Cover-Bild Der Sommer mit Pauline

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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blumenbar
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 15.02.2019
  • ISBN: 9783351037765
Ivan Calbérac

Der Sommer mit Pauline

Roman
Anne Maya Schneider (Übersetzer)

„Wahrscheinlich ist Liebe genau das: die Antwort auf alles.“

Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Als Pauline Émile nach Venedig einlädt, wo sie in einem Jugendorchester Geige spielt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch die Eltern und der ältere Bruder wollen ihn begleiten – im Wohnwagen, in dem die Familie übergangsweise lebt. Eine Abenteuerreise beginnt, an deren Ende Émilie ein anderer und sein Blick auf die Welt ein neuer ist. Dieser humorvolle Roman übers Erwachsenwerden und die Magie der ersten großen Liebe trifft einen mitten ins Herz.

Der Buchhändlerliebling aus Frankreich vom Drehbuchautor von „Frühstück bei Monsieur Henri“

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich in 13 Regalen.
  • 8 Mitglieder haben dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2019

Warmherzig, klug und witzig

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In „Der Sommer mit Pauline“ begleiten wir den fünfzehnjährigen Émile, während er sich zum ersten Mal verliebt und einen verrückten Roadtrip mit seiner Familie unternimmt. Als Émile die gleichaltrige Pauline ...

In „Der Sommer mit Pauline“ begleiten wir den fünfzehnjährigen Émile, während er sich zum ersten Mal verliebt und einen verrückten Roadtrip mit seiner Familie unternimmt. Als Émile die gleichaltrige Pauline kennenlernt, kann er nicht fassen, dass sie sich auch für ihn interessiert und ihn obendrein noch nach Venedig einlädt, wo sie mit ihrem Orchester auftreten wird. Zunächst sieht auch alles gut aus, Émiles Eltern wollen ihm ein Zugticket nach Venedig kaufen. Dann aber nimmt das Unheil seinen Lauf, den seine chaotische Familie beschließt, ihn im Auto nach Venedig zu bringen.

Was der mir bisher unbekannte französische Autor Ivan Calbérac hier aufs Papier gebracht hat, ist wirklich ganz großes Kino – und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch bereits verfilmt wird. Èmile ist ein toller Junge, warmherzig, klug und humorvoll. Die Erlebnisse dieses Sommers hält er in seinem Tagebuch fest und ich als Leserin habe mit ihm mitgelitten und mitgefühlt und mich köstlich über seine klugen Sprüche amüsiert. Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich das Buch weggegeben habe, ohne mir einige der Sprüche vorher aufzuschreiben.

Fazit: Émile, seine schwermütige Art und seine manchmal schon fast philosophischen Lebensbetrachtungen kann man eigentlich nur mögen. Auch die restlichen verschrobenen Figuren wachsen einem ans Herz und so empfehle ich das Buch gerne als kluge und witzige Sommerlektüre!

Veröffentlicht am 29.06.2019

Nicht die Stimme eines 15-Jährigen

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Der Autor ist bislang bekannt als Drehbuchautor, und als Film kann ich mir diese Geschichte ganz gut vorstellen. Als Buch hat es für mich leider nicht wirklich funktioniert. Das größte Problem für mich ...

Der Autor ist bislang bekannt als Drehbuchautor, und als Film kann ich mir diese Geschichte ganz gut vorstellen. Als Buch hat es für mich leider nicht wirklich funktioniert. Das größte Problem für mich war, dass sich diese 'Tagebuch-Einträge' keinesfalls nach einem 15jährigen Jungen angehört haben, dessen Hormone gerade Achterbahn fahren. Da ist man doch nur noch mit dem Schwarm beschäftigt, und sinniert nicht über sozial-/politische Themen. Und drückt sich vor allem auch nicht so aus wie Émile hier.

Zudem war das, was Émile dann mit uns geteilt hat, nur leidlich interessant. Ich hab immer gewartet wann es denn nun endlich auf die Reise geht, die die Kurzbeschreibung verspricht. Irgendwann ist es dann endlich so weit, und die Geschichte nahm damit auch wirklich etwas an Fahrt auf. Allerdings hatte ich hier wohl die Kurzbeschreibung falsch interpretiert - ich nahm an dass Émile zusammen mit Pauline und seiner Familie nach Venedig reist. Leider nicht, zwischen den 2 Teenagern gibt es viel zu wenig Interaktion (und übrigens wartet man auch auf den Sommer vergeblich - leider eine ganz falsche Titelwahl für die deutsche Übersetzung) um dieses Buch als Liebesgeschichte durchgehen zu lassen. Aber auch für eine Coming-of-Age Story ist es zu wenig. Und was sollte die (unaufgelöste) Nebenhandlung mit der Nachbarin? Entweder ganz oder gar nicht!

Wie gesagt, in diesem Fall kann ich mir gut vorstellen, dass es als Film - ohne das unnötige Geschwafel und mit einem Fokus auf Handlung - viel besser funktioniert. Aus Neugier habe ich gerade mal nachgeschaut - et voilá - der Film dazu ist vor 1 Monat in Frankreich rausgekommen! Würde ich mir sogar anschauen, auch wenn ich das Buch nur mittelmäßig fand.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Erste Liebe und Philosophie eines Unglücklichen

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Der 15jährige Émile ist zum ersten Mal verliebt. Und zwar in Pauline, die für ihn unerreichbar scheint. Hält er sich selbst für durchschnittlich und sein Leben mit seiner Familie im Wohnwagen unter ihrer ...

Der 15jährige Émile ist zum ersten Mal verliebt. Und zwar in Pauline, die für ihn unerreichbar scheint. Hält er sich selbst für durchschnittlich und sein Leben mit seiner Familie im Wohnwagen unter ihrer Würde, denkt er dafür umso öfter an seine Angebetete. Pauline lebt mit ihren Eltern in einem vornehmen Haus und spielt Geige unter den strengen Augen ihres Vaters, dem Dirigenten eines Jugendorchesters. In einem Heft hält Émile seine Gedanken zu Pauline, seiner Familie und dem Leben im Allgemeinen fest. Da geschieht etwas völlig Unerwartetes: Pauline lädt ihn zu einem Jugendkonzert nach Venedig ein. Er kann sein Glück kaum fassen, als ihm seine Eltern diesen Wunsch erfüllen. Allerdings hat das Ganze einen Haken: sie kommen mit, im Wohnwagen! Eine verrückte Reise beginnt!
Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet. So harmoniert das fröhliche Cover mit Wohnwagen und Urlaubsflair ganz wunderbar mit den blauen Wellen auf der Innenseite, die an das Meer erinnern. Der Titel „Der Sommer mit Pauline“ hat mit dem französischen Original leider gar nichts zu tun, denn der ist dem französischen Chanson „Venice n’est pas en Italie“ entliehen. Zudem spielt sich der Roman während der Osterferien im April ab und hat mit Sommer nichts zu tun. Diese Diskrepanz ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der vernachlässigt werden könnte, wäre der Inhalt absolut wunderbar.
Leider ging mir Émile mit seinen gar nicht so pubertären Philosophien und schrägen Überlegungen zum Leben und den Menschen bisweilen gehörig auf die Nerven. Für mich passten diese so gar nicht zu einem 15jährigen. Die Liebe hat so ihre Fallstricke, die allerdings fast in den Hintergrund traten, da sich sein Vater sehr in den Vordergrund spielte. Mit der Familie Chamodot wurde ich nicht richtig warm: Warum um Himmelswillen färbt ihm seine Mutter die Haare blond? Warum überlässt sein Bruder Fabrice ihm zu sexuellen Erfahrungen seine Urlaubsbekanntschaft? Und warum philosophiert Émiles Vater so platt herum? Keines der Familienmitglieder interessiert sich ernsthaft für den anderen und so kommt es mir vor, als würden alle nur das machen, was ihnen gerade in den Kram passt. Das ändert sich auch auf der Fahrt nach Venedig nicht. Dabei wäre gerade jetzt Zeit, dass sich alle mal austauschen und vor allem dem verliebten Émile etwas zusprechen, statt ihn mit platten Sprüchen völlig zu verunsichern. Gut, es gab auch ein paar lustige Stellen. Insgesamt las sich der Roman recht zügig und unterhaltsam. Vielleicht findet sich hier der ein oder andere Jugendliche wieder. Den Hype um das Buch »„Der Sommer mit Pauline“ ist ein amüsant geschriebener Roman über das erste Verliebtsein und das Erwachsenwerden.«
Neue Ruhr Zeitung - kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn ich hatte mir mehr erwartet. Für mich fiel der Roadtrip nicht nur schräg, sondern auch stellenweise unglaubwürdig aus. Wenigstens bleiben sich die Charaktere allesamt treu. Einzig Émile verändert sich nach der Venedig-Reise und scheint etwas gelernt zu haben.
Der Buchhändlerliebling aus Frankreich vom Drehbuchautor von „Frühstück bei Monsieur Henri“ – diese Einschätzung kann ich leider nicht teilen und vergebe daher nur 2 Punkte.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Weder authentisch noch überzeugend

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Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die ...

Es ist fast Sommer und Émile ist zum ersten Mal richtig verliebt. In die charmante Pauline aus seiner Schule, mit der er über Filme, Tennishelden und übers Leben reden kann. Wenn sie lächelt, geht die Sonne auf. Als Pauline Émile nach Venedig einlädt, wo sie in einem Jugendorchester Geige spielt, kann er sein Glück kaum fassen. Doch die Eltern und der ältere Bruder wollen ihn begleiten – im Wohnwagen, in dem die Familie übergangsweise lebt. Eine schräge Abenteuerreise beginnt, an deren Ende Émilie ein anderer und sein Blick auf die Welt ein neuer ist.

So der Wortlaut des Klappentextes, der im Groben auch stimmt, das Wort „schräg“ lässt sich allerdings nicht nur auf die Reise mit dem Wohnwagen von Paris nach Venedig anwenden, schräg ist so ziemlich alles in diesem Roman: die Liebesgeschichte an sich, der es an Authentizität fehlt, das Verhältnis der Eltern untereinander (der Vater findet es völlig normal, seine Frau aus ganzem Herzen zu lieben und gleichzeitig zu hintergehen), das Verhältnis der Brüder zueinander (Fabrice teilt gerne seinen One-night-stand, der plötzlich zu einer festen Beziehung wird, mit seinem kleinen Bruder, damit dieser endlich Erfahrungen sammelt), das Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern (diese sollen sich an Regeln halten, die jene ihrerseits ohne mit der Wimper zu zucken brechen können), ganz besonders aber das Weltbild des Ich-Erzählers, der seine Erlebnisse in Form von Tagebucheinträgen festhält. Dieses Weltbild ist nicht dasjenige eines 15-jährigen, es ist dasjenige eines desillusionierten und verbitterten 40-/50-jährigen Mannes.

Eine Kostprobe gefällig? Bitte schön: „Zwischen Jungs und Mädchen ist es wie im Autoskooter: Man kreist umeinander, tut, als würde man den anderen nicht bemerken. Man schaut hin, wenn der andere einem den Rücken zukehrt. Und dann kommt man sich näher, streift sich und irgendwann stupst man sich an. Erst nur leicht, um Kontakt aufzunehmen, und nach und nach mit mehr Karacho. Manchmal prallt man auch mit voller Wucht aufeinander, es muss richtig knallen, damit es Spaß macht. Bis es irgendwann dann doch zu schmerzhaft wird und man entscheidet, einen Bogen umeinander zu machen und auf Abstand zu bleiben, jeder auf seiner Seite mit Anwalt und geteiltem Sorgerecht. Nach der Runde versucht man es wieder, aber wenn man mal ehrlich ist, ändert sich ja doch nur die Autofarbe.“

Ich frage: Ist das die Sichtweise eines Jugendlichen auf das Leben? Ich streite dies vehement ab. Wenn sich der Tagebuchschreiber nicht gerade über seine Eltern oder seinen Bruder aufregt, über seltsame Praktiken dieser berichtet (wie zum Beispiel die Tatsache, dass sie ihrem Sohn die Haare blond färben oder ihren Selbstwert daraus beziehen, mit der Bedienung einer Raststätte darüber zu diskutieren, ob Coq au vin serviert werden dürfe), oder einfach mal wieder mit seinen Gedanken bei Pauline ist, dann gibt er genau solche Altersweisheiten von sich. Meiner Meinung nach lässt der Autor vielmehr seine eigene Jugendzeit Revue passieren – sprechen würde für diese These unter anderem die Tatsache, dass Pauline und Émile noch Videokassetten (!) austauschen und das Aussehen des Protagonisten mit dem des Autors übereinstimmt. Summa summarum: Den Roman würde ich keinem Jugendlichen empfehlen, viel eher einem Mann um die vierzig, der das Weltbild des Autors teilt, der dieses einem fiktiven 15-jährigen Jungen in den Mund legt.

Veröffentlicht am 26.04.2019

Émiles erste große Liebe - eine wunderbare Geschichte

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Émile, 15 Jahre, ist bis über beide Ohren verliebt. Er kann sein Glück kaum fassen, als seine Angebetete ihn einlädt, sie in Venedig zu besuchen, wo sie in einem Jugendorchester einen Auftritt hat. Doch ...

Émile, 15 Jahre, ist bis über beide Ohren verliebt. Er kann sein Glück kaum fassen, als seine Angebetete ihn einlädt, sie in Venedig zu besuchen, wo sie in einem Jugendorchester einen Auftritt hat. Doch zu seinem Entsetzen entschließt sich der Rest seiner Familie, die Gelegenheit zu nutzen und auf diese Weise gemeinsam einen Kurzurlaub in Venedig zu verbringen.
'Der Frühling mit Pauline' hätte als Titel deutlich besser gepasst als 'Der Sommer ...', denn die Geschichte spielt vom 12. März bis zum 30. April. Es sind Tagebucheinträge von Émile, der auf diese Weise versucht in Worte zu fassen, was ihn zur Zeit so beschäftigt und verwirrt: seine Gefühle für Pauline. Da er Klassenbester und ein Matheass ist (obwohl ihm nach eigener Auskunft Worte mehr liegen), sind seine Berichte entsprechend gut gelungen. Die Beschreibungen seiner Verzweiflung, wenn seine chaotische Familie sich mal wieder viel zu sehr in sein Leben einmischt, sind so herrlich amüsant übertrieben, dass das Mitgefühl für den jungen Mann schnell zugunsten der Heiterkeit verschwindet. "Mir war so schwer ums Herz, dass ich vor dem Einschlafen wieder zu heulen anfing. Ich wollte an diese Leidstelle beim Katastrophenschutz schreiben, damit sie sich um mein Elend kümmert, aber das ist bestimmt auch so eine Sache, die ich noch nicht darf. ... Das Bett nässe ich nicht mehr ein, aus dem Alter bin ich raus, nur noch das Kopfkissen. Keine Ahnung, ob das besser ist, immerhin trocknen Tränen schneller und stinken nicht, und man muss nicht groß Wäsche machen am nächsten Morgen."
Doch nicht nur seine Verzweiflungsausbrüche sind lesenswert, sondern auch seine fast schon philosophischen Überlegungen. Wie wohl beinahe alle Jugendlichen in diesem Alter stellt er sich Fragen und macht sich Gedanken zum Sinn und Unsinn des Lebens, die so wunderbar geschrieben sind, dass man sie aufschreiben und an die Wand hängen könnte: "Es müsste wirklich einen Minister fürs Innere geben, für innerliche Leere, Gefühle und Hemmungen überhaupt, der hätte alle Hände voll zu tun. Aber der normale Innenminister kümmert sich nur ums Außen. Am liebsten bringt er Leute aus seinem Land heraus, jeden in seine Heimat, auch wenn es die nicht mehr gibt. Aber dem Gesundheitsminister geht es ja auch eher um die Kranken. Diese Titel sollen den Feind verwirren, sagt mein Vater, und der Feind sind anscheinend wir."
Ein durchweg schönes und humorvolles Buch für Jugendliche und Erwachsene über die Zeit der ersten Liebe, die trotz aller Freuden auch ziemlich anstrengend sein kann.