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Veröffentlicht am 12.05.2020

Ein Buch, das mich unterhalten und aufgeregt hat

Periode ist politisch
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Die Autorin hat einen angenehmen und ironischen Schreibstil, der mich überrascht und unterhalten hat! Die Aufmachung, Struktur und vor allem die Einsichten in andere Länder fand ich gut.

Allgemein fällt ...

Die Autorin hat einen angenehmen und ironischen Schreibstil, der mich überrascht und unterhalten hat! Die Aufmachung, Struktur und vor allem die Einsichten in andere Länder fand ich gut.

Allgemein fällt es mir jedoch schwer, das Buch zu bewerten, da ich ein sehr kritischer Mensch bin, obwohl oder gerade weil ich Feuer und Flamme für das Thema bin.
Ich habe mich mit Genuss auf dieses Buch gestürzt und meiner Wut freien Lauf gelassen. Auf unsere Gesellschaft, auf uns Menschen, auf Konzerne, die Geld mit der Scham von Menstruierenden machen.

Das Buch hat einen aufregenden und teilweise aufklärenden Charakter. Die Wut, die die Autorin empfindet und in mir auslöst, ist berechtigt und steht uns zu. Aber in meiner Wut musste ich mich stoppen und wieder einen Schritt zurücktreten, da mein Blick nicht mehr auf das große Ganze gerichtet war, wodurch andere Ungerechtigkeiten in den Schatten gerückt wurden.
Ich sehe es als positiven Effekt, dass mich das Buch noch kritischer werden ließ, nicht nur angesichts unserer Gesellschaft, sondern auch in Bezug auf das Buch selbst.

Es handelt sich nämlich nicht um eine Bachelor-Arbeit oder biologische Abhandlung, dies betont die Autorin mehrfach. Deswegen war ich immer vorsichtig, wenn diese dann doch biologische Aussagen machte.
Ich stimme zu, dass Menstruation politisch und gesellschaftlich ist und nicht unter den Teppich gehört. Die Autorin beleuchtet verschiedene Faktoren, die das Tabu zu verschulden haben, wobei mir die Ausführung mancher zu kurz und anderer wiederum zu lang war.

"Unsere Körper gehören uns. Niemand außer uns selbst hat das Recht, darüber zu urteilen oder darüber zu entscheiden."
Und doch will die Autorin, dass wir mit unserer Periode akzeptiert werden und für mich klingt das ganz nach urteilen. Denn auch wenn das monatliche Bluten das normalste auf der Welt ist, ist es für viele beängstigend, eklig und zu verheimlichen.
Ich kann nicht von jemanden erwarten, dass er mich und meine Menstruation sieht, wenn ich sie verstecke. Und irgendwo hier setzt der Teufelskreis ein und scheint nicht aufzuhören. Deswegen ist der simple Vorschlag der Autorin, "einfach" darüber zu reden, ein guter Anfang. Wie sollen andere die Menstruation verstehen, wenn nicht darüber geredet wird?

Das Buch, das ihr hier umringt von Tampons seht, hat mir noch mehr Ungerechtigkeiten gezeigt, die Frauen und Mädchen als alltäglich empfinden. Ansatzweise wird auch die Ungerechtigkeit gegenüber Jungen und Männern angeschnitten. Es gab also einen kurzen Einblick in die Komplexität der Geschlechterrollen.
Ich fand das Buch gut, auch wenn es nur einen Teil des komplexen Geschehens behandelt und ein paar Widersprüchlichkeiten aufweist.
Es ist ein Schritt in die richtige Richtung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch

Passion on Park Avenue
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Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und schön!
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und kreiert eine tolle Atmosphäre.
Das Setting und der Hintergrund von Naomi und ihren zwei Freundinnen ist ...

Ich fand das Buch sehr unterhaltsam und schön!
Der Schreibstil der Autorin ist locker, leicht und kreiert eine tolle Atmosphäre.
Das Setting und der Hintergrund von Naomi und ihren zwei Freundinnen ist komisch und irgendwie lustig.
Naomi als Charakter hat mir wirklich gut gefallen, weil sie eine positive Charakterentwicklung durchläuft. Sie ist leidenschaftlich und lässt sich nicht den Mund verbieten, was zu unterhaltsamen Situationen führt.
Die Spannung zwischen ihr und dem Nachbarn Oliver ist zuckersüß und herrlich anzusehen!
Zum Ende entstand ein Hin und Her, bei dem ich nicht mehr durchgeblickt habe...
Das wäre aber mein einziger Kritikpunkt an dem Buch.
Ich fand es wirklich unterhaltsam und schön für Zwischendurch.
Ich bin wirklich gespannt auf die weiteren Bände!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Ein inspirierendes Buch!

Do it yourself! #Einfach plastikfrei leben: Selbstgemacht statt gekauft
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"Do it yourself - Einfach plastikfrei leben" ist nicht die Lösung für das weltweite Plastik-Problem, aber es ist ein guter Schritt in eine plastikfreiere Zukunft. Und diesen Schritt muss jeder selbst gehen.

Ich ...

"Do it yourself - Einfach plastikfrei leben" ist nicht die Lösung für das weltweite Plastik-Problem, aber es ist ein guter Schritt in eine plastikfreiere Zukunft. Und diesen Schritt muss jeder selbst gehen.

Ich bin mit dem Vorhaben in das Buch gegangen, mein Leben plastikfreier zu gestalten.
Bereits seit mehr als einem Jahr nutze ich Haarseifen und seit kurzem Seife für das Gesicht. Doch ich wollte noch viel mehr verändern, ich wusste nur nicht wo ich anfangen sollte, da ich jetzt gleich, von heute auf morgen, plastikfrei leben wollte.

Das Buch liefert Anregungen, Ideen, an welcher Stelle man anfangen kann. Dabei sind die DIYs bzw. Rezepte in Kategorien unterteilt (Küche, Bad, etc.), was wirklich sehr hilfreich war.
Das Buch hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und mir gleichzeitig ein wenig Stress genommen.
Denn die Autorin betont, dass man klein anfangen sollte, um nicht gleich zu verzweifeln und aufzugeben. Bevor man also keinen Schritt geht, sollte man mit kleinen anfangen und diese dann vergrößern.

Nun zu den DIYs:
Manche Rezepte habe ich ausprobiert und geliebt. Beispielsweise habe ich mit Gesichtsmasken angefangen, dann einem Fixing Spray, Trockenshampoo und einem Haarwasser. Außerdem habe ich durch das Buch meine in Plastik verpackten Abschminktücher und Wattepads durch wiederverwendbare und waschbare Abschminktücher ersetzt. Diese habe ich selbst aus einem alten Bettlaken genäht.

Was mir bei den Rezepten gefehlt hat, waren Angaben über Zutaten und wo ich sie finden kann.
Denn das Schwierige an der ganzen Sache ist nicht unbedingt das plastikfreie Leben, sondern das Einkaufen.
Ich habe viele Zutaten gefunden, doch meist in Plastik verpackt.
Wenn ich sie ohne Plastik gefunden habe, hätte ich sie bestellen müssen, was wiederum auch nicht unbedingt gut für die Umwelt und das Portemonnaie ist. Ich sag nur Versandkosten!
Ein paar Tips, wo ich vielleicht viele Zutaten herbekomme, wäre echt klasse gewesen. Denn auch wenn ich wirklich nur ein paar Rezepte ausprobieren wollte, kam ich direkt auf mehrere Online Geschäfte, bei denen ich hätte bestellen müssen. "Einfach" trifft also nicht ganz zu.
Deswegen habe ich nach anderen DIYs im Internet geschaut, wo auch Shops vorgeschlagen werden.

Ich finde das Buch gut, da es mir Freude bereitet hat an dem Thema und meinem Vorhaben. Ich werde in Zukunft definitiv noch weitere DIYs aus dem Buch ausprobieren und hoffentlich genauso mögen wie die bisherigen! Trotzdem würden ein paar Tips das Ganze einfacher machen und das Buch vervollständigen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.05.2020

Es hat mich zerstört...

Nevernight - Die Prüfung
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4,5 Sterne

Allgemein fand ich den ersten Band wirklich gut, obwohl mir der Weg bis zum Eingemachten etwas zu lang war.
Doch auch wenn ich das so empfunden habe, war es nie langweilig und ich hatte auch ...

4,5 Sterne

Allgemein fand ich den ersten Band wirklich gut, obwohl mir der Weg bis zum Eingemachten etwas zu lang war.
Doch auch wenn ich das so empfunden habe, war es nie langweilig und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass etwas von der Geschichte unnötig war.
Jay Kristoff hat die Seiten auf dem Weg zum Höhepunkt nämlich mit tatsächlicher Handlung gefüllt und einen tollen Schreibstil zur Schau gestellt.
Doch nicht nur das!

Er erweist sich als Geschichtenerzähler und setzt eine Messlatte, an der ich jetzt einige Bücher messen werde. Vor allem wenn es zu Büchern kommt, die mehr als 400 Seiten haben.
Manche Geschichten brauchen viele Seiten, um erzählt zu werden und andere eben nicht.

Vor allem war der Autor sogar so nett, Details der Welt in Fußnoten zu setzen, die man entweder lesen kann oder nicht. Ich habe sie meistens weggelassen, weil sie meinen Lesefluss gestört haben.
Man verpasst nichts, wenn man die Fußnoten nicht liest. Aber für die, die World Building lieben, werden sich hier dran wahrscheinlich satt lesen.

Nun zum Ende des Buches...es hat mich zerstört und ich habe es geliebt und gehasst!
Es hat mich zur Verzweiflung getrieben und das war ein Beweis dafür, wie sehr mich die Handlung und die Charaktere eingenommen und begeistert haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2019

Eine Geschichte zum Verlieben!

Das Funkeln einer Winternacht
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Meine Erwartungen an dieses Buch, nachdem ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe:
Ein schöner und kitschiger Roman, der auf Weihnachten einstimmt.

Was soll ich sagen? Karen Swan hat es ...

Meine Erwartungen an dieses Buch, nachdem ich das Cover gesehen und den Klappentext gelesen habe:
Ein schöner und kitschiger Roman, der auf Weihnachten einstimmt.

Was soll ich sagen? Karen Swan hat es geschafft, meine Erwartungen zu übertreffen. Haushoch!

Ich bin so begeistert von dem Buch und würde es am liebsten sofort nochmal lesen. Nicht nur das Cover ist wunderschön, sondern auch der Inhalt.
Die Autorin erzählt diese Geschichte mit so viel Tiefgang und Spannung, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte und jetzt gar nicht mehr aus dem Schwärmen rauskomme. Von Kitsch kann bei diesem Buch nicht die Rede sein, denn es ist realistisch und dabei in keiner Weise übertrieben.
Der Schreibstil ist fesselnd und so gut, dass ich die Landschaft Norwegens in allen Facetten vor Augen hatte!

Was mich jedoch am allermeisten vom Hocker gerissen hat, waren die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten! Als ich gelesen habe, dass es um ein berühmtes Instapärchen geht, war ich gespannt und besorgt, ob es gut umgesetzt wird. Die Sorge war unbegründet, denn die Autorin beschreibt das Leben der beiden Charaktere genau so, wie ich es mir vorstelle. Sie zeigt die schönen und die schlechten Seiten ihres Lifestyles. Zac und Bo sind nämlich niemals allein, da ihr Fotograf ihnen auf Schritt und Tritt folgt, sowie fast 10 Millionen Follower. Während Zac dafür lebt, wird Bo immer unglücklicher. Ich kriege Gänsehaut, wenn ich mich an ihre Gedanken und Gefühle erinnere, als ihre Privatsphäre immer weiter eingeschränkt wird...

Noch eine tolle Sache waren Rückblenden in das Jahr 1936, in denen eine andere Geschichte erzählt wird, die etwas mit der Gegenwart zutun hat.

Mein Fazit: Dieses weihnachtliche Buch, das im kalten Winter Norwegens spielt, hat mir das Herz erwärmt!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere