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Veröffentlicht am 09.05.2020

Geschichte mit Luft nach oben.

I kissed the Boss
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Schock für Sina: Auf einer Firmenfeier wird der neue Geschäftsführer vorgestellt, der sich ausgerechnet als ihre Jugendliebe Leo entpuppt! Obwohl die beiden sich seit Jahren nicht gesehen haben, kommen ...

Schock für Sina: Auf einer Firmenfeier wird der neue Geschäftsführer vorgestellt, der sich ausgerechnet als ihre Jugendliebe Leo entpuppt! Obwohl die beiden sich seit Jahren nicht gesehen haben, kommen sofort die alten Gefühle wieder in ihr auf. Ein Wechselbad der Gefühle beginnt, denn abgesehen davon, dass der attraktive Leo kein Typ für feste Beziehungen ist, ist Sina seit ein paar Jahren glücklich verheiratet...

Das Cover und der Klappentext von „I kissed the boss“ haben mich schon sehr angesprochen. Auch wenn die Idee Frau verliebt sich in ihren attraktiven Chef nicht neu ist, birgt sie doch immer wieder großes Knisterpotenzial.

Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin erzählt und konnte mich leider nicht richtig überzeugen. Zum Einen, weil der Schreibstil auf mich sehr hektisch bzw. gehetzt wird. Für kaum eine Szene lässt sich die Autorin wirklich Zeit. Während man auf der einen Seite zum Beispiel noch in Le Mans ist, ist das Ereignis auf der nächsten Seite auch schon wieder abgehakt. Dieses von Szene zu Szene springen zieht sich durch die ganze Geschichte, was auch dazu geführt hat, dass ich zu den Nebenfiguren keine richtige „Beziehung“ aufbauen konnte.

Was mich auch extrem gestört hat, ist die Charakterschwäche von Sina. Achtung, Spoiler: Dass sie ihren Mann betrügt, ist eine Sache. Was mich mehr störte, war ihre mangelnde Selbstdisziplin gegenüber Leo. Obwohl sie sich immer wieder vornahm, ihm nur professionell zu begegnen, hat er sie doch ohne große Anstrengung immer wieder schwach gekriegt. Oft ist sie ihm hinterher gelaufen (bzw. geflogen) und hat sich (in meinen Augen) angebiedert. Mal beschimpft sie ihn übel, eine Seite später bringt er sie allein durch seinen Blick doch wieder zum Schmelzen. Teilweise fand ich ihr Verhalten zum Fremdschämen.
Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, dass sie sich in Leo verliebt, obwohl sie eigentlich verheiratet ist. Aber ein wenig mehr Selbstachtung hätte dem Charakter gut getan. Gerade bei Liebesgeschichten finde ich es wichtig, dass sich die Charaktere auf Augenhöhe begegnen, was die emotionale Stärke anbelangt. Sina ist allerdings ziemlich schwach. Abgesehen davon habe ich auch Leo nicht als besonders sympathisch und liebenswert empfunden und mich die ganze Zeit gefragt, was genau an ihm nun so anziehend ist.

Den Figuren fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe. Das Ende kam dann für mich auch ziemlich abrupt. Insgesamt finde ich die Geschichte sehr durchwachsen. Ich hätte mir vor allem eine stärkere und emanzipierte Heldin gewünscht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.05.2020

Witziger Roman mit Herz.

Konfetti im Herz
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Anne Hansen ist Mitte 30, Lehrerin, Mutter dreier Kinder und wütend: Ihr Noch-Ehemann Alex bittet sie ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag um die Scheidung, weil seine Freundin und ehemalige Affäre ein Kind ...

Anne Hansen ist Mitte 30, Lehrerin, Mutter dreier Kinder und wütend: Ihr Noch-Ehemann Alex bittet sie ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag um die Scheidung, weil seine Freundin und ehemalige Affäre ein Kind erwartet und er sie heiraten möchte. Und damit nicht genug: Obendrein ist sie gezwungen, aus dem ehemals gemeinsamen Haus auszuziehen und für sich und die Kinder eine neue Bleibe zu suchen. Zum Glück hat sie tolle Freunde, die ihr in dieser schwierigen Situation zur Seite stehen. Für Ablenkung sorgt außerdem auch ihr Referendar Hannes, Ende 20 und sehr an Anne interessiert. Aber auch ihr Nachbar Tom, Besitzer des angesagten Restaurants „Pauls“, erweckt ihr Interesse. Und stürzt sie damit ins Liebeschaos, das sie eigentlich gar nicht gebrauchen kann, denn schließlich ist ihr Leben als alleinerziehende und berufstätige Mutter schon turbulent genug. Wird sie trotzdem ihr Herz wieder an einen Mann verlieren?
„Konfetti im Herz“ ist mein erster Roman von Christina Beuther. Das Cover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen und neugierig gemacht. Die Geschichte wird aus der Perspektive der Protagonistin Anne erzählt, sodass man sich leicht in die Geschichte hinein findet. Zu Beginn der Geschichte sieht es wirklich düster für sie aus. Ihr Noch-Mann ist egoistischer Unsympath und man leidet richtig mit ihr mit. Da er aber trotz allem ein guter Vater für die drei gemeinsamen Kinder ist, muss sie irgendwie weiter mit ihm auskommen. Ich denke, dieses Dilemma besteht sicher bei einigen getrennten Elternpaaren, und ich finde, die Autorin hat die Gefühlslage der Protagonistin sehr authentisch beschrieben. Zum Glück hat sie neben ihren Freundinnen auch ihre drei tollen Kinder, die für manche witzige Szene sorgen. Mütter finden sich an der ein oder anderen Stelle sicherlich wieder.
Dann treten bald schon zwei Männer in ihr Leben, die ihr Herz ordentlich zum Klopfen bringen: Ihr Referendar Hannes ist 27 und flirtet mit Anne, was das Zeug hält. Sie genießt die Aufmerksamkeit, ist aber gleichzeitig unsicher wegen ihres Alters und der komplett unterschiedlichen Lebenswelten, in denen die beiden sich befinden. Da scheint ihr neuer Nachbar Tom doch passender zu sein. Oder doch nicht?
Die Geschichte ist authentisch, hat Humor und tolle Charaktere. Ich habe sehr mit Anne mitgefiebert und es bleibt lange offen, welcher der beiden Männer am Ende das Rennen macht. Neben der Liebesgeschichte ist „Konfetti im Herz“ die Geschichte einer Frau, die in gewisser Weise von vorne anfängt, nicht aufgibt und ihren Alltag als Alleinerziehende meistert. Alles in allem ist „Konfetti im Herz“ eine tolle Wohlfühlgeschichte. Perfekt für laue Sommerabende.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.04.2020

Süße Geschichte mit frecher kleiner Heldin

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche
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Irmelina ist aufgeregt: Endlich kann sie von zuhause "ausziehen" und als Naturgeist ihr eigenes Reich beschützen. Die Enttäuschung ist groß, als ihr eine alte Eiche zugewiesen wird. Wie langweilig... Statt ...

Irmelina ist aufgeregt: Endlich kann sie von zuhause "ausziehen" und als Naturgeist ihr eigenes Reich beschützen. Die Enttäuschung ist groß, als ihr eine alte Eiche zugewiesen wird. Wie langweilig... Statt auf ihren Baum aufzupassen, erkundet Irmelina lieber die Gegend. Danei trifft sie auf Juna, die gerade Sommerferien hat und sich vor dem neugierigen Nachbarsjungen Moritz versteckt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft, die eigentlich verboten ist. Denn Naturgeister dürfen sich den Menschen nicht zeigen. Als die Eiche in Gefahr gerät, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt: Kann Irmelina auf ihre neue Freundin zählen?

Irmelina Geisterkind ist das perfekte Buch für kleine Naturfreunde und Waldwichtel Mein Sohn, 6 Jahre alt, hat das Buch mit Begeisterung gelesen (bzw. vorgelesen bekommen). Das Cover finde ich persönlich schon sehr ansprechend. Neben den schönen Illustrationen (die leider nicht in Farbe sind) sind auch die Charaktäre liebevoll angelegt. V.a. Irmelina kam mit ihrer frechen und neugierigen Art gut an. Mit dem kleinen frechen Naturgeist können sich Kinder sicher gut identifizieren und mitfiebern. Auch Juna schließt man schnell ins Herz. Die Geschichte beginnt eher langsam und ist in einem ruhigen Erzählton geschrieben, was uns aber nicht gestört hat. Erst zum Ende nehmen Spannung und Action etwas zu. Juna und Irmi bei ihren kleinen und großen Abenteuern zu begleiten hat sehr viel Spaß gemacht - und Lust auf den Sommer.

  • Spaß
Veröffentlicht am 05.04.2020

Bilderbuch mit zwei tapferen Helden und toller Botschaft

Max und Mux und der Riesenwunschpilz
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Max und Mux sind die allerbesten Freunde und verbringen jeden Tag gemeinsam. Allerdings sehnen sie sich nach einem kleinen Abenteuer. Ihr Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als sie eines Tages ein Buch ...

Max und Mux sind die allerbesten Freunde und verbringen jeden Tag gemeinsam. Allerdings sehnen sie sich nach einem kleinen Abenteuer. Ihr Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als sie eines Tages ein Buch im Wald finden, in dem von einem Riesenwunschpilz die Rede ist. Also machen die zwei Freunde sich auf, den Wunschpilz zu finden und sich einen echten Schatz zu wünschen. Unterwegs treffen sie auf so manche seltsame Wesen wie das Krawuschel und zwei Riesen ...

Das Buch besticht vor allem durch liebevolle und detailreiche Illustrationen. Auf jeder Seite gibt es eine Menge zu entdecken. Die Geschichte dreht sich um die Freundschaft von Max und Mux. Max ist eher der abenteuerlustige Typ, Mux ist eher ein Bücherwurm und etwas ängstlich. Die Figuren sind sehr liebenswert und die Geschichte spannend und altersgerecht erzählt. Ein Bilderbuch mit einer tollen Botschaft und zwei tapferen Helden, die zusammenhalten. Sehr zu empfehlen.

  • Spaß
Veröffentlicht am 09.08.2019

Spannende Geschichte mit starker Heldin.

Effi liest
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1894: Das eintönige Leben im Mädchenpensionat findet ein jähes Ende, als Elena Sophie von Burow, genannt Effi, durch Zufall ein Buch findet, dessen Inhalt offenbar sehr skandalös ist. Denn kaum wird sie ...

1894: Das eintönige Leben im Mädchenpensionat findet ein jähes Ende, als Elena Sophie von Burow, genannt Effi, durch Zufall ein Buch findet, dessen Inhalt offenbar sehr skandalös ist. Denn kaum wird sie mit dem Buch in der Hand erwischt, fliegt sie auch schon vom Internat. Dabei hatte sie noch nicht einmal die Gelegenheit, es zu lesen.
Ein Gutes hat das Ganze jedoch: Auf der Heimreise nach Berlin lernt Elena Sophie den jungen Arzt Max von Waldau kennen, der nicht nur ein sehr angenehmer Gesprächspartner ist, sondern in Effi auch den Wunsch weckt, zu studieren. Ihr Vater ist sogar damit einverstanden, vorausgesetzt, Elena lässt sich von ihrer Tante Auguste gleichzeitig auf das Leben als Ehefrau vorbereiten. Dabei möchte Elena nur eins: Endlich dieses Buch in die Hände bekommen und erfahren, was es mit der „Physiognomie des Genusses“ auf sich hat. Und Max von Waldau wiedersehen. Und als sich die Wege der beiden dann tatsächlich öfter kreuzen, beginnt sich das Gefühlschaos der beiden erst so richtig zu drehen....
„Effi liest“ hat mich schon aufgrund des wunderschönen Covers angesprochen. Die Geschichte wurde beschrieben als eine Mischung aus „Der Trotzkopf“ und Jane Austen, was meine Neugier sofort geweckt hat. Ich liebe Romane, die um die Jahrhundertwende spielen, da mich diese Zeit sehr interessiert. Historisch gesehen steht besonders die Rolle der Frau in der damaligen Zeit im Vordergrund, sowie die medizinischen Erkenntnisse auf dem Gebiet der weiblichen Sexualität. Gerade Letzteres lässt einem beim Lesen oft die Haare zu Berge stehen. Es gibt einige Szenen, welche sich um die Rechte der Frauen drehen, die wirklich erschreckend sind und zum Nachdenken anregen. Da wird einem als Frau mal wieder bewusst, wie gut wir es heute haben und wie die Frauen in der Vergangenheit für Dinge kämpfen mussten, die für uns heute selbstverständlich sind.
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus der Sicht Effis erzählt. Der Stil der Autorin ist leicht und verständlich, wobei die Sprache dem Stil der damaligen Zeit angepasst ist. Effi ist eine starke Protagonistin, die sich nicht mit der ihr zugedachten Rolle als Ehefrau und Mutter zufrieden geben möchte. Die männliche Hauptrolle ist Max, über den wir vor allem durch die Briefe an seinen Bruder Ben viel erfahren, die jedes Kapitel abschließen. Die Geschichte bietet neben interessanten historischen Fakten jede Menge Humor und die Beziehung zwischen Effi und Max ist geprägt von vielen Missverständnissen, welche die Gefühlsachterbahn der beiden so richtig in Schwung bringen.
Der Roman bietet gute Unterhaltung, eine liebenswerte Hauptfigur und Elena und Max auf ihrem Weg zu begleiten, hat sehr viel Spaß gemacht. Wer locker-leichte Liebesromane mit historischem Bezug mag, der sollte bei „Effi liest“ unbedingt zugreifen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Humor