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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2020

Spannend mit Luft nach oben

Der Mädchenwald
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Der Thriller von Sam Lloyd ist sehr düster und auch brutal. Da es sich bei der Entführten um ein 13 Jähriges Mädchen handelt, ist es teilweise schon recht schwer verdaulich, was der Autor zu bieten hat.

Elissa ...

Der Thriller von Sam Lloyd ist sehr düster und auch brutal. Da es sich bei der Entführten um ein 13 Jähriges Mädchen handelt, ist es teilweise schon recht schwer verdaulich, was der Autor zu bieten hat.

Elissa wird während eines Schachturniers entführt und in einen dunklen Raum gesperrt, der unterirdisch liegt.
Elisa leidet, schöpft aber ein wenig Hoffnung als ein Junge, Elijah, sie entdeckt. Elijah scheint sehr isoliert und weltfremd zu leben, kann also auch nicht auf das Internet zugreifen. Die beiden wissen, dass sie vorsichtig sein müssen, dennoch erweckt Elijah manchmal den Eindruck, als wenn er Defizite in der Entwicklung hat.
Diese beiden Charaktere tragen in meinen Augen die Handlung sehr gut, da sie auch vieles ihrer Eindrücke und Gefühle wiedergeben.
Durch die Handlung führt den Leser ebenso eine Polizistin, deren Privatleben ebenfalls zur Handlung beiträgt, was manchmal etwas fehl am Platz wirkte.
Das wieso und warum hat mich lange beschäftigt. Ganz klar wird hier beschrieben, was es für schreckliche Abgründe in einem Menschen geben kann, dennoch habe ich mehr Antworten erwartet.

Ein Thriller der entsetzt, aber in meinen Augen, gerade zum Ende hin, definitiv Luft nach oben hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Brutal aber sehr spannend

Der Spiegelmann
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Brutal aber sehr spannend

Der Spiegelmann von Lars Kepler

Joona ermittelt im Fall der toten Jenny Lind. Sie wurde auf einem Spielplatz in einem Spielhäuschen erdrosselt. Ein emotionaler Fall, da Jenny ...

Brutal aber sehr spannend

Der Spiegelmann von Lars Kepler

Joona ermittelt im Fall der toten Jenny Lind. Sie wurde auf einem Spielplatz in einem Spielhäuschen erdrosselt. Ein emotionaler Fall, da Jenny schon einige Jahre vermisst war, und ihr anscheinend die Flucht gelungen war.

Im zweiten Handlungsstrang lernen wir Martin und Pamela kennen. Martin leidet seit dem Unfall der Stieftochter Alice, der Tochter von Pamela, an einer Psychose. Er war mit Alice damals Fischen, als sie ins Eis eingebrochen ist. Er wurde gefunden und gerettet, von Alice fehlte jede Spur. Pamela möchte ein Pflegekind aufnehmen, Mia, doch das Amt muss zustimmen. Als Martin in den Verdacht gerät Jenny ermordet zu haben, weil er nachts etwas gesehen hat, als er mit dem Hund unterwegs war, scheint die Hoffnung verloren.
Die Ermittlungen bringen Joona bisher nicht viel weiter. Seine Kollegen setzen Martin unter Druck, bekommen so ein falsches Geständnis, was aber nicht weiter bringt. Doch Joona ahnt, dass Martin etwas gesehen hat, und möchte, dass er hypnotisiert wird. Ein alter Bekannter der Reihe kommt in Erscheinung. Der Verdacht, dass es sich hier um einen Serienmörder handelt erhärtet sich. Die Wahrheit stellt sich als schlimmer heraus, als man sich vorstellen kann.

Joona Linna ermittelt in diesem Fall, sehr zu meinem Bedauern, ohne Saga, die sich immer noch in einer Klinik erholen muss. Joona besucht sie regelmäßig, doch sie spricht nicht, scheint aber zumindest Interesse an dem zu zeigen, was er ihr über den aktuellen Fall erzählt.
Ansonsten wirkt Joona etwas zahmer als sonst. Er versucht sich tatsächlich an die Weisungen seiner Chefin zu halten, wobei er sie zu nehmen weiß, und so beispielsweise doch das okay für eine Aktion bekommt, die sie eigentlich nicht befürworten wollte. Privat leidet er darunter, dass seine Tochter Lumi Abstand möchte. Sie hat Joona im vorherigen Teil grausame Dinge tun sehen, die zwar zu ihrer Rettung beigetragen haben, dennoch schwer verdaulich sind.

Insgesamt war dieser Thriller wieder sehr spannend, wie ich es vom Autorenduo gewohnt bin. Auch an Grausamkeiten mangelt es nicht, im Gegenteil, man hätte oft das Gefühl, dass hier einiges geboten wurde. Besonders gefallen haben mir die psychologischen Hintergründe, die diesem Thriller zu Grunde liegen.
Wieder ein geniales Buch aus der Reihe, das ich Thrillerfans wärmstens empfehlen möchte.

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 18.11.2020

Extrem spannender dritter Teil

Die Hornisse
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Extrem spannender dritter Teil

Die Hornisse ist bereits der dritte Teil um den Ermittler Tom Babylon aus der Feder von Marc Raabe. Auch hier wurde mir wieder spannendes geboten und die Charaktere entwickeln ...

Extrem spannender dritter Teil

Die Hornisse ist bereits der dritte Teil um den Ermittler Tom Babylon aus der Feder von Marc Raabe. Auch hier wurde mir wieder spannendes geboten und die Charaktere entwickeln sich ebenfalls von Band zu Band weiter. Mir gefällt, dass der Leser auch viel über ihr Privatleben erfährt, es sich nicht nur um einen Kriminalfall handelt. Gerade Tom bringt ja einiges an interessanter Entwicklung in die Handlung. Beginnend ab dem ersten Teil, der sich um seine Schwester dreht.

Worum geht es in diesem Teil?
Ein berühmter Rockstar wird bestialisch ermordet. Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns werden hinzugezogen. Eine der Fragen die sich schon am Anfang der Ermittlung stellt ist, was in dem Brief steht, der dem Star kurz vor seinem Tod auf der Bühne überreicht wurde.
Die weiteren Umstände erfordern, dass Tom untertaucht und verdeckt weiter ermittelt.

Ich kenne alle Thriller von Marc Raabe, doch diese Reihe hat mittlerweile Suchtfaktor für mich. Sein Schreibstil ist angenehm und ich bin froh, dass es auch deutsche Autoren gibt, die gute Thriller schreiben können.
Es bleibt nicht mehr viel zu sagen, nur noch, dass ich Michael den nächsten Teil, der hoffentlich bald kommt, freue.






  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 05.11.2020

Weg zur Selbstfindung

Ada
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Weg zur Selbstfindung

Ada von Christian Berkel

Ada ist ein Roman der dem Leser viel Zeit- und Familiengeschichte näher bringt.
Die Bundesrepublik steckt fast noch in den Kinderschuhen. Vieles an geschichtlicher ...

Weg zur Selbstfindung

Ada von Christian Berkel

Ada ist ein Roman der dem Leser viel Zeit- und Familiengeschichte näher bringt.
Die Bundesrepublik steckt fast noch in den Kinderschuhen. Vieles an geschichtlicher Bedeutung wird bald geschehen oder findet bereits statt.
Ada führt uns Leser durch diesen Roman. Sie wurde 1945 in Leipzig geboren. Se verbringt die erste Zeit nach ihrer Geburt in Argentinien und kehrt erst mit 9 Jahren zurück. Für Ada ist dies schwer, da sie niemanden kennt, alle politischen Ereignisse für sie gar nicht verständlich. Noch dazu die Sprachbarriere. Das einzig positive an der ganzen Wiederkehr scheint die Vereinigung mit dem Vater zu sein. Ada, ihre Mutter, und ihr Vater Otto ziehen in eine gemeinsame Wohnung und werden eine Familie.
Wichtig fürs Verständnis ist noch, dass Ada jüdische Wurzeln hat.
Der Roman befasst sich mit Adas Weg sich selbst und ihren Platz zu finden. Ein interessanter Blickwinkel auf ein Leben eines Menschen, vor dem Hintergrund der Mauer usw.
Mir hat der Roman gut gefallen, spiegelt er doch auch einen großen Teil deutscher Geschichte wider. Leider möchte man sich nicht an alles erinnern, dennoch ist es gut, sich alles mal wieder vor Augen zu führen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Unterwegs zu den Sternen

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Unterwegs zu den Sternen

Die Menschheit circa 300 Jahren. Der Überlichtantrieb ist entdeckt, nicht nur unser Sonnensystem, auch weit entfernte Planeten sind erreichbar und werden besiedelt. Damit dies ...

Unterwegs zu den Sternen

Die Menschheit circa 300 Jahren. Der Überlichtantrieb ist entdeckt, nicht nur unser Sonnensystem, auch weit entfernte Planeten sind erreichbar und werden besiedelt. Damit dies nicht mit großen Gefahren verbunden ist werden potentiell geeignete Planeten von speziellen Forscherteams untersucht.
Kira ist als Xenobiologin mit an Bord einer dieser Touren. Zum Ende des Auftrages soll sie noch eine ungewöhnliche Sache überprüfen. Und damit nimmt ihr Schicksal einen anderen Lauf. Sie kommt in Kontakt mit einem Außerirdischen Artefakt und verändert sich.
Doch damit nicht genug, plötzlich kommen Außerirdische ins Spiel.

Infinitum, das neue Werk von Christopher Paolini, behandelt ein anderes Thema als Eragon. Keine Fantasy der gehobenen Klasse, nein. Es ist wirklich gute Sci Fi.
Mit gut 900 Seiten ist es doch sehr umfangreich, doch einem Liebhaber des Genre sollte das nicht abschrecken.
Persönlich fehlen mir zwar ein paar Dinge, nur tut dies nichts zur Sache das es mir Spaß bereitet hat das Buch zu lesen.
Gut ausgearbeitete Charaktere, kaum Längen und man merkt, dass dem Autor das Schreiben und recherchieren wichtig ist.
Nach den Büchern über Eragon ein neues, gelungenes Werk von Christopher Paolini. Der 1983 geborene Autor lebt in den USA und sagt das er im Wechsel Fantasy und Sci Fi liest. Für ihn sind die Genres wie Geschwister. Mit Infinitum beweist er das er beide als Autor beherrscht.
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung für die Liebhaber der Genre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere