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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2022

Angekommen

Das Glück riecht nach Sommer
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Nach einer beruflichen und privaten Enttäuschung zieht es die 33-jährige Ina in die Hansestadt Hamburg, wo sie sich als Ärztin am Uni-Klinikum bewerben möchte und auch schon ihr Praktikum absolviert hat. ...

Nach einer beruflichen und privaten Enttäuschung zieht es die 33-jährige Ina in die Hansestadt Hamburg, wo sie sich als Ärztin am Uni-Klinikum bewerben möchte und auch schon ihr Praktikum absolviert hat. Tim, ihr damaliger Mentor und Schwarm, arbeitet immer noch dort. Dank ihrer Freundin Filiz kommt sie in deren WG unter, den Mitbewohnerinnen gefällt das weniger. So findet Ina schließlich Unterschlupf in einem Gartenhaus einer Laubenkolonie am Alsterfleet. Die Bewerbung im Krankenhaus läuft, die Wohnungssuche gestaltet sich ziemlich schwierig, da hat Ina Zeit, Filiz in ihrer Nähstube zu unterstützen und mit Hilfe ihrer Nachbarn den verwilderten Garten auf Vordermann zu bringen. Durch Zufall trifft sie auch ihren Jugendfreund und Bandkollegen Sebastian wieder. Gelingt Ina der Neustart in Hamburg?

Anschaulich und unterhaltsam erzählt Meike Werkmeister die Geschichte von Ina und ihren Freunden. Die Personen sind sympathisch dargestellt. Der Leser hat zwar teil an ihren Gedanken und Gefühlen, trotzdem wirken die Charaktere mitunter etwas distanziert. Der Schreibstil ist leicht und fließend. Gut zur Geltung kommt die Atmosphäre der Laubenkolonie und der Stadt Hamburg.

Obwohl die Story nicht ganz rund ist, da mir eine gewisse Nähe fehlt, ist der Roman eine schöne Sommerlektüre zum Entspannen. Das bunte, sommerliche Cover mit der Glitzerschrift lädt zum Träumen ein.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Niemals aufgeben

Die Perlenprinzessin. Missionare
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Nach ihrer dramatischen Flucht von der Kannibalen-Insel Hiva Oa sucht Ruth mit ihrem Sohn Jan und ihren Gefährten Tahitoa und Aitu Zuflucht auf Tahiti. Doch sie hat nicht mit dem Neid und der Missgunst ...

Nach ihrer dramatischen Flucht von der Kannibalen-Insel Hiva Oa sucht Ruth mit ihrem Sohn Jan und ihren Gefährten Tahitoa und Aitu Zuflucht auf Tahiti. Doch sie hat nicht mit dem Neid und der Missgunst der Missionarsgattin Mrs. Wiggles und der Rachtsucht von Ari'iheiva, einem Erzfeind Tahitoas, gerechnet. Um sie los zu werden, überträgt man ihr die Leitung der heruntergekommenen Handelsstation. Mit Hilfe des Chinesen Lu Po gelingt es Ruth jedoch, den Handelsposten zu einem blühenden Unternehmen aufzubauen. Dies löst natürlich Begierde bei ihren Neidern aus. Zu ihrem Glück findet sie Unterstützung durch Lucky Jim Hutton, der ebenfalls in Tahiti gelandet ist.

Iny Lorentz schreiben in bewährter Manier über das Leben auf den traumhaften Inseln der Südsee Anfang des 19. Jahrhunderts. Doch auch hier herrschen Neid und Missgunst, es werden schlimme Intrigen geplant. Besonders die Missionare, die als Vorbild gelten sollten, zeigen ihr wahres Gesicht. Die Geschichte ist sehr bildlich, spannend, zuweilen auch ziemlich grausam beschrieben, lässt sich aber leicht und flüssig lesen. Gut fand ich die Zusammenfassungen der ersten beiden Bände am Anfang des Buches. Die Reihe wird zurecht als "opulente historische Familiensaga" betitelt. Das gelungene Cover erzeugt Urlaubsstimmung.

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Eine zweite Chance für die Liebe

A Place to Love
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Juniper hat vor drei Jahren, als ihr Vater plötzlich starb, die Verantwortung für die familiäre Obstfarm Cherry Hill in Colorado übernommen. Zusammen mit ihrer Mutter und den beiden jüngeren Schwestern ...

Juniper hat vor drei Jahren, als ihr Vater plötzlich starb, die Verantwortung für die familiäre Obstfarm Cherry Hill in Colorado übernommen. Zusammen mit ihrer Mutter und den beiden jüngeren Schwestern gibt sie alles, um die Farm am Leben zu erhalten. Als plötzlich Henry vor der Tür steht, um eine Unterschrift für die Scheidungspapiere zu bekommen, muss June Farbe bekennen. Uneigennützig hatte sie unter einem Vorwand ihrem angetrauten Mann Henry den Laufpass gegeben, damit er seine Zukunftspläne in Wales verwirklichen konnte. Schnell wird klar, dass beide noch Gefühle füreinander hegen. Gewährt das Schicksal ihnen eine neue Chance?

Lilly Lucas hat einen gefühlvollen, fesselnden Roman vorgelegt, der sich locker und leicht lesen lässt. Die durchweg positiven Charaktere sind lebensnah gezeichnet. Der Leser bekommt zudem Informationen zu Land und Leuten und über den anstrengenden Obstbau. Ein schöner Wohlfühlroman über das Leben und die Liebe zum Entspannen und Mitfühlen. Das moderne Cover mit den Wacholderzweigen, nach denen Juniper ihren Namen hat, und den goldfarbenen Streifen gefällt mir sehr gut. Ein perfektes Gesamtpaket! 5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Privatermittlerin mit Herz und Mut

Fräulein vom Amt – Die Nachricht des Mörders
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Alma Täuber, das Fräulein vom Amt in Baden-Baden, sitzt an ihrer Schalttafel und stöpselt Telefonverbindungen. Zufällig hört sie den Teil eines Gesprächs mit, dass der Auftrag bei den Kolonaden erledigt ...

Alma Täuber, das Fräulein vom Amt in Baden-Baden, sitzt an ihrer Schalttafel und stöpselt Telefonverbindungen. Zufällig hört sie den Teil eines Gesprächs mit, dass der Auftrag bei den Kolonaden erledigt sei. Die knarzige Stimme des Anrufers bekommt Alma nicht mehr aus dem Kopf. Als sie dann erfährt, dass dort eine Frau ermordet wurde, stellt sie eigene Nachforschungen an. Bei der Polizei stößt sie auf taube Ohren. Außer Kommissaranwärter Ludwig Schiller will niemand an einen Zusammenhang glauben. Mit Hilfe ihrer Freunde begibt sich Alma auf Mördersuche im mondänen Bäderort.

Die Autorinnen mit dem Pseudonym Charlotte Blum entführen uns ins historische Baden-Baden Anfang der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Zeitgeist spiegelt sich sehr gut in der Geschichte wieder. Zwischen illustren Bäderhotels, illegalen Casinos und Pferderennbahnen sucht die selbstbewusste Alma mit Hilfe ihrer Freunde beharrlich Puzzleteil für Puzzleteil, kombiniert messerscharf und lässt nicht locker. Dass sie sich dabei selbst gefährdet, merkt Alma nicht. Zum Glück hat der Kommissaranwärter Schiller ein liebevolles Auge auf sie.

Ein fesselnder Kriminalfall mit authentischen, sympathischen Ermittlern, fiesen Gestalten aus dem Milieu und schrulligen älteren Damen. An manchen Stellen war die Story etwas langatmig, trotzdem habe ich mir sehr gut unterhalten gefühlt und war vom Ausgang überrascht. So darf es im zweiten Band weitergehen!

Das dunkle Cover mit Alma an ihrem Schaltpult und dem edlen Golddruck passt hervorragend zur Geschichte. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Schicksalsjahre einer Winzerin

Gretas Geheimnis
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Gerade einmal 20 Jahre ist Greta 1975 alt, als sie das Vermächtnis ihres leiblichen Vaters Fritz Freudberg annimmt. Durch die Heirat mit Kellermeister Bruno Bachstein erbt sie große Weingut. Greta ist ...

Gerade einmal 20 Jahre ist Greta 1975 alt, als sie das Vermächtnis ihres leiblichen Vaters Fritz Freudberg annimmt. Durch die Heirat mit Kellermeister Bruno Bachstein erbt sie große Weingut. Greta ist eine taffe, moderne Frau mit Visionen. Die Ehe mit Bruno läuft anfangs gut, bald wird ihr Söhnchen geboren. In ihrer Großmutter Adela findet Greta eine gute Freundin und Unterstützerin. Im Laufe der Zeit verzieht sich der verschlossene Bruno immer mehr in seinen Weinkeller oder zum Wandern. Gretas leidet unter seiner Sprachlosigkeit und Distanzierung. Als sie den südafrikanischen Erntehelfer Henry kennenlernt, lässt sie sich auf eine kurze Affäre mit ihm ein.

Wie im Zeitraffer erlebt der Leser weitere 25 Jahre aus dem Leben Gretas mit. Man erfährt nicht nur viel Menschliches aus ihrem Familien- und Freundeskreis, sondern lernt auch Wissenswertes über den Weinanbau und die Verarbeitung der Trauben. Politische, gesellschaftliche und soziale Themen fließen geschickt in die Geschichte ein.

Die Autorinnen verstehen es, durch ihren flüssigen, bildhaften und spannenden Schreibstil den Leser zu fesseln. Die Charaktere sind durchwegs - positiv wie negativ - glaubwürdig ausgearbeitet. Das Kopfkino hat einiges zu verarbeiten. Mich hat der zweite Greta-Band, der auch durch das Cover mit der Reihe verbunden ist, genauso überzeugt, wie der erste. Ein lohnende Geschichte für alle, die gerne über das Leben starker Frauen lesen. Leider müssen wir auf das "Happy End" noch einige Monate warten.

5 Sterne

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