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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2020

Spannender Auftakt

Bloom
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Seit vielen Jahren wird Anaya von Allergien gebeutelt und ohne ihren Notfallpen verlässt sie niemals das Haus. So geht es auch ihrer ehemaligen Freundin Petra und auch der Aussenseiter Seth hat etwas zu ...

Seit vielen Jahren wird Anaya von Allergien gebeutelt und ohne ihren Notfallpen verlässt sie niemals das Haus. So geht es auch ihrer ehemaligen Freundin Petra und auch der Aussenseiter Seth hat etwas zu verbergen. Als nach einem heftigen, drei Tage lang anhaltendem Regen, wächst plötzlich überall auf der Welt schwarzes Gras, welches in kürzester Zeit alles überwuchert. Doch mit diesem Regen und dem Graswuchs gibt es auch Änderungen für Anaya, Petra und Seth, denn während nun alle anderen mit heftigen Allergien zu kämpfen haben, bessern sich die ihrigen und auch sonst entdecken sie Kräfte in sich, mit denen niemand gerechnet hat.
Meine Meinung
Das Buch ist optisch schon sehr auffällig, so dass ich schon hier sehr gespannt auf den Klappentext wurde. Auch dieser verspricht eine neue Idee hinter dem ganzen und so war klar: Bloom muss gelesen werden.
Kenneth Oppel schreibt einfach und mitreißend, dabei so gut verständlich, dass auch die Zielgruppe ab zwölf Jahren mit dem Schreibstil sehr gut zurecht kommen wird.
Auch der Einstieg gelingt hier mühelos, denn nach dem kurzen Prolog befindet sich der Leser fast direkt mit der neuen Situation konfrontiert. Zu Beginn gibt diese Situation noch einige Rätsel auf, doch dann gelang es Kenneth Oppel mich doch noch zu überraschen, denn er klärt sehr schnell und auch schlüssig auf, was es mit den Veränderungen der Natur so auf sich hat. Es liest sich auf jeden Fall sehr spannend und man begleitet hier die drei Protagonisten bei unterschiedlichen Gefahren.
Insgesamt ist die Idee der sich plötzlich ändernden Natur hoch aktuell, allerdings geht es dann hier auch mehr in eine Sci-Fi Richtung. Trotzdem regt das Buch zum Nachdenken an, denn hier wird sehr gut deutlich, wie sehr der Mensch von der Natur abhängt.
Aus den Perspektiven der drei Jugendlichen Anaya, Petra und Seth erlebt der Leser durch einen Erzähler in dritter Person die Entwicklungen mit.
Die drei sind Jugendliche, was man an ihren typischen Reaktionen und Wünschen sehr gut miterlebt. Da ist deutlich, dass sich das Buch an jüngere Leser wendet, denn diese können sich hier bestimmt mit den Charakteren identifizieren.
Anaya wird nicht nur von Allergien gebeutelt, sondern auch von heftiger Akne, womit sie sich selbst schon ein wenig als Aussenseiterin abstempelt. Als sich die Natur verändert, verändert sich auch Anaya und nicht nur sie, denn auch ihre ehemalig beste Freundin Petra, die an einer Wasserallergie leidet und der neue an der Schule, Aussenseiter Seth, der in einer Pflegefamilie lebt, merken spürbar Veränderungen. Zwar wirken diese Jugendlichen auf ihre Art etwas stereotyp, sind aber gerade im Hinblick darauf, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, authentisch und glaubhaft. Auch ihre Reaktionen untereinander und miteinander sind glaubhaft dargestellt.
Mein Fazit
Ein gelungener Auftakt in eine neue Trilogie aus der Feder von Kenneth Oppel. Das Buch liest sich spannend und flüssig und ist, gerade für die Zielgruppe absolut ansprechend. Kenneth Oppel verpackt hier eine wirklich gute Idee und ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird. Das Buch endet auch in sich recht abgeschlossen, so dass man jetzt nicht mit einem großen Cliffhanger zurückbleibt. Trotzdem bekommt man schon den ersten, neugierig machenden Ausblick auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 17.03.2020

Ernst und humorvoll, dabei absolut authentisch

Wörter an den Wänden
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Adam ist ein Teenager, der sich von anderen unterscheidet, denn Adam hat Schizophrenie. Nun jedoch soll sich etwas in Adams Leben ändern, denn er bekommt ein neues Medikament. Dieses Medikament soll es ...

Adam ist ein Teenager, der sich von anderen unterscheidet, denn Adam hat Schizophrenie. Nun jedoch soll sich etwas in Adams Leben ändern, denn er bekommt ein neues Medikament. Dieses Medikament soll es ihm möglich machen, sein Leben wie jeder andere Teenie zu führen. Tatsächlich verbessert sich sein Zustand und für Adam zeigen sich neue Möglichkeit. Für ihn ändert sich so einiges, denn er findet Freunde und er verliebt sich sogar in die hübsche Maya. Doch was passiert, wenn das Medikament wieder abgesetzt wird?
Meine Meinung
Das Cover erweckte gleich meine Aufmerksamkeit und doch war es vor allem der Klappentext, der mich unheimlich neugierig machte, denn etwas vergleichbares habe ich bisher nicht gelesen.
Mir hat vor allem der Schreibstil der Autorin richtig gut gefallen, denn sie erzählt leicht und flüssig und tatsächlich mit Humor von Adam. Aber das besondere daran ist, dass man hier ganz viel davon erlebt und versteht, wie es Adam geht. Das ganze wurde dann noch in einem sehr jugendlichen Stil verfasst, so dass sich hier auch die jüngeren Leser angesprochen fühlen werden.
Diese Geschichte hat ein ernstes Thema und da war es mir eigentlich schon im voraus klar, dass es emotional wird. Doch Julia Walton hat hier bewiesen, mit wieviel Gefühl sie dem Leser Adam und sein Leben näher bringt. Insgesamt ist die Geschichte zwar ruhig gehalten und doch nimmt hier vor allem der junge Protagonist Adam den Leser mit auf seine Reise. Ich habe mich hier ganz oft dabei erwischt, dass ich über ihn und seine Eigendarstellung schmunzeln musste und trotz des Humors gab es genügend Momente, die bewegten.
Auch die Krankheit Schizophrenie bekommt hier ein klares Bild. Es wirkt auf jeden Fall absolut authentisch und man fühlt hier eindeutig auf jeder Seite mit Adam mit. Ich kenne mich mit dieser psychischen Krankheit nicht aus, allerdings wird hier auf jeden Fall noch einmal deutlich, wie diese Krankheit auf den Menschen wirkt. Seien es das veränderte Denken oder die Störungen in der Wahrnehmung, man erhält hier sehr viel Informationen und ein Bild, wie umfassend diese Krankheit auf den Betroffenen einwirkt.
In einer Art Tagebuchform, bei der sich Adam an seinen Therapeuten wendet, erlebt man einen Teil seines Lebens mit. Natürlich ist durch diese Erzählform Adam der Ich-Erzähler, so wird er dem Leser sehr nahe gebracht.
Adam hat mir gleich auf der ersten Seite gefallen, man erfährt von seiner Vergangenheit, erlebt gleichzeitig aber auch die Gegenwart mit. Dabei erfährt man, trotz allem Humor und auch einer gewissen Portion Selbstironie, dass es ihm nicht immer leicht fällt, mit seiner Krankheit umzugehen. Doch man lernt auch sozusagen seine “Halluzinationen” kennen und auch das wurde wieder besonders dargestellt. Ach, lest es einfachs selber, bevor ich euch zu viel verrate.
Natürlich gibt es neben Adam einige tolle Charaktere, seien es seine Familie oder Maya, man mag sie und fühlt sich mit ihnen wohl.
Mein Fazit
Mit “Wörter an den Wänden” hat sich Julia Walton tief in mein Herz geschrieben. Eine absolut ungewöhnliche Geschichte mit einem noch ungewöhnlicherem Protagonisten, der mit viel Herz und Humor von seiner Krankheit, der Schizophrenie, erzählt. Doch hier geht es um noch so viel mehr, wir erleben Freundschaft, Liebe und Zusammengehörigkeit und das aus erster Hand. Wieder eine ganz besondere Geschichte, die ich sehr gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 11.03.2020

Zwischendurch mit Längen

Die Wälder
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Einundzwanzig Jahre ist es her, dass Nina mit ihrer Familie aus dem kleinen Dorf am Rande eines Waldes in die Großstadt zog. Bis heute hielt sie den Kontakt zu ihrem Freund Tim aus Kindheitstagen aufrecht. ...

Einundzwanzig Jahre ist es her, dass Nina mit ihrer Familie aus dem kleinen Dorf am Rande eines Waldes in die Großstadt zog. Bis heute hielt sie den Kontakt zu ihrem Freund Tim aus Kindheitstagen aufrecht. Doch dann kommt die furchtbare Nachricht: Tim ist tot. Noch bevor sie diese Nachricht richtig verarbeitet hat, findet sie einen Brief von Tim, den er kurz vor seinem Tod an sie geschickt hat. In dieser Nachricht bittet er Nina, seine Schwester zu finden. Diese verschwand damals in den finsteren Wäldern und schon damals hatten Nina, Tim und ihre Freunde einen Verdacht. Auch wenn Nina noch mit sich hadert, in ihre alte Heimat zurückzukehren, muss sie bald feststellen, dass sie nicht die einzige ist, die eine Nachricht von Tim erhalten hat.
Meine Meinung
Nachdem ich bereits die anderen Thriller der Autorin Melanie Raabe regelrecht verschlungen habe, war ich unheimlich gespannt auf ihr neuestes Werk. Schon das düstere Cover und der Titel, der auf eine etwas unheimliche Atmosphäre deutet, machten mich neugierig.
Der Einstieg fiel, wie gewohnt, sehr leicht. Melanie Raabe hat einen recht flüssigen und einfachen Schreibstil, der es dem Leser leicht macht, in die Story zu finden. Auch diese leicht unheimliche Atmosphäre, die bedrohlich wirkt, zieht den Leser schnell in seinen Bann. Doch leider hält sich hier die Spannung nicht, immer wieder gab es Passagen, die mir einfach zu langatmig wurden oder die zwar angedeutet wurden, zum Ende aber doch offen blieben.
Auf zwei Zeitebenen mit wechselnden Perspektiven führt Raabe den Leser durch ihre Story. Eine der Ebenen führt in die Vergangenheit, genauer in das Dorf, in dem Nina und ihre Freunde aufwuchsen. Hier war ich kurz verwirrt, da die Parallelen zur Gegenwart nicht gleich schlüssig waren, allerdings kam ich schnell dahinter, wer hier in der Vergangenheit gerade dargestellt wurde. In der Gegenwart steht zunächst noch Nina im Mittelpunkt und diese hadert sehr mit sich. Ihre Reise in die alte Heimat führt sie durch die Wälder und genau hier fand ich, dass es einfach zu viel wurde. Dieses hadern, dieses mache ich es oder nicht, wurde mir zu langatmig und auch in den Rückblicken kamen zu viele Details auf, die im weiteren Verlauf der Handlung eher nebensächlich blieben. Die zunächst noch düstere Atmosphäre des dunklen Waldes kam dadurch nicht mehr so zum Tragen, wie erhofft.
Nina steht in der Gegenwart im Mittelpunkt, wobei es hier auch kürzere Einblendungen einer weiteren Perspektive gibt. In der Vergangenheit ist es ein Junge namens Peter, dessen Perspektive der Leser verfolgt. Das alles wird durch einen dritte Person Erzähler wiedergegeben, der manchmal mit etwas Abstand zu den Charakteren, manchmal mit Einblicken in die Gefühlswelt der Charaktere erzählt. Das sorgte durchaus immer mal wieder zu kleineren Überraschungen, die die nötigen Wendungen mit einbrachten.
Protagonistin Nina ist eigentlich eine sehr starke und selbstständige Persönlichkeit. Doch man spürt deutlich, dass die Vergangenheit ihr bis heute zusetzt. Ich fand sie soweit sehr glaubwürdig dargestellt und konnte sowohl Ängste als auch Zweifel nachvollziehen.
Peter, der Protagonist in den Rückblenden, wurde ebenfalls authentisch gezeichnet.
Weitere Nebencharaktere bleiben hier eher blass, sorgen aber für die nötige Abwechslung.
Mein Fazit
Der Thriller ist sehr flüssig geschrieben und Protagonistin Nina fand ich sehr glaubhaft und konnte mich durchaus in ihre Gefühlswelt hineindenken. Auch die Rückblenden, die ein wenig an Stand by me von Stephen King erinnern, haben mir recht gut gefallen. Leider konnte sich die zunächst noch düstere Atmosphäre nur bedingt halten, was ich hier sehr schade finde, denn gerade diese Wälder hätten noch ganz viel Potential gehabt. Trotz Kritik fühlte ich mich trotzdem ganz gut unterhalten.

Veröffentlicht am 11.03.2020

Eine Liebe nach dem Tod

Ferryman - Der Seelenfahrer (Bd. 1)
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Dylan hat die Nase voll, in der Schule wird sie von den Klassenkameraden gemobbt und ihre Mutter hat eh nie Zeit. Kurzerhand packt sie die Tasche und folgt der Einladung ihres Vaters, ihn endlich zu besuchen, ...

Dylan hat die Nase voll, in der Schule wird sie von den Klassenkameraden gemobbt und ihre Mutter hat eh nie Zeit. Kurzerhand packt sie die Tasche und folgt der Einladung ihres Vaters, ihn endlich zu besuchen, um ihn kennenzulernen. Doch der Zug, mit dem sie die Reise antritt, hat in einem Tunnel einen tragischen Unfall und glaubt Dylan zunächst noch, diesem glimpflich davon gekommen zu sein, muss sie feststellen, dass genau das Gegenteil eingetreten ist. Denn als sie den Tunnel verlässt, befindet sie sich nicht in den schottischen Highlands, sondern in einem Niemandsland und dort wartet Tristan, ihr Ferryman. Er soll Dylan auf ihrer Reise durchs Niemandsland begleiten. Die Reise ist aber viel gefährlicher und nicht nur für Dylan verändert sich plötzlich alles.
Meine Meinung
Auf Ferryman von Claire McFall habe ich mich schon riesig gefreut, denn der Arctis Verlag hat immer ein sehr gutes Gespür für die etwas anderen, besonderen Bücher.
Der Einstieg, bei dem man gleich Protagonistin Dylan kennenlernt, fällt sehr leicht. Autorin Claire McFall erzählt leicht, flüssig und gut verständlich. Dabei erzählt sie aber extrem ausführlich und voller Bilder, so dass vor allem das Niemandsland, das hier eine enorm wichtige Rolle einnimmt, ein deutlichs Bild vor dem inneren Auge ergibt.
Dylan stirbt bei einem Zugunglück und trifft auf ihren Ferryman Tristan. Gemeinsam treten sie eine Reise durch ein Niemandsland an. Das Tempo bleibt hier über weite Strecken relativ ruhig, doch immer wieder kommt es dann zu Spannungsanstiegen, denn die Reise durch das Niemandsland bietet Gefahren durch Dämonen, so genannte Seelenfänger und denen sollte man aus dem Weg gehen, denn sie haben es, wie der Name schon sagt, es auf die Seelen abgesehen. Also ist die Spannungskurve eher ein auf und ab und zwischen den ruhigen Momenten kommt es auch immer wieder zu actionreichen Szenen.
Für mich lag der Fokus hier sehr deutlich auf dem Niemandsland, denn die Autorin nimmt sich sehr viel Zeit beim Aufbau ihres Settings. Man fühlt sich hier, als würde man Dylan und Tristan dabei begleiten und die Landschaft, die den schottischen Highlands ähnelt, sah man dabei genau vor sich. Trotzdem bleibt es sehr geheimnisvoll und die Autorin lässt sich auch noch so einige Möglichkeiten für die nachfolgenden Teile offen.
Ein personeller Erzähler in dritter Person führt den Leser durch die Geschichte. Trotzdem bekommt man Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten sehr gut gezeigt.
Neben Dylan und Tristan gibt es kaum weitere Charaktere. Wer jetzt glaubt, dass es sich hier um eine typische New Adult Lovestory handelt, hat aber trotzdem weit gefehlt.
Dylan ist in ihrem Leben eher eine Aussenseiterin und was andere machen, ist ihr recht egal. Sie hat mich an manch einer Stelle überraschen können, vor allem bei ihrer ersten Begegnung mit Tristan, bzw. ab dem Punkt, an dem er ihr verrät, wer er wirklich ist und was er bezweckt. Insgesamt wurde hier aus der Aussenseiterin jemand, der um das kämpft, was sie will. Tristan hingegen wirkt sehr geheimnisvoll, am Anfang sogar eher düster, durch seine zu Beginn sehr schweigsamen Art. Doch Dylan verändert ihn und sorgt auch für Veränderungen in Dylans Haltung und seinem Handeln. Genauso wie das Niemandsland bleiben auch bei Tristan noch Fragen offen und ich hoffe, dass man gerade über ihn im nächsten Band noch mehr erfährt.
Einzig ein Manko gab es hier für mich, denn es ist ja auch eine Liebesgeschichte. Diese wird hier aber gar nicht so in den Fokus gesetzt, so dass es mir dann doch ein wenig zu schnell ging zwischen den beiden. Da fehlten mir ein wenig die Emotionen, um das nachvollziehen zu können. Doch auch hier bin ich gespannt, wie sich das weiterentwickeln wird.
Mein Fazit
Ein Buch, bei dem ich tatsächlich etwas anderes erwartet hätte und mich gerade dadurch wieder überraschen konnte. Vor allem der bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich fesseln können und es gab auch Momente, die mich berührt haben. Letzten Endes gibt es noch einiges, was sich die Autorin für ihre weiteren Bände aufgehoben hat und mich gespannt zurücklässt. Wer keine typische Teenie-Lovestory erwartet und bildgewaltige, ausführliche Beschreibungen mag, wird hier seine wahre Freude beim Lesen haben.

Veröffentlicht am 03.03.2020

Was geschah mit Becca?

Das Echo deines Todes
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Kurz nach ihrem Abitur verbringen die vier ungleichen Freundinnen Lara, Michelle, Rebecca und Eileen ihre Ferien auf einer kleinen, schwedischen Insel. Nur ab und zu bekommen die Mädchen Besuch von zwei ...

Kurz nach ihrem Abitur verbringen die vier ungleichen Freundinnen Lara, Michelle, Rebecca und Eileen ihre Ferien auf einer kleinen, schwedischen Insel. Nur ab und zu bekommen die Mädchen Besuch von zwei jungen Männern, doch an ihrem letzten Abend passiert etwas furchtbares: Rebecca, Becca, verschwindet spurlos. Lediglich das Boot trieb umgekippt im Wasser. Sechzehn Jahre später erhalten die drei zurückgelassenen Freundinnen einen Brief, in dem sie eingeladen werden, noch einmal ein Wochenende auf der Insel von damals zu verbringen. In der Hoffnung, dem damaligen Geschehen auf die Spur zu kommen, folgen sie der Einladung und sogar die beiden Männer von damals finden sich auf der Insel ein.
Meine Meinung
Da ich bereits Bücher der Autorin Sophie Kendrick gelesen habe, war ich auch auf ihr neustes Buch sehr gespannt. Sophie Kendruick schreibt leicht verständlich, flüssig und mitreißend und macht dem Leser dadurch auch hier sehr einfach.
Die Autorin nimmt sich zu Beginn Zeit, sowohl ihre ungewöhnliche Protagonistin Lara als auch die damaligen Ereignisse, darzustellen. Wobei hier natürlich noch so einige Geheimnisse im Verborgenen bleiben. Somit ist der Beginn noch recht ruhig, doch die Handlung nimmt so nach und nach immer mehr Tempo auf und es wird spannend. Auch wenn der Kreis der Verdächtigen recht überschaubar scheint, gelingt es der Autorin durchaus, immer wieder kleinere Wendungen in ihre Handlung einzubauen.
Besonders gelungen fand ich, dass die Story in der Ich-Form aus der Sicht Laras dargestellt wird. Diese Perspektive wird immer mal wieder durch alte Vernehmungsprotokolle der damalig auf der Insel vorhandenen Personen unterbrochen. Dieses bringt immer wieder neue Aspekte in die Handlung ein, die zum Miträtseln um das damalige Geschehen einladen.
Lara ist eine besondere Protagonistin, denn sie hat das Asperger Syndrom, welches allerdings erst sehr spät bei ihr diagnostiziert wurde. In der Schule galt sie dadurch immer als Freak und Außenseiterin. Erst als Michelle an ihre Schule wechselt, hat auch Lara endlich Freudinnen. Denn Michelle “schmückt” sich gerne mit Mädchen, die im Allgemeinen eher eine Außenseiterrolle einnehmen. So sind alle vier Freundinnen völlig unterschiedlich, während Michelle eher die “erste Geige” spielt, verbringt Becca gerne ihre Zeit mit ihrem Malen und Eileen ist die Schüchterne.
Protagonistin Lara und das Asperger Syndrom sind hier absolut gelungen dargestellt und als Aussenstehender bekommt man hier ein gutes Bild davon, was Menschen mit diesem Syndrom bewegt und warum sie sich wie verhalten. Gerade das macht die Bücher der Autorin immer zu etwas ungewöhnlichem, da sie ihren Protagonistinnen immer Besonderheiten mitgibt.
Mein Fazit
Mit “Das Echo deines Todes” hat Autorin Sophie Kendrick wieder einen gelungenen Thriller geschrieben, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Gerade durch die Besonderheiten ihrer Protagonistin macht dieses Buch wieder ungewöhnlich und interessant. Auch wenn gerade i diesem Buch die Charaktere überschaubar bleiben, gelingt es der Autorin trotzdem, immer wieder für Wendungen zu sorgen. Empfehlenswert und unterhaltsam.