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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2020

Wer sich mit seinen persönlichen Ansichten tiefer auseinander setzen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen!

Glaube ja, Kirche nein?
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„Denn das ist es: eine Suche. Eine nach einer Kirche für Gegenwart und Zukunft. Dafür bin ich lange unterwegs gewesen. In eben all den Bereichen, die ich so vollmundig aufgezählt habe und die – hoffentlich ...

„Denn das ist es: eine Suche. Eine nach einer Kirche für Gegenwart und Zukunft. Dafür bin ich lange unterwegs gewesen. In eben all den Bereichen, die ich so vollmundig aufgezählt habe und die – hoffentlich – den vielleicht etwas anderen Blick ermöglichen.“

Wieso wenden sich immer mehr Menschen von der Kirche ab? Muss die Kirche sich ändern? Sind alle Ansätze von den Kirchen richtig?
Julian Sengelmann beschäftigt sich mit solchen und vielen anderen Fragen intensiv in seinem Buch. Dabei betrachtet er vergangene Statistiken, wie die Kirche sich über die Jahrhunderte entwickelt hat und was ihre mögliche Zukunft ist. Er zeigt dabei Möglichkeiten, Schwierigkeiten und interessante Denkanstöße auf.

Dieses Buch ist sehr informativ. Es bringt einem sachlich wichtige Eckdaten heran, ist jedoch dennoch zwischendurch mit humorvollen Bemerkungen des Autors gespickt. Dadurch wird die ernste Thematik etwas aufgelockert und ist angenehm zu lesen.
Ich finde es wirklich sehr gut, dass wichtige Begriffe erklärt werden, falls man sie nicht kennt. Dadurch kann man die Diskussion in diesem Buch besser verfolgen und hat keine Wissensschwierigkeiten.
Es werden auch verschiedene Kirchenformen vorgestellt, sodass man immer im Hinterkopf besitzt, dass es nicht nur die katholische und evangelische Kirchen gibt, sondern noch viele mehr. Allgemein zeigt die Auseinandersetzung in diesem Buch, dass der Autor sich sehr intensiv mit der Problematik beschäftigt hat. Er kann immer verschiedene Denkanstöße liefern, die einen selbst zum Grübeln bringen. Man beschäftigt sich auch intensiv mit der eigenen Wahrnehmung der Kirche: Gehe ich dort gerne hin? Ist der Glaube für mich privat? Was stört mich an der Kirche? Was finde ich gut?
Den einzigen Kritikpunkt, der aber wirklich auch nur klein ist, den ich hätte, wären Diagramme oder allgemein auch bildliche Darstellungen. Die hätten das Buch perfekt gemacht, denn dadurch wären manche Zahlen und Daten besonders zu Beginn des Buches vielleicht anschaulicher gewesen und hätten sich besser eingeprägt, als wenn man sie nur gelesen hätte.
Es werden einige Gesichtspunkte angeführt, die man entweder nie so auf dem Schirm hatte oder nicht so stark beachtet hat. Für jeden, der sich mit solchen Themen gerne auseinandersetzt oder auch neugierig auf die Argumente ist, ist dieses Werk definitiv eine Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Ein guter Auftakt, ich freue mich auf die anderen Bände!

Plötzlich Fee - Sommernacht
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„Ein feines Kichern drang in meine trübseligen Gedanken, und ich hob den Kopf.
Oben auf dem Monitor kauerte etwas. Vor dem hellen Fenster zeichnete sich die dunkle Silhouette eines winzigen missgestalteten ...

„Ein feines Kichern drang in meine trübseligen Gedanken, und ich hob den Kopf.
Oben auf dem Monitor kauerte etwas. Vor dem hellen Fenster zeichnete sich die dunkle Silhouette eines winzigen missgestalteten Dings ab. Es war dürr, hatte lange dünne Arme und riesige Fledermausohren.“
Megan Chase ist gerade erst sechszehn Jahre alt geworden, als sich ihre Welt grundlegend ändert. Ihr Halbbruder wird entführt und stattdessen hat sie plötzlich ein Wechselbalg aus Nimmernie in ihrem Zuhause. Gemeinsam mit ihrem besten Freund betritt sie diese fremde Welt und kommt irgendwann, nach einigen Komplikationen, am Sommerhof an. Doch auch dort lauern Gefahren und Megan ist auf sich allein gestellt.
Bis sie dort Ash sieht. Er lässt ihr Herz sofort schneller schlagen, doch auch mit ihm gibt es ein Problem: Er gehört dem Winterhof an und ist für sie somit tabu. Ebenfalls will er sie seiner Königin ausliefern, sodass sie definitiv keine romantische Zukunft haben.
Megan vergisst jedoch nicht, dass sie ihren Bruder unbedingt retten will, sodass sie sich auf den Weg macht. Dabei trifft sie auf einige Gegner, die sie gemeinsam mit ihrem besten Freund, einer frechen Katze und durch einen Zufall auch mit Ash besiegen muss.

Dieses Fantasybuch ist eine absolute Empfehlung für jeden, der „leichte“ Fantasy sucht, die mit ein wenig Romantik bestückt ist.
Ich habe dieses Buch sehr genossen, denn es ist eine lockere Geschichte gewesen. Klar, manche Feenwesen waren in diesem Buch auch nicht ohne, aber es war mal was anderes als andere Fantasybücher, die aktuell so auf dem Buchmarkt ganz oben stehen, denn bei denen habe ich das Gefühl, dass sie „blutrünstiger“ und ernster sind.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Die Seiten fliegen nur so dahin und durch die Lockerheit lässt es sich sehr schnell lesen. Der Humor von Julie Kagawa hat mir besonders gut gefallen, denn Megan ist dadurch eine freche und mutige Protagonistin geworden. Zynische Bemerkungen haben mich ebenfalls öfter mal grinsen lassen.
Inhaltlich beginnt die Geschichte etwas zäh, aber ab Seite hundert wird es auf jeden Fall besser! Man muss auch bedenken, dass dies der erste Band einer Reihe ist, sodass hier auch oft erst mal einige Dinge erklärt wurden.
Ich habe dieses Buch wirklich sehr gern lesen und freue mich auf die vier anderen Bände!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2020

Hatte viel Potential, konnte jedoch durch manche Kritiikpunkte nicht komplett überzeugen

Unendlich funkenhell
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„Die Bilder waren vorher schon da, dieses Liebespaar, das sich von der Brücke stürzte. Aber als der Junge und ich uns berührten, fühlte es sich zum ersten Mal total anders an. Es war wie ein Ausschnitt, ...

„Die Bilder waren vorher schon da, dieses Liebespaar, das sich von der Brücke stürzte. Aber als der Junge und ich uns berührten, fühlte es sich zum ersten Mal total anders an. Es war wie ein Ausschnitt, der Form annimmt.“
Amy träumt immer wieder von verliebten Paaren aus verschiedenen Jahrhunderten, die sich dann doch immer verlieren. Um sie zu verarbeiten, zeichnet sie sie auf.
Dann stößt sie mit einem schwarzhaarigen Jungen zusammen und spürt sofort, dass sie etwas verbindet. Doch was ist es? Amy geht der Sache nach und merkt mit jeder neuen Spur, dass Liam und sie auf eine besondere Weise miteinander verbunden sind.
Jedoch liegt auf ihnen ein Fluch. Auch Nathan, ein neuer Mitschüler, warnt Amy vor Liam. Liam und Nathan haben beide eine gemeinsame Vergangenheit. Während Amy nicht die schicksalshafte Verbindung zu Liam leugnen kann, spürt sie auch, dass er ihr noch viel verheimlicht.

Ich liebe ja solche Geschichten. Schicksal, Liebe, Drama und Intrigen. Die Autorin hat diese Thematik gut umgesetzt! Es war kreativ, die immer wieder neuen Informationsschnipsel hat man als LeserIn aufgezogen und weiterhin mitgerätselt. Gut, ich bin schnell dahinter gekommen, wie alles miteinander zusammenhängt, aber dennoch war es wirklich gut und spannend zu lesen! Kleine Plottwists verunsichern auch die Sichten von einem und man überlegt nochmal, ob die eigene Theorie wirklich richtig sein kann.
Die Charaktere sind vielseitig. Die beste Freundin von Amy hat eine amüsante Rolle und bei Gesprächen mit ihr musste ich immer wieder grinsen. Natürlich gibt es manche Klischees, besonders was den männlichen Protagonisten, Liam, angeht. Er ist eben mysteriös, geheimnisvoll, miesepetrig, unfreundlich zu der Protagonistin, etc... Klischees halt. Dennoch mochte ich ihn und wurde mit jeder Seite wärmer mit ihm.
Das Hin und Her zwischen ihm und Amy hat mich trotzdem manchmal genervt. Ab und zu konnte ich das gar nicht nachvollziehen, wieso sie sich jetzt wieder streiten oder ähnliches. Ich mochte die beiden zwar, aber manchmal haben sie mich eben auch etwas genervt.
Eine Sache hat mich jedoch sehr gestört: Die Mutter wird immer wieder erwähnt, kam aber nur in zwei oder drei Szenen richtig vor. Klar, das ist in Familien oft so, aber trotzdem fand ich das irgendwie im Buch komisch. Das hat auf mich gewirkt, als wäre die Geschichte dadurch nicht vollständig.
Während des Lesens haben mich etwas die Fehler zwischendurch gestört. Es waren nicht enorm viele, aber dennoch genug, dass es LeserInnen auffällt und stört. Leider ist das deswegen auch ein Kritikpunkt von mir, denn das waren mir verhältnismäßig zu viele Fehler
Das Buch ließ sich sehr schnell lesen und ich wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Man hat damit auf jeden Fall einige schöne Lesestunden vor sich. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und locker, sodass man schnell in der Geschichte versinkt.
Und man muss natürlich auch sagen: Es ist definitiv ein Hingucker. Das Cover ist wunderschön und passt perfekt zum Inhalt des Buches! Das wurde auf jeden Fall perfekt getroffen.
Dieses Buch ist schnell zu lesen und findet bestimmt viele Liebhaber! Vielleicht ist es ja auch was für euch! (Hoffnungslose) RomantikerInnen kriegen hier auf jeden Fall ihre Portion Liebe

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Überzeugender als "Secret Game"!

Pretty Dead. Wenn zwei sich lieben, stirbt die Dritte
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„Und nun war Sarah tot.“
Der Halloweenball sollte eine Wendung für die Beziehung von Brooke und Chase sein. Chase hat mit seiner festen Freundin Sarah abgemacht, dass sie sich an diesem Abend trennen werden, ...

„Und nun war Sarah tot.“
Der Halloweenball sollte eine Wendung für die Beziehung von Brooke und Chase sein. Chase hat mit seiner festen Freundin Sarah abgemacht, dass sie sich an diesem Abend trennen werden, doch dann stirbt Sarah plötzlich. Ihre beste Freundin Brooke und Chase sind im Schock und so sind es auch alle anderen, denn wie konnte sie sterben? Die Polizei geht von einem Mord aus und alle werden nun näher beleuchtet. Das bedeutet für Brooke und Chase, dass sie ihre Beziehung weiterhin geheim halten müssen. Doch irgendjemand hat ihre Beziehung bemerkt und bedroht sie nun. Wer könnte es sein? Und wer hat ihre Freundin Sarah ermordet? Brooke versucht herauszufinden, wer hinter allem steckt und muss damit auch ihre Vergangenheit verarbeiten.

Stefanie Hasse hat einen guten Schreibstil, wie auch bei ihren anderen Büchern. Sie kann einen mithilfe weniger Seiten schnell in eine andere Welt entführen und ich konnte mich auch relativ schnell in die Welt hineinfühlen.
Jeder Charakter hat in dieser Geschichte seine bestimmte Rolle und ist auf seine Weise wichtig. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Beispielsweise aus Brookes, Chases und Jems Sichtweisen. Während des Lesens ist mir jedoch aufgefallen, dass ich an mir selbst gemerkt habe, dass es mir manchmal zu viele Charaktere waren. Dadurch habe ich zwischendurch den Überblick verloren, wer nochmal wer war (bei den Nebencharakteren). Das war eine kleine Schwierigkeit, aber dennoch haben sie mir gefallen.
Inhaltlich habe ich ziemlich lange mit den Charakteren mitgerätselt, wer der Mörder von Sarah sein könnte. Es ist wirklich verstrickt und ich habe mit dem Ende gar nicht gerechnet! Generell fand ich es sehr interessant aufgebaut, denn man hat ab und zu Rückblicke erhalten, die zeigen, wie bereits die Vergangenheiten der Charaktere zusammenhängen.
Also alles in allem ein gutes Buch, welches noch Luft nach oben hatte. Es ist aber definitiv besser als ihr Debüt in diesem Genre. Falls ihr „Secret Game“ damals nicht so überzeugend fandet, gibt diesem Buch trotzdem eine Chance. Vielleicht kann es euch ja auch überzeugen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Eine Empfehlung für jeden, dem die eigene Internetsicherheit wichtig ist!

Die Cyber-Profis
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„Heute betrachte ich die Erfahrung, Opfer von Internetkriminalität geworden zu sein, als etwas, das leider zu den normalen Lebensrisiken in der digitalen Welt gehört.“
Heutzutage sind alle in unserem Umfeld ...

„Heute betrachte ich die Erfahrung, Opfer von Internetkriminalität geworden zu sein, als etwas, das leider zu den normalen Lebensrisiken in der digitalen Welt gehört.“
Heutzutage sind alle in unserem Umfeld miteinander vernetzt. Egal, ob es mit dem Smartphone, dem Laptop, dem Tablet oder anderen elektronischen Geräten ist. Doch wie sicher ist diese Kommunikation? Wie sicher sind unsere Daten im Netz?
In diesem Buch werden diese Fragen und die damit einhergehende Problematik näher beleuchtet. Dabei wird erklärt, wie leicht es Kriminellen fällt mit den persönlichen Daten irgendwelcher Menschen einen Identitätsmissbrauch durchzuführen.

Dieses Buch zeigt einem eine unbarmherzige Realität und das auf vielseitige Weise. Es werden einige Fallbeispiele aufgezeigt, wie ein Identitätsmissbrauch schnell stattfinden kann. Beispiele dafür sind gefakte Chefs oder auch Cybermobbing. Die AutorInnen erzählen aus persönlichen Erfahrungen, wie solche Situationen entstehen. Tina Groll hat den Identitätsmissbrauch selbst erlebt und berichtet davon. Es zeigt einem deutlich, wie unfassbar schnell die Daten gestohlen werden können, selbst wenn man denkt, dass man gut geschützt ist.
Das Buch ist sehr informativ und wird nüchtern erzählt. Dabei werden Fachtermini ausreichend erklärt, sodass man immer jeder Information folgen kann. Man lernt vieles dazu und erhält auch viele Tipps, wie man sich online besser schützen kann.
Insgesamt kann man sagen, dass man auf jeden Fall viel erfährt und mit den Fallbeispielen auch erkennt, wie schnell ein Identitätsmissbrauch geschehen kann. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, denn es behandelt eine unfassbar wichtige Thematik. Auch für Jugendliche ist es empfehlenswert, denn besonders in diesem Alter sollte man sich mit diesen Gefahren auskennen, denn manche Fallbeispiele zeigen, was sonst passieren kann.
Also: Lest dieses Buch unbedingt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere