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Veröffentlicht am 25.02.2024

Ein spannender Thriller in der Social Media Welt

Die Influencerin
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Social Media ist ihre Welt. Zumindest dachte das Sarah Rode bis sich ihre junge Followerin Leonie das Leben nahm und die Community Sarah dafür die Schuld gab, da sie den Hilferuf von Leonie ignoriert hatte. ...

Social Media ist ihre Welt. Zumindest dachte das Sarah Rode bis sich ihre junge Followerin Leonie das Leben nahm und die Community Sarah dafür die Schuld gab, da sie den Hilferuf von Leonie ignoriert hatte. Daraufhin hat sie sich sich zurückgezogen und ihren Account deaktiviert. Doch auf einmal bekommt sie merkwürdige Päckchen und sie fühlt sich bedroht. Als dann noch ein Fake-Account mit ihrem Namen auftaucht, verwandelt sich ihr Leben in einen Albtraum.

Am Anfang der Geschichte lernte man einen besessenen Follower kennen, dessen einziger Lebensinhalt die Influencerin war. Und genau so stellte ich mir auch fantastische Fans vor. Sarah hatte durch ihren Erfolg als Influencerin alles, was mich sich wünschen konnte. Sie lebte mit ihrem Mann, ihrer Tochter und dem Familienhund in einem schönen Haus und ihre Schwester arbeitete für sie als Assistentin. Doch der Tod von Leonie warf sie völlig aus der Bahn. Nicht nur die Community gab ihr die Schuld an Leonies Tod, auch sie selbst machte sich Vorwürfe. Als dann die Päckchen auftauchten und auf dem Fake-Account Bilder gepostet wurden, die nie veröffentlicht wurden oder auch heimlich in ihrem privaten Umfeld gemacht wurden, verwandelte sich ihr Leben in einen Albtraum und sie versuchte herauszufinden, wer ihr das antat.

Das Thema des Thrillers gefiel mir sehr gut. Wie schnell aus einer beliebten Influencerin ein Hassobjekt wurde, konnte man in jedem Kapitel lesen, denn jedes Kapitel begann mit einem Hass-Post von Followern. Diese Posts fand ich sehr schlimm, da sich solche Leute nie Gedanken darüber machten, dass hinter diesem Account ein Mensch mit Gefühlen steckte. Leider wie im wahren Leben. Außerdem fand ich gut beschrieben, wie viel Fake hinter so einem Account stecken konnte. Es gab immer wieder neue Wendungen und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit:
Der Thriller war zwar kurz, aber sehr spannend.

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Veröffentlicht am 21.02.2024

Eine tiefgründige Liebesgeschichte

In Case We Trust
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Eine der erfolgreichsten Kanzleien in Boston ist Gold, Bright & Partners und dort fängt Gracie mit ihrer besten Freundin und anderen Anfängern nach dem Jurastudium an. Doch der Konkurrenzkampf ist enorm ...

Eine der erfolgreichsten Kanzleien in Boston ist Gold, Bright & Partners und dort fängt Gracie mit ihrer besten Freundin und anderen Anfängern nach dem Jurastudium an. Doch der Konkurrenzkampf ist enorm zwischen den Anfängern und wird noch durch ein wöchentliches Ranking befeuert. Doch Gracies größter Konkurrent ist der attraktive, aber auch wortkarge Ira. Und sie müssen zusammen am gleichen Fall arbeiten. Der Start der beiden lief mehr schlecht als recht und doch kommen sie sich bei ihren Recherchearbeiten in zahlreichen Überstunden näher. Allerdings hütet Gracie ein Geheimnis, dass niemand erfahren darf und vor allem ihr größter Rivale nicht, denn das könnte sie ihre Karriere kosten.

Das Cover stach mir sofort ins Auge und nach dem Lesen, passte der graue Hintergrund noch besser. Dies war mein erstes Buch der Autorin und der Schreibstil war sehr angenehm. Gracie war sehr sympathisch. Sie kam aus einem reichen Elternhaus und der Beruf der Rechtsanwältin wurde ihr sozusagen in die Wiege gelegt. Ihr Vater hatte nämlich ebenfalls eine renommierte Kanzlei in Boston und war der größte Konkurrent von Gracies Arbeitgeber. Aber sie wollte sich von ihrem Vater loslösen und es selber zu etwas bringen und zwar ohne ihren bekannten Nachnamen. Außerdem hatte sie sich mit ihrem Vater verworfen. Sie kleidete sich gerne bunt und fröhlich, aber innerlich war sie extrem unsicher. Ira hingegen kam von einer Farm und hatte durch ein Stipendium sein Jurastudium erfolgreich absolviert. Er musste sich immer alles hart erarbeiten. Auch innerhalb seiner eigenen Familie und in der Schulzeit war er ein Außenseiter. Und so benahm er sich auch anfangs in seinem Job. Er war wortkarg innerhalb der Gruppe und es dauerte seine Zeit, bis er mit Gracie warm wurde. Und je mehr man ihn kennenlernte, umso mehr mochte man ihn.

Mir gefiel die Geschichte sehr gut. Allerdings hatte sie einige Längen. Der Blick in die Arbeitswelt von Rechtsanwälten fand ich sehr spannend. Vor allem dieser Konkurrenzkampf war extrem. Der Fall, auf den Irq und Gracie angesetzt wurden, war sehr interessant. Die Liebesgeschichte der beiden empfand ich sehr tiefgründig. Man konnte sich sehr gut in das Gefühlsleben der Protagonisten hinein versetzen. Dabei gefielen mir die fast schon poetischen Beschreibungen zu Iras Wesen sehr.

Fazit:
Eine lesenswerte Liebesgeschichte mit Einblick in die Welt von Rechtsanwälten.

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Veröffentlicht am 18.02.2024

Eine spannende Reise durch das Reich der Toten

Chosen by Death
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Die 24-jährige Elena ist eine Admiradora de la muerte. Sie kann die Toten sehen. Allerdings sieht sie das als Bürde, die schwer auf ihr lastet und sie auch deutlich gekennzeichnet hat. Normalerweise erscheinen ...

Die 24-jährige Elena ist eine Admiradora de la muerte. Sie kann die Toten sehen. Allerdings sieht sie das als Bürde, die schwer auf ihr lastet und sie auch deutlich gekennzeichnet hat. Normalerweise erscheinen die Toten nur am Día de los muertos – Tag der Toten, doch dieses Mal erscheinen sie schon Wochen vorher. Außerdem gibt es immer mehr unerklärliche Todesfälle auf der Insel. Diese entfesselten Seelen scheinen an den Todesfällen schuld zu sein. Dann erscheint der aztekische Gott Nan und Elena schließt widerwillig einen Pakt mit ihm, um ihr Dorf zu retten. Und so reist sie mit Mirasol, der Dorfältesten, Nan und dessen Bruder Li in das Reich der Toten. Eine gefährliche Reise beginnt, die nicht nur ihr Leben kosten könnte, sondern sie könnte auch ihr Herz verlieren.

Das Cover war ein richtiger Eye-Catcher, sodass ich sofort den Klappentext lesen musste. Und dieser hörte sich fantastisch an. Elena war eine sehr sympathische Protagonistin. Sie musste schon viel erleiden in ihrem Leben und wurde von den meisten Dorfbewohnern gemieden. Für das Dorf war sie die Totengräberin, die sich lieber mit den Toten als mit den Lebenden umgab. Nur Marisol war wie eine Mutter für sie. Marisol war auch einfach nur beeindruckend. Sie war die Dorfälteste, liebte Horrorfilme und Halloween über alles und hatte ein lautes Mundwerk. Aber sie war auch die liebevollste Frau und tat alles was nötig war für Elena. Nan war äußerst mysteriös und kam anfangs ein wenig arrogant rüber. Li hingegen war das genaue Gegenteil. Götter waren nun mal eigenartige Lebewesen.

Nach der ersten Hälfte des Buches, gefiel mir zwar die Geschichte sehr gut, konnte mich aber noch komplett packen. Aber das änderte sich dann prompt. Die Geschichte wurde immer spannender und auch emotionaler. Mir standen so oft die Tränen in den Augen. Die Reise durch das Reich der Toten war gefährlich und konnte auch einiges kosten, wie z. B. Erinnerungen. Was Elena auf dieser Reise für eine Stärke bewies, war einfach unglaublich.
Am Ende war ich einfach nur noch begeistert und deswegen kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Fazit:
Spannend und emotional. Eine fantastische Geschichte.

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Veröffentlicht am 17.02.2024

Eine sehr informative Geschichte

Das Lächeln der Königin
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Die Büste der Nofretete gelang 1913 nach Berlin. James Simon war der Mäzen, der alles finanziert hatte und die Schönheit der Königin zog ihn direkt in den Bann. Doch Jahre später nachdem die Büste ausgestellt ...

Die Büste der Nofretete gelang 1913 nach Berlin. James Simon war der Mäzen, der alles finanziert hatte und die Schönheit der Königin zog ihn direkt in den Bann. Doch Jahre später nachdem die Büste ausgestellt wurde, wurden Rückforderungen laut, obwohl sie damals Berlin zugesprochen wurde.

James Simon war ein sehr sympathischer Mann. Er war Jude und auch schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatten es Menschen jüdischen Glaubens nicht leicht und wurden angefeindet. Doch James Simon genoss einen guten Ruf. Er war Kunstsammler und hatte dann seine Liebe zur Archäologie entdeckt. Er führte eines äußerst erfolgreiche Firma. Und seinen Reichtum teilte er mit sehr vielen Menschen. Er unterstützte unzählige wohltätige Organisationen bzw. rief sie ins Leben und spendete jede Menge Kunstwerke an Berliner Museen. Außerdem war er auch noch Mäzen von dem Archäologen Ludwig Borchardt. Er finanzierte ihm die Ausgrabungen und dabei entdeckte Borchardt die Nofretete. James Simon konnte es gar nicht glauben, dass ausgerechnet die Königin Deutschland zugesprochen wurde. Aber ob das damals alles so korrekt gelaufen ist, weiß ich nach dem Lesen allerdings immer noch nicht.

Dieses Buch war sehr informativ. Man hatte viele Kunstwerke kennengelernt, die Auszüge der Grabungen fand ich sehr faszinierend und man merkte leider auch, wie antisemitisch die Menschen damals schon weit vor dem zweiten Weltkrieg waren. Dies steigerte sich dementsprechend noch, da die Geschichte bis Anfang der 30er Jahre ging. Das ging mir mehr unter die Haut als das Schicksal der Nofretete. Gerade in der jetzigen Zeit kann ich das Buch nur empfehlen.

Fazit:
Ein sehr lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 17.02.2024

Ein atmosphärischer Thriller

Zimmer 55
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Die berühmteste schwedische Klinik für Forensische Psychiatrie liegt tief im Wald von Dalarna. Dort werden verurteilte Schwerverbrecher behandelt, die ihre Strafe aufgrund ihrer psychischen Erkrankung ...

Die berühmteste schwedische Klinik für Forensische Psychiatrie liegt tief im Wald von Dalarna. Dort werden verurteilte Schwerverbrecher behandelt, die ihre Strafe aufgrund ihrer psychischen Erkrankung nicht in der Haftanstalt verbüßen können. Die junge Anna Varga hat als Psychologin eine Stelle in der renommierten Anstalt bekommen und freut sich sehr. Denn dadurch kann sie ihre Karriere enorm nach vorantreiben und vor allem ihr altes Leben in Stockholm hinter sich lassen. Doch dieser Traumjob entpuppt sich bald als Albtraum. Sie erhält anonyme Botschaften in ihrem neuen zu Hause und auch in Säter scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Es gibt Hinweise auf ein geheimes Zimmer 55. Dann wird ein Patient leblos aufgefunden und es stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Wem kann Anna trauen und wie hängt das alles zusammen?

Das Cover sprach mich sofort an. Dieses Gebäude hätte auch in jedem Horrorfilm gepasst. Anna Varga war eine sehr sympathische Protagonistin, die aufgrund ihrer Freundin Lina das Glück hatte, eine Stelle in dieser sehr berühmten und renommierten Anstalt zu bekommen. Allerdings merkte man von Anfang an, dass die Leute, die dort arbeiteten, irgendwie alle Geheimnisse hatten und nicht sehr vertrauensvoll rüberkamen. Die Kapitel waren schön kurz. Allerdings wurde aus so vielen Sichten erzählt, dass man eine ganze Zeit brauchte, die Protagonisten zuzuordnen.

Das Setting gefiel mir sehr gut. Diese Anstalt hatte einen düsteren Touch von früheren Heilanstalten, was sie auch war. Die Geschichte war sehr verwirrend und man wusste lange Zeit nicht, wie alles zusammenhing. Dieser Thriller war eher ruhig, hatte dafür aber eine tolle Atmosphäre, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie es weiterging. Wer auf pure Spannung hofft, für den ist dieser Thriller nichts. Ich fand die Geschichte auf jeden Fall lesenswert, hätte aber auch auf mehr Spannung gehofft.

Fazit:
Ein ruhiger Thriller für zwischendurch.

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