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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2023

Spannender mittelalterlicher Kriminalroman

Der Tod in den Gassen von Konstanz
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Dieser Kriminalroman führt den Leser nach Konstanz in das Jahr 1327. Hier bereitet sich die junge Hebamme Hanna auf ihr Examen vor dem Hohen Rat vor. Sie wird zu Martha Eberlin, der hochschwangeren Frau ...

Dieser Kriminalroman führt den Leser nach Konstanz in das Jahr 1327. Hier bereitet sich die junge Hebamme Hanna auf ihr Examen vor dem Hohen Rat vor. Sie wird zu Martha Eberlin, der hochschwangeren Frau des Tuchhändlers Eberlin, gerufen. Dieser hat sich seit seiner Reise nach St. Gallen seltsam verändert. Auch scheint er in düstere Machenschaften verwickelt zu sein. Da geschehen auf den Straßen von Konstanz zwei Morde. Während Hanna versucht hinter das Geheimnis des Tuchhändlers zu kommen, muss sie erkennen, dass sie es mit sehr gefährlichen Männern zu tun bekommt. Und schon bald schwebt sie selbst in Lebensgefahr.
Dieser Roman mit seiner fesselnden Handlung ließ mich tief in das Mittelalter eintauchen. Bildhaft sind die verschiedenen Orte beschrieben, so dass ich stets das Gefühl hatte, die engen Gassen von Konstanz vor meinen Augen zu haben. Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen.
Mein Fazit:
Freunde von mittelalterlichen Kriminalromanen kommen hier auf ihre Kosten. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Johanna Kinkel, ein außergewöhnliches Leben

Die rebellische Pianistin. Das Leben von Johanna Kinkel
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Bereits mit 11 Jahren träumte Johanna davon, einmal eine Musikerin und Komponistin zu werden. Bei Franz Ries bekam sie Klavierunterricht. Sie heiratete mit 22 Jahren den Buchhändler Johann Mathieux. Doch ...

Bereits mit 11 Jahren träumte Johanna davon, einmal eine Musikerin und Komponistin zu werden. Bei Franz Ries bekam sie Klavierunterricht. Sie heiratete mit 22 Jahren den Buchhändler Johann Mathieux. Doch ihre Eltern holten sie nach 6monatiger Ehe wieder nach Hause, da sie durch die Behandlung ihres Mannes psychisch krank wurde. Nachdem sie Johann Mathieux verlassen hatte, wurde sie als Pianistin und auch als Dirigentin bekannt. Ihr begegnete Gottfried Kinkel, ein 5 Jahre jüngerer ehemaliger Schüler ihres Vaters, den sie 1843 heiratete und Mutter von vier Kindern wurde.
Diese Romanbiografie erzählt die Geschichte von Johanna Kinkel, einem streng erzogenen katholischen Mädchen, das zusammen mit Gottfried Kinkel den Dichterkreis „Maikäferbund“ gründete. Sie schrieb Gedichte, vertonte Lieder und glänzte als hervorragende Pianistin. Nach der langwierigen Scheidung von ihrem ersten Ehemann und ihrem Austritt aus der katholischen Kirche, um zu der evangelischen überzutreten, wurde sie verpönt, gemieden und angefeindet.
Basierend auf historischen Tatsachen und mit fiktiven Ereignissen ummantelt, erzählt dieses Buch die Geschichte einer rebellischen Frau, die mehr sein wollte, als nur Ehefrau und Mutter, was in der damaligen Zeit jedoch nicht der Norm entsprach.
Der Lebenslauf der Protagonistin ist nachvollziehbar und authentisch beschrieben. Auch sind die weiteren Charaktere bildhaft gestaltet. Der Schreibstil führt flüssig durch diese Lektüre.
Mein Fazit:
Eine unterhaltsame Biografie, die mir angenehme Lesestunden bereitet hat. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Eine Reise in die Welt der Perlen

Das Haus der Perlen – Schimmern der Hoffnung
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Dieser erste Teil der Trilogie erzählt die Geschichte von der Entstehung des Juweliergeschäftes Thomass, das noch heute in München am Marienplatz existiert.
Im Jahr 1844 erhält die 21jährige Marie Thomass ...

Dieser erste Teil der Trilogie erzählt die Geschichte von der Entstehung des Juweliergeschäftes Thomass, das noch heute in München am Marienplatz existiert.
Im Jahr 1844 erhält die 21jährige Marie Thomass eine Anstellung als Verkaufshilfe beim Münchner Juwelier Neustätter. Ihre Liebe gehört dem Schmuck, seit sie als Kind Perlenohrringe von ihrer Mutter geerbt hatte. Sie lernt den gut aussehenden Moritz kennen, einen Perlenfischer aus dem Vogtland. Um in Maries Nähe zu sein, geht er nach Regen, um dort als Perlenfischer neu anzufangen. Doch ein schreckliches Missverständnis trennt Marie und Moritz.
Diese Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, entführt den Leser in die Welt der Goldschmiedekunst und Perlensuche. Dem Autorenduo Eva-Maria Bast und Jörn Precht ist es außerdem hervorragend gelungen, Details der Geschichte Münchens in die sehr interessante und unterhaltsame Handlung mit einfließen zu lassen. Der flüssige und farbenfrohe Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen.
Mein Fazit:
Ein akribisch recherchierter Start der Trilogie, auf dessen Fortsetzung ich sehr gespannt bin. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.02.2023

Das wahre Leben der Marie Tussaud

Die Meisterin der Wachsfiguren
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Diese Romanbiografie erzählt von dem Leben der Marie Grosholtz, die als Madame Tussaud (1761-1850) in die Geschichte einging.
Wer kennt es nicht, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud? ...

Diese Romanbiografie erzählt von dem Leben der Marie Grosholtz, die als Madame Tussaud (1761-1850) in die Geschichte einging.
Wer kennt es nicht, das weltberühmte Wachsfigurenkabinett der Madame Tussaud? Doch wer war diese Frau und wie kam es zu den wunderschönen Kunstwerken? Dieses Buch erzählt die Geschichte von Marie Grosholtz, späteren Tussaud. Ihr Leben ist gespickt von dramatischen Ereignissen, und sie gerät während der Französischen Revolution in tödliche Gefahr. Auch in der Liebe war ihr kein dauerhaftes Glück beschieden. Der Leser begegnet prominenten Persönlichkeiten, er erlebt Hinrichtungen mit der Guillotine und wie Marie die Köpfe der Enthaupteten nachbilden muss. Mit 41 Jahren verlässt sie Frankreich, um mit Paul Philippsthal und ihren Wachsfiguren durch England und Irland zu touren. Im Jahr 1835 eröffnete sie in London ihr erstes Wachsfigurenkabinett. Bis ins hohe Alter hat sie ihr Leben der Kunst gewidmet.
Diese Biografie, in die fiktiven Begebenheiten gekonnt mit eingeflochten sind, ist fesselnd und faszinierend. Durch den leichten und flotten Schreibstil der Autorin ist es ein Genuss, das Leben von Marie Tussaud zu verfolgen.
Mein Fazit:
Dieses Buch kann ich nicht nur Liebhabern von Biografien sehr ans Herz legen. 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Ergreifender Start der Trilogie

Geteiltes Land – Zwischen Angst und Freiheit
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Bei einem Besuch bei ihrem von der Familie getrennt lebenden Vater Max in Westberlin lernt die 19jährige Gesine aus dem Ostteil der Stadt den jungen Studenten Peter kennen und sie verlieben sich ineinander. ...

Bei einem Besuch bei ihrem von der Familie getrennt lebenden Vater Max in Westberlin lernt die 19jährige Gesine aus dem Ostteil der Stadt den jungen Studenten Peter kennen und sie verlieben sich ineinander. Gesine beschließt, nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester zu Peter zu ziehen. Doch einige Monate, bevor es soweit ist, trennt am 13. August 1961 der über Nacht entstandene Mauerbau ihre Pläne. Gesine will nicht einsehen, dass es keine Zukunft mit ihrer großen Liebe geben soll.
Währenddessen wird ihre kleine Schwester, die 15jährige Sonja, in der Schule auffällig, da sie den „Erlkönig“ schmählich umgedichtet hat und nun mit harten Konsequenzen von Seiten der Schulleitung rechnen muss.
Dieser erste Band der Trilogie beschreibt die schwierige Situation der Familie Richter in einem Teil Deutschlands, in der es keine freie Meinungsäußerung, Schul- und Berufswahl gibt. Menschen, die zusammen gehören, werden vom Mauerbau brüsk getrennt, ohne Hoffnung, sich jemals wiedersehen zu können. Authentisch und nachvollziehbar hat die Autorin die einzelnen Charaktere beschrieben. Die Handlung mit ihren unvorhersehbaren Wendungen ist fesselnd, dramatisch und aufwühlend. Mehr als einmal lief mir die Gänsehaut über den Rücken. Mit einem flüssigen und lockeren Schreibstil führt Farina Eden durch dieses Buch.
Mein Fazit:
Ein gelungener erster Teil, der sich unbedingt zu lesen lohnt. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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