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Veröffentlicht am 08.12.2025

Was für ein Cliffhanger

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Vanessa ist eine Einzelgängerin, lediglich ihre beste Freundin Celeste, die ihr mehr am Herzen liegt als eine Schwester, schafft es immer wieder, sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Als Celeste Vanessa ...

Vanessa ist eine Einzelgängerin, lediglich ihre beste Freundin Celeste, die ihr mehr am Herzen liegt als eine Schwester, schafft es immer wieder, sie aus ihrem Schneckenhaus zu holen. Als Celeste Vanessa dazu überredet, anstelle ins Kino zu einer Fete an den Strand zu fahren. Doch da kommt es zu einem Streit zwischen den Kids der Insel und Vanessas Freundin, laufen die beiden weg und werden von Wölfen angegriffen. Während Celeste nicht überlebt, wird Vanessa von den Wölfen entführt, denn sie sind Werwölfe und leben auf der Insel. Sollte Vanessa ihre erste Wandlung überleben, wird sie eine von ihnen. Diese Chance will sie nutzen, um den Mörder ihrer Freundin zu finden und sich zu rächen. Doch da gibt es noch diesen einen Wolf, den Prinzen Sinclair, kurz Sin, und dieser geht ihr nicht mehr aus dem Kopf.
Als erstes möchte ich diese Gestaltung noch einmal extra betonen, dieses Buch ist so unglaublich schön und man wird gar nicht satt, es anzuhimmeln.
Danke des extrem leichten Schreibstils der Autorin Jordan Stephanie Gray gelingt der Einstieg leicht. Mit bildreichen Beschreibungen und lebendigen Dialogen fliegt man sehr schnell durch die Seiten.
Wir haben hier eine Urban Fantasy Geschichte mit Enemies to Lovers, das Setting ist in Kalifornien, wovon man als Leser aber nur minimal etwas mitbekommt. Die Haupthandlung spielt auf der Insel in der Academy der Wölfe.
Zwar nimmt die Handlung zu Beginn schnell Fahrt auf, doch dann dreht es sich eine Zeitlang doch im Kreis, gerade auch weil sich die Gedanken der Protagonistin zum großen Teil um den Mord an ihrer Freundin drehen. Klar, das kann ich aus menschlicher Sicht absolut nachvollziehen, wurde beim Lesen aber etwas zäh. Aber ab der Mitte wird es insgesamt spannender, bis es zum Ende hin richtig Tempo bekommt, einen dicken, etwas vorhersehbaren Plottwist erhält und trotzdem mit einem richtig miesen Cliffhanger endet. Wann bitte kommt Teil 2? Ich würde gerne weiterlesen.
Protagonistin Vanessa ist zu Beginn anstrengend, ich kann viele ihrer Gefühle, Gedanken und Handlungen absolut nachvollziehen und verstehen, aber es zog sich dadurch leicht. Sie ist hier auch die Ich-Erzählerin der Story, weshalb man alles nur aus ihrer Sicht erlebt.
Dementsprechend erfahren wir auch alles auch Vanessas Sicht über die Nebencharaktere. Ausgerechnet Prinz Sinclair, Sin, entpuppt sich als ihr Loveinterest, was auch auf Gegenseitigkeit beruht. Doch Sin ist nicht nur bereits einer Wolfsprinzessin versprochen, sondern auch nicht so ganz durchschaubar.
An Sins Seite steht sein Leibwächter und Cousin Calix, dessen Mutter einst als Verräterin vom Hof der Wölfe verbannt wurde. Er wirkt still, aber bedrohlich, aber auch zu hundert Prozent interessanter, zumindest aus meiner Sicht.
Die Tension zwischen Sin und Vanessa ist minimal vorhanden, doch es gab eine Szene im Buch zwischen Calix und ihr, die wirklich richtig was versprach. Ich bin definitiv gespannt, wie sich das alles im nächsten Band entwickeln wird.
Mein Fazit: Enemies to Lovers, ein bisschen Love Triangel, Urban Fantasy und Suspense, die Mischung passt hier definitiv und auf den letzten 200 Seiten fiel es mir echt schwer, das Buch nochmal zur Seite zu legen. Ich werde die Fortsetzung definitiv lesen, denn nach diesem Cliffhanger ist es ein Muss, zu erfahren, wie es hier weitergeht. Intrigen, Lügen, Verrat, zum Ende hin auch recht brutal, dazu noch etwas Liebe, von mir gibt es eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.12.2025

Über die Magie der Freundschaft

Windholm-Saga / Windholm Das Nebelkind
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Erst als Arics Vater im Sterben liegt, erzählt dieser ihm von Arics Mutter Elariya, die nicht nur eine Sylphe ist, sondern auch in Eldora lebt. Aric beschließt, seine Heimat Windholm zu verlassen, um seine ...

Erst als Arics Vater im Sterben liegt, erzählt dieser ihm von Arics Mutter Elariya, die nicht nur eine Sylphe ist, sondern auch in Eldora lebt. Aric beschließt, seine Heimat Windholm zu verlassen, um seine Mutter zu finden. Doch Eldora ist ein Ort, der nicht von jedem gefunden werden kann und die Reise führt Aric nicht nur zu seiner Mutter, sondern vielmehr zu sich selbst.
Ich fand, dass dieses Cover einfach schon eine ganz eigene Magie ausstrahlt und der Klappentext macht ebenfalls neugierig.
Den Einstieg empfand ich als nicht ganz so leicht, denn der Schreibstil ist doch schon sehr poetisch und das muss man durchaus mögen. Mich hindert das immer ein wenig beim Vorwärtskommen, aber letzten Endes ist es eine sehr herzerwärmende Geschichte.
Die Geschichte ist jetzt keine epische Reise oder beinhaltet viel Action oder Schlachten, wer solche Fantasy bevorzugt, könnte enttäuscht werden. Bei Windholm handelt es sich vielmehr um eine Geschichte mit viel Tiefe, rund um die Magie der Freundschaft.
Richtig gut gefallen haben mir die Ideen rund um die Welt, in der es einiges zu entdecken gibt und bei der die Autorin auch oft an Kleinigkeiten gedacht hat.
Aric ist ein wundervoller Held, der zu Beginn der Reise mit Gefühlen von Verlust und Trauer umgehen muss. Auf seiner Reise trifft er auf den Gnom Brambelfeet, das Steinwesen Mohri und die Sylphe Lyra, die gemeinsam herausfinden, dass es die Freundschaft ist, die im Leben wichtig ist. Jeder einzelne dieser Charaktere sorgt mit seinen Eigenschaften, dass die Geschichte lebendig wird. Sie rühren zum Nachdenken, aber auch zum Mitfühlen und sorgen für eine starke Entwicklung bei Aric, die tief berührt.
Mein Fazit: Windholm ist eine ganz andere Geschichte, als die, die ich zuerst erwartet hatte. Mit wirklich sehr poetischer, aber auch einfühlsamer Sprache führt uns die Autorin durch ihre magische Geschichte, dessen Magie vor allem in der Tiefe der Charaktere liegt. Ein Buch über eine Reise, nämlich über die zu sich selbst.

Veröffentlicht am 04.12.2025

Für mich teilweise zu explizit

House of Rayne
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Nach einer traumatischen Erfahrung flieht Salem und bucht einen Urlaub auf Blackridge Island, eine ruhige, abgeschieden Insel. Das Bed & Breakfast, in dem sie eincheckt, gehört der äußerst charismatischen ...

Nach einer traumatischen Erfahrung flieht Salem und bucht einen Urlaub auf Blackridge Island, eine ruhige, abgeschieden Insel. Das Bed & Breakfast, in dem sie eincheckt, gehört der äußerst charismatischen Rayne. Zwischen den beiden entsteht schnell eine Anziehungskraft, die zu einer leidenschaftlichen Beziehung führt. Doch die Insel selber bietet düstere Geheimnisse, denn immer wieder verschwinden Gäste von hier und es scheint, als wäre auch Salem in Gefahr. Um dem zu entkommen, müssen sie sich dem Bösen der Insel stellen.
Klingt eigentlich richtig stark, ein Gothic Horror Buch mit einer queeren Liebesgeschichte. Im Grunde war es das auch, aber hier gibt es ein paar Dinge, die in meinem Kopf ein krasses Kopfkino entwickelten.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich richtig toll, denn sie schafft hier eine perfekte gothic-mystik Atmosphäre, die herrlich düster und teils beklemmend wirkt.
Die Handlung basiert hier auf den Horrorelementen, die unter anderem auch ein wenig den Aberglauben der Inselbewohner spiegeln. Größtenteils sind diese Elemente gekonnt eingebaut, driften aber auch immer wieder ins Klischee.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die beiden Frauen Salem und Rayne, aus deren Sicht man auch das Geschehen erlebt. Natürlich bekommt man dadurch ein starkes Verständnis für die Gefühle und Gedanken der Beiden, da beide auch ihre eigene Geschichte haben, die hier immer wieder mit einspielt und auch somit für Tiefe sorgt.
Die Lovestory ist keine mit Blümchen und tuffigen Wolken, sondern durchaus explizit und BDSM ein Bestandteil. Mir persönlich waren hier die ein oder andere Vorliebe doch ein wenig zu kinky, was ich zuvor mit Kopfkino meinte. Aber das ist halt persönlicher Geschmack.
Die Nebencharaktere bleiben im Gegensatz zu den Protagonistinnen dann eher blass, was ich schade fand, denn da gab es durchaus Potential für mehr.
Mein Fazit: Das Buch ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, da es allein durch die Kombination der Erotik, Horror und Mystik teils sehr explizit wird. Für meinen persönlichen Geschmack war vor allem die Lovestory zu sehr drüber und ich denke, dass es da einigen LeserInnen so gehen wird. Für mich war hier die düstere Atmosphäre ein ganz klarer Pluspunkt, der mich am Lesen hielt. Wem kann ich das Buch empfehlen? Wer es düster mag und auch kein Problem mit BDSM hat, sollte einmal reinlesen.

Veröffentlicht am 04.12.2025

Düster, geheimnisvoll, magisch

House of Bane and Blood (Order and Chaos, Band 1) – Packende Rivals to Lovers Romantasy
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Einst galt die Tochter des mächtigen Eisenbahnimperiums, Camilla Marchese, als größte Erbin der Stadt. Doch als ihr Vater ums Leben kommt, ändert sich alles und um das Familienerbe zu retten, muss sie ...

Einst galt die Tochter des mächtigen Eisenbahnimperiums, Camilla Marchese, als größte Erbin der Stadt. Doch als ihr Vater ums Leben kommt, ändert sich alles und um das Familienerbe zu retten, muss sie eine arrangierte Ehe eingehen. Das ausgerechnet Nicolai Attano ihr einen Antrag unterbreitet, Als Bender, der über magische Relikte verfügt, herrscht er über die dunkle Seite der Stadt. Aber Nicolai hat durchaus seine Gründe, Milla zu heiraten, denn um einen Krieg in ihrer Heimat zu verhindern, benötigt er Millas Hilfe. Das der düstere und gefährliche Boss der Unterwelt allerdings Gefühle in Camilla weckt, hätte sie nicht erwartet. Gemeinsam geraten sie in einen Sog aus Intrigen, Lügen und Verrat.
Dieses Buch ist wieder ein ganz klassischer Fall von traumhafter Gestaltung, die einfach sofort Aufmerksamkeit weckt, zumal die Story auch echt spannend klingt.
Der Prolog schreit geradezu nach einer Story voller Gefahren und macht neugierig auf das, was hier passiert ist. Wer der junge Mann im Gefängnis ist, war dann auch schnell klar.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig, allerdings auch teilweise sehr ausschweifend, gerade was Camillas innere Monologe angeht. Das machte mir den Einstieg nicht ganz so leicht, doch hier lohnt es sich dranzubleiben.
Das Setting ist absolut gelungen, durchweg herrscht hier eine düstere Atmosphäre, die mir unglaublich gut gefallen hat. Das Flair der Story hat so ein bisschen was aus den zwanziger Jahren und bietet dadurch auch die perfekte Grundlage für dieses besondere Gangsterfeeling der Story.
Zu Beginn bekommt der Leser hier einen kleinen Überblick über die Magie der Handlung. Dabei ist das Magiesystem aber noch nicht bis ins kleinste Detail erklärt, sondern kommt im Laufe der Geschichte immer deutlicher hervor. Wer kann hier was und wie kann man dadurch beeinflussen war mir nicht sofort klar, aber das gab der Geschichte etwas Besonderes.
Die Handlung basiert auf Nicolais Vergangenheit und Millas Erbe und wie dieses miteinander zusammenhängt. Es ist ein Spiel voller Lügen, Intrigen und Gefahren. Wem man, oder vielmehr Camilla, hier wirklich vertrauen kann, bleibt undurchsichtig. Dadurch wird der eher zähe Einstieg durchaus spannender und es wartet der ein oder andere Plottwist auf den Leser.
Erzählt wird in erster Linie in der Ich-Perspektive, größtenteils aus Millas Sicht, doch auch Nicos Ganken dürfen wir hin und wieder mitbekommen. Milla empfand ich hin und wieder als anstrengend, sie ist zwar durchaus tough, aber für mich stellenweise zu gewollt tough, ohne wirklich zu wissen, wie dumm sie sich manches Mal anstellt. Es hat etwas gedauert, bis ich mit ihr warm geworden bin.
Nico ist stiller, düsterer, gefährlicher und durchaus heiß. Da ich ein wenig glaubte, mehr über ihn zu wissen, habe ich ihn schneller gemocht.
Die Tension zwischen den Beiden ist von Beginn an vorhanden. Vielleicht bin ich an dieser Stelle etwas voreingenommen, aber Nicolais Anziehungskraft war für mich deutlicher, möglicherweise aber auch, weil ich ihn durch Camilla betrachtet habe. Knistern, Gefahr und Spice gibt es hier auf jeden Fall.
Mein Fazit: Düster, stark, gefährlich, ein wenig gangstermäßig und durch Nicolai auch heiß. Dazu noch ein bisschen Magie und Bedrohung und die Mischung ist spannend und düster. Gerade diese düstere Atmosphäre macht für mich das Buch aus. Die Spannung hätte gerne mehr da sein dürfen, gerade um zu Beginn einen Sog auf mich auszuwirken, doch das gibt sich im Laufe der Handlung. Durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 03.12.2025

Überraschend starke Fortsetzung

Cursebound
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Nachdem Yeeran aus dem Exil zurück zu ihrem Volk, den Elfen, kehrt, trifft sie dort auf ihre ehemalige Geliebte, Salawa. Yeeran berichtet, was sie selbst bei den Fae erlebt hat, doch zunächst wird ihr ...

Nachdem Yeeran aus dem Exil zurück zu ihrem Volk, den Elfen, kehrt, trifft sie dort auf ihre ehemalige Geliebte, Salawa. Yeeran berichtet, was sie selbst bei den Fae erlebt hat, doch zunächst wird ihr kein Glaube geschenkt. Außerdem weiß Yeeran nicht, ob sie ihr Vertrauen kann. Auf der anderen Seite können Lettle und Rayan vor einem Attentat fliehen und treffen zufällig wieder auf Yeeran. Während der Krieg weiter um sie herum tobt, müssen die beiden zwischen Liebe und Pflicht entscheiden.
Mit Cursebound erschien der zweite Band der Trilogie aus der Feder von Sarah El-Arifi der nahtlos an das Ende von Band eins anknüpft. Auch wenn Band 1 noch nicht wirklich so lange her ist, empfand ich die Zusammenfassung der Ereignisse hier wieder einmal mega gelungen. Sowas sollte, gerade wenn zwischen den Veröffentlichungen längere Zeit vergeht, gerne immer gemacht werden.
Mir fiel der Einstieg hier tatsächlich sehr leicht, die Autorin konnte mich dieses Mal wesentlich schneller an ihre Geschichte fesseln.
Ein riesengroßer Vorteil der Geschichte ist das ausführliche Wordlbuilding, bei dem nicht nur die äußeren Begebenheiten vorstellbar werden. Hier werden Kämpfe um Macht ausgetragen. Es geht um Liebe, Intrigen und Verrat. Der Krieg tobt und auch sonst werden Situationen von Attentaten beherrscht und die Frage nach dem Vertrauen steht immer wieder mit im Vordergrund.
Dieses Mal habe ich die Geschichte auch wesentlich spannender empfunden, den einzelnen Handlungssträngen konnte ich leichter folgen und hab auch mit den Charakteren viel mehr mitgefiebert.
Neben all dem wird auch das Magiesystem näher erläutert und ich hatte das Gefühl, hier endlich mehr zu verstehen und greifen zu können.
Wie schon in Band eins wird die Geschichte aus der Sicht von Furi, Lettle und Yeeran erzählt, außerdem kommt noch mit Alder eine neue Perspektive hinzu, die mir unheimlich gut gefallen hat.
Durch die drei bekannten Perspektiven befinden wir uns hier mitten im Geschehen und erleben hautnah mit, was die Charaktere bewegt. Durch Alder aber bekommt man einen ganz neuen Blickwinkel auf die Handlung, denn ihm fehlen sämtliche Erinnerungen. Durch seine Augen erleben wir das gesamte Worldbuilding noch einmal neu und betrachten Mosima in all seinen Eigenheiten.
Hatte ich zuvor noch Schwierigkeiten mit den Charakteren, so wurden diese hier erst richtig lebendig und authentisch. Ihre Vielschichtigkeit machen sie besonders und dadurch wird auch die Story anders.
Mein Fazit: Wer bei dem ersten Band noch Schwierigkeiten mit der Geschichte gehabt hat, wird hier völlig überrascht, denn dieses Mal war ich wirklich vom ersten Moment an dabei und haben mir den Charakteren mitgefühlt. Die Geschichte besticht durch ihre Abwechslung in der Handlung, es gibt Momente voller Zartheit und Momente voller Spannung. Die Charaktere sind so vielschichtig, dass jeder einzelne lebendig wirkt. Nach dem Ende sitze ich wieder hier und warte gespannt auf das Finale, denn mit Cursebound konnte die Autorin mich dieses Mal völlig überzeugen.