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Seline

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Schreibstil toll, Plot leider enttäuschend.

Liebes Kind
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"Thrill" ist das englische Wort für Spannung oder Nervenkitzel. Wenn also ein Buch unter dem Genre „Thriller“ aufgeführt wird, verstehe ich genau das darunter. Mehr Erwartungen habe ich an „Liebes Kind“ ...

"Thrill" ist das englische Wort für Spannung oder Nervenkitzel. Wenn also ein Buch unter dem Genre „Thriller“ aufgeführt wird, verstehe ich genau das darunter. Mehr Erwartungen habe ich an „Liebes Kind“ nicht gestellt. Ob diese erfüllt wurden oder nicht, erfahrt ihr hier.

Romy Hausmanns Schreibstil ist einzigartig und fesselnd. Man lernt durch Sichtwechsel verschiedene Charaktere und ihr Innenleben kennen. Dies ermöglicht, ihnen in den Kopf zu schauen und die Welt aus ihren Augen zu sehen, was eine äußerst beklemmende Wirkung auf mich hatte, da ihnen Schlimmes widerfahren ist. Ich saß lesend in der Bahn und wollte nur noch raus, raus aus deren Haut und an die frische Luft. Was den Protagonisten widerfahren ist, ist unvorstellbar grausam und Romy Hausmann schafft es durch bestimmte Worte und Sätze, dass man sich unwohl fühlt und den Hauch einer Ahnung davon bekommt, wie es den Charakteren ergangen sein muss. Für diese Leistung: Hut ab!

Nun zu dem, was mich an dem Buch gestört hat: Ich bin mir nicht sicher, ob ich es nicht besser finden würde, wenn nicht so viele oder überhaupt keine Sichtwechsel stattgefunden hätten. Mir gefiel nämlich die Aufteilung und zeitliche Ordnung der Abschnitte nicht. Manchmal widerholten sich ganze Sätze oder Situationen. Beispiel: Man liest den Ausschnitt eines Dialogs, dann folgen die unmittelbaren Ereignisse, die zu diesem Gespräch geführt haben und dann wird der exakte Dialog widerholt. Man liest also zwei Mal dasselbe und wie es genau zu dem Gespräch kam, trägt in keinster Weise zur eigentlichen Handlung bei. An dieser Stelle hätte man einiges an Druckertinte und Papier sparen oder Platz für anderen Inhalt schaffen können, denn mit 425 Seiten zieht sich das Buch in die Länge.

Genau da kommen wir schon zu meinem größten Kritikpunkt. So fesselnd der Schreibstil auch ist, so leid tut es mir zu sagen, dass der Plot weder Spannung aufbaut, noch für Nervenkitzel sorgt. Ab der Hälfte des Buches habe ich mich gefragt, ob denn noch etwas passiert oder ob es sich weiterhin so zieht. Auf Seite 360 merkte ich dann, dass langsam auf einen Höhepunkt hingearbeitet wird, und da vorher nichts Spannendes passiert ist, habe ich gehofft, dass das Ende wenigstens damit dienen kann. Das Ende war nicht spektakulär und konnte den vorherigen Ablauf der Geschichte nicht wett machen.

Mein Fazit:
Leider hat mich dieses Buch enttäuscht. Denen, die Spannung erwarten, kann ich es nicht weiterempfehlen. Wer jedoch einen guten Schreibstil wertschätzt und den Nervenkitzel nicht braucht, sollte sich "Liebes Kind" mal anschauen.

Veröffentlicht am 28.08.2019

Gelungene Fortsetzung.

Gemina. Die Illuminae Akten_02
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Wo soll ich nur anfangen!?
Ich versuche jetzt schon zum DRITTEN Mal, diese Review zu schreiben und hab es bis jetzt nicht auf die Reihe gekriegt.Es ist schwer, den Inhalt dieses Buches in Worte zu fassen ...

Wo soll ich nur anfangen!?
Ich versuche jetzt schon zum DRITTEN Mal, diese Review zu schreiben und hab es bis jetzt nicht auf die Reihe gekriegt.Es ist schwer, den Inhalt dieses Buches in Worte zu fassen und ihm gerecht zu werden. Deswegen werde ich es auch nicht tun! Aber ich kann sagen, was dieses Buch mit mir gemacht hat.
Es hat mich gepackt, verschluckt und erst wieder ausgespuckt, als ich die letzte Seite beendet hatte.
Wer Filme liebt, sollte sich diese Buchreihe mal anschauen. Diese Bücher sind nämlich nichts anderes als Kopfkino.
Wie "Illuminae" hat der zweite Band mich begeistern und in seinen Bann ziehen können. Nicht nur das! Es hat mich süchtig gemacht. Dieser dicke Schinken hat mich überallhin begleitet. Zu meinem Freund, zur Arbeit oder auf eine Hochzeit, da ich keine Begleitung mitnehmen durfte...Tja, von Büchern war nie die Rede gewesen.
So jetzt aber genug von meiner Lobeshymne!
Wenn ich absolut zufrieden gewesen wäre, hätte ich "Gemina" 5 Sterne gegeben, aaaaber (es gibt immer ein aaaaber) im Gegensatz zum ersten Band war es nicht ganz so herausragend.
"Illuminae" hat so gut vorgelegt, dass mir der zweite Band manchmal etwas lang und unlogisch vorkam.
Klar, bei Science Fiction (Betonung liegt auf Fiction) geht es nicht um Logik, sondern eher darum, Menschen wie mich davon zu überzeugen, dass etwas, das absolut keinen Sinn ergibt, vollkommen logisch erscheint.
Was ich damit sagen will: Mein Spatzenhirn kam am Ende nicht mehr mit! Vielleicht war ich aber auch ziemlich ungeduldig, weil mir die Geschichte zu langsam voran ging. Das lag jedoch nicht unbedingt an der eigentlichen Länge der Szenen, sondern vielmehr an der Tatsache, dass mir von Anfang an klar war, wie es im großen Ganzen enden wird.
Nämlich wie im ersten Teil. (Ist das ein Spoiler? Ich hoffe nicht!)
War also nicht sehr überraschend. Auf mich wirkte es so, als hätten die Autoren auf Biegen und Brechen versucht, die Lieblingscharaktere der Leser am Leben zu lassen. Und gerade dafür, dass hier vorm Blut vergießen kein Halt gemacht wurde, sind mir zu wenige gestorben. Zumindest von denen, zu denen der Leser einen Draht aufbaut. Jetzt klinge ich irgendwie psycho.
Was ich eigentlich damit sagen will? Das Buch hat einem genau das gegeben, was man wollte. Und das war mein Problem!

Trotzdem hat es mir so gut gefallen, dass ich den dritten Teil UNBEDINGT lesen muss!
Ich meckere auf hohem Niveau, also lest diese Reihe!

Veröffentlicht am 28.08.2019

Trotz Kritikpunkte ein Highlight!

Berühre mich. Nicht.
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Diese Rezension enthält Spoiler

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Für die, die den Inhalt des Buches nicht kennen und sich trotzdem eine Rezension mit Spoilern ...

Diese Rezension enthält Spoiler

Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht so recht, wie ich dieses Buch bewerten soll.
Für die, die den Inhalt des Buches nicht kennen und sich trotzdem eine Rezension mit Spoilern durchlesen, hier eine kurze Zusammenfassung:
Sage wurde von ihrem Stiefvater misshandelt, wovon ihre Mutter und ihre Halbschwester nichts ahnen.
Dieser schrecklichen Vergangenheit entflieht sie, indem sie weit wegzieht, um zu studieren.
Zwar kann sie damit ihrem Stiefvater entfliehen, doch nicht ihrer psychischen Erkrankung, die in ihr panische Angst auslöst, sobald sie in Gegenwart eines ihr überlegenen Mannes ist.
In ihrer Uni trifft sie auf Luca, der in ihr genau jene Angst auslöst, da er wie ein typischer Bad Boy aussieht.

Meine erste Reaktion nach Beenden des Buches: Wow!
Ich hab es innerhalb weniger Tage gelesen und danach sofort den zweiten Band verschlungen.
Da ich mich mit der Thematik jedoch nicht auskenne und selbst nie in der Lage war, in der Sage sich befindet, hab ich mich ein wenig über Angststörungen informiert. Und das hat meine Sicht auf dieses Buch etwas verändert.

1.
Sages (körperliche) Beziehung zu Luca entwickelt sich viel zu schnell im Vergleich zu ihrer psychischen. Während sie sich ihm körperlich nähert, bleibt sie mental distanziert und erzählt ihm im gesamten ersten Band nichts von ihrer Vergangenheit und der damit verknüpften Angst.
Sie findet immer wieder eine Ausrede und belügt Luca und ihr Umfeld. Das an sich, ist nicht problematisch, jedoch bezeichnet sie gerade diese von Lügen behaftete Beziehung zu Luca als das, was sie gerettet hat. Dabei ist solch eine Beziehung in meinen Augen nicht der Grundstein für eine Genesung.

2.
Dass sie Luca nicht die Wahrheit sagt, hängt mit einer Abmachung zusammen, die sie mit ihrem Stiefvater getroffen hat. Wobei es sich eher um Erpressung handelt.
Mir ist bewusst, dass Angst einen dumme Dinge tun lässt, aber bei Sage konnte ich irgendwann nicht mehr drüber hinwegsehen.
Ihr Stiefvater zwingt sie, niemandem von dem, was er ihr antut, zu erzählen. Er droht, ihrer Schwester und ihrer Mutter etwas anzutun, sollte sie es doch tun.
Spätestens nachdem Sage zu ihm Abstand gewonnen hat, sollte ihr doch klar sein, dass sein Verhalten genauso wenig rational ist wie ihre Angst. Nur weil sie sich an die Abmachung hält, heißt das nicht, dass dieser kranke Schänder sich an seinen Teil der Abmachung hält.
Sage wiegt sich selbst und ihre Familie in Sicherheit. Und dabei hat sie ihre Schwester und Mutter alleine gelassen. Ohne ihnen die Wahrheit zu sagen, ohne ihnen zu sagen, mit wem sie es zu tun haben!

3.
Ich fand es sehr utopisch, dass Luca die Ausnahme ihrer Krankheit ist und es bei ihm total anders ist als bei anderen . Dazu kommt, dass die Therapie-Stunden auf mich nicht realistisch wirken.

4.
Luca! Auch wenn ich mich in ihn verliebt habe, habe ich trotzdem was an ihm auszusetzen. Sein Badboy Verhalten gegenüber Frauen hätte man weglassen können. Aber das war eigentlich nicht so schlimm, weil von dem Verhalten nicht so viel zu sehen war.
Was mich irritiert hat, war eine Situation auf dem Marktplatz mit Sage. Er kommt ihr zu nahe, engt sie ein und ZWINGT sie, ihm zu sagen, wie toll sie ihn findet. Und wie reagiert Sage?! Gar nicht. Sie küsst ihn sogar!
HALLO!? Wer hier nicht irritiert ist von Sages fehlender Panikattacke, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Wer hier jetzt gar keinen Bock mehr hat, dieses Buch zu lesen, soll sich von mir sagen lassen:
Ich, als Unwissende auf diesem Gebiet, konnte über vieles hinwegsehen und die Geschichte auch genießen.
Diese Sachen sind mir nicht während des Lesens, sondern danach, aufgefallen.Das Buch hat mich absolut süchtig gemacht!
Laura Kneidls Schreibstil ist toll und mir sind die meisten Charaktere in dieser Geschichte ans Herz gewachsen! Und letztendlich hat mich dieses Buch zum Nachdenken und Recherchieren angeregt.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Sexistisch, gewaltverherrlichend und grausam.

Paper Prince
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Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die alles andere als begeistert sind von der Paper-Reihe.
Der erste Teil "Paper Princess" konnte mich schon nicht überzeugen, doch ich habe mir trotzdem ein Herz gefasst ...

Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die alles andere als begeistert sind von der Paper-Reihe.
Der erste Teil "Paper Princess" konnte mich schon nicht überzeugen, doch ich habe mir trotzdem ein Herz gefasst und dem zweiten Band eine Chance gegeben. Leider kann ich nicht behaupten, dass meine Meinung sich gebessert hat. Im Gegenteil, sie ist sogar schlechter geworden.
Ich möchte mit dieser Rezension keinem auf die Füße treten, sondern einfach meine persönliche Meinung äußern. Mir ist bewusst, dass hinter dieser Buchreihe zwei Frauen stecken, die sich viel Mühe gegeben und jedes Buch mit Leidenschaft geschrieben haben. Davor habe ich den größten Respekt, da ich selbst gerne schreibe und weiß, dass das nicht so einfach ist. Das hindert mich jedoch nicht daran zu schreiben, was ich davon halte.

Wo fange ich an?
Das Buch ist wie der Vorgänger sexistisch, gewaltverherrlichend und grausam. Dabei sind die Protagonisten gerade Mal um die 17 Jahre alt. Oft konnte ich nur lachen, weil die Situationen einfach so absurd waren. Ich hatte einen Anflug von Hoffnung, als Ella sich gegen Reeds aufdrängliche Art gewehrt hat und wurde jedes Mal enttäuscht, wenn sie ihn dann doch küsste und ihre Einwände sich plötzlich in Luft auflösten. Ihr Charakter ist unreif und schwach. Wie die Royal-Brüder vergeltet sie Ungerechtigkeit mit Gewalt. Sie hält sich für besser als die Mobber an ihrer Eliteschule und ist dabei genauso schlimm. Ausnahmslos jeder in diesem Buch ist mit Geld zu kaufen und leidet an chronischer Oberflächlichkeit.
Was mich am meisten aufregt, ist das Ende. Im gesamten Buch geschieht nichts, bis auf die Versöhnung zwischen Ella und Reed existiert kein Plot. Doch plötlich geschehen am Ende des Buches tausend Sachen, die weit aus spannender sind als das Drama zwischen den beiden Turteltauben.
Mir fiel es schwer, dieses Buch zu lesen. Beim ersten Buch war es wie ein Unfall, man konnte nicht wegschauen, doch bei diesem Buch wusste ich, was mich erwartet und ich musste mich regelrecht zwingen, es zu lesen. Ich kann zwar über Vieles hinweg sehen, aber bei "Paper Prince" kann ich kein Auge zudrücken.

Veröffentlicht am 27.08.2019

Wow!

Illuminae. Die Illuminae-Akten_01
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Wow! Einfach nur wow!
Ich habe lange nicht mehr so bei einer Geschichte mitgefiebert.
Bevor ich mich endlich an dieses Buch gewagt habe, hatte ich Angst, es zu lesen. Es sah einfach so kompliziert aus, ...

Wow! Einfach nur wow!
Ich habe lange nicht mehr so bei einer Geschichte mitgefiebert.
Bevor ich mich endlich an dieses Buch gewagt habe, hatte ich Angst, es zu lesen. Es sah einfach so kompliziert aus, aber jetzt habe ich es gelesen und geliebt.
Zugegeben brauchte ich anfangs etwas Zeit, um in die Geschichte reinzukommen, weil es einfach so anders ist als alles, was ich bis jetzt gelesen habe.
Dieses Buch zu beschreiben ist für mich unmöglich...oder ich bin einfach nur zu faul.
Man muss es selbst gelesen haben, um zu verstehen, warum viele dieses Buch besonders finden.

Illuminae ist eines meiner Highlights und absolut empfehlenswert.