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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2019

Sigi Siebert ist ein Original – mir hat die Geschichte gut gefallen

Tod einer Bikerin
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*Ein pensionierter Hauptkommissar schnüffelt auf eigene Gefahr *

„Tod einer Bikerin“ ist der 5. Band, in dem Sigi Siebert ermittelt. Wobei – ermittelt - der falsche Ausdruck ist, er schnüffelt, weil ...

*Ein pensionierter Hauptkommissar schnüffelt auf eigene Gefahr *

„Tod einer Bikerin“ ist der 5. Band, in dem Sigi Siebert ermittelt. Wobei – ermittelt - der falsche Ausdruck ist, er schnüffelt, weil er nicht mehr im aktiven Polizeidienst steht. Ich kenne die Vorgängerbände nicht und weiß auch nicht so genau warum er vorzeitig in den Ruhestand gehen musste.

Es beginnt mit einem feucht fröhlichen Kneipenabend mit seinen ehemaligen Kollegen. Zu später Stunde kommen sie auf die Arbeit zu sprechen und sein Nachfolger klagt über einen ungelösten Fall. Eine Frau wurde in ihrer Wohnung erschossen und der Lebensgefährte liegt betrunken im Nebenzimmer. Er wird verdächtigt, aber man kann ihm nichts nachweisen. Ein Motiv erkennt keiner.

Sigi ist richtig angefixt und im Gespräch mit seiner Frau kommt heraus, dass beide den Verdächtigen aus der Schulzeit kennen. Man kann ja mal unverbindlich bei dem ehemaligen Schulkameraden vorbeischauen.....

Der Autor erzählt die Geschichte rückblickend aus Sigis Ich-Perspektive. Das hat mir gut gefallen, weil ich dadurch dem 'alten Schnüffler' ganz nah war. Ich bin mit ihm durch die Essener Straßen geradelt und konnte mir die Schauplätze gut vorstellen.

Ich finde, das ist ein gelungener Regionalkrimi, der mir den Pott etwas näher gebracht hat. Es ist keine rasant spannende Story, sondern eher eine knifflige Geschichte mit einem liebenswerten Sigi Siebert.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Hat mich nicht ganz überzeugen können

Räuchern, Raunacht, Rituale
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*Ratgeber zum Aufräumen und Entrümpeln mit Schwerpunkt Raunächte und Jahreskreis*

Ich habe einen starken Bezug zu den Raunächten und räuchere schon seit einigen Jahren, daher war ich sehr neugierig auf ...

*Ratgeber zum Aufräumen und Entrümpeln mit Schwerpunkt Raunächte und Jahreskreis*

Ich habe einen starken Bezug zu den Raunächten und räuchere schon seit einigen Jahren, daher war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Das Buch möchte aus meiner Sicht, erstmal für die Energien im Wohnraum und die Qualitäten der Jahreskreisfeste und Raunächte sensibilisieren. Als Einstieg bestimmt hilfreich. Die Autorin erklärt alles sehr gut verständlich und nachvollziehbar.

Ein großer Schwerpunkt ist das Aufräumen und Loslassen, da waren ein paar interessante und hilfreiche Impulse dabei.

Das Thema Räuchern wird mit 11 Seiten sehr knapp und für mich zu oberflächlich behandelt.

Die Raum- und Räucherrituale zu den Raunächten und den Festen im Jahreskreis fand ich schön dargestellt und ich denke, dass die sich auch gut umsetzen lassen.

Ein wesentlicher Kritikpunkt ist für mich die Gestaltung des Buches. Cover und Haptik des Buches sind hochwertig, doch die Bebilderung im Textteil ist mir zu modern und für mich nicht passend zum Titel.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Ein Provinzkrimi, der alle denkbaren Klischees über das bayerische Hinterland bedient

Bülent Rambichler und der störrische Karpfen
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Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler ...

Im fiktiven fränkischen Strunzheim wird die Leiche vom zweiten Bürgermeister gefunden. Nackt bis auf die Trachtensocken steckt er in einem Fischweiher. Um die Todesumstände zu klären, muss Bülent Rambichler wieder in seine alte Heimat. Die Ermittlungen verlaufen schwierig, weil erstmal alle Indizien auf Erkan Rambichler, seinen eigenen Vater, hindeuten.
Die Autorin bringt nach und nach weitere Verdächtige ins Spiel und mit der Auflösung hat sie auch noch etwas Tragik in die Geschichte gepackt.

Für mich war es eine sehr unterhaltsame Geschichte. Ich mag unkonventionellen Humor und dass hier sämtliche Klischees über die fränkisch Eingeborenen bedient wurden, fand ich witzig.
Einige Szenen und Dialoge sind überhaupt nicht politisch korrekt und gerade deshalb sehr erfrischend. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der häufig verwendete Dialekt für manche schwer verständlich ist.

Ich werde die Reihe weiter im Auge behalten und wünsche mir, dass der Büli in weiteren Fällen etwas mehr kriminalistisches Können zeigt. Bei diesem Fall hatte er einiges an unkonventioneller Hilfe.

Ein Extralob verdient das Cover. Es hat einen hohen Wiedererkennungswert und man sieht auf den ersten Blick, dass der Humor im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Gute Unterhaltung für Leser, die Lust auf kranke Geschichten haben

Totenfrau
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*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil ...

*Sehr eigenwillig und dennoch reizvoll*
Nachdem ich Bernhard Aichners neuestes Buch „Der Fund“ gelesen habe, war ich neugierig auf weitere Geschichten von ihm. Ich mag seinen mobid eigenwilligen Stil und seine ungewöhnlichen Dialoge.

Totenfrau ist Band 1 der Trilogie über die Bestatterin Brünhilde Blum.

Blum wurde als Kleinkind adoptiert und ihr Vater Hagen hat sie von klein auf zur Arbeit an den Toten gezwungen. Jahre später lernt sie den Polizisten Mark kennen und lieben und gründet mit ihm eine Familie. Das Glück scheint perfekt. Eines Tages wird ihr Mann Opfer eines Verkehrsunfalls und stirbt noch am Unglücksort. Kurz darauf entdeckt Blum eine Spur, die sie in tiefe Abgründe führt. Die Dinge verselbständigen sich und einige Leichen pflastern ihren Weg.

Die Geschichte ist zwar unglaubwürdig und total überzogen, aber trotzdem reizvoll. Wer Freude an einer richtig kranken Story hat, kann hier getrost zugreifen.

Ich denke, ich werde mir zeitnah Band 2 „Totenhaus“ besorgen.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Ich weiß nicht ob man das wirklich braucht

Eberhofer, Zefix!
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*Nette Geschichten in teurem Gewand
Ich bin schon recht lange Fan der Eberhofer-Reihe. Die von Christian Tramitz gesprochenen Hörbücher sind einfach genial. Dieses Buch hat mich erst gar nicht angesprochen, ...

*Nette Geschichten in teurem Gewand
Ich bin schon recht lange Fan der Eberhofer-Reihe. Die von Christian Tramitz gesprochenen Hörbücher sind einfach genial. Dieses Buch hat mich erst gar nicht angesprochen, dann ist es mir durch Zufall in die Hände gefallen. Regulär gekauft hätte ich es mir nicht, weil ich es für den Inhalt zu teuer empfinde.
Die 4 Kurzgeschichten sind nett. Eine Geschichte kennt man aber schon aus dem Band „Kaiserschmarrndrama“, das fand ich jetzt nicht so prickelnd.
Das bayerisch-hochdeutsche Glossar ist auch nett, aber im Verhältnis zum restlichen Buch zu umfangreich.

Ich denke, dieses Buch ist ein nettes Geschenk für jemanden, der die Eberhofer Reihe nicht kennt oder für eingefleischte Eberhofer Fans, die einfach alles von ihm haben wollen.