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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2021

anstrengend

Der Zirkus von Girifalco
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Nach dem tollen Vorgänger und der Leseprobe hatte ich hier vielleicht zu viel erwartet. Mir gefiel das Buch leider nicht so gut. Viel zu langamtmig und daher leider sehr anstrengend zu Lesen.
Der süditalienische ...

Nach dem tollen Vorgänger und der Leseprobe hatte ich hier vielleicht zu viel erwartet. Mir gefiel das Buch leider nicht so gut. Viel zu langamtmig und daher leider sehr anstrengend zu Lesen.
Der süditalienische Ort bereitet sich auf einen besonderen alljährlichen Festtag vor, den Namenstag eines Heiligen, zu dem immer ein Jahrmarkt erwartet wird. Zufällig kommt statt dessen ein Zirkus in das Dorf und sorgt für besondere Ereignisse.
Der Autor stellt aber vor dieser Ankunft noch die wichtigen Personen vor. Das sind sehr viele, hier wäre eine Fokussierung schön gewesen. So werden alle nur ein wenig vorgestellt und keinem kommt man wirklich Nahe. Schade, hier fehlte einfach der rote Faden. Die teils poetische Sprache konnte mich irgendwann nicht mehr versöhnen, ich wartete auf eine Fazit oder Ergebnis und bekam leider keines. Manche Schicksale waren durchaus berührend, andere reizten mich weniger. Irgendwie blieb bei mir ein unrunder Eindruck zurück.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2021

Erste Schritte Richtung Gleichberechtigung

Freiflug
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Rita Maiburg hat in den 70er Jahren eine Ausbildung als Pilotin selbst finanziert. Sie bewirbt sich selbstbewusst bei der Lufthansa, schließlich ist sie gut und bei der Einstellung würde die Firma die ...

Rita Maiburg hat in den 70er Jahren eine Ausbildung als Pilotin selbst finanziert. Sie bewirbt sich selbstbewusst bei der Lufthansa, schließlich ist sie gut und bei der Einstellung würde die Firma die Ausbildungskosten sparen. Von der Absage ist sie herbe überrascht, denn der einzige Grund hierfür ist ihr Geschlecht. Nach der ersten Enttäuschung will sie weiter um ihr Ziel kämpfen. Dies führt sie zu Katharina Berner, einer jungen Rechtsanwältin aus gutem Hause, die mit ihr gegen diese Ungerechtigkeit vorgehen will, sie klagen gegen die Lufthansa und die BRD.
Katharina und Rita sind Sympathieträger, die man gerne begleitet.

Der Prozess bildet hier den Rahmen für eine Gesellschaftsstudie der 70er Jahre. Die Autorin bringt über die Anwältin Katharina Berner viele Probleme der Zeit, insbesondere von Frauen, zur Sprache. Ob es darum geht, dass eine Frau die Zustimmung des Ehemanns zu vielen Punkten des täglichen Lebens (Geld, Arbeit, Scheidung etc.) benötigt oder die Ablehnung, die emanzipierten Frauen in Männerdomänen (komplette Arbeitswelt) entgegenweht. Auch Hippies, Drogen und das Erbe des Nazireichs mitsamt den Gefahren, die in dieser Zeit für anders Denkende galten, werden thematisiert. Ab und an driftet es in Klischees ab, aber durch den leichten flüssigen Erzählstil wirkt dies nicht allzu störend im Lesefluss.
Über viele Begebenheiten, in denen Frauen herabgewürdigt werden, kann man nur empört den Kopf schütteln und ist sprachlos, auch weil dies Alles noch nicht lange zurückliegt.
Dennoch hätte ich mir gewünscht, die Autorin hätte nicht so eine Vielzahl von Themen in die Handlung eingeflochten, sondern sich etwas fokussiert und diese Auswahl dann stärker und deutlicher herausgearbeitet. Insbesondere über den Prozess hätte ich gerne mehr erfahren, aufgrund der verschwundenen Prozessakten und der schweren Recherche gerät dies sehr an den Rand der Handlung.
Ein lesenswerter Roman über eine Zeit im Umbruch.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Unfug mit Michel aus Lönneberga

Michel in der Suppenschüssel
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Der fünfjährige Michel lebt mit seinen Eltern, seiner kleinen Schwester Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina auf einem Hof in Katthult in Schweden. Er ist berüchtigt für seine Streiche und den Unfug, ...


Der fünfjährige Michel lebt mit seinen Eltern, seiner kleinen Schwester Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina auf einem Hof in Katthult in Schweden. Er ist berüchtigt für seine Streiche und den Unfug, den er anstellt.
Es ist ihm zugute zu halten, dass er nicht vorsätzlich handelt, Unfug wird es von ganz allein. Die bekannten Erlebnisse des Kinderbuchklassikers wurden hier neu in Szenen gesetzt: neu erzählt und liebevoll von Astrid Henn illustriert.
In diesem Band sind die drei Geschichten enthalten: Michel in der Suppenschüssel, als Michel die kleine Ida an der Fahnenstange hochzog und wie Michel auf der Festwiese von Hultsfred ein lustiges Leben führte.
Uns gefällt das Buch sehr, wir lesen fleißig darin und betrachten gemeinsam die Bilder. Sie sind liebeswert und farbenfroh, aber nicht zu überladen, dennoch entdeckt man immer wieder kleine Details, die einem zuvor entgangen waren und die super zur Geschichte passen.
Ein tolles Kinderbuch.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

ein Jahr im Wohnwagen

Sieben Quadratmeter Glück
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Die Autorin wechselte den Wohnort und damit auch ihre Art zu leben. Sie zieht befristet in einen alten Wohnwagen auf einem Campingplatz mit direkter See Lage. Die Idylle ist nicht immer kuschelig, vor ...

Die Autorin wechselte den Wohnort und damit auch ihre Art zu leben. Sie zieht befristet in einen alten Wohnwagen auf einem Campingplatz mit direkter See Lage. Die Idylle ist nicht immer kuschelig, vor allem, weil sie im Winter in dieses spannende Jahr startet, von dem sie hier mit Tagebucheinträgen erzählt.
Ein kurzweiliges Büchlein, dass sich gut lesen lässt. Insgesamt hat es mich gut unterhalten, aber nicht vom Hocker gehauen. Die Tagebucheinträge sind von ihren Eindrücken, den Umständen und den Menschen rund um sie auf dem Campingplatz geprägt.
Am Ende gibt es noch ein Kapitel mit praktischen Tipps zum täglichen Leben auf dem Platz, hilfreichen Apps, Essen, Wetter, Ausrüstung etc.
Im letzten Kapitel stellen sich noch ein paar Menschen vor, die dauerhaft minimalistisch in einem Tiny House oder einem Wohnwagen wohnen, hier hätte ich gerne mehr erfahren.

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Veröffentlicht am 18.03.2021

Eine Bibel für den Gasgrill

Weber's Gasgrillbibel
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Dieses Buch hat den Zusatzbegriff Bibel wirklich verdient. Es kommt sehr wertig und schwer daher, macht einen super Eindruck, hat tolle appetitanregende Fotos und etwas dickere, unempfindliche Seiten, ...

Dieses Buch hat den Zusatzbegriff Bibel wirklich verdient. Es kommt sehr wertig und schwer daher, macht einen super Eindruck, hat tolle appetitanregende Fotos und etwas dickere, unempfindliche Seiten, zudem bleibt es offen auf der aufgeschlagenen Seite liegen. Inhaltlich gibt es viele gute Tipps rund um die Arbeit am Gasgrill (ca. 50 Seiten Theorie), einige übersichtliche Zusammenstellungen, wie man Würzmischungen, Marinaden etc, selber herstellt und dann beginnt schon ein sehr abwechslungsreicher Rezeptteil, der in neun Kapitel unterteilt ist. Hier findet man Rezepte zu Rind, Kalb, Schwein, Lamm, Wild, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse, Obst, Sides, Desserts, Kindergerichte und auch Specials und Freakys fehlen nicht. Bei den Rezepten sind immer die Vorbereitungszeit, die Grillzeit und die - Methode sowie die anschließende Ruhezeit schematisch vorangestellt, außerdem ist angegeben für wieviel Portionen die aufgeführten Zutatenliste reicht und welches Zubehör man benötigt. Es gibt ab und an Tipps und Schritt für Schritt Anleitungen mit Fotos, damit nichts schiefgehen kann.
Uns gefällt das Buch sehr gut, einiges haben wir schon erfolgreich ausprobiert und waren begeistert, nun wartet noch eine lange Liste mit Rezepten darauf abgearbeitet zu werden. Wir freuen uns drauf.
Bis auf fehlende Nährwertangaben kann ich hier nichts meckern. Von uns gibt es 4.5 Sterne für das tolle Grillbuch, das uns sicher noch lange gute Dienst leisten wird.

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  • Erzählstil