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Veröffentlicht am 02.05.2020

Lisa Yyland 2 - Die Eminenz und das Hungerbecken

Sterbetag
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Lisa Yyland, die mit 16 entführt wurde und sich und ihren Sohn befreien konnte, will 18 Jahre später alle Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Dazu muss sie sich allerdings nochmals in die Gewalt ...

Lisa Yyland, die mit 16 entführt wurde und sich und ihren Sohn befreien konnte, will 18 Jahre später alle Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Dazu muss sie sich allerdings nochmals in die Gewalt der Eminenz begeben, denn die Eminenz sperrt alle 20 Jahre eine Frau in das Hummerbecken. Gelingt es Lisa ihren Plan umzusetzen?

Das Cover des Buches hätte nicht besser gemacht sein können. Es ist ein absoluter Eye-Catcher, der sofort Lust auf das Buch macht und auch hervorragend zum Buch passt.

Die Inhaltsangabe liest sich ebenso spannend, einziger Fehler ist, dass nicht erwähnt wird, dass dies eigentlich der 2. Teil einer Reihe ist.

Man wird so förmlich ins Geschehen gestoßen, denn es geht gleich rasant los. Nur fehlte mir eben die Vorgeschichte, die zwar während des Buches immer wieder in groben Zügen beschrieben wird, ich sie aber lieber in Form eines Prologes gehabt hätte. Da es allerdings der 2. Teil ist, passt es so auch; nur die Information dazu wäre vor dem Lesen hilfreich gewesen.

Der Schreibstil der Autorin ist rasant, actionreich, spannend und ausgezeichnet. Die Orte und Charaktere werden prinzipiell auch gut beschrieben und in Szene gesetzt, nur die Familie von Lisa bleibt sehr blass. Vieles wird zwar sicher in Band 1 schon geschehen sein, aber vor allem Lisas Sohn wird immer nur erwähnt ohne wirklich greifbar für den Leser zu sein.

Gut gefiel mir auch, dass die Kapiteln aus verschiedenen Erzählerstandpunkten in der Ich-Form erzählt wurde.

Am Ende ging es dann rasant und actionreich zur Sache (wie schon am Anfang), während man im Mittelteil viel über die Planung von Lisa erfährt - stückchenweise - was die Spannung erhöhte und die Konzentration des Lesers erforderte.

Im letzten Kapitel dann noch eine kleine Überraschung, denn die Reihe geht weiter, sonst wäre das Ende unsinnig.

Fazit: Spannender, rasanter und actionreicher Psychothriller bei dem man allerdings zuerst Teil 1 lesen sollte (obwohl dies nicht am Buch vermerkt ist). 4 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2020

The Village

Das Dorf der toten Seelen
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Alice Lindstedt begibt sich nach Silvertjärn, einem schwedischen Dorf in dem bis auf einen Säugling und eine Leiche alle Menschen spurlos verschwunden sind. Dort ist auch ihre Großmutter geboren und sie ...

Alice Lindstedt begibt sich nach Silvertjärn, einem schwedischen Dorf in dem bis auf einen Säugling und eine Leiche alle Menschen spurlos verschwunden sind. Dort ist auch ihre Großmutter geboren und sie möchte das Rätsel in einem Dokumentarfilm lösen. Mit wenig Budget, und 5 Tagen Zeit begibt sie sich mit 3 anderen auf die Suche.

Das Cover ist düster und passt auch zum Buch. Wirklich aufregend ist es aber nicht.

Das Buch beginnt nach einem spannendem Prolog sehr langsam; man wird in die Personen und den Ort gut eingeführt. Allerdings passiert die ersten 150 Seiten (also etwa bis zur Hälfte des Buches) nicht wirklich viel und hat bis hierhin das Genre "Thriller" nicht irgendwie verdient.

Danach geht es aber mit erhöhter Spannung weiter, allerdings zeigen sich kaum nennenswerte Überraschungen.

Gut gemacht finde ich, dass das Buch in 2 Zeitsträngen geschrieben ist - Damals und Heute. Zu Beginn des Buches war das "Damals" definitiv die spannendere Handlung.

Ebenfalls gut gemacht ist die Erzählperspektive aus Sicht von Alice - also in der Ich-Form; genauso wie die düstere Atmosphäre, die gerne in Skandinavien-Thrillern herrscht.

Manches war mir einfach zu detailreich (obwohl ich Details normalerweise mag); diese wurden dann auch unnötigerweise noch wiederholt.

An vielen Stellen erinnerte mich das Buch irgendwie an einen Abklatsch von "Blair Witch Project".

Fazit: Zu viele detaillierte Beschreibungen, die auch gerne wiederholt werden, nehmen viel der Spannung. 3,5 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2020

Kann das zweite Regnum noch aufgehalten werden?

Die 12 Häuser der Magie
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Im zweiten Band um die 12 Häuser der Magie haben sich die Freunde um Nic in das Haus von Chavalle zurückgezogen wo sie Ines nicht finden kann. Von dort aus planen sie ihr weiteres Vorgehen und verarbeiten ...

Im zweiten Band um die 12 Häuser der Magie haben sich die Freunde um Nic in das Haus von Chavalle zurückgezogen wo sie Ines nicht finden kann. Von dort aus planen sie ihr weiteres Vorgehen und verarbeiten ihre Trauer. Wo sind nur Jane und Matt abgeblieben? Sie waren doch auch beim Durchgang des Schwarzen Spiegels……. Kann das zweite Regnum aufgehalten werden???

Cover: Sehr schön gelungen.

Meine Meinung zum Buch: Ich mag den Schreibstil von Andreas Suchanek und auch diese Trilogie hat was an sich, aber mit „Das Erbe der Macht“ kann sie leider nicht so ganz mithalten. Aber es hat auch den Vorteil, die beiden Serien kann man nicht verwechseln denn obwohl beide Magie und Zauber beherbergen sind sie doch sehr verschieden. Ich hatte anfangs ein paar Probleme in die Geschichte ein zu tauchen, da der erste Band schon ein Weilchen her ist und ich des Öfteren verschiede Fantasy lese. Aber so nach und nach kam ich wieder in die Geschichte rein. Die Charaktere sind mir nicht zu 100 % greifbar, aber wahrscheinlich hat noch jeder ein kleines gehütetes Geheimnis zu tragen. In diesem Band geht es nicht nur um den Kampf an sich, sondern um Taktik und Trauer und Enthüllungen. In diesem zweiten Band gibt es ja einige unvorhergesehene Wendungen und Enthüllungen und der Cliffhanger am Schluss kann ja nur als äußerst gemein geahndet werden. Wie die Gruppe das im dritten Band auflösen will – ja darauf bin ich schon sehr gespannt und hoffe das ich nicht allzu lange warten brauche.

Fazit: Solide Fantasy von Andreas Suchanek die ich gerne weiter verfolgen werde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2020

Tom Perlinger 3 - Hurra, hurra die Schule brennt

Karl Valentin ist tot
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2017 starb der Schüler Fabian Brühl im Karl-Valentin-Gymnasium offiziell an Selbstmord. 2 Jahre danach brennt die Schule und die verhasste Lehrerin und Direktor-Stellvertreterin Marianne Eichstätt wird ...

2017 starb der Schüler Fabian Brühl im Karl-Valentin-Gymnasium offiziell an Selbstmord. 2 Jahre danach brennt die Schule und die verhasste Lehrerin und Direktor-Stellvertreterin Marianne Eichstätt wird tot darin gefunden. Tom Perlinger ermittelt mit seinem Team. Steckt Fabians Vater dahinter? Oder ist doch Maslov wieder mal am Verbrechen beteiligt?

Das Cover des Buches passt zur bisherigen Reihe ebenso wie zum vorliegenden Buch. Es ist auch ein optischer Hingucker.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder ausgezeichnet; Charaktere und Orte werden spitzenmäßig dargestellt, sodass man die Reihe nicht kennen muss, um in die Handlung reinzuspringen, obwohl es definitiv auch nicht schadet.

Die Spannung beginnt bereits mit dem Prolog und ist bis zum Ende auf sehr hohem Niveau.

Die Charaktere, die ich ja schon kannte, sind ausgezeichnet gewählt und jeder hat seine Eigenheiten. Der Plot ist super durchdacht; es handelt sich um einen sehr komplexen Krimi, der nebenbei auch noch eine Handlung über die Reihe hat.

Ich rätselte und fieberte mit den Ermittlern mit, aber auch ich konnte den Fall nicht schneller lösen, denn die Autorin ersteht es einen auf falsche Fährten zu locken.

Einziger Fehler war eine Kleinigkeit mit dem Alter von Hubertus, der aber nicht störte.

Das Ende lässt auf eine (hoffentlich baldige) Fortsetzung hoffen.

Für mich nicht nur ein großes Krimi-Highlight 2020, sondern der auch bisher beste Band der Autorin.

Fazit: Krimihighlight, das man nicht aus der Hand legen mag. 5 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Selbstreflexion

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich, Von einer Begegnung, die alles veränderte
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Haus, Garten, Mann, 2 Kinder einen begehrten Job - was sollte man mehr wollen. Doch das Hetzen zwischen den verschiedenen Verpflichtungen setzt eine junge Frau in Bedrängnis. Beim kurzen Entspannen auf ...

Haus, Garten, Mann, 2 Kinder einen begehrten Job - was sollte man mehr wollen. Doch das Hetzen zwischen den verschiedenen Verpflichtungen setzt eine junge Frau in Bedrängnis. Beim kurzen Entspannen auf einer Parkbank begegnet sie einer älteren Frau die ihr nach und nach die vier Fragen des Lebens mitgibt......

Cover: Sehr schön in Pastell mit der Bank - stimmig.

Meine Meinung zum Buch: Da das Buch nur bei 80 Seiten hat ist es sehr schnell gelesen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und vermittelt eine gewisse Wärme. Man hätte das Buch mit Sicherheit um 150 Seiten verlängern können. An einigen Stellen hätte ich mir auch mehr Tiefgang erhofft. Trotzdem konnte mich das Buch abholen und mir wurden von mir selber einige Alltagssituationen und Lebenssituationen bewusster gemacht. Das Buch kann ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern und ist sicher dazu gedacht, mehrfach gelesen zu werden. Sozusagen ein Mantra - Buch zur Selbstheilung denn manchmal ist einem in der Situation gar nicht bewusst, was man möchte, braucht und auch will und das ganze in optisch ansprechender Romanform mit schönen Illustrationen und sogar farbigen Schriften.

Fazit: Hat mir gut gefallen das Buch zur Selbstreflexion.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere