Zu viel in zu kurzer Zeit
From Scratch - Alles neu mit dirDer Einstieg ins Buch hat mir sehr gut gefallen, da man sofort mitten ins Geschehen eintaucht, die Handlung spannend und fesselnd ist. So darf man gleich zu Beginn miterleben, wie Amanda aus ihrem Martyrium ...
Der Einstieg ins Buch hat mir sehr gut gefallen, da man sofort mitten ins Geschehen eintaucht, die Handlung spannend und fesselnd ist. So darf man gleich zu Beginn miterleben, wie Amanda aus ihrem Martyrium befreit wird. Durch diese sehr intensiven ersten Seiten konnte ich gleich eine Verbindung zu Amanda aufbauen und freute mich schon darauf, zu lesen wie es weitergeht.
Die eigentliche Geschichte findet dann zwei Jahre später statt und auch da war ich zu Beginn noch ganz begeistert, sowohl von der Handlung an sich als auch von den handelnden Charakteren. Ich konnte sowohl Amandas Handlungen nachvollziehen und hatte auch Verständnis für Amandas Familie. Letztere war mir zwar nicht unbedingt sympathisch, aber ich bin auch der Meinung, dass mir nicht jede Person in einem Buch sympathisch sein muss. Chase Henry empfand ich auch als durchaus spannenden Charakter.
Leider ist meine anfängliche Begeisterung dann relativ schnell abgeflaut. Dies liegt einerseits daran, dass die weitere Handlung relativ vorhersehbar war. Darüber hätte ich noch hinwegsehen können, denn dies ist ja in vielen Büchern dieses Genres der Fall. Andererseits lag es aber daran, dass ich die Charakterentwicklung von Amanda meiner Meinung nach viel zu rasant ging. Ich verstehe schon, dass dies für die weiteren Vorkommnisse in dem Buch wichtig ist, aber wirklich Sinn hat es für mich nicht ergeben. Das Ganze erinnerte mich ein wenig an eine Wunderheilung.
Aufgrund von Amandas Vergangenheit hatte ich erwartet, dass dieses Buch mich auf eine emotionale Achterbahn schicken wird. Dies hat die Autorin Stacey Kade hin und wieder auch geschafft. Ihren Erzählstil empfand ich als flüssig und angenehm. Außerdem schafft Stacey Kade es sehr gut Emotionen zu beschreiben und zu transportieren. Unterstützt wird dies auch dadurch, dass die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht von Amanda und Chase erzählt wird. Wobei dies auch ein mittlerweile gängiges Stilmittel ist. Ich bin schon eher verwundert, wenn es in einem Buch dieses Genres nicht genutzt wird. Wie bereits erwähnt habe ich so meine Schwierigkeiten mit Amandas sehr rasantem Sinneswechsel und ihrer geradezu explosionsartigen Charakterentwicklung. Daher war auch die Liebesgeschichte für mich nur bedingt glaubwürdig. Für mich persönlich wirkte alles zu sehr konstruiert und zu holprig.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch für mich eine nette Unterhaltung war, mich aber weder so begeistert noch gefesselt hat, wie ich es mir erwartet hätte. Obwohl ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm empfand, glaube ich nicht, dass ich noch einmal zu einem Buch von ihr greifen werde.