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Veröffentlicht am 25.07.2021

Wieder vereint und gemeinsam geht es besser

Revolution der Träume
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In diesem zweiten Band dürfen wir uns über das Zusammentreffen der drei Freunde Isi, Artur und Carl in Berlin freuen. Wir erleben ihre Bemühungen, sich in diesen unruhigen Zeiten ein schönes Leben aufzubauen. ...

In diesem zweiten Band dürfen wir uns über das Zusammentreffen der drei Freunde Isi, Artur und Carl in Berlin freuen. Wir erleben ihre Bemühungen, sich in diesen unruhigen Zeiten ein schönes Leben aufzubauen. Aber die Ereignisse sind nicht immer schön und die Drei gehen durch Höhen und Tiefen. Aber ihre Freundschaft bleibt immer eine Konstante und sie stehen sich bei.

Mir hat dieser Band auch wieder sehr gut gefallen. Ich kannte die groben Fakten über diese Zeit, aber das Buch hat mir durch die detailreichen Erzählungen und die lebhafte Schreibweise diese Zeit doch viel näher gebracht. Die politischen Verhältnisse und die Folgen für die Menschen wurden ja beim Lesen auch durch die Erlebnisse der drei Freunde gut dargestellt. Man konnte es sich alles sehr gut vorstellen und ich fühlte mich perfekt in diese Zeit hineinversetzt. Die privaten Dramen und Lebenserfahrungen der Protagonisten waren schon sehr interessant. Die mir so sympathischen Freunde kamen sehr authentisch rüber und man ist den Geschehnissen gebannt gefolgt. Durch die klare Sprache und lebhaften Schilderungen konnte man sich auch die anderen Charaktere gut vorstellen. Es war ja wieder ein Zusammentreffen der unterschiedlichsten Menschentypen - über die sympathischen und freundlichen Personen bis hin zu den übelsten Gesellen. Aber es hat mich immer wieder gefreut, wie sich Artur mit seinen kreativen und komplizierten Plänen durchgesetzt hat. Gut, er ist zwar für mich ein sympathischer Mensch, aber auch er bedient sich nicht gerade zimperlicher Methoden. Er ist zwar ein Mann mit Herz, aber doch auch ein Krimineller. Trotzdem ist er für seine Freunde der beste Freund und hilft, wo er kann. Auch Isi zeigt mir wieder ihre Stärken. Sie lernt durch die harte Schule und auch die Liebe wird durch die äußeren Umstände gestört. Sie ist aber auch ein starker Mensch und steht immer wieder auf und macht weiter. Sie sucht sich ihren Weg und beweist viel Mut. Sie ist ein Kind ihrer Zeit und sie lässt sich nicht unterkriegen. Carl zeigt sich wieder von seiner liebevollsten Seite, als er ein Leben mit Hans beginnt. Es ist sicher nicht einfach, aber die beiden werden ihren Weg machen. Carl ist für mich immer der ruhende Pool in dieser Freundschaft. Und er muss zum Schluß schwierige Entscheidungen treffen. Mir haben diese Ereignisse in dem Buch sehr gut gefallen. Man liest den Text und taucht sofort ab in diese fremde Welt. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich einfach immer Neugierig war, wie es mit den Freunden weitergeht. Der Schluß ist für mich gut und passend. Ich hoffe allerdings, noch mehr über das weitere Leben der Freunde zu erfahren.

Das Lesen dieser Geschichte macht Spaß, allerdings rate ich dazu den ersten Teil auch zu lesen. Obwohl man es auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, denn es wird schon noch über die Ereignisse in der Vergangenheit informiert. Aber es macht noch mehr Freude, das Leben der drei Freunde von Anfang an zu begleiten.

Ich kann das Buch wirklich guten Gewissens weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.07.2021

unvorstellbare Angstsituation

Eskalation
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Auf der Heimfahrt in der Nacht auf der Autobahn bekommt Dina Martin einen Telefonanruf und nimmt ihn über die Freisprechanlage an. Und dieser Anruf verändert ihr Leben total.
Ich fand gerade diese geschilderte ...

Auf der Heimfahrt in der Nacht auf der Autobahn bekommt Dina Martin einen Telefonanruf und nimmt ihn über die Freisprechanlage an. Und dieser Anruf verändert ihr Leben total.
Ich fand gerade diese geschilderte Situation während des Telefonierens besonders spannend. Aus einer normalen Handlung heraus - ein Gespräch annehmen - entwickelt sich eine beängstigende und unvorstellbare Situation. Ich war sofort wie gebannt und konnte garnicht mehr aufhören zu lesen. Und sogar nur als Leser bekam ich sofort Beklemmungen und leichte Angstgefühle. Sowas zu erleben ist wirklich ein wahrgewordener Albtraum. Es gehen sofort die Gedanken los: was würde ich in dieser Situation machen? Wie wird das Enden? Es fesselt einen sofort und man verfolgt dem Geschehen voller ängstlicher Gedanken. Es ist auch alles so real geschildert. Man spürt die Angst der Frau und kann sich ihre erstarrten Handlungen gut vorstellen. Und auch die weiteren Entwicklungen geben keine Entwarnung. Obwohl alles eigentlich tägliche Handlungen mit beinhalten, werden sie doch durch die Umstände zu gefährlichen Situationen. Man kann es sich vorher nicht vorstellen, aber es geschieht. Die vorkommenden Personen sind alles sehr unterschiedliche Charaktere und daher reagieren sie auch sehr individuell auf die Ereignisse. Es bleibt die ganze Zeit spannend. Und gerade die aus der Sicht des Täters erzählte Abschnitte sind sehr interessant und man kann dadurch einige Dinge besser verstehen. Ich fand es auch sehr gut, was im Laufe der Handlungen an Informationen über die einzelnen Protagonisten zum Vorschein kam. Durch die extreme Stresssituationen zeigen sich die wahren Verhältnisse untereinander. Es ist eben nach Außen hin immer alles gut, aber die wahren Zustände offenbaren sich erst im Inneren. Für mich war alles sehr glaubwürdig und nachvollziehbar. Man wird zwar durch die offen gelegten Geheimnisse oft auf eine falsche Fährte geschickt, aber dafür ist das Ende total überraschend. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber es passt gut und lässt den Leser zufrieden zurück. Wer also Spannung sucht, ist bei diesem sehr gut geschriebenen Text mit den interessanten und authentischen Ereignissen gut aufgehoben. Es lässt einen beim Lesen von Anfang bis zum Ende mitfiebern und man hat eine tolle Lesezeit.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 18.07.2021

Rückzug in die Provence

Fälschung à la Provence
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Wir lernen den Dorfgendarm Pascal Chevrier kennen. Er hat seinen Job in Paris aufgegeben und ist zur Gendamerie in der Provence gegangen. Dieser sympathische Mann liebt seinen Job in der Provence, auch ...

Wir lernen den Dorfgendarm Pascal Chevrier kennen. Er hat seinen Job in Paris aufgegeben und ist zur Gendamerie in der Provence gegangen. Dieser sympathische Mann liebt seinen Job in der Provence, auch wenn viele diesen Schritt nicht verstehen. Denn er war in Paris Kommissar und kein einfacher Gendarm. Und gerade sein jetziger Chef ist nicht gut auf Pascal zu sprechen. Denn der Bürgermeister will selber groß Karriere machen und versteht die Entscheidung von Pascal nicht. Aber ich fand den Bürgermeister als Gegenspieler von Pascal gut besetzt. Es bringt etwas Schwung in die Arbeitswelt, obwohl es ja noch die sogenannte "Hilfstätigkeit" von Pascal bei Ermittlungen von Mordfällen gibt. Und das ist auch hier in dem Band wieder der Fall. Pascal unterstützt die Mordkommission und stellt seine Erfahrungen zur Verfügung. Es passt meiner Meinung nach gut zu Pascal. Er scheint ja auch immer wieder in Fälle reingezogen zu werden, außerdem ist seine Art und Weise der Ermittlung ja nicht zu unterschätzen. Es ist für ihn natürlich nicht immer einfach, aber die Zusammenarbeit mit der Kommissarin Audrey von der Police nationale gefällt ihm gut. Und das wohl nicht nur Beruflich. In diesem schönen Provencekrimi erlebt man wieder eine gute Mischung aus Polizeiarbeit und dem Privatleben des Protagonisten. Wir lernen die Menschen in ihrer ganzen Bandbreite kennen, die Gefühle, die Lebensweise und natürlich die ganz alltäglichen Katastrophen des Zusammenlebens. Die schön beschriebene Landschaft spielt natürlich auch eine große Rolle und damit zusammen wird die regionale Küche vorgestellt. Das Ganze ergiebt einen sehr unterhaltsamen und spannenden Regionalkrimi. Die Handlung ist interessant und man lernt einiges über Kunst. Mir hat es gut gefallen und man kann dem Geschehen die ganze Zeit gut folgen. Man sieht die Ereignisse vor dem inneren Auge und fiebert mit. Die vielen verschiedenen Charaktere waren sehr interessant und gaben dem ganzen die nötige Abwechslung.

Mir hat die Erzählweise gut gefallen und ich habe die Handlung gebannt verfolgt. Es gab einige Überraschungen und man wurde auch auf falsche Fährten geführt. Aber das Ende konnte mich überzeugen. Es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit Pascal.

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Veröffentlicht am 18.07.2021

ein spannendes Interview

Am Ende der Unschuld
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Wir lernen die junge Milla Seifert kennen, die den Auftrag ihres Lebens erhält. Sie soll einen verurteilten Mörder im Gefängnis interviewen. Das ist sehr ungewöhnlich, denn er hat bisher jede Interviewanfrage ...

Wir lernen die junge Milla Seifert kennen, die den Auftrag ihres Lebens erhält. Sie soll einen verurteilten Mörder im Gefängnis interviewen. Das ist sehr ungewöhnlich, denn er hat bisher jede Interviewanfrage abgelehnt und verlangt jetzt speziell nach Milla, die eigentlich bei einer Regionalzeitung in Deutschland arbeitet. Und der Mörder sitzt in einem französischen Gefängnis. Mich hat die Geschichte total faszinierd. Genau wie Milla. Denn wie wird es sein, einen Mörder zu interviewen ? Und warum geralde Milla? Diese Fragen stellt sich nicht nur der Leser, sondern auch Milla macht sich so darüber ihre Gedanken. Aber solch einen Auftrag kann die Journalistin natürlich nicht ablehnen. Das könnte die Top-Story für sie werden und ihre Karriere vorantreiben. Also, nichts wie hin nach Paris. Zum Glück kann sie perfekt Französich und hat auch eine gute Freundin in Paris. Es ist echt spannend. Man macht sie so seine Gedanken und immer kommt natürlich die Frage auf: warum möchte der Mörder das überhaupt - was hat er vor ? Die Handlung ist daher natürlich sofort auf Spannung aus und man fiebert der ersten Begegnung entgegen. Mir hat die Entwicklung des Falls sehr gut gefallen. Es fängt ruhig an, obwohl man natürlich schon dem ganzen entgegen fiebert. Man macht sich so seine Gedanken und die Schuldfrage stellt sich natürlich nicht nur Milla, sondern der Leser wird sich auch so seine Gedanken machen. Mir war Milla sofort sympathisch. Sie ist zielstrebig, aber sie denkt auch an die Menschen dahinter. Sie kommt sehr authentisch rüber. Ihr Verhalten lässt sich etwas vorausahnen. Aber nur zu Beginn, denn die Ereignisse überschlagen sich und Milla wird auf eine harte Probe gestellt. Die ganzen Protagonisten sind schon interessant. Angefangen über den Mörder Robert Hoffmann, die gute Freundin Sandrine bis hin zum Gefängnisdirektor und natürlich die große Unbekannte. Mir hat jedenfalls die Darstellung der Personen gut gefallen. Besonders über den Charakter Robert kann man sich so seine Gedanken machen. Er ist irgendwie auch sympathisch, obwohl man ihn als überführten Mörder kennt und man da doch ins Grübeln kommt. Denn kann man einen Mörder als symapthisch empfinden ? Aber gerade auch diese Widersprüche machen die Geschichte so interessant und abwechslungsreich. Die Handlung ist jedenfalls gut dargestellt. Milla forscht natürlich vielen Informationen nach und dabei kommen doch sehr überraschende Dinge zum Vorschein. Ihre daraus getroffenen Entscheidungen sind wirklich verblüffend und ich war total überrascht von ihren Plänen. Das hätte ich ihr einfach nicht zugetraut. Aber es macht irgendwie einen logischen Eindruck - gewagt, aber durchführbar. Und das hat mir am Buch am Besten gefallen - ihre Entscheidungen zum Handeln. Jedenfalls war es mal ein unerwartetes Erlebnis und passt gut zur Geschichte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, man kann für einige Stunden in eine spannende und interessante Geschichte eintauchen. Daher kann ich es auch guten Gewissens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 11.07.2021

Vergangenheit und Gegenwart gehören zusammen

Schicksal
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In diesem Roman spielen sowohl die Vergangenheit wie auch die Gegenwart eine große Rolle. Sie gehören zusammen und so möchte Atara mehr aus der Vergangenheit erfahren, um die Gegenwart besser zu verstehen. ...

In diesem Roman spielen sowohl die Vergangenheit wie auch die Gegenwart eine große Rolle. Sie gehören zusammen und so möchte Atara mehr aus der Vergangenheit erfahren, um die Gegenwart besser zu verstehen. Rachel hingegen lebt mehr mit den Ereignissen der Vergangenheit als mit dem Leben in der Gegenwart und möchte jetzt doch mehr für die Gegenwart bereit sein. Es ist kein einfaches Buch. Als Leser wird man gefordert, denn nicht die Handlungen sind überwiegend sondern die ganze Gedankenwelt der Protagonisten spielt eine große Rolle. Man erfährt viel über das heutige Leben von Atara, die mehr über ihren Vater rausbekommen möchte. Sie hatte nie ein tolles Verhältnis zu ihm und das hat ihr zu Denken gegeben. Und nach seinem Tod möchte sie doch noch einiges über ihn erfahren und kontaktiert seine erste Ehefrau, deren Existenz lange ein Geheimnis war. Und diese erste Ehefrau ist Rachel, die andere Hauptperson in diesem Buch. Sie lebt viel in Gedanken an die Vergangenheit, die mit der Gründung Israels in Verbindung steht. Rachel ist mir sofort sympathisch. Ich möchte eigentlich sehr viel mehr über ihren Kampf bei den Lechis erfahren, aber es geht hier ja dann doch mehr um ihre Zeit mit Meno. Rachel ist auch sehr interessant und im Laufe des Buches wird sie immer mehr auftauen und in die Gegenwart zurückkehren. Atara ist eine interessante Frau. Ich konnte sie am Anfang nicht genau einordnen, aber im Laufe der Zeit hat sie mir doch imponiert, vor allem an Ende, wo sie für sich einen Weg gefunden hat. Es geht in diesem Buch um große Themen wie Liebe, Treue, Freundschaft, aber auch um Hass, Vergebung, Zorn. Die ganze menschliche Bandbreite an Gefühlen wird hier verarbeitet. Meist in Form von Gedankengängen. Die Protagonisten erinnern sich oder versuchen Erklärungen zu finden. Die Vergangenheit ist wichtig für die Gegenwart und das stellen die beiden so unterschiedlichen Frauen auch fest. Allerdings finden sie in meinen Augen zum Schluß einen guten Weg für ihr Leben in der Gegenwart, ohne im Schatten der Vergangenheit zu stehen. Der Text ist manchmal schwierig zu lesen, aber seine Intensität macht es zu einem besonderen Erlebnis. Man wird von der Erzählung gepackt und daher geht es einem manchmal nicht schnell genug mit den Ereignissen. Die Kapitel werden mal aus der Sicht von Rachel und mal aus der Sicht von Atara erzählt. Man muss daher immer aufpassen, wer gerade seine Erlebnisse berichtet, damit man nichts durcheinander bringt. Manche Textstellen hätten etwas komprimierter ausfallen können. Es war jedenfalls eine interessante Lektüre und die Lebensgeschichten der beiden Frauen waren interessant. Es wird alles sehr authentisch geschildert und hat mir, eine für mich fremde Kultur gut nähergebracht. Die verschiedenen Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten Charaktere waren sehr aufschlußreich. Sie haben dem Text eine schöne Lebendigkeit gegeben und man konnte sich alles gut vorstellen. Gerade diese einwöchige Trauerzeit hat mich beeindruckt. Und der Schluß hat mir gut gefallen und mich zufrieden aus dem Leben der beiden Frauen Rachel und Atara verabschieden lassen.

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