verbindet.
Mich hat der Krimi von Anfang an gepackt. Ich habe mit gefiebert bei der Lösung der Aufgaben. Muss dabei auch zugeben, dass die Lösungen immer logisch und folgerichtig waren, ich aber nie selbst darauf gekommen wäre. Ich muss schon sagen, dass der Autor hier viel Fantasie, die aber durchaus glaubhaft und nachvollziehbar ist, in die Geschichte hat einfließen lassen. Bewundernswert, weil ihm damit ein wundervoll spannendes Werk gelungen ist, das ich jedem Krimi-Fan uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Von mir gibt’s daher 5 wohlverdiente Lese-Sterne.