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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2024

2

Vincent und das Geisterlama (Band 2)
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Nachdem sich die Freunde in Band 1 gefunden haben, geht es in Band 2 darum, endlich Vincents Status als Halb-Geist-Halb-Fledermaus zu festigen und endlich seine geheimen Fähigkeiten zu enthüllen. Zu diesem ...

Nachdem sich die Freunde in Band 1 gefunden haben, geht es in Band 2 darum, endlich Vincents Status als Halb-Geist-Halb-Fledermaus zu festigen und endlich seine geheimen Fähigkeiten zu enthüllen. Zu diesem Zweck gehen sie in den Zoo, denn wenn man seltsame Tiere sucht, ist man dort an der richtigen Adresse.



Ich wollte das Jahr mit was niedlichem beginnen, und was wäre da passender, als diese Bande? Guckt doch mal, wie die zwei sich anschauen, ich krieg mich nicht mehr ein! Erneut super putzig, aber das Ende war irgendwie abrupt. Ich freue mich auf Band 3!

Veröffentlicht am 15.01.2024

süüüüß

Vincent flattert ins Abenteuer (Band 1)
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In einer unbekannten Stadt steht ein verlassenes Haus. Auf dem Dachboden leben Vincent, eine halb-Geist halb-Fledermaus und seine Freundin Polly, ein Geist. Da Vincent immer wieder von der fetten schwarzen ...

In einer unbekannten Stadt steht ein verlassenes Haus. Auf dem Dachboden leben Vincent, eine halb-Geist halb-Fledermaus und seine Freundin Polly, ein Geist. Da Vincent immer wieder von der fetten schwarzen Katze bedroht wird, wünscht er sich mehr Freunde (Polly ist keine Hilfe) und so macht er sich auf die Suche...






Ist! das! niedlich! Ich hatte das Buch auf der Arbeit entdeckt, als eine Kollegin es bestellte. Ich schlug die erste Seite auf und war verliebt. Schaut euch das doch mal an, ist das bekloppt! Eine blinde Eule namens Beule! Ein verpeiltes Eichhörnchen! Ein freilaufendes Meerschweinchen! Und der Plot-Twist, herrlich! Ich bin verliebt und freue mich, dass es bereits zwei weitere Teile gibt.



Außerdem hat es einen fröhlich-gelben Farbschnitt.

Veröffentlicht am 15.01.2024

so/so

LAST ORDER
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TW: Tod, Drogenmissbrauch, Tentakel, Folter, Mord



Vorwort von Christian von Aster

Sehr witzig, da sich die beiden gut kennen.



Trizeps

Ein Katz-und-Katz-Spiel zwischen zwei Fitnessfanatikern. ...

TW: Tod, Drogenmissbrauch, Tentakel, Folter, Mord



Vorwort von Christian von Aster

Sehr witzig, da sich die beiden gut kennen.



Trizeps

Ein Katz-und-Katz-Spiel zwischen zwei Fitnessfanatikern. Schon bisschen eklig.



Ding-Ding

Ein Mann sucht eine weise Frau im Saarland auf, um von den Stimmen in seinem Kopf befreit zu werden... gruselig mit schönem Twist.



Der Handschuh

Ein Gangster erpresst eine Fee um vier Wünsche... was er davon wohl haben wird?



Ghostwalk

Eine gruselige Geisterführung mit bisexuellem Hauptcharakter... spannend! Favorit bisher.



Wissen

Ein Mann sitzt vor seiner Wand, die sich seltsam verhält - genau wie diese Geschichte.



Feiertag

Ein Handlanger muss schnellstens eine wichtige Zutat auftreiben, doch es ist Feiertag... schönes Ende!



Pommes schwarz-gelb

Kennt ihr die perfekte Knusprigkeit von Pommes? Mehr will der Hauptcharakter dieser Geschichte nicht, ist das denn so schwer?



Der Tag, an dem I.E. Humperdink in den 38. Stock hinauffuhr

Das. war. wirklich. weird. Da sie nur 3 Seiten lang ist, kann ich euch leider nicht sagen, worum es geht.



Ein perfekter Tag

Drei Einbrecher haben dasselbe Appartement im Auge... aber jeder aus anderen Gründen. Schönes Verwirrspiel.



Dave's Special

Dave war etwas besonderes. Nunja, das mag er so sehen...



Serge wohnt hier nicht mehr

Harter Tobak: Hundekampfring. Wäre natürlich keine Paulus-Geschichte ohne einen kranken Twist.



Der Reißverschluss

"Als Gregor Sumsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett mit einem ungeheuer großen Reißverschluss auf der Brust vor."



Große Liebe

Martin, 14-jähriger Gamer, hat keine Ahnung, was seine Mama macht, wenn er im Bettchen ist... witzig!



The fabulous Disco Inferno Dance Contest 2003 powered by Hulbhuber Elektrische Fensterläden - wir lassen die Sonne in Ihr Leben - und Getränke Schmidt fällt leider aus

Der Titel ist länger als die Geschichte, daher kann ich euch leider nichts darüber verraten.



Ständerpauke

Hannah versucht als Junghexe, ihrem Lover ein größeres... Ego zu verpassen. Witzig!



Elias oder Keine Schokolade

Elias landet in einer Parallelwelt ohne Menschen, ohne Schokolade. Schrecklich! Oder...?



Torben hatte ein Tentakel

Hält, was der Titel verspricht. Abgedreht und witzig.



Das Treffen

7 Menschen in einer Halle. Ich habe keine Ahnung, wovon die Story sonst handelt.



Rot

Jemand ist 43 Jahre alt und hat eine Tasche mit Mordwerkzeugen im Kofferraum.



Sonia

Sonia ist in ihrer Beziehung unglücklich und ihr Mann hat keine Ahnung, was in seinem eigenen Keller lauert...



Die Pflanze

Was passieren kann, wenn man immer nur für die Arbeit lebt.



First Cut

Zwei Männer, auf der verzweifelten Suche nach einer Waffe.



Hundert Jahre tief

Ein Mann, der sich für seine behinderte Mitbewohnerin entschuldigen muss, enthüllt die wahren Gründe ihrer Probleme...



Porzellan

Eine seltsame Frau* wird von Toilettenschüsseln verfolgt... weird.



Kill your Darlings Inc.

In Zeiten von Zeitreisen sind Mordanschläge eine besonders delikate Angelegenheit... schön noir.



Last Order

Sehr passend endet diese Anthologie mit der letzten Frau auf der Welt... dann macht das Cover auch Sinn.





Die Geschichten wurden 2004-2021 in diversen Anthologien veröffentlicht und hier zum ersten Mal versammelt. Ich bin erstaunt, dass sie so eine gewalttätige und bisschen eklige Story als Auftakt erwählt haben, das könnte viele abschrecken. Ich schaue ja auch gerne Tarantino, aber da kann man bei den ekligen Stellen wegsehen - beim Lesen geht das so schlecht. Andererseits sind einige der Geschichten wirklich wirklich seltsam und eine frühe Abschreckung vielleicht ratsam.

Besonders interessant fand ich, dass sie am Ende nicht nur aufgelistet haben, wo die Geschichten zum ersten Mal erschienen sind, sondern auch eine kurze Entstehungsgeschichte verraten.

Veröffentlicht am 15.01.2024

Dumm

Die Insel der Tausend Leuchttürme
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Hildegunst von Mythenmetz, seines Zeichens gefeierter Schriftsteller und Bibliophiler, hat ein großes Problem: Bücherstauballergie. Damit diese nicht sein (Arbeits-)Leben ruiniert, begibt er sich zur Kur ...

Hildegunst von Mythenmetz, seines Zeichens gefeierter Schriftsteller und Bibliophiler, hat ein großes Problem: Bücherstauballergie. Damit diese nicht sein (Arbeits-)Leben ruiniert, begibt er sich zur Kur nach Eydernorn. Eydernorn ist eine Insel mitten im Ozean, mit der besten Luft, den besten Ärzten und - wie der Titel verrät - jeder Menge Leuchttürme. Doch die sind nicht das einzige Kuriosum, das es zu entdecken gilt...



Ich bin sehr zerrissen, was ich von diesem Buch halten soll.

Was ich erwartet habe: Einen Briefroman. Doch die Briefe wurden nur von Hildegunst geschrieben und nie abgeschickt, weil die Postschiffe in einem Sturm beschädigt wurden. Somit fällt eine Seite der Geschichte sozusagen weg. (Randnotiz: Ich liebe Briefromane. Bin ich die einzige, die "Der Club der nackten Wahrheiten" gelesen hat?)

Nachteil Briefroman: Superspannende Szenen können völlig entspannt gelesen werden, weil er sie ja hinterher im Brief aufschreibt und folglich überlebt haben muss.

Es ist also eher ein Kurtagebuch oder ein Reisebericht. Insgesamt erwarten uns 19 Briefe, ein Abschnitt mit Notizen aus Hildegunsts Notizbuch, weil er nicht zum Briefschreiben kam, sowie ein Anhang mit Skizzen, die Moers angefügt hat.



Einerseits konnte ich kein Ziel oder Plot entdecken, was mich immer kolossal nervt, andererseits gab es ständig seltsame Andeutungen und Anspielungen. Er soll zur Stadt ohne Türen gehen, weil er der Auserwählte ist (wofür?), dann wieder nicht, dann wird er aus Dummheit Schneckenzüchter (erfährt, dass sie im Wasser leben, hält sie aber weiter im Terrarium), dann wird er aus Versehen Golfprofi (und liest ein sehr verstörendes und schrecksenfeindliches Regelwerk, protestiert aber nicht dagegen), dann verliebt er sich plötzlich in Leuchttürme und wird Pharologe. Natürlich sind das keine Schnecken, sondern flötende Hummdudel und er spielt auch kein Golf, sondern Kraakenfieken, sonst wäre es ja nicht Zamonien.

Noch etwas, das mich gestört hat: Immer wieder misst er die Bodentemperatur, die stetig steigt, weiß, dass er sich auf einer aktiven Vulkaninsel befindet und bemerkt die zunehmenden Erdbeben - macht sich aber keinerlei Gedanken darüber, weil er kein Geologe ist. Dass alle Uhren auf fünf vor zwölf stehen, hat damit bestimmt auch nix zu tun.

Wann ist Hildegunst so ignorant geworden? Er kriegt zahllose Hinweise, teils sagt man es ihm direkt ins Gesicht und er kapiert trotzdem nichts. Betrüblich und nervig.



In der Werbung sagten sie, Moers habe zwei veraltete Kunstformen wiederbelebt: Bleistiftzeichnungen & Briefroman. Das ist nur zur Hälfte richtig, wie bereits bemängelt. Die Zeichnungen hingegen sind im gewohnten Stil gut gelungen, ich weiß gar nicht, wieso sie ausgestorben sein sollen. Fangen nicht alle Kunstschaffenden mit Bleistift und Block an?



Fazit: Falls ihr Lust habt, einen weiteren bisher unbekannten Bereich Zamoniens in allen Einzelheiten kennenzulernen, dann sei euch die Reise nach Eydernorn wärmstens ans Herz gelegt. Ich habe jedenfalls beschlossen, vorerst keine weiteren Zamonien-Romane zu lesen. Sie nerven mich nur noch, weil sie nicht in Buchheim spielen und auch wenn sie genauso irre und kreativ und ideenreich sind, vermisse ich alle bibliophilen Aspekte Zamoniens zu sehr. Ich habe schon befürchtet, er bleibt auf der Insel und wir bekommen nie den dritten Buchheim-Band. Ich bin halt ein Buchling.



"Am Fuße des Leuchtturms herrscht die Dunkelheit - aber in seiner Spitze brennt immer ein Licht."





Von Druckfrisch/Denis Scheck gibt es ein tolles Interview mit Walter Moers - da Moers aber die mediale Aufmerksamkeit scheut, wird er durch eine Augsburger-Puppenkiste-Figur repräsentiert. Witzig!



Noch eine Notiz zum Preis, der für Kontroversen sorgte (42 €): Die Buchpreise haben sich seit den 90ern kaum verändert, obwohl alle anderen Lebenskosten gestiegen sind. Wie soll die Buchbranche davon überleben? Außerdem haben sicher alle letztes Jahr mitbekommen, dass nach Corona extreme Papierknappheit herrschte, Druckereien mussten härter kalkulieren und Erscheinungstermine wurden verschoben, weil kein Drucktermin frei oder Papier vorhanden war. Hier bekommt ihr 650 Seiten im Großformat, durchgängig illustriert mit Schutzumschlag, Lesebändchen, Landkarte als Vorsatz und das nackte Hardcover ist auch gestaltet. Achja, und in der Erstauflage natürlich wieder mit farbigem Kopfschnitt. Hier bekommt man wenigstens was für sein Geld!

Veröffentlicht am 15.01.2024

Cancelled

Mord im Christmas Express
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TW: Geburt, Vergewaltigung, Armut, häusliche Gewalt, PTSD, Drogenmissbrauch, Social-Media-Sucht



Roz, ihres Zeichens pensionierte Polizistin, befindet sich auf dem Weg nach Fort William, um ihrer hochschwangeren ...

TW: Geburt, Vergewaltigung, Armut, häusliche Gewalt, PTSD, Drogenmissbrauch, Social-Media-Sucht



Roz, ihres Zeichens pensionierte Polizistin, befindet sich auf dem Weg nach Fort William, um ihrer hochschwangeren Tochter beizustehen. Doch der Zug hat Verspätung, der Schnee und ein umgefallener Baum sorgen für Chaos und dann taucht die erste Leiche auf...



Weihnachten! Schottland! Ein kuschliger Zug! Schnee! Die Prämisse klang vielversprechend, doch leider konnte das Versprechen nicht gehalten werden.

Die Kapitel sind aus der Sicht von Roz geschrieben. Das ist etwas verwirrend, wenn man davor "Die Queen ermittelt" gelesen hat, wo die Hauptperson auch Roz heißt und die Autorin bei diesem Krimi eine Empfehlung im Klappentext ausspricht. Das will ich aber natürlich niemandem vorwerfen, ich habe mir eingeredet, das spielt einfach nach Roz' Zeit mit der Queen.

Was mich mehr gestört hat, waren die Kapitel, die aus der Sicht von "Killa" geschrieben wurden und bereits im vierten Kapitel klar ist, wer dahintersteckt. Ich lasse mich gerne überraschen und versuche, nicht zu viel mitzudenken, aber bei einem Krimi achtet man auf Details und hier waren sie einfach unübersehbar.

Dann die Sache mit dem Atropa. Jeder, der den Namen kennt, weiß sofort, was los war und daher war auch diese Auflösung nur ein weiteres "Na endlich!" für mich.

Wegen des Untertitels "18 Passagiere, 7 Stopps, 1 Killer" hatte ich etwas Sorge, ob es auch 18 Hauptcharaktere geben würde. Da nur aus Sicht von Roz und Meg erzählt wird, wird das etwas aufgefangen, aber es gibt tatsächlich 22 wichtige Charaktere (2 Influencer, 4 Nerds, 5-köpfige Familie, 3 schäbig Bekleidete, eine bekloppte Alte und ihr Sohn sowie ein blinder Passagier und "Killa"). Überhaupt ist der Untertitel furchtbar irreführend - es gibt erheblich mehr Passagiere und es gibt nur einen Halt in Edinburgh, bevor der Zug entgleist und das Chaos ausbricht (danach hält er an einem Kaff, das nicht auf dem ursprünglichen Plan stand und endet in Fort William). Der erste Mord passiert übrigens auch erst nach der Hälfte des Buches, man bekommt also immerhin ausreichend Zeit, alle Beteiligten kennenzulernen, bevor es ernst wird.



Falls ihr euch, wie ich, auf einen schottischen winterlichen Cozy Krimi im Stile Christies gefreut habt, muss ich euch enttäuschen. Ja, es gibt viele Anspielungen auf das schottische Leben und sogar Gälisch und ja, sie sind eingeschneit und alles ist kalt und weiß, aber cozy ist daran nichts. Roz hat immer wieder Flashbacks wegen einer 30 Jahre alten Vergewaltigung und der traumatischen Geburt ihrer Tochter. Weitere traumatische Themen sind Gewalt in der Ehe, Nahrungsarmut und Präeklampsie. Harter Tobak. Im Gegensatz dazu ist das Ende ziemlich kitschig geworden.



Schön war dafür das Cover, mit den glänzenden Schienen und der tropfenden Schrift ist das gut gelungen. Auch Mary, eine ältere Dame, die kein Blatt vor den Mund nimmt, hat mich sehr amüsiert. Die nebensächliche Erwähnung von Bisexualität und Diversität sowie die akkurate Erwähnung von BDSM-Fakten und die deutliche Abgrenzung zu häuslicher Gewalt war angenehm unaufdringlich. Auch die schottischen Aspekte haben mir zugesagt, es gibt Scots und Gaidhlig und ich glaube, ich würde gern mal ins Original reinlesen, ob manche Passagiere auch Akzente haben - in der Leseprobe war das nicht ersichtlich. Dann wiederum bedankt sich die Autorin bei Val McDermid für die netten Zitate über das Buch, die aber im Deutschen fehlen.



Alexandra Benedict scheint sich auf Weihnachtskrimis spezialisiert zu haben, dies ist schon ihr zweiter, der dritte erscheint im November auf Englisch.



Wer also gern einen winterlichen Krimi mit schottischem Flair lesen möchte, dem sei dazu geraten, aber nur, wenn er mit den schweren Themen klarkommt.



"#Christmasiscancelled"