Enttäuschte Erwartungen
Wie Sterne so hellMeine Erwartungshaltung an das Buch war relativ eindeutig, als ich mit dem Lesen begonnen habe. Eine bittersüße Liebesgeschichte, die einem unter die Haut geht und zu Tränen rührt. Bis zu einem gewissen ...
Meine Erwartungshaltung an das Buch war relativ eindeutig, als ich mit dem Lesen begonnen habe. Eine bittersüße Liebesgeschichte, die einem unter die Haut geht und zu Tränen rührt. Bis zu einem gewissen Grad wurden meine Erwartungen auch erfüllt, aber leider zu wenig, als dass mich das Buch wirklich begeistern oder mitreißen hätte können. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich sogar mehrmals überlegt habe das Buch abzubrechen.
Dies lag vor allem an der weiblichen Hauptperson Sahra. Bereits von Anfang an hatte ich meine Schwierigkeiten mit ihr, wobei ich es anfangs nicht festmachen konnte, woran das liegt. Je mehr die Geschichte vorschritt und je mehr man über Sahra und ihre komischen Spielchen, die sie mit Menschen spielt, erfahren hat, war es bei mir dann vorbei. Ich denke besonders gestört hat mich, dass sie als Gutmensch dargestellt wird und von allen Freunden und Bekannten wie eine Heilige verehrt wird, aber ihre Handlungen dies in keiner Weise rechtfertigen. Sie pfuscht ihm Leben anderer Menschen herum, zwingt ihnen ihren Willen auf und bildet sich ein alles besser zu wissen.
Ihr männlicher Gegenpart Mo hat mir da schon deutlich besser gefallen, konnte das Buch allein für mich auch nicht retten. Natürlich ist auch er eine gequälte Seele und muss von der Heiligen Sahra gerettet werden. Denn auch wenn sie nichts über ihn weiß, weiß sie doch was er mit seinem Leben anfangen soll. Um dem ganzen Irrsinn dann noch die Krone aufzusetzen, lässt er sich, wenn auch etwas widerwillig auf das Spiel ein. Wobei wenn er sich nicht darauf eingelassen hätte, wäre das Buch ja auch schon wieder vorbei gewesen.
Die unzähligen Dialoge zwischen Sahra und Mo haben der Geschichte zwar einiges an Tiefgang gegeben, andererseits haben sie es auch in die Länge gezogen. Viele der Gespräche sollten möglicherweise witzig sein, der Humor ist an mir aber verpufft. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass die Chemie zwischen den beiden wirklich stimmt. Es fühlte sich eher so an, als ob die beiden sich abstoßen und nicht anziehen.
Ich denke schon, dass ich verstanden habe, was die Autorin mir mit dem Buch sagen will. Leider gefällt mir die Art und Weise wie sie das vermittelt einfach nicht. Es handelt sich hierbei keinesfalls um ein schlechtes Buch, es ist einfach nur kein Buch für mich gewesen.