Ganz nett, aber der Titel ist irreführend
A Wild Cowboy's HeartEigentlich bin ich kein Pferde-Mädchen oder aufgrund meines Alters müsste ich wohl eher Pferde-Frau sagen. Damit meine ich, dass ich in meinem Leben noch nie geritten bin und auch kein wirkliches Interesse ...
Eigentlich bin ich kein Pferde-Mädchen oder aufgrund meines Alters müsste ich wohl eher Pferde-Frau sagen. Damit meine ich, dass ich in meinem Leben noch nie geritten bin und auch kein wirkliches Interesse daran habe es einmal auszuprobieren. Im „echten“ Leben habe ich mit Pferden einfach nichts am Hut. Bei Büchern, Serien oder Filmen schaut die Sache aber anders aus. Dort finde ich das Thema wundervoll und kann mich für Medien mit Cowboy oder Pferdeschwerpunkt begeistern. Daher habe ich mich auch sofort auf dieses Buch gestürzt. Cover und Tiel versprachen eine Wohlfühl-Liebes-Geschichte mit Pferde Topping. Die Realität war daher ein klein wenig ernüchternd für mich.
Die erste Verwunderung entstand bereits, als ich beim Lesen feststellen musste, wie dünn das Buch ist. Denn mit 250 Seiten ist das Buch eher dünn gehalten und die Befürchtung, dass auch die Handlung dadurch eher dünn ausfallen wird, keimte in mir. Nach wenigen Seiten hatte ich meine Bedenken dann aber über Bord geworfen, da ich sofort in die Geschichte eintauchen konnte und die Vorgänge mich gefesselt haben.
Dennoch musste ich recht schnell feststellen, dass Cowboys und Pferde eher eine untergeordnete Rolle spielen. Natürlich kommt beides vor, aber eben nur am Rande. Dies liegt vor allem daran, dass der Schwerpunkt des Buches auf Maisie, ihren Schwestern und deren Brauerei liegt. Glücklicherweise kann ich mich auch für das Thema Bierbrauen begeistern.
Den Schreib- und Erzählstil der Autorin würde ich als eher einfach bezeichnen. Stacey Kennedy beschränkt sich auf das Wesentliche und verzichtet auf ausufernde Beschreibungen. Dadurch erklärt sich meiner Meinung nach auch die eher geringe Seitenzahl, denn handlungstechnisch ist schon einiges los.
Die drei Schwestern Maisie, Amelia und Clara waren mir sehr sympathisch, wenn sich natürlich dieses Buch hauptsächlich auf Maisie konzentriert hat. Da es sich hierbei aber um das erste Buch der Reihe „Wild Hearts Romance“ handelt, werden wir in den nächsten Bänden sicher mehr über Amelia und Clara erfahren.
Hayes Taylor würde ich nicht wirklich als Cowboy bezeichnen, aber als Charakter fand ich ihn spannend und interessant. Die Anziehung zwischen den beiden Hauptpersonen war für mich bedingt spürbar, wobei es vor allem eine körperliche Anziehung war, die ich wahrgenommen habe. Die Gefühlsebene kam, wie leider einiges in dem Buch, ein wenig zu kurz.
Stacey Kennedy konnte mich mit ihrem Auftaktbuch der „Wild Hearts Romance“ Reihe nicht vollständig überzeugen. Dennoch hatte ich ein paar vergnügliche Stunden mit dem Buch und denke auch, dass ich bei Gelegenheit die anderen Bände lesen werde.