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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein Provinzkrimi, der alle denkbaren Klischees über das bayerische Hinterland bedient

Bülent Rambichler und der störrische Karpfen
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Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler ...

Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler wieder in seine alte Heimat. Die Ermittlungen verlaufen schwierig, weil erstmal alle Indizien auf Erkan Rambichler, seinen eigenen Vater, hindeuten.
Die Autorin bringt nach und nach weitere Verdächtige ins Spiel und mit der Auflösung hat sie auch noch etwas Tragik in die Geschichte gepackt.

Für mich war es eine sehr unterhaltsame Geschichte. Ich mag unkonventionellen Humor und dass hier sämtliche Klischees über die fränkisch Eingeborenen bedient wurden, fand ich witzig.
Einige Szenen und Dialoge sind überhaupt nicht politisch korrekt und gerade deshalb sehr erfrischend. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der häufig verwendete Dialekt für manche schwer verständlich ist.

Ich werde die Reihe weiter im Auge behalten und wünsche mir, dass der Büli in weiteren Fällen etwas mehr kriminalistisches Können zeigt. Bei diesem Fall hatte er einiges an unkonventioneller Hilfe.

Ein Extralob verdient das Cover. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert und man sieht auf den ersten Blick, dass der Humor im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Gute Unterhaltung für Leser, die Lust auf kranke Geschichten haben

Totenfrau
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*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil ...

*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil und seine ungewöhnlichen Dialoge.

Totenfrau ist Band 1 der Trilogie über die Bestatterin Brünhilde Blum.

Blum wurde als Kleinkind adoptiert und ihr Vater Hagen hat sie von klein auf zur Arbeit an den Toten gezwungen. Jahre später lernt sie den Polizisten Mark kennen und lieben und gründet mit ihm eine Familie. Das Glück scheint perfekt. Eines Tages wird ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und stirbt noch am Unglücksort. Kurz darauf entdeckt Blum eine Spur, die sie in tiefe Abgründe führt. Die Dinge verselbständigen sich und einige Leichen pflastern ihren Weg.

Die Geschichte ist zwar unglaubwürdig und total überzogen, aber trotzdem reizvoll. Wer Freude an einer richtig kranken Story hat, kann hier getrost zugreifen.

Ich denke, ich werde mir zeitnah Band 2 „Totenhaus“ besorgen.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Ich weiß nicht ob man das wirklich braucht

Eberhofer, Zefix!
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*Nette Geschichten in teurem Gewand
Ich bin schon recht lange Fan der Eberhofer-Reihe. Die von Christian Tramitz gesprochenen Hörbücher sind einfach genial. Dieses Buch hat mich erst gar nicht angesprochen, ...

*Nette Geschichten in teurem Gewand
Ich bin schon recht lange Fan der Eberhofer-Reihe. Die von Christian Tramitz gesprochenen Hörbücher sind einfach genial. Dieses Buch hat mich erst gar nicht angesprochen, dann ist es mir durch Zufall in die Hände gefallen. Regulär gekauft hätte ich es mir nicht, weil ich es für den Inhalt zu teuer empfinde.
Die 4 Kurzgeschichten sind nett. Eine Geschichte kennt man aber schon aus dem Band „Kaiserschmarrndrama“, das fand ich jetzt nicht so prickelnd.
Das bayerisch-hochdeutsche Glossar ist auch nett, aber im Verhältnis zum restlichen Buch zu umfangreich.

Ich denke, dieses Buch ist ein nettes Geschenk für jemanden, der die Eberhofer Reihe nicht kennt oder für eingefleischte Eberhofer Fans, die einfach alles von ihm haben wollen.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Man erkennt sofort, dass die Geschichte aus der Feder von Iny Lorentz stammt

Die Wanderapothekerin
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Da ich die „Wanderhure“-Reihe sehr gerne mag, war ich jetzt neugierig auf die „Wanderapothekerin“. Worum geht es:
Die Brüder Schneid gehen jedes Jahr mit ihr den Arzneien des Apothekers auf Wanderschaft. ...

Da ich die „Wanderhure“-Reihe sehr gerne mag, war ich jetzt neugierig auf die „Wanderapothekerin“. Worum geht es:
Die Brüder Schneid gehen jedes Jahr mit ihr den Arzneien des Apothekers auf Wanderschaft. Sie verkaufen die Heilmittel auf Märkten und in den Dörfern. Wegen eines Familiengeheimnisses geraten die Brüder in einen tödlichen Streit.

Da ihr Vater als verschollen gilt, nimmt die 17-jährige Klara allen Mut zusammen und macht sich selber mit dem Reff auf Wanderschaft. Sie besteht einige Abenteuer und findet sogar den Mann ihres Lebens.

Mir hat die Geschichte recht gut gefallen und Anne Moll hat gewohnt gut gelesen. Für mich hätten die Arzneimittel etwas mehr betont werden dürfen, weil ich mich generell für Naturheilkunde interessiere.

Veröffentlicht am 12.11.2019

1193 – Im Heiligen Land macht ein mysteriöser Fund aus Gegnern Freunde

Die Gebote des Templers
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*Ein schöner historischer Roman über Glaube und Ehre*

Das Schicksal führt die Wege von Guillaume de Born ( Tempelritter ), Harit ibn Tharit ibn Hamid (syrischer Araber) und Leah ( Tochter eines jüdischen ...

*Ein schöner historischer Roman über Glaube und Ehre*

Das Schicksal führt die Wege von Guillaume de Born ( Tempelritter ), Harit ibn Tharit ibn Hamid (syrischer Araber) und Leah ( Tochter eines jüdischen Geldwechslers) zusammen. Sie sind auf der Jagd nach der biblischen Bundeslade, einem jüdisch-christlichen Heiligtum, dass in die Hände des Templerordens gefallen ist.

Die Geschichte bietet alles was ich an historischen Romanen schätze:

'kriegsmüde' Ritter, Intrigen, Liebe, religiösen Eifer, ordinäre Szenen und blutige Kämpfe. Dazu lässt der Autor einige historische Figuren und Ereignisse sehr geschickt einfließen.

Tom Melley erzählt die Geschichte spannend und in einem recht hohen Tempo. Ich habe die 400 Seiten zügig gelesen und war bestens unterhalten.

Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch des Autors, das er im Nachwort ankündigt