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Veröffentlicht am 28.08.2025

Düster, raffiniert, vielschichtig - Buchhighlight!

Rabenland
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Die Story beginnt bereits mit einer starken, geradezu schockierenden Szene: Ein bewusstloses, schwer verletztes 17-jähriges Mädchen wird vor den Türen eines Krankenhauses abgelegt. Was zunächst wie ein ...

Die Story beginnt bereits mit einer starken, geradezu schockierenden Szene: Ein bewusstloses, schwer verletztes 17-jähriges Mädchen wird vor den Türen eines Krankenhauses abgelegt. Was zunächst wie ein rätselhafter Unfall wirkt, bekommt schnell eine weitaus größere Dimension, denn die Jugendliche galt seit einem Jahr als verschwunden.

Bentow nutzt diesen Einstieg, um sofort eine bedrückende Grundspannung zu etablieren und den Leser mitten in die Fragen hineinzuziehen, die den gesamten Plot tragen: Wo war das Mädchen all die Zeit, und welches Geheimnis verbirgt sich hinter ihrer plötzlichen Rückkehr?

Die Ermittler Trojan und Weiss stehen vor einer besonders schwierigen Herausforderung. Denn das Mädchen leidet unter einer traumatisch bedingten Amnesie und kann sich an nichts erinnern. Stück für Stück müssen die beiden die Hintergründe rekonstruieren, wobei sich ein Netz aus Geheimnissen und bedrohlichen Verbindungen offenbart.

Bentows Sprache ist angenehm deskriptiv, ohne dabei an atmosphärischer Dichte zu verlieren. Die eingestreuten Hinweise auf die geheimnisvollen „Raben“ verleihen der Handlung eine dunkle, unheilvolle Atmosphäre.

Zitat S. 8:
Kroaah. Kroaah. Plötzlich fasste das Mädchen neuen Mut. Wenn Raben in der Nähe waren, sollte das ein Zeichen für sie sein. Bald darauf hatte sie eine Lichtung erreicht.

Besonders im letzten Drittel gelingt es Bentow, den Spannungsbogen noch einmal drastisch anzuziehen. Unerwartete Wendungen und überraschende Szenen halten den Leser in Atem und verhindern, dass sich eine Vorhersehbarkeit einschleicht. Die Auflösung überzeugt durch ihre Wucht ebenso wie durch ihre innere Logik, und sie hinterlässt den Eindruck einer geschickt durchdachten Konstruktion. Wow!

Fazit: Mit diesem zweiten Band gelingt Bentow eine Steigerung gegenüber dem Auftakt der Reihe. Der Roman verbindet Spannung und Atmosphäre, psychologische Raffinesse und düstere Bilder zu einem vielschichtigen Leseerlebnis. Ein Thriller, der nicht nur Fans des Autors begeistern dürfte, sondern allen empfohlen werden kann, die Wert auf klug konstruierte Spannungsliteratur legen.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Außergewöhnliches Setting, cleveres Storytelling

Silvercloak - Unter Feinden
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Wenn schon der Prolog dich völlig in seinen Bann zieht, dann ... brauchst du ungefähr 3 Tüten Chips, 2 Tafeln Schokolade und jede Menge Pflaster (um die abgekauten Fingernägel zu schonen).

Ich weiß gar ...

Wenn schon der Prolog dich völlig in seinen Bann zieht, dann ... brauchst du ungefähr 3 Tüten Chips, 2 Tafeln Schokolade und jede Menge Pflaster (um die abgekauten Fingernägel zu schonen).

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll vor lauter Aufregung ...

Vorweg: L. K. Steven entführt uns in eine gewaltige, abenteuerliche und schillernde Welt voller Magie, faszinierender Figuren und einem clever ausgefeilten Academia-Setting. Die Geschichte ist üppig, fies und dabei so herrlich abwechslungsreich, dass es nie langweilig wird.

Nach einem tragischen Vorfall in ihrer Familie, ist Saffron Killoran auf sich allein gestellt. Sie ist Mitte 20 und steht kurz vor ihrem Abschluss an der Silvercloak Academy, einer Art magischer Polizeiakademie. Hier findet sie den Mut und die Stärke, einen Racheplan zu schmieden. Ihr Ziel: die Bloodmoons, eine Art magische Mafia. Dabei muss sie aufpassen, ihre eigenen Fähigkeiten geheim zu halten. Denn der organisierte Verbrecherring ist brutal, und niemand im Buch schreckt vor Folter und Opferung zurück. Die Welt ist ein chaotischer Ort - und ich war mittendrin!

Storytelling ist das A und O und der Autorin hervorragend gelungen. Einige Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich echt beeindruckt war. Und auch die kreativen Plotideen haben mich zum Staunen gebracht. Allein die Art, wie Magie hier funktioniert: Lust füllt die Magie wieder auf, Schmerz verstärkt sie. Die Licht- und Schattenseiten des magischen Systems spiegeln die düsteren Themen des Buches gut wider. Es ist ein ständiger Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Stärke und Zweifel, Mut und Angst. Düstere Fantasy, die diese Bezeichnung tatsächlich verdient.

Fazit: I'm totally hooked! Was für eine herrlich-dunkle, außergewöhnliche und unterhaltsame Story. Der Roman besitzt eine derart tiefgründige Welt, dass man förmlich in dieser versinkt.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Rasant, inhaltlich gut ausgefeilt, spannend!

Sonnenwende - Die hellste Nacht. Deine dunkelste Stunde
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"ES WIRD WIEDER JEMAND BRENNEN". Als diese anonyme Nachricht bei der Polizei Wildbrunn eintrifft, sind alle in höchster Alarmbereitschaft. Hannah und ihre Sondereinheit für Sekten, Psycho-Organisationen ...

"ES WIRD WIEDER JEMAND BRENNEN". Als diese anonyme Nachricht bei der Polizei Wildbrunn eintrifft, sind alle in höchster Alarmbereitschaft. Hannah und ihre Sondereinheit für Sekten, Psycho-Organisationen und okkulte Gruppierungen wird hinzugezogen und stürzt sich direkt in die Ermittlungen. Das „Burning Valley Festival“ steht kurz bevor, und bereits vor zwei Jahren kam eine Frau in den Flammen des Sonnenwendfeuers ums Leben. Gibt es einen Zusammenhang mit der aktuellen Drohung? Hannah macht sich mit den Geheimnissen von Wildbrunn und den Einwohnern vertraut und gräbt dabei Dinge aus, die lieber verborgen geblieben wären.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Sicht von Hannah erzählt, wobei es bis zur Hälfte der Story Kapitel gibt, die auf die Geschehnisse der Vergangenheit blicken. Im späteren Verlauf kommen dann weitere Kapitel hinzu, die in der Gegenwart spielen und einem uns unbekannten Entführungsopfer gewidmet sind. Generell haben wir es mit jeder Menge Charakteren zu tun, die das Autorenduo uns schon zu Beginn der Story detailliert vorstellt. Doch trotz dieser ausführlichen Vorstellung gelang es mir nur schwer, die Personen auseinanderzuhalten bzw. deren Verbindungen zu verstehen.

Hannah mochte ich als Protagonistin sehr gerne. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich habe sie mit Neugier bei ihren akribischen Ermittlungen begleitet. Zudem hat sie mit Toni eine kompetente Kollegin an ihrer Seite, die nicht nur mit der Umgebung vertraut ist, sondern auch die Geschichte des Ortes und dessen Einwohner genau kennt. Die beiden fungieren als Team perfekt und sind ermittlungstechnisch stets auf einer Wellenlänge.

„Aber sie mussten weitermachen. Sie mussten es wenigstens versuchen. Es war nicht nur ihr Beruf, der Eid, den sie geleistet hatten, zu helfen, zu schützen, Schaden abzuwenden. Es war viel mehr! Es ging um sie selbst, darum, sich im Spiegel noch ins Gesicht blicken zu können, ohne vor Scham zu erröten …“ (Zitat)

Der Schreibstil des Autorenduos ist flüssig und lebhaft. Sie greifen die Szenerie perfekt auf und vermitteln ihren Lesern nebenbei Fachwissen über den Brauch des Sonnenwendfeuers. Die anfangs aufgebaute Spannung halten sie konstant bis zum Ende oben und lassen ihre Leser fast bis zur letzten Seite auf die Auflösung warten. Ganz schön fies, aber das Warten lohnt sich!

Fazit: Ein rasanter Thriller, der mich spannungsmäßig und inhaltlich voll überzeugt hat. Die Darstellung der Charaktere hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht, aber dies hatte letztendlich keinen Einfluss auf diese wendungsreiche Geschichte. Buchtipp!

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Veröffentlicht am 28.08.2025

En weiterer Hochkaräter aus der Schreibfeder von Menger

Der Tower
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Es gibt mittlerweile viel Filmmaterial zu dem Thema Künstliche Intelligenz, Systeme die in unser Leben eingreifen und es sogar gänzlich übernehmen. In der heutigen Welt ist das nicht mehr nur ein Film, ...

Es gibt mittlerweile viel Filmmaterial zu dem Thema Künstliche Intelligenz, Systeme die in unser Leben eingreifen und es sogar gänzlich übernehmen. In der heutigen Welt ist das nicht mehr nur ein Film, sondern Realität. Viele Soziale Medien, wie WhatsApp, Instagram etc. verwenden Künstliche Intelligenz. Ich persönlich verzichte weitestgehend darauf, weil es mir nicht geheuer ist. Das ist natürlich Ansichtssache, doch ich stehe solchen Dingen eher skeptisch gegenüber. Persönlich habe ich zum Beispiel lange bei Alexa gezögert. Mittlerweile besitze ich eine daheim, doch Misstrauen ist nach wie vor da. Gehen wir zu leichtfertig damit um?

Nova ist der ganzen Sache ein wenig aufgeschlossener eingestellt. Vielleicht auch, weil sie in Not ist. Job los, der Freund ist weg, die Wohnung hat sie auch verloren. Mal ganz ehrlich, wer würde da kostenloses Wohnen in einem Luxus Penthouse ausschlagen? Nova ist verzweifelt und lässt sich sofort auf das Angebot ein. Erst nach und nach kommen Zweifel, ob die Idee nun wirklich so gut war wie gedacht.

Ich war ganz schön genervt von ihr als Figur, gerade zu Beginn. Sie ist naiv und jammert ständig rum. Spricht gerne über Vergangenes, statt einen Cut zu setzen und neu anzufangen. Erst im Laufe des Buches hat ihr Charakter an Stärke und Selbstbewusstsein hinzugewonnen und konnte mich damit mehr überzeugen.
Es gibt noch weitere Protagonisten, die jedoch leider nicht näher beleuchtet werden. Das hätte ich mir persönlich jedoch sehr gewünscht. Ich habe mich oft gefragt, warum gewisse Personen so handeln und welche Denkmuster sie dabei verfolgen.

Ich habe bereits zwei Bücher des Autors gelesen und mag seinen Schreibstil total gern. Er kann gleichzeitig Spannung und Angst erzeugen und schafft es mühelos, mich in der Storyline gefangen zu halten. Und diese war wirklich sehr, sehr gut ausgearbeitet. Der Plot startet ganz gemächlich, sodass man sich problemlos hineinfinden kann. Dann jedoch zeigt die KI immer mehr und mehr ihr wahres Gesicht. Der Autor erzeugt dadurch auch ruhigere Phasen, in denen man runterkommen und nachdenken kann. Zum Ende hin hat mich das Buch mehr als nur fesseln können. Ich habe sogar vor Nervosität die Welt um mich herum vergessen. Die Auflösung war sehr präzise und konnte mich definitiv überraschen.

Fazit: Für mich ein weiterer Hochkaräter aus der Schreibfeder von Ivar Leon Menger. Spannend, vielseitig, mit einem überraschenden Ende (A und B Version, man kann entscheiden, was einem besser gefällt). Ich empfehle das Buch an begeisterte Thriller- und Krimi-Fans weiter, die sich darüber hinaus gern mit dem Thema KI beschäftigen.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Nervenaufreibender Thriller mit kleinen Schwächen

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Der Klappentext und das Cover haben mich wahnsinnig neugierig auf diese Story gemacht, weshalb ich keine Zeit verloren und mich direkt in die Seiten gestürzt habe. Der Prolog ist zunächst etwas verwirrend ...

Der Klappentext und das Cover haben mich wahnsinnig neugierig auf diese Story gemacht, weshalb ich keine Zeit verloren und mich direkt in die Seiten gestürzt habe. Der Prolog ist zunächst etwas verwirrend und ich war mir nicht ganz sicher, wie sich die Story im weiteren Verlauf entwickeln würde. Doch schon nach ein paar Seiten war ich mittendrin im Geschehen und habe den Einzug von Marco und Ines und die darauffolgenden merkwürdigen Ereignisse mit großer Neugier verfolgt.

Die Charaktere, von denen es in dieser Story jede Menge gibt, sind alle sehr detailliert und authentisch ausgearbeitet. Die Siedlung selbst beschreibt Strobel dabei äußerst bildhaft und ich konnte mir die Straßen gedanklich gut vorstellen. Zu Marco, der unser Hauptprotagonist ist, hatte ich einen direkten Draht und mochte ihn sowie auch seine Frau Ines sehr gerne. Die beiden haben nach einem ruhigen Plätzchen für ihre kleine Familie gesucht und sich in einem wahren Albtraum wiedergefunden. Einige Passagen verursachen immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an sie zurückdenke.

"Er hielt es keine Sekunde länger in diesem Haus aus, das nur Unglück über ihn und seine kleine Familie gebracht hatte. Er hasste dieses Haus. Und musste schnellstmöglich hier raus.“ (Zitat)

Strobels Schreibstil ist gewohnt pointiert und mitreißend. Er fängt die beklemmende Atmosphäre in der kleinen Siedlung perfekt auf und präsentiert seinen Lesern eine emotionale, packende und nervenaufreibende Story mit Gruselfaktor. So konnte ich es kaum erwarten, das Ende zu erreichen und endlich zu erfahren, wer hinter den grausamen Morden in der idyllischen Siedlung steckt bzw. die Einwohner nachts im Schlaf heimlich beobachtet. Doch mit der Auflösung, auf die ich mich wie verrückt gefreut habe, hat der Autor mich leider nicht abholen können. Schade, denn das Ende war nicht nur unrealistisch, es hat mich auch mit der ein oder anderen offenen Frage unzufrieden zurückgelassen.

Fazit: Ein nervenaufreibender Thriller, der mich geradezu durch die Seiten gepeitscht und nebenbei ordentlich gegruselt hat. Abgesehen von der Auflösung konnte Strobel mich von seinem Plot überzeugen und hat mir mit WELCOME HOME aufwühlende Lesestunden beschert.

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