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Veröffentlicht am 02.03.2021

Journalistin Bienert stolpert mal wieder über eine Leiche

Charlotte Bienert-Reihe / Mord im Weinberg
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Mord im Weinberg ist der 4. Band der Charlotte-Bienert-Reihe von Christine Zilinski.
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Obwohl ich Regionalkrimis, außer Frieslandkrimis, eigentlich nicht so gerne ...



Mord im Weinberg ist der 4. Band der Charlotte-Bienert-Reihe von Christine Zilinski.
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Obwohl ich Regionalkrimis, außer Frieslandkrimis, eigentlich nicht so gerne lese hat das Cover mich sofort angesprochen und ich habe es doch gewagt dieses Buch zu lesen, da auch der Klappentext direkt ansprechend war.
Obwohl ich die ersten 3 Bände der Reihe nicht kenne, kam ich problemlos in die Handlung rein und war sofort gefesselt.

Auf dem Cover sieht man die Reporterin Charlotte Bienert mit ihrem Rad und den Kommissar Jankovic vor einem herrschaftlichen Anwesen.
Die Farben sind fröhlich ohne übertrieben bunt zu sein. Die Farben sind sehr gut aufeinander abgestimmt und das Cover ist auch nicht zu überladen. Es passt sehr gut in die Reihe der Cover der vorherigen Bände.

Die Protagonisten lernt man am Anfang des Buches kennen, so dass es nicht so wichtig ist, ob man die vorherigen Bände gelesen hat. Die Entwicklung der Protagonisten ist gut gelungen. Sie haben ihre Schwächen, machen ihre Fehler und es ist gefühlsmäßig über das Komplette Buch ein Mitleiden, Mitlachen und Mitträumen möglich.

Die Sprache von Christine Zilinski ist locker und leicht, wodurch das Buch auch als leichte Abendlektüre geeignet ist.
Der Plot ist sowohl auf der persönlichen Ebene der Protagonisten als auch in Bezug auf die Story gut gelungen und spannend bis zum Schluss. Der Schluss ist offengehalten, da es sich ja um eine Reihe handelt.
Es lohnt sich, auf den nächsten Band der Reihe zu warten. Ich werde es auf jeden Fall tun.

Auf jeden Fall ein sehr gelungenes Buch, das ich geradezu verschlungen habe. Daher gibt es von mir volle Punktzahl.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Mit Permakultur für eine bessere Umwelt

Permakultur für Selbstversorger – Gartengestaltung für nachhaltiges Leben
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Ich besitze schon länger einen Gemüsegarten und will dieses Jahr nun den letzten Schritt zur Permakultur gehen.
Daher habe ich mir großem Interesse das Buch „Permakultur für Selbstversorger“ von Maike ...



Ich besitze schon länger einen Gemüsegarten und will dieses Jahr nun den letzten Schritt zur Permakultur gehen.
Daher habe ich mir großem Interesse das Buch „Permakultur für Selbstversorger“ von Maike Hochschneider gelesen.

Dieses Buch ist sehr gut untergliedert.
ES ist unterteilt in:
- eine Einleitung in der die Grundzüge der Permakultur erklärt werden,
- wie man einen Permakulturgarten plant und anlegt
- Bodenoptimierung
- Feuchtgebiete
- Pflanzen der Permakultur
- Schritt für Schritt zur Permakultur
- Mischkultur
- Urban Gardening
- Permakultur im ganzen Jahr
- Schlusswort
- Glossar
- Aussaattabelle
- Quellen

Die Infos und Erklärungen sind kurz und bündig gehalten. Auf das nötigste reduziert, aber trotzdem gut erklärt und ausführlich. Durch die Kürze lassen sich die Erklärungen sehr gut lesen und sind nicht verwirrend.
Es gibt einige Tipps und Tricks und auch Hinweise auf mögliche Fehler, die passieren können.

Da es in diesem Buch um die Gartengestaltung geht und weniger um den Pflanzenanbau finde ich dieses Buch sehr komplett.
Es geht um die Grundzüge, wie man am besten anfängt und vor allem die ganzen Schritte, die vorab laufen müssen, bevor man das erste Gemüse sät und pflanzt.
Manche Rezensenten haben einen Punkt abgezogen, weil ihnen die Mischkultur zu kurz kommt. Wenn man allumfassend über die Mischkultur schreiben möchte hat man ein ganzes Buch zusammen. Das hätte in diesem Fall wohl den Rahmen gesprengt.
Die Mischkultur wird in den Grundzügen erklärt und mit einigen guten Beispielen veranschaulicht.

Die Sprache des Buches war sehr sachlich und ohne Schnörkel. Es ist ein sehr schönes Nachschlagewerk, da auch die Inhaltsübersicht sehr kleinteilig unterteilt ist. So findet man sehr schnell genau was man sucht.
Sehr schön fand ich auch den Aussaatkalender am Ende des Buches. Bei diesem sieht man sehr schnell auf einem Blick was wann gesät werden kann.

Sehr angetan hat mich auch, dass dieses Buch ohne Hochglanzpapier und Hochglanzbilder auskommt. Die schwarz-weißen Bilder sind aussagekräftig und so wird auch hier die Grundzüge des Klimaschutzes und des schonenden Umgangs mit Ressourcen aufgegriffen.
Das finde ich sehr gut.

Bei den Quellenangaben findet man sehr viele Webseiten, aber auch Buchangaben, wie zum Beispiel „Permakultur II – praktische Anwendung“ von Bill Mollison. Denn mal ehrlich, die meisten von uns schauen ins Netz, wenn Sie schnell eine bestimmte Sache suchen und greifen nicht um bedingt zum Buch. Zumindest geht es mir so. Klar, wenn ich mich über ein komplexes Thema informieren will, wie der Permakultur, der Mischkultur, etc. nehme ich ein Buch. Aber für den kleinen Tipp zwischendurch greife ich zum Handy und schau es schnell im Netz nach.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der einen Permakulturgarten anlegen will und noch nicht genau weiß, wie er es anstellen soll. Und ich denke, dass ist genau die Zielgruppe, an die dieses Buch gerichtet ist.
Daher gibt es von mir die volle Anzahl an Sternen.



  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Homefarming für Anfänger

Homefarming
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Judith Rakers berichtet in ihrem Buch darüber, wie sie den Schritt zur Selbstversorgung geschafft hat. Und zwar vom Menschen ohne grünen Daumen und ohne Vorkenntnisse.

Ich muss zugeben, ich baue schon ...


Judith Rakers berichtet in ihrem Buch darüber, wie sie den Schritt zur Selbstversorgung geschafft hat. Und zwar vom Menschen ohne grünen Daumen und ohne Vorkenntnisse.

Ich muss zugeben, ich baue schon länger Gemüse in meinem Garten an und bei vielen Sachen bin ich schon fast autark. Doch lese ich immer wieder gerne auch Gartenbücher für Anfänger. Denn jeder hat seine eigenen Erlebnisse, von denen er in seinen Büchern berichtet und auch eigene Tipps und Tricks, sei es beim Gemüseanbau, oder beim Haltbarmachen der geernteten Produkte.

Frau Rakers hat sich darüber geärgert, dass in den meisten Anfängerbüchern Fachbegriffe verwendet werden, die man erstmal googlen muss, um sie zu verstehen und wollte dies umgehen.
Ich muss sagen, es ist ihr wunderbar gelungen.
Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der noch nicht lange einen Garten hat, bzw. mit dem Gedanken spielt Gemüse und/ oder Kräuter auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten anzubauen.

Das Buch ist mit viel Liebe gestaltet und es hat wirklich Spaß gemacht es zu lesen. Frau Rakers hat mit viel Eigenironie über ihre Erfahrungen als Neuling in Sachen Gemüseanbau und Hühnerhaltung berichtet.
Zusätzlich gibt es noch Interviews mit Wolf Dieter Storl, einem Hühnerzüchter und zwei Mönchen.

Und natürlich im letzten Teil Rezepte zum haltbarmachen des geernteten Gemüses.

Homefarming

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Generationssache

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Hannah, Evelyns Enkelin, besucht ihre Oma 1x pro Woche im Altenheim.
Die Besuche gestalten sich immer sehr zäh, da die beiden keinen rechten Zugang zueinander haben.
Eines Tages entdeckt Hannah bei Evelyn ...

Hannah, Evelyns Enkelin, besucht ihre Oma 1x pro Woche im Altenheim.
Die Besuche gestalten sich immer sehr zäh, da die beiden keinen rechten Zugang zueinander haben.
Eines Tages entdeckt Hannah bei Evelyn einen Brief einer israelischen Anwaltskanzlei, in dem es um ein Restitutionsverfahren über jüdische Raubkunst.
Hannah, die mit ihrer Dissertation in einem Studium, von dem sie nicht weiß, was sie damit anfangen soll, weiterkommt, fängt an in der Vergangenheit zu kramen und legt Stück für Stück Teile aus dem Leben ihrer Urgroßmutter, ihrer Großmutter und ihrer Mutter frei.

Das Buch ist in mehreren Zeitebenen geschrieben. Von Kapitel zu Kapitel wechselt man zwischen Hannah in der Gegenwart, zu Senta ab 1926, über Evelyns Geschichte kurz vor dem 2. Weltkrieg bis nach dem 2. Weltkrieg, um dann wieder in die Gegenwart zurück zu kehren.

So lernt man alle Frauen der Familie näher kennen und mit Hannah zusammen legt man Stück für Stück die Vergangenheit frei und versteht mit Hannah zusammen immer mehr die Familiengeschichte.

Das Cover hat mich sofort angezogen. Es ist mit den Vögeln und Blumen etwas verspielter, aber es passt doch sehr gut.
Der Titel verweist auf ein Bild, um das sich die Geschichte dreht und ist gut gewählt.

Der Erzählstil ist sehr locker, man erfährt sehr viel aus der Familiengeschichte der Frauen, die Positionen im 2. Weltkrieg, … ohne erhobenen Zeigefinger und ohne, dass es eine vorgefertigte Meinung gibt.
Es ist sehr realistisch geschrieben und ohne trockene Geschichtsstunde und ohne rechtliche Verweise über jüdische Raubkunst und wie Restitutionsverfahren abgewickelt werden. Man erfährt nur so viel, dass man der Geschichte gut folgen kann.
Die Sprünge von Generation zu Generation sind sehr gut nachzuvollziehen und man bleibt sehr leicht in der Geschichte drin.
Als Leser kann man die Entwicklung, und auch warum sich wer wie entwickelt hat, sehr gut nachverfolgen und lernt so auch das Verhalten der jeweiligen Person zu verstehen.
Die Protagonisten und auch die Nebendarsteller sind sehr gut entwickelt und sehr bildhaft beschrieben, so dass ein Bild vor dem geistigen Auge entsteht.

Ich kann dieses Buch vorbehaltlos empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2021

Für Krimiliebhaber

Der andere Sohn
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Der Krimi „Der andere Sohn“ von dem schwedischen Autorenduo Mohlin & Nyström ist ein typisch schwedischer Krimi.
Der FBI -Ermittler John Adderley kommt nach einem traumatischen Einsatz als verdeckter ...

Der Krimi „Der andere Sohn“ von dem schwedischen Autorenduo Mohlin & Nyström ist ein typisch schwedischer Krimi.
Der FBI -Ermittler John Adderley kommt nach einem traumatischen Einsatz als verdeckter Ermittler ins Zeugenschutzprogramm. Nach einem Brief von seiner Mutter, zu der er seit Kindertagen keinen Kontakt mehr hat, lässt er sich eine neue Identität in seiner Heimat Schweden geben um als Cold Case Ermittler in einem mutmaßlichen Mord zu ermitteln, bei dem sein Halbbruder als mutmaßlicher Mörder in verdacht geraten ist.

Der Krimi spielt anfänglich auf 2 Zeitebenen, 2009 und 2019, dazu wechselt immer wieder die Sicht zwischen dem Hauptprotagonisten John und den Eltern des mutmaßlich ermordeten Mädchens.

Die Geschichte ist, wie der ganze Fall, recht verworren und man legt nur ganz langsam die Geschehnisse frei.
Dies ist jedoch gerade der Reiz diesen Buchs, da man einfach weiterlesen muss.

Die Personen sind sehr gut entwickelt und man lernt sie im Laufe des Buches immer besser kennen.
Die Erzählweise ist leicht zu lesen und spannend. Man hat, trotz der verworrenen Geschichte kein Problem der Handlung zu folgen.
Die Autoren schaffen es die ganze Zeit den Leser mitzunehmen und die Handlung ist nachverfolgbar.
Deshalb gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Nicht nur für Fans skandinavischer Krimis, sondern für alle Krimiliebhaber.

DerandereSohn

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere