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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Tiefe, die in die Songs interpretiert wird, fehlt der Handlung

Deep Cuts
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Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen. Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich ...

Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen. Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich habe mir zu Beginn auch die Arbeit gemacht, jeden Song zur passenden Zeit rauszusuchen (Für Leute mit Spotify wurde das schon erledigt). Nach einer Weile hab ich das dann aber sein lassen, da mir die Lieder absolut nichts gesagt haben und ich sie jetzt auch nicht so brilliant fand wie das Buch sie darstellt. (Vielleicht bin ich dafür aber auch zu jung.)

Insgesamt hat mir bei der Handlung des Buches einfach der rote Faden gefehlt. Es wirkt auf mich mehr wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse mit zwei Zeitsprüngen als wie eine durchgehende Handlung. Auch die Liebesgeschichte (?) hat mich nicht wirklich abgeholt. Dafür, dass Percy Anfang 20 ist, verhält sie (und auch er) sich ziemlich infantil, was mir vor allem in der Mitte des Buches stark auf die Nerven ging. Gefallen hat mir stattdessen die Beziehung zwischen Zoe und Percy.

Gegen Ende des Buches fand ich auch, dass man sehr deutlich merkte, dass die Autorin teilweise ein Buch über sich selbst geschrieben hat, was an sich ja auch nichts negatives ist, in diesem Fall meiner Meinung nach aber nicht so gut gelungen ist.

Insgesamt kann ich dieses Buch daher leider nicht empfehlen, auch wenn der Schreibstil der Autorin echt gut ist und man sehr flüssig durch das Buch kommt.. Für absolute Musikfans ist es vielleicht was, aber mich konnte das Buch leider nicht abholen.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Erfrischend anderer Jugendkrimi mit toller junger Ermittlerin

Frag Philomena Freud
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Philomena ist ein Waisenkind, dass sich ihren Lebensunterhalt mit Schuhe putzen vor der Praxis des berühmten Doktor Freud verdient. Hierbei lernt sie allerlei hoch angesehene Leute kennen und erfährt einige ...

Philomena ist ein Waisenkind, dass sich ihren Lebensunterhalt mit Schuhe putzen vor der Praxis des berühmten Doktor Freud verdient. Hierbei lernt sie allerlei hoch angesehene Leute kennen und erfährt einige Informationen, die sie stark an der Schuld der Verdächtigen eines Mordes zweifeln lässt. Um dieses Unrecht aufzuklären begibt sich Philomena auf Spurensuche und steckt mit ihrem Hund Kaiser Franz bald tief in dem Fall.

Die Hauptperson Philomena ist wundervoll geschrieben. Sie hat eine sehr positive Grundstimmung, obwohl ihre Lebensumstände nicht unbedingt leicht sind und trägt diese Fröhlichkeit auch nach außen. Trotz ihres jungen Alters finde ich sie auch für ältere Leser super nachvollziehbar und man geht einfach sehr gerne mit ihr durch diesen Fall und lernt mit ihr, auch selbst die Welt ein bisschen anders zu sehen und die kleinen Dinge wertzuschätzen. In der Stadt ist Philomena gut vernetzt und hat einige Freunde, die immer wieder in der Geschichte auftauchen und dem Buch eine gemütliche und warme Atmosphäre bereiten, auch wenn sie selbst aufgrund der Kürze nicht viel Tiefe erhalten. Durch ihre offene Art gewinnt sie im Verlauf der Geschichte einige neue Bekannte, die aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten stammen, was mir auch sehr gut gefallen hat. So lernt man die verschiedensten Persönlichkeiten kennen, bei denen auch nicht von vorne herein klar ist, ob sie nun gut oder böse sind. Auf mich wartete da durchaus die ein oder andere Überraschung. Auch die gesellschaftlichen Schichten werden hier sanft hinterfragt und ich fand es sehr erfrischend, dass dies auch aus den verschiedensten Schichten geschah.

Ein großes Lob gebührt der Autorin auch für die Gestaltung des Settings. Alles ist sehr anschaulich beschrieben und man hat das Gefühl mit Philomena zusammen durch die Straßen Wiens zu laufen. Nun gibt es eine weitere Stadt, die ich besichtigen möchte. :)

Es hat zwar nichts mit dem Inhalt zu tun, aber trotzdem muss ich hier auch kurz auf das Cover des Buches eingehen, denn es begeistert mich jedes Mal wieder, wenn ich es in der Hand halte. Die glänzenden Elemente verleihen dem Buch nochmal einen edlen Touch und sind auch haptisch spürbar, was das Buch für mich nochmal besonders macht.

Nun warte ich sehr ungeduldig auf den nächsten Teil, denn im Verlauf und vor allem am Ende habe ich ein paar Hinweise gefunden, auf deren Weiterentwicklung ich sehr gespannt bin.

Definitiv eine dicke Leseempfehlung, auch oberhalb des Zielgruppenalters wird man mit diesem Buch sehr gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 08.08.2025

Schöner Einstieg in die Welt koreanischer Erzählungen

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Diese Geschichte basiert auf einer alten koreanischen Geschichte, der ein modernerer Touch gegeben wurde. Zuerst lernen wir die Hauptfiguren Ren und Sunho kennen, aus deren Perspektive wechselnd erzählt ...

Diese Geschichte basiert auf einer alten koreanischen Geschichte, der ein modernerer Touch gegeben wurde. Zuerst lernen wir die Hauptfiguren Ren und Sunho kennen, aus deren Perspektive wechselnd erzählt wird. Später kommt noch eine weitere Perspektive hinzu.

Nachdem Rens Onkel vergiftet wurde, macht sie sich auf den Weg, um ein Heilmittel zu finden. Auf dieser Reise trifft sie auf Sunho, der auf der Suche nach einem bestimmten Mädchen ist. Auf ihrer gemeinsamen Reise kommen die zwei sich immer Näher und erleben zusammen so einige Abenteuer.

Vom Einband und dem Klappentext her zu schließen meint man, dass es sich um ein recht fröhliches Buch handelt, was auch großteils der Wahrheit entspricht. Dennoch sollte gerade bei jüngeren Leser:innen beachtet werden, dass es in dem Buch teilweise auch recht brutal vor sich geht und das manche Lesende überfordern könnte.

Dennoch hat man durch Rens positive Stimmung doch meist eine positive Grundatmosphäre im Buch, was die Autorin sehr gut szenisch beschreibt. Auch ist großteils recht klar, wer die Guten und wer die Bösen sind, die man auch mit ganzem Herzen hassen kann. (Nur einer verhält sich doch recht widersprüchlich.) Weniger gut sind ihr die Abschnitte gelungen, in denen viel Handlung passiert, bzw. es actionreicher zugeht. Hier wirkt alles doch recht gehetzt, was auch zu dem einen Stern Abzug bei mir führte.

Auch mit dem Abschluss des Buches kann ich leben, auch wenn ich unbedingt den zweiten Teil lesen möchte, um meine ganzen Fragen beantwortet zu bekommen.

Ich kann das Buch echt allen empfehlen. Besonders finde ich auch, dass auch einiges an Gesellschaftskritik in diesem Buch zu finden ist, die sich auch in unsere Welt übertragen lässt und zum Nachdenken anregt.

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