Ein kurzweiliger Jugendthriller
Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?Der 17-jährige Cooper gehört eigentlich zu den Guten. Doch sein bester Freund und Nachbar Jason überredet Coop, während einer Black-Lives-Matter-Demonstration mit zwei weiteren Jugendlichen ein Laden zu ...
Der 17-jährige Cooper gehört eigentlich zu den Guten. Doch sein bester Freund und Nachbar Jason überredet Coop, während einer Black-Lives-Matter-Demonstration mit zwei weiteren Jugendlichen ein Laden zu plündern. Und dann fallen während der Demo Schüsse. Eine Frau wird erschossen. Und am nächsten Tag wird in den Nachrichten ein Foto von vier Verdächtigen mit Ski-Masken veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Cooper und die drei anderen Jungs. Schon bald wird Jason wegen Mordverdachts festgenommen. Cooper und Jasons Schwester Monique können es nicht glauben, dass Jason der Täter gewesen sein soll. Deswegen fangen die beiden an zu ermitteln, wer der wahre Täter ist.
Das Cover sowie der Klappentext reizten mich sofort. Die Haptik des Covers gefiel mir sehr. Die Mauersteine konnte man richtig erfühlen.
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es wurde aus den Sichten von Cooper und Monique erzählt. Cooper war eigentlich ein richtig lieber Junge, der sich aber von Jason beeinflussen ließ. Er hatte dieses Jahr keinen Sommerjob bekommen, weil die Stadt die Mittel dafür gekürzt hatte. Dies war der vorwiegende Grund, warum er sich darauf einließ mitzumachen. Es war richtig naiv. Und die Folgen daraus bekam Coop dann auch zu spüren. Monique war eine sehr intelligente und aufgeweckte junge Frau, die für Gerechtigkeit kämpfte. Seit ihrer Kindheit waren die beiden schon heimlich ineinander verliebt. Also war es für beide sofort klar, zusammen den wahren Täter zu finden.
Die Themen in diesem Buch waren äußerst wichtig und brandaktuell. Man hört und liest es ja leider oft in den Nachrichten, dass People of Color in den USA unter merkwürdigen und ungerechtfertigten Gründen von der Polizei erschossen werden. Und dies war auch der Hintergrund der Geschichte, weswegen die Demo stattgefunden hatte. Es ist einfach traurig, dass Menschen wegen ihrer Hautfarbe Angst haben, überhaupt mit der Polizei in Kontakt zu kommen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Allerdings fand ich es etwas zu sachlich geschrieben. Mir fehlten irgendwie die Emotionen. Und das Ende war recht flott erzählt. Die Liebesgeschichte während der Ermittlungen war für mich etwas überflüssig. Da war einerseits die große Sorge um den Bruder und besten Freund und andererseits kamen sich die beiden immer näher.
Fazit:
Ein sehr guter Jugendthriller mit wichtigen und aktuellen Themen.