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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2020

Süße Geschichte mit frecher kleiner Heldin

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
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Irmelina ist aufgeregt: Endlich kann sie von zuhause "ausziehen" und als Naturgeist ihr eigenes Reich beschützen. Die Enttäuschung ist groß, als ihr eine alte Eiche zugewiesen wird. Wie langweilig... Statt ...

Irmelina ist aufgeregt: Endlich kann sie von zuhause "ausziehen" und als Naturgeist ihr eigenes Reich beschützen. Die Enttäuschung ist groß, als ihr eine alte Eiche zugewiesen wird. Wie langweilig... Statt auf ihren Baum aufzupassen, erkundet Irmelina lieber die Gegend. Danei trifft sie auf Juna, die gerade Sommerferien hat und sich vor dem neugierigen Nachbarsjungen Moritz versteckt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft, die eigentlich verboten ist. Denn Naturgeister dürfen sich den Menschen nicht zeigen. Als die Eiche in Gefahr gerät, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt: Kann Irmelina auf ihre neue Freundin zählen?

Irmelina Geisterkind ist das perfekte Buch für kleine Naturfreunde und Waldwichtel Mein Sohn, 6 Jahre alt, hat das Buch mit Begeisterung gelesen (bzw. vorgelesen bekommen). Das Cover finde ich persönlich schon sehr ansprechend. Neben den schönen Illustrationen (die leider nicht in Farbe sind) sind auch die Charaktäre liebevoll angelegt. V.a. Irmelina kam mit ihrer frechen und neugierigen Art gut an. Mit dem kleinen frechen Naturgeist können sich Kinder sicher gut identifizieren und mitfiebern. Auch Juna schließt man schnell ins Herz. Die Geschichte beginnt eher langsam und ist in einem ruhigen Erzählton geschrieben, was uns aber nicht gestört hat. Erst zum Ende nehmen Spannung und Action etwas zu. Juna und Irmi bei ihren kleinen und großen Abenteuern zu begleiten hat sehr viel Spaß gemacht - und Lust auf den Sommer.

  • Spaß
Veröffentlicht am 05.04.2020

Bilderbuch mit zwei tapferen Helden und toller Botschaft

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux sind die allerbesten Freunde und verbringen jeden Tag gemeinsam. Allerdings sehnen sie sich nach einem kleinen Abenteuer. Ihr Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als sie eines Tages ein Buch ...

Max und Mux sind die allerbesten Freunde und verbringen jeden Tag gemeinsam. Allerdings sehnen sie sich nach einem kleinen Abenteuer. Ihr Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als sie eines Tages ein Buch im Wald finden, in dem von einem Riesenwunschpilz die Rede ist. Also machen die zwei Freunde sich auf, den Wunschpilz zu finden und sich einen echten Schatz zu wünschen. Unterwegs treffen sie auf so manche seltsame Wesen wie das Krawuschel und zwei Riesen ...

Das Buch besticht vor allem durch liebevolle und detailreiche Illustrationen. Auf jeder Seite gibt es eine Menge zu entdecken. Die Geschichte dreht sich um die Freundschaft von Max und Mux. Max ist eher der abenteuerlustige Typ, Mux ist eher ein Bücherwurm und etwas ängstlich. Die Figuren sind sehr liebenswert und die Geschichte spannend und altersgerecht erzählt. Ein Bilderbuch mit einer tollen Botschaft und zwei tapferen Helden, die zusammenhalten. Sehr zu empfehlen.

  • Spaß
Veröffentlicht am 09.08.2019

Spannende Geschichte mit starker Heldin.

Effi liest
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1894: Das eintönige Leben im Mädchenpensionat findet ein jähes Ende, als Elena Sophie von Burow, genannt Effi, durch Zufall ein Buch findet, dessen Inhalt offenbar sehr skandalös ist. Denn kaum wird sie ...

1894: Das eintönige Leben im Mädchenpensionat findet ein jähes Ende, als Elena Sophie von Burow, genannt Effi, durch Zufall ein Buch findet, dessen Inhalt offenbar sehr skandalös ist. Denn kaum wird sie mit dem Buch in der Hand erwischt, fliegt sie auch schon vom Internat. Dabei hatte sie noch nicht einmal die Gelegenheit, es zu lesen.
Ein Gutes hat das Ganze jedoch: Auf der Heimreise nach Berlin lernt Elena Sophie den jungen Arzt Max von Waldau kennen, der nicht nur ein sehr angenehmer Gesprächspartner ist, sondern in Effi auch den Wunsch weckt, zu studieren. Ihr Vater ist sogar damit einverstanden, vorausgesetzt, Elena lässt sich von ihrer Tante Auguste gleichzeitig auf das Leben als Ehefrau vorbereiten. Dabei möchte Elena nur eins: Endlich dieses Buch in die Hände bekommen und erfahren, was es mit der „Physiognomie des Genusses“ auf sich hat. Und Max von Waldau wiedersehen. Und als sich die Wege der beiden dann tatsächlich öfter kreuzen, beginnt sich das Gefühlschaos der beiden erst so richtig zu drehen....
„Effi liest“ hat mich schon aufgrund des wunderschönen Covers angesprochen. Die Geschichte wurde beschrieben als eine Mischung aus „Der Trotzkopf“ und Jane Austen, was meine Neugier sofort geweckt hat. Ich liebe Romane, die um die Jahrhundertwende spielen, da mich diese Zeit sehr interessiert. Historisch gesehen steht besonders die Rolle der Frau in der damaligen Zeit im Vordergrund, sowie die medizinischen Erkenntnisse auf dem Gebiet der weiblichen Sexualität. Gerade Letzteres lässt einem beim Lesen oft die Haare zu Berge stehen. Es gibt einige Szenen, welche sich um die Rechte der Frauen drehen, die wirklich erschreckend sind und zum Nachdenken anregen. Da wird einem als Frau mal wieder bewusst, wie gut wir es heute haben und wie die Frauen in der Vergangenheit für Dinge kämpfen mussten, die für uns heute selbstverständlich sind.
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht Effis erzählt. Der Stil der Autorin ist leicht und verständlich, wobei die Sprache dem Stil der damaligen Zeit angepasst ist. Effi ist eine starke Protagonistin, die sich nicht mit der ihr zugedachten Rolle als Ehefrau und Mutter zufrieden geben möchte. Die männliche Hauptrolle ist Max, über den wir vor allem durch die Briefe an seinen Bruder Ben viel erfahren, die jedes Kapitel abschließen. Die Geschichte bietet neben interessanten historischen Fakten jede Menge Humor und die Beziehung zwischen Effi und Max ist geprägt von vielen Missverständnissen, welche die Gefühlsachterbahn der beiden so richtig in Schwung bringen.
Der Roman bietet gute Unterhaltung, eine liebenswerte Hauptfigur und Elena und Max auf ihrem Weg zu begleiten, hat sehr viel Spaß gemacht. Wer locker-leichte Liebesromane mit historischem Bezug mag, der sollte bei „Effi liest“ unbedingt zugreifen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor
Veröffentlicht am 30.06.2019

Witzig und kurzweilig.

Sowas kann auch nur mir passieren
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Georgina hat es im Moment wirklich nicht leicht: Erst verliert sie ihren Job in einem miesen italienischen Restaurant. Und als sie etwas Trost bei ihrem Freund Robin sucht, erwischt sie ihn in flagranti ...


Georgina hat es im Moment wirklich nicht leicht: Erst verliert sie ihren Job in einem miesen italienischen Restaurant. Und als sie etwas Trost bei ihrem Freund Robin sucht, erwischt sie ihn in flagranti mit seiner Assistentin. Zum Glück hat sie gute Freunde, die ihren frisch gebackenen Ex sowieso nie leiden konnten. Fehlt nur noch ein neuer Job. Den findet sie im neu eröffnetem Pub The Wicker. Dabei trifft sie fast der Schlag, als sie erkennt, dass einer ihrer beiden Chefs ihre heimliche Schulliebe Lucas ist, den sie seit dem Abschlussball nicht mehr gesehen hat.

Das ist bereits mein dritter Roman von Mhairi McFarlane und das Cover ist gewohnt frech und frisch. Die Geschichte wird von der Protagonistin Georgina aus der Ich-Perspektive erzählt, weshalb ich mich sehr schnell mit ihr identifizieren konnte. Der Schreibstil ist locker-leicht und verständlich. Nur die Namen mancher Nebenfiguren habe ich als etwas gewöhnungsbedürftig empfunden.

Die Handlung geht anfangs für meinen Geschmack etwas schleppend voran: (Achtung, Spoiler) Man erfährt von Georginas Job im That's Amore, lernt ihre Familie kennen, bei der sie keinen so leichten Stand hat, da sie schon 30 ist und bisher nur Gelegenheitsjobs gemacht hat. Oft muss sie sich von Mutter und Schwester Spitzen anhören und auch das Verhältnis zu ihrem Stiefvater ist nicht das Beste. Zum schicksalhaften Wiedersehen mit Lucas kommt es erst nach 100 Seiten. Zum Glück würzt die Autorin ihre Handlung mit einer guten Prise schwarzem Humor, der die Geschichte recht kurzweilig macht.

So richtig prickelnd fand ich es aber erst, als Lucas auf die Bühne tritt. Der Leser und Georgina wissen nicht, ob er sich wirklich nicht mehr an sie erinnern kann oder nur so tut. Man erfährt in Rückblenden, wie sie sich während des letzten Schuljahres ineinander verliebten. Mit dem Abschlussball zerbrach die Beziehung der beiden. Warum erfährt man allerdings erst ganz zum Schluss. Bis dahin fiebert man mit: Finden die beiden wieder zueinander? Hat ihre Liebe noch eine Chance?

Trotz des trockenen Humors der Protagonistin greift die Autorin viele ernste Themen auf, von Trauerbewältigung über Untreue bis hin zu sexueller Belästigung. Dabei sind viele Szenen sehr emotional und berührend.
Einziges Manko ist meiner Meinung nach das Vokabular, das manche Figuren an den Tag legen. Auch, wenn die Figuren nun einmal so angelegt sind, bin ich kein großer Freund von Kraftausdrücken. Andererseits ist es so wahrscheinlich authentischer. Die Autorin streut auch viele Anspielungen und Zitate aus der britischen Popkultur in die Geschichte ein. Da ich aber viele Namen nicht kannte, hat sich mir der Witz an einigen Stellen nicht ganz erschlossen. Das Lesevergnügen wurde dadurch aber nur geringfügig gemindert.
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Fazit: Trotz der ernsten Untertöne ist „Sowas kann auch nur mir passieren“ ein humorvoller Wohlfühlroman, den man gut zwischendurch lesen kann.

Veröffentlicht am 25.06.2019

Spannung pur

Girl on the Train - Du kennst sie nicht, aber sie kennt dich.
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Jeden Tag pendelt Rachel Watson nach London und jeden Tag kommt sie am Haus von Jason und Jess vorbei – in Rachels Vorstellung das perfekte Paar, obwohl sie die beiden gar nicht persönlich kennt. Deshalb ...

Jeden Tag pendelt Rachel Watson nach London und jeden Tag kommt sie am Haus von Jason und Jess vorbei – in Rachels Vorstellung das perfekte Paar, obwohl sie die beiden gar nicht persönlich kennt. Deshalb überlegt sie sich einfach selbst eine Biografie für die beiden, inkl. Namen. Sie selbst ist geschieden, ihr Ex-Mann neu verheiratet und frisch gebackener Vater, der mit seiner Familie immer noch in dem Haus lebt, das er damals mit Rachel gekauft und eingerichtet hat. Ein Umstand, der es Rachel, die Alkoholikerin ist, nicht gerade leichter macht, wieder auf die Beine zu kommen.

Trost findet sie lediglich in der Vorstellung, dass es die wahre Liebe in Form von Jason und Jess eben doch gibt. Bis sie eines Tages vom Zug aus etwas beobachtet, was ihre Welt ins Wanken bringt...

Eigentlich bin ich gar kein großer Thriller-Fan, aber mein Mann war von „Girl on the train“ so begeistert, dass ich doch neugierig wurde. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Die Geschichte wird aus der Perspektive dreier Frauen erzählt – Rachel, Anna (die neue Frau von Rachels Ex-Mann) und Meghan. Dabei nimmt Rachels Sichtweise den größten Raum ein.
In Rückblenden erfährt der Leser, wie es zu Rachels Alkoholsucht kam und wie ihre Ehe in die Brüche ging. Aufgrund ihrer Sucht kommt es bei Rachel öfters zu Blackouts. So auch in der Nacht (Vorsicht, Spoiler) als Meghan verschwindet. Spätestens jetzt geht das Rätselraten los: Was ist ihr zugestoßen? Lebt sie noch? Und, falls nicht, wer hat sie auf dem Gewissen?

Dabei legt die Autorin so viele falsche Fährten und überrascht mit unerwarteten Wendungen, dass man bis zum Schluss gefesselt bleibt. Ich habe während des Lesens sicherlich jeden der Protagonisten einmal verdächtigt. Der Wechsel der Perspektiven erhöht dabei noch den Spannungsbogen, da die Kapitel dadurch teilweise mit Clifhangern enden. Ich finde die Geschichte wirklich spannend und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Dabei sind mir viele der Figuren nicht einmal sympathisch. Ausnahme ist Rachel, die aufgrund ihrer Sucht und der Tatsache, dass sie nicht von ihrem Ex-Mann los kommt, wirklich in einer ganz miesen Situation ist. Die Autorin hat das Alkoholproblem wirklich authentisch dargestellt. Es gab Momente, da hätte ich Rachel am liebsten geschüttelt, da sie sich bewusst in Situationen begeben hat, die ihr gefährlich werden könnten. Manche ihrer Handlungen waren für mich nur schwer nach zu vollziehen. Dennoch habe ich mit ihr mitgefiebert. Gemeinsam mit ihr kommt der Leser des Rätsels Lösung Schritt für Schritt näher bis zum spannungsgeladenem Finale.

Fazit: „Girl on the train“ fesselt durch eine spannende Erzählweise und hält für die Leser so einige Überraschungen bereit. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.