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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2021

Familiengeheimnissen

Das Haus des Leuchtturmwärters
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Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: im Jahr 1962 geht es um Else, im Jahr 1992 wird die Geschichte aus der Sicht von Franzi erzählt. Franzi, Schriftstellerin kehrt nach Jahren während einer ...

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: im Jahr 1962 geht es um Else, im Jahr 1992 wird die Geschichte aus der Sicht von Franzi erzählt. Franzi, Schriftstellerin kehrt nach Jahren während einer Schreibblockade an den Ort ihrer Kindheit zurück. Auf dem Grundstück rund um den alten Leuchtturm sucht sie Ruhe und Zuflucht um endlich ihr neues Buch schreiben zu können. Doch es kommt ganz anders:

Sie findet unter den Dielen ein altes Tagebuch. Dieses stammt von Else, die einst ebenfalls hier gelebt hat. Sie schreibt über das Leben in der DDR, ihre beste Freundin Lulu und die geplante Flucht. Franzi beginnt zu lesen und möchte unbedingt erfahren, was aus Else und den anderen geworden geworden ist. Aber während ihrer Recherche muss sie, feststellen dass auch in ihrer eigenen Familie Geheimnisse vorhanden sind …

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und der Schreibstil ist angenehm und leicht. Ich weiß nicht warum, aber mich interessiert diese deutsch-deutsche Vergangenheit schon immer sehr. Ich finde in dem Buch lernt man sehr viel über die DDR, aber auch Freundschaft und Loyalität.

Ganz schrecklich fand ich die Vorstellung bzw. Aussage, dass man nicht einmal am Strand spazieren gehen darf, ohne kontrolliert und verjagt zu werden. Die Szene wirkte ziemlich erdrückend und beklemmend. Neu für mich war auch der Fluchtweg über die "nasse Grenze“ nach Dänemark.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2021

Paris statt Amstersam

Und dann war es Liebe
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Inhalt:
“Und dann war es Liebe" von Lorraine Brown ist ein romantischer Roman. In dem Buch geht es geht es um Hannah, die nach einem wunderschönen Urlaub mit ihrem Verlobten sich im Nachtzug aus Versehen ...

Inhalt:
“Und dann war es Liebe" von Lorraine Brown ist ein romantischer Roman. In dem Buch geht es geht es um Hannah, die nach einem wunderschönen Urlaub mit ihrem Verlobten sich im Nachtzug aus Versehen in den falschen Waggon setzt und am nächsten Morgen nicht wie geplant in Amsterdam, sondern alleine in Paris aufwacht und dort zufällig auf Léo trifft. Während sie die Stunden rum bringen müssen, bis sie ihren Reise Richtung Amsterdam Fortsetzen könne, entscheidet Léo spontan ihr seine Heimatstadt zu zeigen. In gemeinsamen Zeit reflektiert Hannah ihre Beziehung zu Simon, aber auch ihre eigenen Wünsche und Ziele werden hinterfragt.

Eigene Meinung:
Hannah ist eine sehr sympathische Person. Allerdings wirkt sie durch ihre Unsicherheit wesentlich jünger. Es war schön mit Hannah und Léo die Stadt Paris zu erkunden. Und besonders Hannah nimmt aus dieser Tour viel mit. Sie bekämpft die Dämonen, warum sie diese Stadt bis jetzt nicht mochte und erfährt gleichzeitig sehr viel über sich selbst.

Ich muss sagen, am Ende tut mir Simon auch irgendwie leid. Er hat zwar gelogen und ist nicht immer ehrlich gewesen, was ich beides wirklich nicht gutheiße, allerdings wollte er durch das verheimlichen des Jobverlustes nur Hannah nicht enttäuschen. Dessen liebe zu Simon allerdings nicht sehr groß gewesen zu sein scheint, wenn sie sich so schnell in einen anderen verliebt und sich innerhalb eines Tages gegen ihren Freund und ihr bisheriges Leben stellt. Vielleicht brauchte Hannah aber einfach nur Beständigkeit und jemanden, der sie im Gegensatz zum Vater nicht verlässt. Also hat sie Simon ja auch irgendwie belogen … ?! Persönlich ging mir die ganze Sache mit Léo etwas zu schnell.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist schön flüssig, so, dass man gut in die Geschichte hineinfindet. Eine bezaubernde Geschichte mit ganz viel Herz und Liebe. Sie lässt einen mit einem ganz warmen Gefühl zurück. Ich kann diesen Roman jedem ans Herz legen.

  • Cover
  • Handlung
  • Gefühl
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.05.2021

Eine Wohlfühlgeschichte

Der Wind singt unser Lied
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Ich durfte bereits letztes Jahr "Über dem Meer tanzt das Licht" lesen, welches das vorherige Buch war. Dort spielte auch Toni bereits eine Rolle, da diese zu Besuch bei der Hauptprotagonistin Maria zu ...

Ich durfte bereits letztes Jahr "Über dem Meer tanzt das Licht" lesen, welches das vorherige Buch war. Dort spielte auch Toni bereits eine Rolle, da diese zu Besuch bei der Hauptprotagonistin Maria zu Besuch war. Man kann die Bücher allerdings auch unabhängig voneinander lesen, dies tut der Geschichte keinen Abbruch.

Vor Jahren ist Toni nach einem schweren Schicksalsschlag von zu Hause aufgebrochen, weit weg, bis sie irgendwann in Costa Rica gelandet und dort erst einmal geblieben ist. Doch ein Anruf ihres Vaters bringt sie zurück in ihre Heimat St. Peter Ording. Aber dort ist plötzlich alles anders, ihre Mutter hat den Hof und den Vater verlassen und auch ihre große Schwester Carl scheint nicht glücklich zu sein - sie ist überfordert mit Familie, Beruf und dem Hof.

Im laufe der Geschichte versucht Toni das Traumata ihrer Jugend zu verarbeiten und die Beziehung zu ihrer Schwester Caro wieder herzustellen, was aufgrund der damaligen Geschehnisse gar nicht so einfach scheint.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist schön flüssig, so, dass man gut in die Geschichte hineinfindet. Man merkt, wie sehr der Autorin St. Peter Ording und allgemein die Umgebung am Herzen liegt und das sie das Meer liebt. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert beschrieben, ohne dabei zu ausschweifend zu werden. Ich durfte Toni und ihre Familie kennen lernen und entwickelte zu jedem Charakter eine eine ganz eigene Beziehung. Natürlich bekam ich zu Toni die stärkste Bindung, da diese Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird. Etwas Schade fand ich, dass die Liebe etwas zu kurz gekommen ist, auch wenn ich mir Florian irgendwie nicht so bildlich vorstellen konnte und mir Andy vielleicht besser gepasst hätte.

Eine bezaubernde Wohlfühlgeschichte mit ganz viel Herz und Liebe. Sie erzählt von Familie, verpassten Gelegenheiten und Geheimnissen. Sie lässt einen mit einem ganz warmen Gefühl zurück.

Ich kann diesen Roman jedem ans Herz legen, der das Meer und leichte Familiengeschichten liebt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2021

Leah und Henry - oder eine besondere Geschichte

Hey June
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Worum geht es?
Leah ist die Hauptprotagonisten und muss von Berufswegen nach Leipzig ziehen, ihr Freund Peer ist davon weniger begeistert und sieht seine Beziehung durch die mangelnde gemeinsame Zeit von ...

Worum geht es?
Leah ist die Hauptprotagonisten und muss von Berufswegen nach Leipzig ziehen, ihr Freund Peer ist davon weniger begeistert und sieht seine Beziehung durch die mangelnde gemeinsame Zeit von Anfang an in Gefahr. Also macht er Leah einen Heiratsantrag - auf einem Blatt Papier. Mit diesem Zettel löst er allerdings jede Menge fragen in Leah aus. Und als sie den Antrag dann unterschreiben wollte, da lernt sie an diesem Abend einen Unbekannten kennen, der nicht ganz unschuldig an all den Fragen ist.


Meine Meinung:
Ich durfte das Buch in einer Leserunde lesen und fand es wunderschön. Der Schreibstil ist angenehm und das Buch somit leicht zu lesen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir unter dem Cover etwas anders vorgestellt habe. Nein! Enttäuscht war ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich hatte an eine leichte Sommerliebe gedacht, ein wenig hin und her zwischen zwei Liebenden. Und was kam? Eine einzigartige und tiefgründige Geschichte, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Obwohl ich bei dem Thema Oper auch etwas Angst hatte.

Die Gespräche zwischen Leah und Johnny haben mir sehr gut gefallen. Sie philosophieren über Musik und moderne Opern. Und das alles, obwohl es so rein gar nichts mit Leah’s Beruf zu tun hat. Sie hat es meiner Meinung nach irgendwie im Blut.

Das Ende kam allerdings sehr abrupt. Mir haben ein paar ruhige Momente zwischen Leah und Johnny gefehlt. Etwas Zweisamkeit. Die Schwierige Phase hatte (leider) mehr Raum, als am Ende das Schöne. Da hätte ich mir etwas mehr June und Johnny gewünscht.

Es gibt aber auch einige Stellen an denen man schmunzeln muss: ich werde meine Pizza künftig auch nur noch in 6 oder höchstens 8 Stücke schneiden, 12 Stücke sind eindeutig zu viel.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

So spielt das Leben

Kleine Wunder überall
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Inhalt:
In der Geschichte geht es um Charlotte und ihre Familie, die aus ihrem Mann Markus und den beiden gemeinsamen Kindern Merle und Finja besteht. Charlotte ist besessen von ihrem Perfektionismus und ...

Inhalt:
In der Geschichte geht es um Charlotte und ihre Familie, die aus ihrem Mann Markus und den beiden gemeinsamen Kindern Merle und Finja besteht. Charlotte ist besessen von ihrem Perfektionismus und dem Drang es immer allen Recht zu machen. Sie tut alles für ihre Lieben und vergisst sich dabei leider oft selbst. Eines Tages steht plötzlich Mutter Barbara vor der Tür, die einst die Familie verließ, um ein freies, wildes Leben auf Lanzarote zu führen. Sie ist krank und bittet ihre Tochter nun um Hilfe. Ob dies so einfach ist, nach all den Enttäuschungen?



Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Er ist leicht und trotzdem tiefgründig. Die Hauptpersonen sind alle sympathisch und wie aus dem echten Leben gegriffen und verlieren nie den Humor und die Hoffnung auf ein Wunder. Dies hat es für mich als Leserin angenehm leichtgemacht und es kam trotz dem Thema Krankheit und Tod nie eine zu bedrückende Stimmung auf.

Die Stelle, an der Charlotte ihre Mutter endlich Mama statt Barbara nennt, war schon sehr emotional, ich kann aber verstehen, warum Charlotte solange damit gewartet hat. Die Beziehung zwischen den Beiden war nicht immer einfach, beziehungsweise existierte Jahrelang gar keine. Umso schöner ist es zu erfahren, wie beide sich langsam wieder annähern. Leider war die Reise nach Paris in meinen Augen etwas zu kurz geraten. Aufgrund des Klappentextes ging ich davon aus, dass sich Mutter und Tochter dort etwas länger bleiben und die Vergangenheit aufarbeiten.

Am Anfang konnte ich Charlottes Mann Markus nicht wirklich einschätzen und wusste nicht wohin die Reise mit ihm gehen würde. Schön aber, dass die beiden am Ende wieder zueinander gefunden haben und sich Charlotte ebenfalls ihre Fehler eingestanden hat. Wichtig ist, dass diese etwas von ihrem Perfektionismus ablegt und auch zu lässt Hilfe von anderen anzunehmen.

Früher habe ich immer gedacht, dass ich fremd küssen schon nicht verzeihen könnte. Charlotte hat mich aber irgendwie zum anders Denken angeregt. Zum Glück gab es die Situation aber noch nicht ;)


Fazit:
Also letzten Endes hat mich das Buch einfach total fasziniert, es hat mir total gut gefallen und ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen! Taschentücher sollten unbedingt parat liegen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre