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Veröffentlicht am 07.06.2021

In Schottland ist was los

MacTavish & Scott - Das rätselhafte Medaillon
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Die junge Schottin Finola MacTavish arbeitet in der Kanzlei von Anne Scott. Computergenie Lachie hilft den beiden Lady Detectives. Es gibt genug zu tun.
Als Finola in einem Hotelgarten ein altes Medaillon ...

Die junge Schottin Finola MacTavish arbeitet in der Kanzlei von Anne Scott. Computergenie Lachie hilft den beiden Lady Detectives. Es gibt genug zu tun.
Als Finola in einem Hotelgarten ein altes Medaillon mit keltischen Knoten findet, verhalten sich einige Leute dort sehr merkwürdig. Warum nur?
Auch Anne ist gut beschäftigt. Was geht in der Silverbirch-Firma vor?Gitta Edelmann hat einen gemütlichen Cosy Crime-Krimi geschrieben. Die sympathischen Detektivinnen ermitteln engagiert und mit unkonventionellen Mitteln, behagliches Schottlandflair fließt ein, ihre Fälle sind interessant. Schönes, gut und flüssig zu lesendes Schmökermaterial, am besten mit einer guten Tasse englischem Tees zu genießen.
Verlegt von »be« – Das eBook-Imprint der Bastei Lübbe AG.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Ravkas Schicksal

Rule of Wolves
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Auch im siebenten Teil des Grisha-Universums eine echte Leigh Bardugo. Abenteuer, Magie, Erfindungen wie Lenkraketen, Täuschungen, Fluchten, Verrat, Sieg, Niederlagen, unerfüllte Liebe, Kampf um Vorherrschaft, ...

Auch im siebenten Teil des Grisha-Universums eine echte Leigh Bardugo. Abenteuer, Magie, Erfindungen wie Lenkraketen, Täuschungen, Fluchten, Verrat, Sieg, Niederlagen, unerfüllte Liebe, Kampf um Vorherrschaft, gegen Dämonen. Jedoch: diesmal zu viel Mystik, zu viel philosophische Betrachtungen bei den Helden, zu viel Heiligenkult, zu viel Religion, zu viel Langatmiges für mich, trotzdem aber auch reichlich Spannendes, eingestreut wie schillernde Edelsteine. Sicher geglaubte Siege werden zunichte gemacht, Kämpfe haben Ähnlichkeit mit den Schlachten des Ersten Weltkriegs, der Zar ist eine Art Peter der Große, Agrarreformen, gentechnisch veränderte Wesen, Kaiserreiche tauchen in den Gedanken der Leser auf. Eine bunte Mischung aus mehreren Genres, auch Selbstironie und Humor gefielen mir gut, dieses Mal leider nicht immer gewohnt unterhaltsam.
Aus dem amerikanischen Englisch von Michelle Gyo, Ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Kampf um Ravka

King of Scars
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Nach der Gefangennahme durch den Dunklen hat Zar Nikolai ein düsteres, gefährliches Geheimnis. Er und seine Vertraute Zoya reisen durch das Land, um plötzlich entstehenden Wunderwerke zu untersuchen. ...

Nach der Gefangennahme durch den Dunklen hat Zar Nikolai ein düsteres, gefährliches Geheimnis. Er und seine Vertraute Zoya reisen durch das Land, um plötzlich entstehenden Wunderwerke zu untersuchen. Ist eine Droge im Spiel? Was bezweckt die Armee der Grisha? Was ihre Feinde?
Intrigen, Verschwörungen, Magie, Düsternis und liebgewonnene alte Bekannte begleiten den Zaren. Er initiiert ausgeklügelte Verteidigungssysteme, baut unglaubliche Gerätschaften, lässt Labore errichten und stärkt so seine Macht. Kreative Erfindungen rufen Erstaunen hervor.
Nina Zenik, legendäre Grisha, trickreiche Spionin und skrupellose Mörderin taucht auch wieder auf.
Erneut hat Leigh Bardugo mich begeistert. Phantasievolle Welten, halsbrecherische Abenteuer, ein humorvoller Zar und märchenhafte Gestalten ließen mich in Ravka unterwegs sein. Was für eine spannende Reise! Zuweilen sehr ausführlich ins Mystische abgleitend, aber meist unterhaltsam und lesenswert. Es ist von Nutzen, die vorausgegangenen Teile der Grishabücher gelesen zu hBen.
Ins Deutsche übertragen von Michelle Gyo, herausgegeben von Knaur.

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Veröffentlicht am 31.05.2021

Emily und die Brooklyn Bridge

Die Architektin von New York
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Für die Einwohner von Brooklyn und Manhattan ist es schwierig, den trennenden East River, einen der meistbefahrenen Flüsse in ganz Amerika, zu überqueren. Nicht nur wegen der Vereisungsgefahr im Winter. ...

Für die Einwohner von Brooklyn und Manhattan ist es schwierig, den trennenden East River, einen der meistbefahrenen Flüsse in ganz Amerika, zu überqueren. Nicht nur wegen der Vereisungsgefahr im Winter. Geplant ist also der Bau einer Zollbrücke über den Fluss.
1865 bekommt John Roebling den Auftrag. Er ist bekannt, entwarf die Niagara Falls Brücke und andere. Sohn Washington informiert sich schon einmal über Brückenbaukunst in Europa. Emily, seine Frau, begleitet ihn, lernt viel über Brückenbau, besucht auch die Orte seiner Kindheit in Thüringen. Weitere Reisen mit Brückenbesichtigungen und dem Kennenlernen von Investoren, Ingenieuren und Reportern, folgen.
1870 wird die Great Bridge nach Johns Tod durch Wash weitergebaut. Petra Hucke bezieht viele Details wie Senkkästen und deren Funktionsweise ein. Das ist in gewissem Maß angebracht, aber bald langweilig durch zu ausführliche Beschreibungen. Interessanter dagegen sind die Ausführungen zu den durch Wasserdruck entstehenden Unfällen oder auch die Kabelziehungen zwischen den Ufern.
Emily nimmt regen Anteil an der Arbeit ihres Mannes, muss oft zuhause auf ihn warten und ihn von dort unterstützen, auch vertritt sie ihn auf Sitzungen. Zudem engagiert sie sich in Wohltätigkeits- und Frauenorganisationen und setzt sich für Frauenrechte ein.
Wash übernimmt sich, wird krank. Emily schreibt Berichte für ihn, er erholt sich, wird wieder krank. Emily arbeitet sich weiter in technische Details ein, fühlt sich wie die stellvertretende Chefingenieurin. Aber kann sie, noch dazu eine Frau, die Arbeit bewältigen? Spannend, wie sie sich arroganter Männer erwehrt, wie engagiert sie kämpft.
Eine Geschichte zur Entstehung der Brooklyn Bridge und eine Würdigung der Frauen, die leise und und oft ungenannt hinter geschichtsträchtigen Namen von Männern stehen und ohne die viele längst nicht so erfolgreich gewesen wären. Wäre der Bau jener Hänge- und Schrägseilbrücke, eine der ältesten Brücken dieser Bauart in den USA, ohne Emily Warren Roeblings Einsatz erfolgreich gewesen? Diese fiktionalisierte Romanbiografie geht nicht davon aus.
Empfehlenswerte Lektüre aus dem Piper Verlag.

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Veröffentlicht am 28.05.2021

Was tust du, wenn die Welt untergeht?

Unser letzter Tag
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Ein Asteroid wird in gut 13 Stunden zwischen Asien und Australien aufschlagen und die Welt zerstören. Was macht man in der verbleibenden Zeit? Der Focus ist auf Köln gerichtet.
Da ist dieser Ludwig. Er ...

Ein Asteroid wird in gut 13 Stunden zwischen Asien und Australien aufschlagen und die Welt zerstören. Was macht man in der verbleibenden Zeit? Der Focus ist auf Köln gerichtet.
Da ist dieser Ludwig. Er handelt stets planvoll. Sein Plan für heute : er besucht sieben seiner speziellen Freunde. Warum speziell? Jeder hat eine besondere Veranlagung, die er oder sie nutzen konnte oder auch nicht. Ludwig gibt einen Anstoß.
Was haben also diese sieben aus ihrem Leben gemacht, wie nutzen sie diesen letzten Tag?
Das ist spannend, überraschend, unerwartet. Flippen sie aus? Werfen sie Gewohntes über Bord? Machen sie einfach weiter? Wie haben sie sich entwickelt?
Stefan Suchanka schreibt anders, voller boshafter und spitzzüngiger Ironie. Vor Tabus schreckt er nicht zurück, Schmeicheleien wird man von ihm nicht bekommen. Der Leser erwartet eventuelle Entschuldigungen, Verabschiedungen, Anklagen, Abrechnungen. Bekommt er kaum, dafür aber eine schonungslose Einsicht in
Hochmut, Habgier, Wollust, Neid, Maßlosigkeit, Wut, Trägheit. Interessant, wie diese Weltuntergangs-Situation angenommen wird, was sie zum Vorschein bringt. Die Handelnden reagieren mit Fatalismus, Einsichten, ungeahntem Potenzial. Besonders Kaczmarek von der Tankstelle hat mich mit vielen Denkanstößen beeindruckt. Steckt mehr in ihm, als es den Anschein hat?
Faszinierender Spaziergang durch Gedankenwelten einer breiten Range an Personen aus dem Kirschbuch Verlag.

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