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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2024

Schmutzige Machenschaften

Unterwelten
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Investigativjournalistin Thyra König ist einer großen Sache auf der Spur: illegale Atommüllentsorgung für viel Geld. Dabei gerät sie in die Hände zweier skrupelloser Abzocker. Die haben einen Deal mit ...

Investigativjournalistin Thyra König ist einer großen Sache auf der Spur: illegale Atommüllentsorgung für viel Geld. Dabei gerät sie in die Hände zweier skrupelloser Abzocker. Die haben einen Deal mit der Regierung am Laufen, der deren politischen und eigenen finanziellen Interessen dient.
Das ist noch nicht alles: die beiden Investorensöhne leben ihre perversen Neigungen aus und schrecken auch vor Mord nicht zurück. Stylistin Isa gerät in ihre Fänge.
Gefährliche Situationen, brutale Methoden, politische Machenschaften, aber auch Kameradschaft und Loyalität wurden von Dirk Trost zu einem spannenden Thriller verwoben. Traurige Realitäten werden aufgegriffen, gut recherchierte Details dargelegt, Berlinflair einbezogen.
Liest sich gut und flüssig, packende Passagen garantieren einen ununterbrochenen Lesefluss.

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Veröffentlicht am 02.12.2024

Frauenschicksale

Eine Geschichte des Römischen Reiches in 21 Frauen
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Kein langweiliges Geschichtsbuch, sondern die Korrektur weit verbreiteter Ansichten: auch die Frauen hatten großen Einfluss auf die römische Gesellschaft, aber sicher!
Emma Southon hat sehr gründlich recherchiert, ...

Kein langweiliges Geschichtsbuch, sondern die Korrektur weit verbreiteter Ansichten: auch die Frauen hatten großen Einfluss auf die römische Gesellschaft, aber sicher!
Emma Southon hat sehr gründlich recherchiert, viele Fakten ausgegraben, Irrtümer richtig gestellt und mit Humor, Ironie und spitzer Feder die Bedeutung weiblichen Einflusses wie eine unterhaltsame Geschichte erzählt. Nun, man muss sich schon für Historie interessieren, ansonsten kann es zur Übersättigung kommen. Häppchenweise gelesen bekommt man hier jedoch sinnvolles und weitgehend unbekanntes Wissen dargelegt.
Zahlreiche Fußnoten werden in einem umfangreichen Anhang erklärt und nachgewiesen.
Fazit: eine fundierte Aufklärung über die Frauen, die wichtig, aber in der römischen Geschichte bislang unerwähnt waren. Wunderbar, dass sich Emma Southon dieser Aufgabe angenommen hat.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Phantasien

Der Teezauberer
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Jacob, Tee- und Gewürzhändler, konnte auf Worten in ferne Länder reisen. Diese Fähigkeit hat er verloren, fühlt sich leer.
Ewald Arenz lässt den Leser einiges über Tee erfahren, über Anbaugebiete, Besonderheiten, ...

Jacob, Tee- und Gewürzhändler, konnte auf Worten in ferne Länder reisen. Diese Fähigkeit hat er verloren, fühlt sich leer.
Ewald Arenz lässt den Leser einiges über Tee erfahren, über Anbaugebiete, Besonderheiten, die verschiedenen Namen. Auch über Transportwege und Teerennen.
Sein Teehändler lebt mit und für den Tee. Bis ihn eine Sehnsucht nach einer neuen Liebe, nach Unbekanntem, nach Abwechslung befällt.
Auf einer Reise nach Hamburg erlebt er Unerwartetes. Ab hier verliert er sich in Tagträumen ….
Das ist zum Teil poetisch, zum Teil schlicht verworren und langweilig. Jacobs Figur ist ohne Tiefen, er macht nichts mehr aus seinem Leben, träumt von Fantasiefrauen. Seine Familienmitglieder bleiben blass, bis auf die oft erwähnten Haare seiner Frau fehlt Charakter.
Die Idee - mit der Stimme Temperaturen zu verändern, Atmosphäre zu schaffen ist interessant. Das hatte mir gut gefallen, auf Worten reisen - wie spannend, wie romantisch. Als Jakob diese Fähigkeit verlor, wurde er farblos. Die weitere Geschichte verlief irgendwie im Sande, bizarre Vorstellungen und ein Abdriften von der realen Welt irritieren. Idee schön, Umsetzung holprig.

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Veröffentlicht am 30.11.2024

Das Böse aus dem Saum

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Es geht wieder aufregend zu in Schattenstadt. Zuerst soll Matilda entführt werden, dann die Wahrsagerin Mirabell. Ein Angriff der Nex und der Arkadier steht bevor - es wird wieder spannend! Quinn, Matilda ...

Es geht wieder aufregend zu in Schattenstadt. Zuerst soll Matilda entführt werden, dann die Wahrsagerin Mirabell. Ein Angriff der Nex und der Arkadier steht bevor - es wird wieder spannend! Quinn, Matilda und andere kämpfen gegen finstere Mächte. Und das Sternentorritual steht ja auch noch bevor. Aufforderungen wie: „Ein Euro für die Pfuiwörterkasse“ , bringen eine erfreuliche Prise Humor ins Buch.
Kerstin Gier hat erneut zugeschlagen! Die sehnsüchtig erwartete Fortsetzung der Vergiss mein nicht- Story ist erneut zu einem packenden Pageturner, einer actionreichen Romantasy, einer fantasievollen Geschichte um Quinn und Matilda geworden. Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Schnitzeljagd durch London

Der Thron der Magier
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Das Oberhaupt der Ashs ist gestorben. Warum soll die verstoßene Katleen zu seiner Beerdigung kommen? Hat es damit zu tun, dass sie einer alten Magierfamilie angehört? Aber sie gilt doch als die, die keine ...

Das Oberhaupt der Ashs ist gestorben. Warum soll die verstoßene Katleen zu seiner Beerdigung kommen? Hat es damit zu tun, dass sie einer alten Magierfamilie angehört? Aber sie gilt doch als die, die keine magischen Kräfte hat. Dennoch könnte ihre Stimme die entscheidende sein - es geht um nichts weniger als Herrschaft über die überlebenden Magier.
Ihre Brüder sowie ein anderer junger Mann besitzen Zauberfähigleiten, wollen sie einsetzen, um selber König zu werden. Sie sind sehr widersprüchlich Charaktere, ihre Figuren sind undeutlich zu lesen.
Weissagende Schwestern haben Visionen, jedoch verschiedene. Darüber wird lange palavert. Überhaupt handeln alle Figuren unlogisch und sprunghaft. Man wird mit ihnen nicht warm, ihre Charaktere sind hölzern. Was Katleen allerdings dank Jupiter Phaeton hervorragend kann: nerven, hysterisch reagieren, nutzlos herumschreien. Als dann noch wie ein Kometeneinschlag, nämlich wenig glaubhaft und unerwartet, eine besondere Person auftaucht, ist mein Interesse gänzlich verschwunden. Nicht einmal der bevorstehende Thronkampf kann das ändern.
Die gute Idee wurde nicht so umgesetzt, dass mich das Buch wirklich überzeugen konnte. Schade.

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