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Veröffentlicht am 10.09.2020

Spannendes Kinderbuch über Abenteuer, Freundschaft und Magie

Elfie und das magische Eichhörnchen
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Elfie hat Geburtstag – doch statt des ersehnten Hundes findet sie eine Schachtel mit einer geheimnisvollen Botschaft in ihrem Baumhaus. Kurz darauf bekommt sie Besuch von einem weiße Eichhörnchen, das ...


Elfie hat Geburtstag – doch statt des ersehnten Hundes findet sie eine Schachtel mit einer geheimnisvollen Botschaft in ihrem Baumhaus. Kurz darauf bekommt sie Besuch von einem weiße Eichhörnchen, das nicht nur sprechen kann sondern auch in rätselhaften Reimen die Zukunft voraussagt – und in dieser warten einige spannende Abenteuer auf Elfie.
 
Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner 8-jährigen Tochter gelesen und wir beide waren sofort begeistert von Elfie und ihrem niedlichen Eichhörnchen, das jedoch Wert darauf legt, nicht süß, sondern „müüüüüstisch!“ zu sein.
Die Geschichte hat von Anfang an eine richtige Wohlfühlatmosphäre, in der sich Kinder gut wiederfinden können. Wir lernen Elfie und ihre Familie kennen, die zwar einerseits manchmal voll nervig ist, andererseits spürt man dennoch eine liebevolle Verbundenheit. Elfies beste Freundin Maya ist in ihrer rationalen Art der komplette Gegenentwurf zu Elfie was gerade dann zur Belastungsprobe wird, wenn es um die Existenz von magischen Eichhörnchen geht – aber letztendlich sind sie halt einfach beste Freundinnen. Und dann ist da noch Noah, der Neue in der Klasse, der offenbar einen merkwürdigen Draht zu einer Schar Raben hat, die plötzlich vor dem Klassenzimmerfenster sitzt…
Das Eichhörnchen ist extrem putzig mit seinen ungelenken Reimen und seiner frechen Art, so dass man es direkt ins Herz schließt.
Auch Elfie ist mir sehr sympathisch – ein starkes, mutiges und hilfsbereites Mädchen, eins, das man gern als Freundin haben möchte.
 
Das Buch hat einen guten Spannungsbogen. Es braucht nicht lange, bis man in die Geschichte hineinfindet und wissen möchte wie es weitergeht. Danach warten einige Aufgaben und Rätsel auf Elfie, auf deren Lösung man mitfiebert und am Ende müssen Elfie und ihre Freunde sich noch einem richtigen Abenteuer stellen. Mir als Erwachsene ist nicht langweilig geworden dabei – meiner Tochter erst recht nicht. Das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, ich kann mir aber gut vorstellen, dass da noch ein zweiter Teil folgen könnte, das Potenzial dafür ist da.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.08.2020

Ein wunderschönes Buch über die Familie und die erste Liebe

Der Sommer mit Pauline
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Inhalt:

Émile ist 15 und so richtig verliebt in Pauline. Und weil man mitten in der Pubertät keine halben Sachen macht, um das Herz eines Mädchens zu erobern, nimmt er ihre Einladung zu einem Konzert, ...

Inhalt:

Émile ist 15 und so richtig verliebt in Pauline. Und weil man mitten in der Pubertät keine halben Sachen macht, um das Herz eines Mädchens zu erobern, nimmt er ihre Einladung zu einem Konzert, bei dem sie Geige spielt, kurzerhand an, auch wenn dieses Konzert im 1000 km entfernten Venedig stattfindet.

Seine Eltern und sein Bruder sind begeistert von dem Plan - und kommen (zu Émiles Leidwesen) einfach mit. Mit dem Wohnwagen geht es auf eine turbulente Reise.

Eindruck:

Was für eine tolle, sympathische und amüsante Geschichte! Die kurze Inhaltsangabe wird der Stimmung des Buches nicht gerecht, weil die Story hauptsächlich von den großartigen, schrulligen Charakteren und ihren Beziehungen untereinander lebt.

Émile, die Hauptperson ist bestimmt kein typischer 15-jähriger, denn seine Gedankenwelt wirkt wesentlich reifer und komplexer. Anfangs hatte ich Sorge, dass es dadurch mit der Zeit unrealistisch werden könnte, aber das tat es nicht. Er ist unkonventionell und dramatisch (das ist wahrscheinlich wieder typisch für einen Pubertierenden) aber dabei einfach ungeschönt direkt und authentisch. Wenn er glücklich ist, ist er so richtig glücklich, wenn er traurig ist, geht die Welt unter.

Wie wahrscheinlich alle Teenager findet er seine Eltern furchtbar peinlich. Sein Vater ist ein cholerischer, streitlustiger Vertreter, der ständig mit mehr oder weniger schlauen Zitaten um sich wirft. Seine Mutter geht mit ausgebeulten Jogginghosen aus dem Haus und will ihm ständig die Haare blondieren, so dass er in ständiger Angst lebt, dass jemand seinen Ansatz sieht und sich über ihn lustig machen könnte. Sein Bruder ist Uni-Abbrecher, Soldat und stets bereit, Émile eine Tracht Prügel zukommen zu lassen. Gemeinsam leben sie (übergangsweise) in dem Wohnwagen, mit dem sie später nach Venedig aufbrechen. Da Pauline aus recht gutem Hause kommt, setzt Émile alles daran, dass sie gar nicht mitbekommt, dass er seine Familie im Schlepptau hat. Auf der Reise geschehen allerdings immer wieder Dinge, die Emiles Blick auf seine Familie verändern und ihm auch die positiven Seiten aufzeigen.

Das Buch besteht aus den Tagebucheinträgen von Émile, wird also rein aus der Ich-Perspektive erzählt, wodurch wir einen guten Eindruck seiner sehr amüsanten, dramatischen aber auch klugen Gedankenwelt bekommen. Ich habe mir an so einige Stellen Post-its geklebt, weil sie so berührend und weise daherkommen.

Das Einzige, was ich an dem Buch bemängeln würde, ist der Titel. Meiner Meinung nach geht es natürlich auch um die erste Liebe, die ist allerdings eher Nebenschauplatz. (Pauline ist außerdem der Charakter, mit dem ich am wenigsten warm geworden bin - das hat sich erst im letzten Absatz des Buches verändert). Vorrangig geht es eher um die Familie und um das Erwachsenwerden. Darum, seinen Platz in der Familie zu finden, sich selbst zu behaupten und dabei trotzdem die Loyalität nicht zu verlieren, auch wenn die Eltern (selbst ganz objektiv betrachtet) so einige negative Eigenschaften haben.

Insgesamt ein richtig schönes, amüsantes, leichtes und lesenswertes Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Sympathische Charaktere und spannende Geschichte

City of Bones
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Lange hatte ich absolut kein Interesse daran, City of Bones zu lesen, was vor allem an dem - meiner Meinung - nach grausigen Cover lag. Ja, möglichweise bin ich oberflächlich, aber der erste Eindruck ist ...

Lange hatte ich absolut kein Interesse daran, City of Bones zu lesen, was vor allem an dem - meiner Meinung - nach grausigen Cover lag. Ja, möglichweise bin ich oberflächlich, aber der erste Eindruck ist mir schon wichtig. Die Serienverfilmung "Shadowhunter" hat dann ihr Übriges dazu getan, denn die empfand ich zwar als ganz nett, aber nicht so fesselnd, dass ich die erste Staffel zu Ende geschaut habe.

Mit dementsprechend niedrigen Erwartungen bin ich dann an das Buch gegangen und wurde positiv überrascht. Ich mochte die Charaktere sofort, was auch der Hauptgrund dafür war, warum mich die Geschichte "gekriegt" hat. Alle sind durchweg sympathisch ohne nerviges "Heldengetue", was mich oft bei anderen Geschichten stört. Zugegeben sind sie manchmal etwas klischeehaft, aber in einem absolut erträglichen Rahmen. Die Story selbst ist ganz spannend, aber manchmal etwas langatmig, weswegen ich nur vier von fünf Sternen vergeben habe. Ich brauchte ein wenig um reinzukommen, der Mittelteil war super und das Ende blieb meiner Meinung nach etwas an der Oberfläche, obwohl inhaltlich durchaus Potenzial dagewesen wäre, es noch ein wenig intensiver zu gestalten. Daher habe ich auch nicht das Bedürfnis, direkt den 2. Teil anzuschließen, auch wenn ich das irgendwann sicher tun werde, weil mich interessiert, wie es mit den Charakteren weitergeht.

Nichts desto trotz habe ich es schnell in einem Rutsch weggelesen und würde es weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere