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Veröffentlicht am 19.07.2026

Starke Frauen in einer schwierigen Zeit

Der Club der Unbeugsamen
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Mississippi im Jahr 1933: Der Unterschied zwischen dem Leben der reichen Bevölkerung und der armen ist riesig - zwischen schwarzen Menschen und weißen Menschen in den Südstaaten sowieso. Immer mehr Familien ...

Mississippi im Jahr 1933: Der Unterschied zwischen dem Leben der reichen Bevölkerung und der armen ist riesig - zwischen schwarzen Menschen und weißen Menschen in den Südstaaten sowieso. Immer mehr Familien kommen geradeso über die Runden, bis es nicht mehr geht. In dieser schwierigen Zeit treffen so unterschiedliche Frauen aufeinander, um das unmögliche zu tun: Sie wachsen über sich selbst hinaus.

Eine große Stärke der Autorin ist für mich die Darstellung der Charaktere in diesem Buch. Das Verhalten von Frances hat mich während des Lesens immer wütender gemacht. Ich habe nur darauf gewartet, dass Birdie ihr gehörig die Meinung sagt. Es kommt selten vor, dass ich so emotional beim Lesen werde. Auch Birdie und ihre Freundinnen waren mir direkt sympathisch.
Trotz der komplexen Themen schafft es Stockett die Handlung immer wieder durch humorvolle Szenen aufzulockern. Die Atmosphäre in diesem Buch ist wirklich etwas ganz besonderes.

Eine absolute Empfehlung an alle Fans von historischen Romanen, die sich von den mehr als 800 Seiten auf keinen Fall abschrecken lassen sollten.

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Veröffentlicht am 12.07.2026

Konnte mich nicht abholen

Komm spielen
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Zu Beginn der Handlung hat mich die Erzählweise und der Handlungsstrang an den Stil von Stephen King erinnert, nur mit weitaus weniger Personen. Die Grundidee ist natürlich nicht neu und wurde schon oft ...

Zu Beginn der Handlung hat mich die Erzählweise und der Handlungsstrang an den Stil von Stephen King erinnert, nur mit weitaus weniger Personen. Die Grundidee ist natürlich nicht neu und wurde schon oft - in meinen Augen wirklich gruselig - umgesetzt. Etwas Böses haftet an Objekten und greift schließlich auf die Menschen über. In diesem Fall sind das Modelleisenbahnen. Ich muss zugeben, ich habe mich nie dafür interessiert und kann jetzt mit Bestimmtheit sagen: Modelleisenbahnen sind in meinen Augen nicht gruselig. Und auch das häufige "Choo Choo" hat so gar nichts in mir ausgelöst. Genauso wenig die Figur des Bösen - ein Typ mit Eisenbahnermütze und haufenweise Abzeichen an seiner Weste. Auch die anderen Charaktere sind leider blass geblieben.
Der Schreibstil ist einfach und lässt sich gut lesen. Zwischendrin gab es immer mal wieder langatmige Passagen, die aus meiner Sicht gekürzt werden könnten. Für ein Buch, das als Thriller vermarktet wird, ist es für mich einfach zu lang.

Insgesamt ein Buch, das ich problemlos vor dem Einschlafen lesen konnte ohne mich zu vergewissern, ob ich wirklich allein im Zimmer bin. Von Horror erwarte ich etwas anderes und kann das Buch daher leider nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 28.06.2026

Was ist dein Herzenswunsch?

Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen.
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Prinzessin Tandy liebt Bücher. Wenn sie sich nicht gerade ihren königlichen Pflichten auf einer Reise widmet, stöbert sie durch Buchläden nach einer neuen Entdeckung. Bis ein Fluch sie trifft und sie die ...

Prinzessin Tandy liebt Bücher. Wenn sie sich nicht gerade ihren königlichen Pflichten auf einer Reise widmet, stöbert sie durch Buchläden nach einer neuen Entdeckung. Bis ein Fluch sie trifft und sie die Buchhandlung nicht mehr verlassen kann.

Ich liebe Bücher, die sich um Bücher drehen. Daher wusste ich sofort, dass ich diesen Roman schnellstmöglich lesen muss. Wer Bücher liebt, würde doch sicher gern in einer Buchhandlung feststecken oder? Nun ja, für Tandy bedeutet es einiges an neuen Herausforderungen. Denn ihre Eltern schicken ihr einen Prinzen nach dem anderen, um den Fluch durch einen Kuss zu lösen. Diese Prinzen sind mehr als nur unterhaltsam, jeder hat sagen wir eine besondere Persönlichkeit. Und dann gibt es da noch den äußerst entspannten Piraten, der in den ungünstigsten Situationen auftaucht und seine langen Finger nicht bei sich behalten kann.

Dem Genre entsprechend ist der Schreibstil einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Die Autorin hat viel Wert auf die Atmosphäre der Geschichte gelegt, ohne dabei die Charaktere zu vernachlässigen. Die Lovestory entwickelt sich langsam und wirkt dadurch glaubwürdig. Eine absolute Empfehlung an alle Fans von cozy Fantasy.

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Spielst du das Spiel bis zum Ende?

Die Queen von Mayfair
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Die Queen of Fives hat einen Plan: Sie wird die reiche Erbin geben und einen Mann um sein Vermögen erleichtern. Doch wie schafft sie es in nur 5 Tagen diesen Mann davon zu überzeugen sie zu heiraten?

Die ...

Die Queen of Fives hat einen Plan: Sie wird die reiche Erbin geben und einen Mann um sein Vermögen erleichtern. Doch wie schafft sie es in nur 5 Tagen diesen Mann davon zu überzeugen sie zu heiraten?

Die Story ist im viktorianischen London angesiedelt, aber natürlich nicht im armen Viertel der Stadt. Schließlich spielt die Hauptprotagonistin eine reiche Erbin. Zwischen Oper, Bällen und Teekränzchen muss Quinta den Duke für sich gewinnen. Und sich natürlich an die Regeln des Chateau halten. Das Konzept ist interessant und bildet eine spannende Jagd. Das alles in 5 Tagen zu schaffen, ist natürlich abenteuerlich, wird aber mit viel Humor ausgeglichen. Trotzdem bin ich mit Quinta nicht ganz warm geworden. Ich habe sie während der gesamten Handlung distanziert von außen beobachtet, konnte mich aber nicht in sie hineinversetzen. Auch der Duke blieb bis zum Schluss für mich blass.

Insgesamt eine Empfehlung an Fans von Romanen mit viktorianischem Setting, ganz überzeugen konnte mich das Buch jedoch nicht.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Mensch oder Mythos?

Kleopatra
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Die Autorin erzählt das Leben von Kleopatra aus der Ich-Perspektive, was mir stilistisch gut gefallen hat. Sie spricht die Leser:in auch immer wieder direkt an, kommentiert die Handlung aus ihrer Sicht ...

Die Autorin erzählt das Leben von Kleopatra aus der Ich-Perspektive, was mir stilistisch gut gefallen hat. Sie spricht die Leser:in auch immer wieder direkt an, kommentiert die Handlung aus ihrer Sicht mit Blick auf die historische Geschichtsschreibung und gibt Kommentare zu Ereignissen ab, die noch in der Zukunft liegen. Ob hier tatsächlich irgendetwas von der Handlung historisch korrekt ist, war für mich tatsächlich nicht wichtig. Ich habe erwartet, mehr von der Königin in ihrer Rolle als Herrscherin, Frau und Mutter zu erfahren - unabhängig der von Männern überlieferten Geschichten. Durch die Ich-Perspektive habe ich erwartet, einen sehr guten Bezug zu Kleopatra aufzubauen, was mir leider nicht gelungen ist. Ich konnte bis zum Ende nicht mit ihr mitfühlen, was mich total irritiert hat. Vielleicht hätte ich das Buch lieber im englischen Original lesen sollen. Auch das Erzähltempo konnte mich nicht vollständig überzeugen: Mal werden Ereignisse ausführlich beschrieben und dann werden einzelne Abschnitte ihres Lebens in extrem schnellem Tempo mit wenigen Seiten abgehandelt.

Insgesamt ein interessanter Roman, der jedoch hinter den Möglichkeiten dieser starken Frau zurückblieb

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