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Veröffentlicht am 08.04.2025

Die Schattenseiten der Social Media-Welt

Bad Influence. Reden ist Silber, Posten ist Gold
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Zusammenfassung/Klappentext:
Tara begleitet ihre beste Freundin Lola nur widerwillig auf die Jungfernfahrt des luxuriösen Kreuzfahrtschiffs SIREN. An Bord sollen zahlreiche Influencerinnen und Influencer ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Tara begleitet ihre beste Freundin Lola nur widerwillig auf die Jungfernfahrt des luxuriösen Kreuzfahrtschiffs SIREN. An Bord sollen zahlreiche Influencerinnen und Influencer das Schiff auf ihren Social-Media-Kanälen bewerben. Doch die Situation eskaliert, als plötzlich belastende Geheimnisse der prominenten Gäste ans Licht kommen und ein Spiel aus Wahrheit und Lüge beginnt.

Meinung:
Eine explosive Mischung aus Luxus, Social Media und den Intrigen der High Society! Die Geschichte zeigt eindrucksvoll die Schattenseiten der Influencer-Welt – den ständigen Druck, perfekt zu sein, und wie schnell Ruhm und Anerkennung ins Gegenteil umschlagen können.

Das Setting hat mir besonders gefallen: ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff voller Influencerinnen und Influencer, die ihre perfekten Leben inszenieren – doch hinter den Kulissen brodeln Neid und Missgunst. Dann beginnt eine unbekannte Person, die makellosen Images zu zerstören. Eine ideale Kulisse für ein spannendes Drama, denn niemand kann dem Schiff entkommen! Allerdings waren einige Enthüllungen weniger schockierend als erwartet und konnten mich nicht immer mitreißen.

Die Handlung startet anfangs eher ruhig und der Leser lernt erstmal die verschiedenen Charaktere kennen. Doch sobald die ersten Skandale aufgedeckt werden und sich Verrat und Enthüllungen häufen, steigt die Spannung spürbar an.

Tara als Protagonistin war für mich in Ordnung, mehr aber auch nicht. Sie blieb relativ blass, und ich konnte keine richtige Bindung zu ihr aufbauen – ihre Entwicklung innerhalb der Geschichte hätte noch stärker sein können. Die Nebencharaktere waren abwechslungsreich, wenn auch teilweise klischeehaft. Die beiden Love Interests (Jonah und Lucas) konnten mich nicht wirklich überzeugen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, und die kurzen Kapitel aus wechselnden Perspektiven sorgen für Abwechslung.

Fazit:
„Bad Influence“ ist ein unterhaltsames Buch, dem es jedoch an Drama, tiefgründigen Enthüllungen und emotionaler Tiefe fehlt. Dennoch zeigt es eindrucksvoll die Schattenseiten des Influencer-Daseins. Wer Intrigen und einen Hauch von Luxus liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Zwischen Herzklopfen und dunklen Geheimnissen

Lakestone Campus of Seattle, Band 1 - What We Fear
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Zusammenfassung/Klappentext:
Harlow ist eine talentierte Hackerin, die ein milliardenschweres Bankkonto gehackt hat, um die lebensrettende Operation ihres kleinen Bruders zu finanzieren. Doch statt im ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Harlow ist eine talentierte Hackerin, die ein milliardenschweres Bankkonto gehackt hat, um die lebensrettende Operation ihres kleinen Bruders zu finanzieren. Doch statt im Gefängnis landet sie am renommierten Lakestone Campus in Seattle, wo sie überraschend ein Stipendium erhält und gleichzeitig Sozialstunden leisten muss. Dort versucht Harlow, ihr kriminelles Leben hinter sich zu lassen, und sie lernt Zack kennen, welcher aufgrund eines Gendefekts nicht sprechen kann. Während sich zwischen ihnen eine besondere Beziehung entwickelt, holt ihre Vergangenheit sie ein, als ihr ehemaliges Hackernetzwerk wieder in ihr Leben tritt.

Meinung:
Die Mischung aus Hackerszene und Collegeromanze hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, was Menschen mit besonderen Talenten erreichen können – solange sie auf dem richtigen Weg bleiben.

Der Anfang ist eher ruhig und konzentriert sich auf Harlows Campusleben sowie den Aufbau der Beziehung zu Zack. Hier konnte man sich einfach treiben lassen und die Atmosphäre genießen. Ab der Hälfte nimmt die Geschichte dann ordentlich an Tempo und Spannung zu. Harlows altes Hackernetzwerk taucht wieder auf und es beginnt ein mitreißendes Katz-und-Maus-Spiel. Zwar sind einige Entwicklungen vorhersehbar, doch es gibt trotzdem überraschende Wendungen. Die Hacker-Elemente sind spannend und laiengerecht erklärt – ob sie realistisch sind, kann ich nicht beurteilen.

Harlow ist eine facettenreiche Protagonistin. Sie ist intelligent, unabhängig und neigt zu kriminellen Handlungen. Aber sie hat auch eine ganz andere Seite, eine Seite, die von Schuldgefühlen und Selbstzweifeln geplagt ist und sich ein normales Leben wünscht. Dieser innere Konflikt ist authentisch und nachvollziehbar. Einige ihrer späteren Entscheidungen wirkten auf mich nicht ganz logisch, aber vermutlich waren sie nötig, um mehr Drama in die Geschichte zu bringen.

Besonders beeindruckt hat mich der Love Interest. Zack, der aufgrund seines Gendefekts nicht sprechen kann, bringt eine außergewöhnliche emotionale Tiefe in die Geschichte. Die Art, wie er sich verständigt und wie seine Beziehung zu Harlow wächst, hat mich berührt und macht die Geschichte besonders.

Die Nebencharaktere bleiben eher blass, was mich aber nicht gestört hat, da sie für die Handlung nicht im Fokus stehen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, sodass sich das Buch schnell lesen lässt.

Fazit:
Die spannende Mischung aus Harlows krimineller Vergangenheit, ihrer wachsenden Beziehung zu Zack und den drohenden Gefahren durch das Hackernetzwerk macht dieses Buch zu einem echten Pageturner. Ich wurde durchgehend bestens unterhalten. Wer eine romantische Story mit einer Prise Spannung sucht, wird hier definitiv fündig.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Psychospiel in der Klinik

Der Seelenbrecher
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Zusammenfassung/Klappentext:
Ein an Amnesie leidender Mann wird in eine psychiatrische Luxusklinik eingeliefert. Mithilfe der Ärzte versucht er, seine Erinnerungen zurückzuerlangen – doch das gelingt ihm ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Ein an Amnesie leidender Mann wird in eine psychiatrische Luxusklinik eingeliefert. Mithilfe der Ärzte versucht er, seine Erinnerungen zurückzuerlangen – doch das gelingt ihm nur schwer.
Währenddessen treibt der „Seelenbrecher“ sein Unwesen – ein Täter, der seine Opfer nicht tötet, sondern sie psychisch zerstört. Zurück bleiben lebende, aber geistig gebrochene Menschen, die nie wieder sprechen oder handeln können.

Kurz vor Weihnachten schlägt der Seelenbrecher erneut zu – ausgerechnet in jener psychiatrischen Klinik. Um sich zu schützen, wird das Gebäude verriegelt, nicht ahnend, dass der Täter bereits unter ihnen ist. Zu allem übel schneidet ein aufziehender Schneesturm die Klinik zusätzlich von der Außenwelt ab.

Während Caspar verzweifelt versucht, sich selbst und die anderen zu retten, kommen immer mehr erschreckende Wahrheiten ans Licht. Wer ist der Seelenbrecher wirklich? Und welche Rolle spielt Caspar in diesem perfiden Spiel?

Meinung:
Dieser Thriller hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in Atem gehalten. Er überzeugt nicht nur mit einer spannenden Handlung, sondern vor allem durch die intensive und beklemmende Atmosphäre. Eine psychiatrische Luxusklinik, ein Schneesturm, völlige Isolation – Täter und Opfer im selben Gebäude. Ein perfektes Setting für ein nervenaufreibendes Katz-und-Maus-Spiel!

Durch raffinierte Twists wird der Leser immer wieder in die Irre geführt – selbst wenn man glaubt, den Täter bereits entlarvt zu haben. Dennoch gibt es einige Szenen, die sehr konstruiert wirken und dadurch etwas übertrieben oder unglaubwürdig erscheinen.

Die Erzählweise empfand ich als gewöhnungsbedürftig, da sie zwischen der eigentlichen Handlung in der Vergangenheit und einem mysteriösen Experiment in der Gegenwart wechselt. In diesem Experiment müssen die Teilnehmer ein Manuskript lesen, das die Geschehnisse jener Tatnacht wiedergibt. Diese Perspektivwechsel haben mich teilweise aus dem Lesefluss gerissen, da es nicht immer einfach war, den Überblick zu behalten. Gleichzeitig sorgt dieser Kniff aber auch dafür, dass die Spannung konstant aufrechterhalten wird.

Caspar ist ein interessanter Protagonist, da seine Amnesie für Unsicherheiten sorgt – man weiß nie genau, wer er wirklich ist. Das hat mir gut gefallen. Auch die anderen Charaktere waren solide, blieben aber teilweise etwas oberflächlich. Für die Geschichte war das jedoch völlig ausreichend.

Der Schreibstil ist packend und mitreißend, wodurch das Buch leicht und schnell zu lesen ist.

Fazit:
Der Seelenbrecher ist ein beklemmender Psychothriller, der mit Spannung, unerwarteten Wendungen und einem düsteren Setting fesselt. Die Isolation und die perfide Vorgehensweise des Seelenbrechers sorgen für Hochspannung. Auch wenn manche Szenen etwas konstruiert wirken, bleibt das Buch insgesamt ein fesselnder und atmosphärischer Thriller.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Die Suche nach den Teilen des Greifstabs geht im Unterwasserreich weiter.

Animox 3. Die Stadt der Haie
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Zusammenfassung/Klappentext:
Simon Thorn setzt seine gefährliche Mission fort, die verstreuten Teile des mächtigen Greifstabs zu finden, um einen drohenden Krieg zwischen den Animox zu verhindern. Zusammen ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Simon Thorn setzt seine gefährliche Mission fort, die verstreuten Teile des mächtigen Greifstabs zu finden, um einen drohenden Krieg zwischen den Animox zu verhindern. Zusammen mit seinen Freunden führt ihn die Suche in die Tiefen des Pazifischen Ozeans – direkt in die Stadt der Haie. Doch sein Großvater Orion, der Herrscher des Vogelreichs, ist ihm dicht auf den Fersen. So muss sich Simon nicht nur gegen seine Feinde behaupten, sondern auch seine inneren Konflikte bewältigen.

Meinung:
In »Die Stadt der Haie« muss sich Simon in einer völlig neuen Umgebung voller Gefahren und unbekannter Wesen behaupten. Die Welt der Animox wird diesmal um das Unterwasserreich erweitert, was für einen erfrischenden neuen Schauplatz sorgt. Die Beschreibung der Unterwasserwelt ist anschaulich und macht das Abenteuer sowie die damit verbundenen Herausforderungen lebendig.

Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere wachsen an ihren Aufgaben und werden mutiger. Simon muss sich nicht nur gegen äußere Bedrohungen durchsetzen, sondern auch innere Konflikte bewältigen – besonders die Frage der Loyalität spielt hier eine große Rolle. Auch die Freundschaften innerhalb der Gruppe werden auf die Probe gestellt und Simons komplexe Familienverhältnisse bringen eine zusätzliche emotionale Ebene in die Geschichte.

Allerdings gab es für mich zu viele langatmige und wenig spannende Passagen. Einige Konflikte lösen sich viel zu schnell und abrupt auf, ohne dass eine echte Problembewältigung dahintersteckt. Dadurch fehlt es an echter Bedrohung und Tiefe. Daran merke ich, dass ich einfach nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Deshalb werde ich meine Reise durch die Animox-Welt mit diesem Band beenden.

Fazit:
Für mich bietet die Reihe zu wenig Spannung, zu langwierige Passagen und zu wenig echte Konflikte. Dennoch wird die Unterwasserwelt atmosphärisch und abenteuerlich beschrieben, und auch die Charakterentwicklung ist deutlich spürbar.

Fans der Reihe oder jüngere Leser werden hier sicherlich auf ihre Kosten kommen und gespannt sein, wie Simons Reise weitergeht. Für mich endet sie hier.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Gefangen im Netz der Technologie

Das Joshua-Profil
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Zusammenfassung/Klappentext:
Das Leben des erfolglosen Schriftstellers Max Rhode gerät aus den Fugen, als er erfährt, dass er bald ein schreckliches Verbrechen begehen soll.

Hinter dieser düsteren Prognose ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Das Leben des erfolglosen Schriftstellers Max Rhode gerät aus den Fugen, als er erfährt, dass er bald ein schreckliches Verbrechen begehen soll.

Hinter dieser düsteren Prognose steckt das Joshua-Profil, eine Technologie, die mithilfe von Algorithmen potenzielle Straftäter identifiziert, bevor sie überhaupt eine Tat begangen haben. Plötzlich wird Max zum Gejagten und kämpft verzweifelt darum, herauszufinden, welches Verbrechen ihm vorgeworfen wird – und vor allem, wie er es verhindern kann.

Als dann auch noch seine Pflegetochter Jola entführt wird, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Unerwartete Hilfe erhält Max von seinem Bruder Cosmo, einem verurteilten Straftäter, der ihm zur Seite steht. Doch wem kann er in dieser Situation wirklich vertrauen?

Meinung:
Der Thriller konnte mich von Anfang bis Ende fesseln – vor allem durch die faszinierende Grundidee rund um das Joshua-Profil.

Die zentrale Frage, ob eine Technologie Menschen als zukünftige Straftäter entlarven kann, bevor sie eine Tat begehen, ist hochspannend und bietet viel Potenzial für eine tiefere ethische Auseinandersetzung. Wie weit darf Überwachung gehen? Was, wenn sich der Algorithmus irrt? Darf man jemanden für etwas bestrafen, das er (noch) nicht getan hat? Oder wäre die Welt ein sicherer Ort, wenn das System funktioniert? Diese gesellschaftskritische Ebene gibt dem Thriller eine zusätzliche Tiefe, wird in der Geschichte jedoch leider nur oberflächlich behandelt. Das fand ich besonders schade.

Die Handlung ist rasant, actiongeladen und mit zahlreichen Wendungen versehen. Die kurzen Kapitel und Cliffhanger sorgen für ein hohes Erzähltempo. Allerdings wirkten einige Wendungen zu konstruiert und teils übertrieben spektakulär, wodurch die Geschichte stellenweise an Glaubwürdigkeit verliert.

Max Rhode als Protagonist bleibt in seiner Charakterzeichnung eher blass, und einige seiner Handlungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar. Cosmo hingegen war als Figur deutlich vielschichtiger und spannender angelegt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, was das Buch zu einem echten Pageturner macht.

Fazit:
Auch wenn einige Szenen zu konstruiert wirken und die ethischen Fragen nur oberflächlich behandelt werden, überzeugt der Thriller mit einer packenden Thematik und hohem Tempo.

Wer auf einen actionreichen Thriller steht, wird hier gut unterhalten.

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