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Veröffentlicht am 26.05.2025

Rätselhafte Mutationen auf Planet Megara

Captain Future
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Captain Future und seine Crew werden gemeinsam mit der Agentin Joan Landor zum Planeten Megara entsandt. Dort fallen immer mehr Personen rätselhaften Mutationen zum Opfer. Vor Ort treffen sie auf einen ...

Captain Future und seine Crew werden gemeinsam mit der Agentin Joan Landor zum Planeten Megara entsandt. Dort fallen immer mehr Personen rätselhaften Mutationen zum Opfer. Vor Ort treffen sie auf einen mächtigen Gegner, welcher die ursprünglichen Bewohner des Planeten, die abfällig als Primos bezeichnet und vom Menschen ausgebeutet werden, wieder zu neuer Macht verhelfen will. Doch irgendwas ist faul an diesem Typen.
Früher habe ich den Anime gern gesehen, jetzt allerdings nicht genug Erinnerungen daran, um den Comic mit der Anime-Serie vergleichen zu können. Daher bewerte ich diesen Comic als eigenständiges Abenteuer. Optisch sind die Figuren schon etwas retro, insgesamt sind die Panels überzeugend stark coloriert, detailreich gestaltet sowie übersichtlich angeordnet. Die Schrift ist in Großbuchstaben, die Seiten sind zumeist durchnummeriert. Über den Prolog erfährt man, wer Professor Simon, Roboter Grag und Android Otto sind und was mit den Eltern von Captain Future geschah. Kurz danach geht das Abenteuer auch schon los und es wird schnell deutlich, welcher Typ Mensch Curtis Newton alias Captain Future ist. Das Abenteuer auf Megara gestaltet sich als ziemlich tricky, da sie gegen den göttlich wirkenden Gegner zunächst nichts ausrichten können und die Uhr buchstäblich tickt. Also müssen sie sich aufteilen und an mehreren Fronten parallel kämpfen. Und am Ende des spannenden Abenteuers ist die altbekannte Crew des Raumschiffs Comet komplett.
Ich hatte meinen Spaß und würde auch ein weiteres Abenteuer des Autoren-Duos lesen.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

Die Magie der Feinde - High Fantasy mit diversen Schwächen

Faebound
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Die Erzählung spielt in einer Welt, in welcher Menschen, Fae und Elfen sich einst das Land teilten. Jedes Volk erhielt von seiner ihr zugehörigen Gottheit die ihm eigene Magie. Diese Zeit ist jedoch lange ...

Die Erzählung spielt in einer Welt, in welcher Menschen, Fae und Elfen sich einst das Land teilten. Jedes Volk erhielt von seiner ihr zugehörigen Gottheit die ihm eigene Magie. Diese Zeit ist jedoch lange vorbei, die Völker bekriegten sich so lange, bis nur noch die Elfen übrig blieben. Das Volk, welches von sich glaubt, nur die Vorteile von Mensch und Fae in sich zu vereinen. Das Volk, welches sich nun untereinander im ewigen Krieg um Ressourcen bekämpft.
Erzählt wird aus der Perspektive von zwei Personen. Die erste Person ist Yeeran, eine erfolgreiche Soldatin vom Elfenstamm des Abnehmenden Mondes, die wegen eines Fehlers bei ihrer Anführerin in Ungnade fällt und verbannt wird. Die zweite Person ist Lettle, Yeerans jüngere Schwester und gelernte Wahrsagerin. (Der Epilog bekommt dann später eine Extra-Perspektive).
Gemeinsam mit Rayan, einem weiteren Soldaten der Elfen, geraten die Schwestern in die Gefangenschaft der totgeglaubten Fae. Von da an geht es um Vorurteile, Vertrauen, Verrat, Liebe, Hass, Unterdrückung, Macht, Magie, Vergangenheit, Zukunft, Familie, kurz: man bekommt ein kunterbuntes Programm geboten in einer Welt, in der Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Wenn auch zwischendurch mit einigen Längen. Unterstützt von einer wirklich gelungenen Landkarte im Buch sowie einer Notizsammlung der Elfen am Ende des Romans.
Dennoch gibt es einige Kritikpunkte, sowohl inhaltlich wie auch stilistisch. Wiederholt gab es Szenen, in denen gefühlt Sätze fehlten, der Anschluss sich nicht stimmig anfühlte. Auch hätte ich mir wirklich sehr gewünscht, dass die Autorin die Detailverliebtheit, welche sie für Kleidung, Frisuren und Accessoires aufbrachte, in mindestens der Intensität auch für die Beschreibung der Umgebung eingesetzt hätte. Mehrfach wußte ich bis ins Details, wie die Hauptpersonen aussahen, hatte jedoch keine Ahnung, wie ich mir den Platz, die Straße, den Raum oder das Fest optisch oder akustisch vorzustellen hatte. Auf Dauer ziemlich öde. Dann wurde für die deutsche Übersetzung leider das nonbinäre englische (!) Personalpronomen they benutzt, obwohl es die deutsche Variante sier gibt, die sich deutlich harmonischer liest. So hatte ich beim Lesen immer wieder dieses englische Wort im deutschen Text, was sich genauso nervig liest, als hätte man die deutschen Artikel (der, die, das) einfach in englisch (the) geschrieben. Und der letzte Kritikpunkt, der mich ebenfalls sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass die Autorin die Elfenfreunde in zwei Punkten unnötig dumm darstellt, damit sie zum Schluss die Leserschaft mit zwei Überraschungen beeindrucken kann (die sie für ebenso unaufmerksam hält?). Ich sag mal so: Das waren zwei Dinge, welche jede Person bereits zu Beginn der Gefangenschaft hinterfragt hätte. Und die drei Elfen sind mehrere Monate bei den Fae! Zum Einen ist es die unerklärliche Magie, auf welche Yeeran und Rayan bei einem Angriff auf verfeindete Elfen treffen und die sich exakt mit der Magie der Fae deckt (was denen überhaupt nicht auffallen soll?). Zum Anderen treffen die drei bei den Fae auf einen weiteren Gefangenen, bei dem diverse Details sehr eindeutig auf seine Herkunft hindeuten, aber auch das soll keinem der drei Elfen innerhalb all der Wochen auffallen. Das fand ich extrem schwach konstruiert, der Typ hatte im übertragenen Sinne schon fast ein Namensschild samt Steckbrief um den Hals hängen. Das hätte die Autorin geschickter angehen müssen, um die Überraschung glaubhaft zu präsentieren. Dennoch hoffe ich, dass die Folgebände dieser Trilogie besser ausfallen, da die Grundidee vielversprechend wirkt.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Neues Jahr, neuer Feind

Sepia 2: Sepia und die Verschwörung von Flohall
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Das erste Lehrjahr ist fast um und Sepia erwartet ihre erste Lehrlingsprüfung. Ebenso steht in Flohall das große Stadtfest mit Maskenball vor der Tür, bei welchem das magische Buch der einstigen Drachenbesiegerin ...

Das erste Lehrjahr ist fast um und Sepia erwartet ihre erste Lehrlingsprüfung. Ebenso steht in Flohall das große Stadtfest mit Maskenball vor der Tür, bei welchem das magische Buch der einstigen Drachenbesiegerin Flo gezeigt werden soll. Doch plötzlich spielen Buchstaben und Texte in Sepias Gegenwart verrückt, Alchefakte werden gestohlen und die Stadt wird von mehreren Beben erschüttert. Etwas Mächtiges geht vor in der Stadt, und Sepia und ihre Freunde sind entschlossen, die Stadt erneut zu retten.
Die Rückkehr nach Flohall war die reinste Freude für mich. Sepia ist nun deutlich selbstsicherer als im ersten Band, wie auch auf dem Cover zu erkennen. Die Aufregung wegen der Prüfungen sowie des Maskenballs ist regelrecht ansteckend und für Sepia gibt es noch so viel Neues in der Stadt zu entdecken. Diesmal scheint die Bedrohung aus den eigenen Reihen zu kommen, irgendwer Mächtiges scheint ein falsches Spiel zu spielen. Das macht es für die Kinder umso gefährlicher, der Sache auf den Grund zu gehen, ohne ins Visier des Stadtrates zu gelangen. Doch irgendwann nehmen die Intrigen Überhand und den Kindern bleibt gar nichts anderes mehr übrig, als aufs Ganze zu gehen und Regeln zu brechen.
Das Abenteuer ist spannend und abwechslungsreich und es sind auch wieder einige Tintenwesen beim Abenteuer dabei. Lange bleibt unklar, wer hinter den Intrigen wirklich steckt, hier bietet es sich an, beim Lesen mitzurätseln. Und zudem können die Kinder sich wieder beweisen, was wahre Freundschaft ausmacht. Durch die Suche nach den Drahtziehern wirkt ein Großteil des Buches diesmal eher wie ein Krimi mit fantastischen Details, erst zum Schluss hin wird es sprungartig magischer, wobei ich es stellenweise schon als etwas zuviel empfand, um noch harmonisch zum ersten Band zu passen. Das Ende ist mir persönlich in einigen Punkten zu überzogen, auch wenn es einige Überraschungen bietet und vorbereitend auf Band 3 ist.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Eine gefährliche Welt tief unter der unsrigen

Verlorene Städte (Die Lichter unter London 1)
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Tief unter London liegen die Katakomben, eine über sieben Ebenen reichende Unterwelt mit ihrer eigenen Flora und Fauna. Durch Zufall vor einigen Jahren entdeckt, ziehen nun Tiefenschürfer, sogenannte Mudlarks, ...

Tief unter London liegen die Katakomben, eine über sieben Ebenen reichende Unterwelt mit ihrer eigenen Flora und Fauna. Durch Zufall vor einigen Jahren entdeckt, ziehen nun Tiefenschürfer, sogenannte Mudlarks, durch die obersten Ebenen auf der Suche nach den dortigen Bodenschätzen. Doch die Unterwelt ist gnadenlos, wer sich dort verirrt, findet meist nicht mehr zurück an die Oberfläche. Wegen einer Wette gerät auch die Studentin Maeve O’Sullivan bei einer Touristenführung viel tiefer in die Katakomben als geplant und muss lernen, dass diese Welt ganz anders ist, als wie ihr an der Uni beigebracht wurde.
Die Autorin hält sich nicht lange mit irgendwelchen unnötigen Einleitungen auf sondern schickt Maeve von Anfang an in die Katakomben. Von da an nimmt das ungeplante Abenteuer seinen Lauf, auch wenn mich die Erklärung, warum sie die Wette unbedingt einlösen wollte, stark verwunderte. Einfach, weil sie den Gegenpart nicht mag. Nun gut, ist ein anderes Thema. Das Abenteuer schreitet recht zügig voran, ebenso schnell erfährt man von ersten Pflanzen und anderen Bewohnern der Tiefen wie wandernde Steine oder bluttrinkende Pflanzen. Hier fand ich den Einfallsreichtum überzeugend, was Flora und Fauna betrifft. Ebenso, wie Nahrung und Energiesystem dort unten funktionieren. Dass der Mensch der dort alles zerstörende Feind ist wird Maeve nach und nach bewusst. Ebenso spannend fand ich zu erfahren, von wem sie dort unten letztendlich Hilfe bekommt und dass das dortige Volk, welches unabhängig von der Oberwelt lebt, nicht automatisch das Gesellschaftssystem der Menschen lebt sondern sich ein eigenes System aufgebaut hat.
Etwas schade fand ich, dass den Hauptcharakteren eine gewisse Komplexität fehlte, ich nicht so wirklich mit ihnen auf die Art emotional mitfiebern konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Da ist mir das Buch zu distanziert und oberflächlich, es bleibt beim Lesen statt Erleben.
Ein Kritikpunkt, welchen ich erwähnen möchte, ist die Verwendung des nonbinären Personalpronomens dey, das wie eine Denglisch-Version von they klingt. Das hat mich jedesmal unnötig aus dem Lesefluss gerissen, eben weil es wie Denglisch mitten im deutschen Text wirkt. Hier hätte ich die Nutzung der gängigen sier-Version harmonischer gefunden, vielleicht mal als Anreiz für das nächste Buchprojekt. Liest sich deutlich angenehmer.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Entführungen durch Zeit und Raum

Das Ministerium der Zeit
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Eine Zeitreise-Technik, die zu Entführungen durch Zeit und Raum missbraucht wird? Mein Interesse am Buch war schnell geweckt. Also versuchte ich fortan, gemeinsam mit der Erzählerin hinter die Ziele des ...

Eine Zeitreise-Technik, die zu Entführungen durch Zeit und Raum missbraucht wird? Mein Interesse am Buch war schnell geweckt. Also versuchte ich fortan, gemeinsam mit der Erzählerin hinter die Ziele des Ministeriums der Zeit zu kommen.
Dieser Frau wird gemeinsam mit einigen anderen Auserwählten ein Expat übergeben, eine aus der Vergangenheit entführte Person, die damals sowieso gestorben wäre. So die lapidare Erklärung. In ihrem Fall handelt es sich um den Polarforscher Commander Graham Gore, über den bis auf wenige Briefe kaum etwas bekannt ist.
Neben den sich ergebenden Differenzen gesellschaftlicher Ideale, dem Erlernen fortschrittlicher Technik und einigem mehr plätschert die Handlung leider lange vor sich hin, bis eine Bedrohung aus der Zukunft auftaucht und man endlich ein paar mehr Details zu den Zeitreisen bzw. Zeitentführungen erfährt. Ich hatte mir mehr Spannung versprochen, mehr Reibereien, Komplikationen, irgendwas, was die Handlung unterhaltsamer gemacht hätte. Zumal die Idee und die Charaktere dies hergaben. Und, wie es in der Beschreibung so schön heißt, die Entwicklung zu mehr als nur tiefer Freundschaft zwischen der Erzählerin und ihrem Expat war mir einfach zu schnulzig, so wirklich was Knistern hab ich zwischen den beiden nicht gespürt, um eine derartige Entwicklung stimmig zu empfinden. Das wirkte mehr wie ein: Naja, er/sie war halt grad greifbar.
Kurz: Viel verschenktes Potential, zu viele Längen um spannend zu sein.

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