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Silkem

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2021

Neue Krimireihe für mich enteckt :-)

Hinterland
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ch habe wieder einen Lesetipp für Euch:
"Hinterland" von Nora Luttmer. Bisher habe ich von ihr noch nichts gelesen und habe somit eine neue Autorin für mich entdeckt. "Hinterland" hat mir sehr gut gefallen ...

ch habe wieder einen Lesetipp für Euch:
"Hinterland" von Nora Luttmer. Bisher habe ich von ihr noch nichts gelesen und habe somit eine neue Autorin für mich entdeckt. "Hinterland" hat mir sehr gut gefallen und hebt sich wohltuend vom allgemeinen Krimi-Plott ab.
Trotzdem fällt es mir schwer, eine Rezension zu schreiben.
Klappentext:
Mörderische Idylle an der Dove Elbe
Eine Muschel mit einem Kreuz. Eingeritzt in ein Holzscheit in ihrem Garten im dörflichen Hamburger Stadtteil Ochsenwerder an der Elbe. Die ehemalige Kommissarin Bette Hansen, 53, ist alarmiert. Das Zeichen hat sie schon einmal gesehen. Auf einem Hochstand, von dem aus ein Unternehmensberater und seine Trainerin beim Bogenschießen regelrecht hingerichtet wurden. Die Wut, mit der der Täter vorgegangen sein muss, hat selbst der erfahrenen Ermittlerin einen Schreck versetzt. Der Muschelmörder war Bettes letzter Fall. Bis heute ist er ungelöst. Sie musste den Job aufgeben, da sie an unkontrollierbaren Schlafattacken leidet, die sie auch im Dienst überfielen. Von ihrer Krankheit weiß auch der Täter, der nun immer engere Kreise um sie zieht.
Bette Hansen ist eine originelle Kommissarin a.D. und ihre Krankheit nimmt in der Geschichte nur wenig Raum ein. Sie zeigt viele Facetten, wirkt lebendig und ich konnte mich sehr gut mir ihr identifizieren.
Die Handlung ist spannend, mit einigen Wendungen, der Schreibstil ist flüssig und das Cover gefällt mir sehr gut.
Wo ist nun das Problem bei dieser Rezension? Es gibt noch eine zweite Protagonistin, Hannah - und wenn ich zu viel über sie schreibe, verliert die Geschichte einiges an Dynamik. Hannah finde ich nicht so glaubwürdig dargestellt wie Bette - mehr verrate ich nicht.
Im nächsten Jahr erscheint der 2.Band mit der sympathischen Bette Hansen. Dann wohl ohne Hannah - ich freue mich drauf.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Tolle Idee - schlechte Ausführung

Systemfehler
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Urlaubszeit ist Lesezeit und so habe ich auch "Systemfehler" von Wolf Harlander gerade zu Ende gelesen. Sein letztes Buch "42 Grad" hat mich überzeugt und ich war sehr gespannt.
Der Klappentext war überzeugend:
Mitten ...

Urlaubszeit ist Lesezeit und so habe ich auch "Systemfehler" von Wolf Harlander gerade zu Ende gelesen. Sein letztes Buch "42 Grad" hat mich überzeugt und ich war sehr gespannt.
Der Klappentext war überzeugend:
Mitten in der Urlaubszeit bricht europaweit das Internet zusammen. Flugzeuge können nicht mehr landen, Ärzte nicht mehr operieren, der Verkehr versinkt im Chaos. Bald sind alle Kommunikationswege gekappt. Ganz Europa befindet sich im Ausnahmezustand, die Menschen geraten in Panik, die Versorgung bricht zusammen. BND-Ermittler Nelson Carius vermutet ein hochkomplexes Computervirus hinter den Internetausfällen. Eine Spur führt ihn ausgerechnet zu IT-Experte Daniel Faber aus München, einem unbescholtenen Familienvater. Während das ganze Land gegen das Chaos kämpft, muss Daniel nicht nur seine Familie retten, sondern auch seine Unschuld beweisen …
Sicher ein spannendes Thema, doch Harlander erzählt im wahrsten Sinne des Wortes eine Geschichte. Er zeigt nicht, was passiert. So bleiben die Personen blutleer, Spannung kommt nicht auf. Die wenigen Dialoge plätschern dahin.
Hinzu kommen einige überflüssig Fehler im Plott und falsch verwendete Fachausdrücke. Das ganze wirkt eher lustlos runtergeschrieben - oder es blieb keine Zeit zum Überarbeiten.
Schade, denn die Grundidee ist wirklich gut.
Leider von mir keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.08.2021

Tolle Kurzkrimi-Sammlung nicht nur für Niederrhein-Fans

Mörderisches vom Niederrhein
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Die Landschaft am Niederrhein ist flach – und hochspannend. Menschenschlag, Natur, Landwirtschaft, Industrie, Freizeitmöglichkeiten, Geschichte und Mythen bieten eine Fülle an kriminellen Möglichkeiten ...

Die Landschaft am Niederrhein ist flach – und hochspannend. Menschenschlag, Natur, Landwirtschaft, Industrie, Freizeitmöglichkeiten, Geschichte und Mythen bieten eine Fülle an kriminellen Möglichkeiten mit gelegentlich tödlichen Lösungen. Entführung, Totschlag, Mord: Regina Schleheck schickt in 12 Kurzkrimis ein vielfältiges Figurenensemble von Erkelenz bis Emmerich, Heinsberg bis Hamminkeln, Kaiserswerth bis Kevelaer quer durch die Niederungen des Rheins – und der Gefühle.
Genauso spannend wie die Ankündigung lesen sich die Kurzkrimis von Regina Schleheck. Jeder Kurzkrimi ist anders und das ist wirklich bemerkenswert. Regina Schleheck gelingt es, ihren Stil meisterhaft den jeweiligen Situationen und Figuren anzupassen. So wird die Kurzkrimisammlung abwechslungsreich und wunderbar zu lesen.
Das ganze Buch ist eine Hommage an die Landschaft, die Menschen und die Kultur des Niederrheins. Es wird getrunken (natürlich Alt), Radwanderungen werden unternommen, Museen besucht, Industriedenkmäler besichtigt - und fast immer kommt es zu plötzlichen Todesfällen.
Das Buch ist Kultur- und Naturführer, ein Ratgeber für Ausflugstipps und gleichzeitig eine Sammlung spannender Kurzkrimis. Ich kenne das Gebiet um den Niederrhein ehrlich gesagt nicht und es hat mich auch nicht wirklich interessiert. Doch nach der Lektüre habe ich Lust einmal hinzufahren.
Am besten haben mir die beiden Kurzkrimis "Maria Zwo" und "Drachen machen Sachen ..." gefallen, aber ich bin mir sicher: Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.
Dieses Buch empfehle ich gerne weiter.
Herzlichen Dank an Regina Schleheck und den Gmeiner Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Gelungenes Debüt mit einigen Ecken und Kanten

Die Leiche bin ich
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Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane findet sich, ohne Erinnerung an die letzten Stunden in einer Sackgasse in Bochum abgelegt, wieder. Nur widerstrebend lässt sie den Gedanken zu, dass sie anscheinend ...

Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane findet sich, ohne Erinnerung an die letzten Stunden in einer Sackgasse in Bochum abgelegt, wieder. Nur widerstrebend lässt sie den Gedanken zu, dass sie anscheinend ermordet wurde. Kurz vor der Obduktion wird ihr Körper aus dem Kriminalpathologischen Institut entführt. Die scheinbar sinnlose Tat stürzt den Polizeiapparat in hektische Betriebsamkeit, aber die Leiche wird nicht gefunden. Die Kriminalbeamten Luppert und Frauke stürzen sich verbissen in die Suche nach dem Mörder, der sie mehrfach auf falsche Fährten führt. Mit ihren ganz eigenen Methoden sucht auch die aufstrebende Journalistin Anne Greis nach dem Mörder. Sie ist es auch, die als Erste entdeckt, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Soll sie den sympathischen Frauke einweihen oder auf eigene Faust handeln?

Der Krimi begann sehr literarisch. Die Schilderung der Stadt in Kombination mit den Gefühlen der Leiche - echt großes Kopfkino. Im Anschluss folgte ein steter Wechsel zwischen den Perspektiven. Mal äußerte sich die Leiche, mal wurde die Perspektive der ermittelnden Kommissare gewählt, dann wieder die des Täters und die der Journalistin Anne Greis. Diese Wechsel sind zwar gekonnt gemacht und auch der Stil ändert sich jeweils sehr gut angepasst, aber mir fiel es dadurch schwer, mich mit den Personen zu identifizieren.

Zum Ende hin wurde es ein richtig guter Regionalkrimi. Mit Spannung und einer Prise Humor.
Was mich sehr gestört hat, war der Buchsatz. Er wirkt sehr unprofessionell und es sind viele Absätze an der falschen Stelle, woanders fehlen sie. Da hat die Geschichte mehr Sorgfalt verdient. Deshalb auch keine 5 Sterne
Leseempfehlung für alle Freunde von Regionalkrimis

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Veröffentlicht am 06.08.2021

Toll geschrieben, aber nicht mein Genre

Remember
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Ich gehöre auf jeden Fall nicht zur Zielgruppe von Romy Terrells Roman "Remember - Nichts bleibt vergessen". Dazu bin ich zu alt. Wie viele "All-Age-Bücher" spricht es in erster Linie jüngere Leserinnen ...

Ich gehöre auf jeden Fall nicht zur Zielgruppe von Romy Terrells Roman "Remember - Nichts bleibt vergessen". Dazu bin ich zu alt. Wie viele "All-Age-Bücher" spricht es in erster Linie jüngere Leserinnen und Leser an. Dies liegt wie so oft am Alter der beiden Protagonisten Mia und Ryan. Da aus beiden Perspektiven geschrieben wird, und sowohl die weibliche als auch die männliche Sichtweise überzeugend dargestellt wird, ein Buch für beide Geschlechter.
Zum anderen enthält die Geschichte zahlreiche Mysterie-Elemente und besonders am Anfang fiel es mir schwer mich hineinzufinden. Da hätten ein paar mehr Informationen geholfen.
Doch erst einmal zum Inhalt:
Auf der Suche nach ihrer verlorenen Kindheit gerät Mia in die Hände einer kriminellen Bande. Als alles verloren scheint, stellt sie fest, dass ihr Leben auf einer Lüge basiert. Sie kämpft um ihr Leben, übernimmt Verantwortung und findet die Liebe.
Sie – kann sich nicht erinnern.
Nach einem Autounfall fehlen der 17-jährigen Mia drei Jahre. Als sie herausfindet, dass ihre Brüder in illegale Geschäfte verwickelt sind, gerät sie selbst in die Schusslinie der Organisation. Doch dann taucht plötzlich Ryan auf und rettet sie immer wieder aus gefährlichen Situationen. Nach und nach kommen Mias Erinnerungen an grausame Ereignisse zurück. Doch wer ist Ryan wirklich?
Er – erinnert sich an alles. Nur nicht an sie.
Ryan kämpft mit den Scherben seiner Vergangenheit. Die Experimente, die an ihm durchgeführt wurden, verfolgen ihn noch immer. Bereit, seinem Leben ein Ende zu setzen, steht er hoch oben in den Bergen am Rande einer Schlucht. Kann Mia ihn retten und können sie gemeinsam einen Weg finden, die schreckliche Vergangenheit hinter sich zu lassen?
Ich hatte mir nach dem Klappentext ein anderes Buch vorgestellt und sicher lag es auch daran, dass es mir am Anfang schwer fiel, in die Geschichte hineinzufinden. Doch aufgrund des überzeugenden Stils, des Spannungsbogens und der ständig wechselnden Perspektiven konnte ich doch in die Walt von Ryan und Mia eintauchen und habe meine Lesereise sehr genossen.
Zum Ende hin wurde es dann doch etwas zäher und auch der Schluss konnte mich nicht wirklich überzeugen. Das Buch endet etwas abrupt. Aber kein Problem: Im Oktober 2021 erscheint der 2.Band für alle, die wissen wollen, wie es mit Mia und Ryan weitergeht.
Fazit: Bei aller Kritik, die in diesem Fall sehr von meinem Lesegeschmack abhängt, ein spannendes, gut geschriebenes Buch. Daher auf jeden Fall:
Lesenswert

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