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Veröffentlicht am 13.02.2022

für mich zu langatmig und ausschweifend [#1 - Selma Falck]

Ein Grab für zwei
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Laufzeit: 13 Stunden 26 Minuten - - - Sprecherin: Katja Bürkle

Ich kannte Anne Holt bis jetzt noch nicht und hab daher keinen Vergleich zu ihren früheren Büchern. Mich hat bei diesem Buch die ...

Laufzeit: 13 Stunden 26 Minuten - - - Sprecherin: Katja Bürkle

Ich kannte Anne Holt bis jetzt noch nicht und hab daher keinen Vergleich zu ihren früheren Büchern. Mich hat bei diesem Buch die Kurzbeschreibung neugierig gemacht. Bei einer Anwältin als Hauptfigur habe ich raffinierte Strategien und Winkelzüge bei der Ermittlungsarbeit erwartet. Das ist hier aber nicht der Fall. Selma Falck ist eine gescheiterte Figur, ihre Spielsucht hat sie ruiniert und ihre Kinder haben sich von ihr distanziert.

Als der Vater von Norwegens bester Langläuferin vor ihrer Tür steht, wendet sich das Blatt für sie. Selma soll als eine Art Privatermittlerin die Dopingvorwürfe gegen die Spitzensportlerin Hege Morell entkräften.

Die Handlung enthält interessante Details der norwegischen Sportbegeisterung und auch der Doping-Problematik. Das war durchaus interessant. Die Auflösung ist nachvollziehbar, aber ganz anders als erwartet.

Zwischendurch musste ich Abschnitte mehrmals anhören, weil sehr viele Namen auftauchen, die ich dann nicht immer klar zuordnen konnte, oder ich einfach den Faden verloren habe. Hier wäre für mich vielleicht die gedruckte Version besser gewesen, weil ich mir Geschriebenes leichter merken kann als Gehörtes.

Von den Figuren hat mich nur einer richtig begeistern können. Das war die Nebenfigur Einar. Einar ist ehemaliger Polizist, der durch eine Kurzschlusshandlung seinen Posten verloren hat und dann auf der Straße gelandet ist.

Ich finde die Grundidee dieser Reihe eigentlich ganz gut und würde bei einer Fortsetzung noch mal zugreifen, aber dann in Buchform.

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Veröffentlicht am 13.02.2022

gut gemachter Regionalkrimit mit viel Lokalkolorit [#4 - Mostviertler Reihe]

Mostbarone
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Das war mein erster Band aus dieser Reihe und ich bin auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht gekommen. Der Mordfall und die Ermittlungen sind im Vordergrund und werden mit Beschreibungen der Gegend und ...

Das war mein erster Band aus dieser Reihe und ich bin auch ohne Vorkenntnisse gut zurecht gekommen. Der Mordfall und die Ermittlungen sind im Vordergrund und werden mit Beschreibungen der Gegend und etwas Familienleben des Ermittlers abgerundet. Genauso soll ein Regionalkrimi für mich sein.

Die Handlung spielt Ende August 2020 und der erste Corona-Lockdown hat seine Spuren hinterlassen. Mir hat gut gefallen, dass der Autor diese Zeit und auch ihre Herausforderungen dezent eingearbeitet hat.

Major Leo Brandner ist der Hauptermittler und diesmal muss er den Mord an einem Heurigenwirt, der auch der Primus (Vorstand) der Mostbarone war, untersuchen. Die Mostbarone sind eine Gruppe von Erzeugern und Vermarktern, die den regionalen Birnenmost zu einer hochqualitativen Spezialität gemacht haben.

Im Verlauf der Handlung erfahren wir einiges über die Heurigenwirte und ihre unterschiedlichen Herausforderungen. Der Kriminalfall ist gut durchdacht und wird am Ende schlüssig aufgeklärt.

Das Buch selber lässt sich, auch aufgrund der vielen kurzen Kapitel, recht flott lesen. Mir hat es richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

tragisch, bedrückend und auch spannend

Die Schreie am Rande der Stadt
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In diesem Kriminalroman bringt der Autor ein ganz frühes Konzentrationslager ins Bewusstsein. Im KZ Kemna wurden schon 1933 Gegner des Regimes eingesperrt und auf brutalste Art und Weise gequält und gedemütigt. ...

In diesem Kriminalroman bringt der Autor ein ganz frühes Konzentrationslager ins Bewusstsein. Im KZ Kemna wurden schon 1933 Gegner des Regimes eingesperrt und auf brutalste Art und Weise gequält und gedemütigt.

Die Geschichte beginnt mit einem Tagebuchfund und führt dann ins Jahr 1933, in dem auch die Haupthandlung des Buches stattfindet. Es geht um eine Gruppe Jugendlicher bzw. junger Erwachsener, die in einer "Wandervogel-Gruppe" organisiert, die Natur rund um Wuppertal erkunden. Die Freunde sind sich uneins, was von der neuen NS-Regierung zu halten ist und halten Abstand zu der schnell wachsenden Hitlerjugend (HJ). Im Verlauf der Handlung geht ein Riss durch die Gruppe, weil die Ansichten teilweise konträr sind. Als ein Mitglied wegen Flugblättern gegen das Regime verhaftet wird, wird es sehr ernst.

Im zweiten Handlungsstrang sind wir im Jahr 1993 des Tagebuchfundes. In diesem Tagebuch beschreibt der verstobene Vater von Martin Tesche, dass er geholfen hat eine Leiche zu vergraben. Für Martin stellt sich die Frage, ob der geliebte Vater ein Mörder war. Mehrere Male besucht er die noch lebenden Mitglieder der Wandervogelgruppe und kommt so langsam, den damaligen Ereignissen auf die Spur.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Dem Autor ist es gut gelungen, eine historische Beschreibung der damaligen Zeit mit einem Kriminalfall zu kombinieren und Fragen über Schuld und Machtmissbrauch aufkommen zu lassen.

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Veröffentlicht am 06.02.2022

Serien- oder Auftragsmord, das ist hier die Frage [#16 -Ann Kathrin Klaasen]

Ostfriesensturm
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+ + unterhaltsamer Krimi, den der Autor lebhaft vorgelesen hat - - Im Epilog erzählt der Autor noch sehr private Erfahrungen + +

Laufzeit: 16 Stunden - - - Sprecher: Klaus-Peter Wolf (Autorenlesung)

Die ...

+ + unterhaltsamer Krimi, den der Autor lebhaft vorgelesen hat - - Im Epilog erzählt der Autor noch sehr private Erfahrungen + +

Laufzeit: 16 Stunden - - - Sprecher: Klaus-Peter Wolf (Autorenlesung)

Die Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf sind mir zwar schon öfters aufgefallen, aber irgendwie hat es mich nie richtig dazu hingezogen. Mit diesem Hörbuch ist aber wirklich die Lust geweckt, die Reihe mal von Anfang an zu lesen/hören.

Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, bin ich gut mit den Figuren und der Handlung zurecht gekommen. Die Querverweise zu Dr. Sommerfeldt haben mich besonders neugierig auf die ausgegliederte Kurzreihe gemacht.

Zur Handlung: Das ostfriesische Ermittlerteam hat es mit einer Mordserie zu tun, die eine sehr eigenwillige 'Handschrift' hat. Parallel lernen wir eine Familie kennen, mit einem alkoholkranken Vater und einem total überforderten Sohn. Zusätzlich spielen noch eine Touristin mit Angststörung und ein sehr skurriler Hitman ( Auftragskiller) tragende Rollen in der Geschichte.

Viel Raum bekommt auch die Corona-Pandemie. Die Beteiligten gehen unterschiedlich mit den Auflagen um.

Ich habe dem Autor sehr gerne zugehört, nur mit dem Ende bin ich nicht ganz mitgekommen, das war mir zu abrupt und offen.

Im Epilog erzählt der Autor sehr berührend von seiner Jugend und seinen Erfahrungen mit einem alkoholkranken Vater. Der Junge in der Handlung hatte eine sehr reale Vorlage und ich hoffe, dass der Autor damit einiges für sich verarbeiten konnte.

Ostfriesensturm

NetGalleyDE #Klaus-PeterWolf

Veröffentlicht am 02.02.2022

Kommissar Bösherz gefällt mir

Bis in den Tod hinein
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Laufzeit: 9 Std. 12 Minunten - - Sprecher: Uve Teschner

Ich kannte von Vincent Kliesch bis jetzt nur die Auris-Reihe, die mir sehr gut gefallen hat. Da mir der Stil des Autors sehr gefällt, ...

Laufzeit: 9 Std. 12 Minunten - - Sprecher: Uve Teschner

Ich kannte von Vincent Kliesch bis jetzt nur die Auris-Reihe, die mir sehr gut gefallen hat. Da mir der Stil des Autors sehr gefällt, war ich neugierig auf sein neuestes Werk.

Es gibt schon zwei frühere Bände mit Severin Bösherz und im Buch „Im Auge des Zebras“ spielt er eine Nebenrolle. Ich denke, diese Bände werde ich mir auch noch besorgen.

Hier in diesem Fall hat es das Team rund um Kommissar Bösherz mit einem Serienmörder zu tun, der seine Opfer schon fast ritualartig inszeniert. Es schaut nach Strafe oder einer eigenwilligen Art von Selbstjustiz aus. Die Ermittler brauchen einige Zeit, bis sie das Motiv des Täters entschlüsseln und als der Vermisstenfall eines prominenten Modells sich mit ihrem Fall kreuzt, bekommt alles noch ein erhöhtes öffentliches Interesse.

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir schon recht früh den Täter kennen. Diese Figur fand ich sehr interessant. Derjenige beschäftigt sich intensiv mit Sprache und da waren einige lehrreiche Ausführungen dabei.

Den Kriminalfall fand ich gut durchdacht und schlüssig aufgeklärt. Es gibt einige Wendungen und Überraschungen mit denen ich nicht gerechnet habe.

Kommissar Bösherz hat mich stellenweise an die Hauptfigur Hegel aus der Auris-Reihe erinnert. Beide haben eine gewisse Genialität und bevorzugen einen eleganten Lebensstil. Wobei Bösherz wesentlich sympathischer ist.

Uve Teschner hat gewohnt gut vorgetragen.

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